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Veröffentlicht am 25.03.2025

Pest und Krieg

Das Pestkind
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Die Pest wütet 1648 in Rosenheim, der Dreißigjährige Krieg nähert sich seinem Ende, die Verhandlungen sind bereits in vollem Gang. Marianne ist in ihrer Familie, die einzige, die nicht an der Pest erkrankt. ...

Die Pest wütet 1648 in Rosenheim, der Dreißigjährige Krieg nähert sich seinem Ende, die Verhandlungen sind bereits in vollem Gang. Marianne ist in ihrer Familie, die einzige, die nicht an der Pest erkrankt. Sie wächst nun als Dienstmädchen in der Brauerei Thaler auf und hat es nicht leicht. Denn die abergläubigen Rosenheimer verstehen nicht, warum sie nicht an der Pest starb. Nur der Abt des Klosters und ihr Stiefbruder mögen sie. Als ihre Ziehmutter erschlagen aufgefunden wird, wird es für Marianne turbulent.
Der Roman ist nicht nur fundiert und basiert auf guten Recherchen, die interessant verknüpft werden. Die Handlung ist spannend, gut erzählt und mit Pfiff. Die Gräuel des Krieges und der letzten Scharmützeln mit den Schweden mischen ebenso mit wie verschiedene Überraschungen für Marianne. Sehr anregend und für historisch interessierte Lesende ein Schmöker!

Veröffentlicht am 19.03.2025

Anregend

Der Schutz der Freundschaft
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Die Familie Falkenbach führt ein Gut in Bernried in den 1940-er Kriegsjahren und sogar noch eine Pferdezucht, die immer wieder Pferde für die Armee liefern muss. Die meisten Familienmitglieder sind gegen ...

Die Familie Falkenbach führt ein Gut in Bernried in den 1940-er Kriegsjahren und sogar noch eine Pferdezucht, die immer wieder Pferde für die Armee liefern muss. Die meisten Familienmitglieder sind gegen Hitler und engagieren sich im Widerstand. Der Graf hat ein Arbeitslager, um das er sich kümmern muss und er sorgt gut für die Insassen. Das fällt auch der Gestapo auf, die jemanden zum Überwachen schickt. Jemanden, der forsch auftritt, aber eigentlich auf der Seite des Widerstands ist und sich in die Tochter verguckt. Die historischen Hintergründe muss man kennen, ein wenig Anspruch ist vorhanden und das gefällt mir sehr gut. Manches wird leicht übergangen, manches detaillierter erzählt und der Roman unterhält sehr angenehm. Falls es eine Fortsetzung geben sollte, würde ich sie gerne lesen!

Veröffentlicht am 19.03.2025

Kompliziert

Dolce Vita Mortale
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Der Anfang ist vielversprechend. Antonia ist die Hauptfigur und ist sehr eigenbrötlerisch und überhaupt nicht reiseerfahren. Ihre beste Freundin starb vor kurzem und schenkte ihr eine Busreise in die Toskana. ...

Der Anfang ist vielversprechend. Antonia ist die Hauptfigur und ist sehr eigenbrötlerisch und überhaupt nicht reiseerfahren. Ihre beste Freundin starb vor kurzem und schenkte ihr eine Busreise in die Toskana. Man ahnt: viele Senioren und die mittelalte Antonia zwischen ihnen. Und sie erwischt anfangs jedes Fettnäpfchen in das ihre Reiseleiterin nicht tritt. Letztere ging mir auf die Nerven, allerdings starb sie früh und das bringt ein leichtes Krimiflair mit hinein.
Antonia, ihre Allergie und der abgehackte Schreibstil sind zu Beginn schwer zu ertragen. Auch der Krimi entwickelt sich umständlich. Ab der Mitte ändert sich Antonia, lernt einen Carabinieri kennen, der die Handlungsweise seiner Kollegen beschämend findet und mit ihr und zwei Seniorinnen zusammen ermittelt. Auf eigene Faust. Und so lernt sie doch noch die Toskana kennen. Zum Schluss ist es rund. Bis dahin muss man sich seitenweise ziemlich durchkämpfen.

Veröffentlicht am 19.03.2025

Nett

Wolkenschiffe tragen dich
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Der erste Roman rund um die Buddelschiffe Kapitän Flömers und die voran gegangene Reihe waren schön zu lesen. Seicht, aber wohlfühlig und mit besonders schönem Flair. Dieses hier fängt genauso an, aber ...

Der erste Roman rund um die Buddelschiffe Kapitän Flömers und die voran gegangene Reihe waren schön zu lesen. Seicht, aber wohlfühlig und mit besonders schönem Flair. Dieses hier fängt genauso an, aber man verliert sich zwischen Finowkanal und Usedom und den anderen Örtlichkeiten. Dann kommt die Mark Brandenburg und Mecklenburg mit Plau am See noch dazu. Die Figuren wirken irgendwie lahm auf mich, leicht unstet wohin die Reise wohl gehen mag. Und irgendwie langweilig. Wie in der ersten Reihe kenne ich hier auch einige Regionen, aber das reißt das Ruder nicht herum. Für mich der schwächste Roman rund um Flömer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2025

Anregend, kein Krimi

Stralsund ermittelt - Falsche Koffer lügen nicht
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Nele arbeitet als Psychologin in New York als sie sich in einen Stralsunder verliebt und sich eine alte Villa in Stralsund kauft, um dort einzuziehen. Peter wiederum hat inzwischen festgestellt, dass er ...

Nele arbeitet als Psychologin in New York als sie sich in einen Stralsunder verliebt und sich eine alte Villa in Stralsund kauft, um dort einzuziehen. Peter wiederum hat inzwischen festgestellt, dass er homosexuell ist. Sie hockt allein im großen Haus in einer fremden Stadt. Bis Leute bei ihr klingeln, weil die Villa Schauplatz einer Detektiv-Serie war. Das nervt sie, sie kennt die Serie nicht und will nix damit zu tun haben. Bis eine junge Frau immer wieder bei ihr auftaucht, die Fiktion und Realität nicht trennen kann.
Es ist kein Krimi sondern eine Beschreibung von Nebensächlichkeiten. Beziehungsweise es ist lockerflockiger Roman mit Krimi als Nebenschauplatz. Man lernt die neuen Bekannten, die Merkwürdigkeiten der Villa und der früheren Bewohnerin kennen. Auch ein Ermittler ist dabei, aber eher im Privaten. Die Handlung plätschert vor sich hin, durchaus anregend, aber kein Krimi.