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Erdhaftig

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2025

Malerisch, böse und findig zugleich.

Der Teufel von Luzern
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Lisa lebt seit Jahren in Australien als ihre Tante stirbt und ihr das Haus in Luzern mit allem Inventar vererbt. Sie reist in die Schweiz und räumt aus, findet dabei in der Waschmaschine sehr viel Bargeld. ...

Lisa lebt seit Jahren in Australien als ihre Tante stirbt und ihr das Haus in Luzern mit allem Inventar vererbt. Sie reist in die Schweiz und räumt aus, findet dabei in der Waschmaschine sehr viel Bargeld. Die Polizei fühlt sich nicht zuständig und gibt ihr den Tipp einen bestimmten Detektiv zu kontaktieren.

Der wiederum war mal Richter und betreibt nun eine kleine Craftbrauerei in seinem Keller. Es riecht intensiv nach Maische als Lisa ihn aufsucht. Ob er der Richtige für dieses Mandat ist? Sie wird es merken. Nebenbei lernt sie noch seinen Sohn kennen, der auch ein wenig speziell ist.
Beide Hauptfiguren und die Stadt werden gut beschrieben und vorgestellt. Es ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe. Was anfänglich eher irritieren kann, entpuppt sich im Verlauf des Krimis als super. Denn so gemächlich geht es nicht weiter und es entpuppt sich ein feiner Krimi rund um Geldwäsche, mafiöse Strukturen und die schönste Gegend von Luzern.
Bin gespannt auf den nächsten Band!

Veröffentlicht am 17.02.2025

Herrlich!

Plunder gibt es immer wieder. Ein Hansel & Pretzel Krimi
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Ein Mord nahe der kleinen Bäckerei im tief verschneiten Kitchener – schon wieder?!? Er scheint mit der neuen Dating-App zusammenzuhängen, die alle im Dorf leidenschaftlich ausprobieren…

Linn ist an ihrem ...

Ein Mord nahe der kleinen Bäckerei im tief verschneiten Kitchener – schon wieder?!? Er scheint mit der neuen Dating-App zusammenzuhängen, die alle im Dorf leidenschaftlich ausprobieren…

Linn ist an ihrem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub total überrascht. Das Café ist brechend voll. Aber im Gegensatz zu sonst starren alle auf ihre Mobilephones und das ständige Piepen diverser nervt sie gewaltig. „Shappunzl – lass dein Haar herunter, ich will dein Prinz/deine Prinzessin sein“… Oh weia, das denkt nicht nur Linn sondern auch man selbst als Lesende 😂 Der beste Treffpunkt ist nun mal das Café. Bis eine bewaffnete Frau auftaucht und jemanden bedroht und danach ein Toter aufgefunden wird. Linn mag Digitales nicht, sie lebt im Hier und Jetzt. Weil sie jetzt wieder ermittelt – wie immer auf eigene Faust, braucht sie Helfer.
Es ist ein kurzweiliger, vergnügter und doch spannender Krimi, der sich entwickelt. Schräge Typen inklusive und ein wunderbar flüssiger Schreibstil. Herrlich!

Veröffentlicht am 17.02.2025

Gut!

Salute - Die letzte Fahrt
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Zeitler war mal Kriminalkommissar in München und ist jünger als man denkt, noch in den besten Jahren. Er gönnt sich das Leben als Barista in einem winzigen Café am Gardasee und freut sich über Touristen ...

Zeitler war mal Kriminalkommissar in München und ist jünger als man denkt, noch in den besten Jahren. Er gönnt sich das Leben als Barista in einem winzigen Café am Gardasee und freut sich über Touristen und einheimische Stammgäste, über das Flair und seine Arbeit ohne Mord und Totschlag. Bis er auf einen Toten mit viel Geld in den Taschen am Ufer stößt.

Commissario Lanza wiederum hat Stress, viel zu tun und ist alles andere als total erfreut den deutschen, ehemaligen Kommissar am Tatort anzutreffen. Auch, wenn der ihm den Hund eines Spaziergängers von der Leiche abhielt. Aber er kennt Zeitler und der wird ihm in nächster Zeit noch nützlich werden.
Anfangs ist es ein netter Roman mit Leichenfund, Stammgästen und vielen Leckereien, die ein Konditor täglich in Zeitlers Café liefert. Aber der Krimi verdichtet sich allmählich, die Lokalreporterin ist auch verständig und am Ende wird es dramatisch. Man rätselt irgendwann gut gelaunt mit. Wunderbar!

Veröffentlicht am 17.02.2025

Sehr, sehr lesenswert

Berchtesgaden
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Am 04. Mai 1945 machten französische und US-amerikanische Soldaten eine Art Wettrennen nach Berchtesgaden, um den Obersalzberg und dessen Inhalte auszuräuchern. Zumindest das, was noch da war. Die US-Amerikaner ...

Am 04. Mai 1945 machten französische und US-amerikanische Soldaten eine Art Wettrennen nach Berchtesgaden, um den Obersalzberg und dessen Inhalte auszuräuchern. Zumindest das, was noch da war. Die US-Amerikaner hatten im Ort einen ihrer ersten Standorte. Anhand der Geschichte von Sophie, Berchtesgadenerin mit hoffnungsfrohem Blick auf die Zukunft nach dem Krieg, sind Lesende mittendrin.

Die Familie von Sophie ist zweigeteilt. Ihre Großeltern leben in der Nähe auf einem Hof und hüten seit 1939 Hinterlassenschaften eines jüdischen Freundes aus dessen Truhe sich Sophie Bücher ausleihen darf. Titel von Feuchtwanger schätzt sie sehr. Ihr sadistischer, ältester Bruder harrt auf einer Alm aus, er gehörte der Gestapo an. Und Sophie bemüht sich um einen Job als Tippse bei den GIs, den sie bekommt, weil sie Feuchtwangers Romane mag.
Damit beginnt für sie eine Zeit, der innere Konflikte schürt und ihr eine neue Sicht auf das Weltgeschehen bringt. Ihr Chef, der jüdische Emigrant Frank, der mit den GIs in seine Heimat zurückkehrt, in der plötzlich alle »von nichts gewusst« haben wollen. Und die glamouröse Kriegsreporterin Meg, die den Siegeszug der Alliierten mit ihrer Kamera begleitet. Der einst zum Tode verurteilte Rudolf, der nun Bürgermeister ist und damit klarkommen muss, dass die, die ihn als Schwulen anzeigten, nun bei ihm anbiedern wollen. Im Schatten des Obersalzberg ist allerhand los, sowohl offensichtlich als auch hinter so manchem Rücken.
Es ist ein Roman, den man tagsüber anfangen sollte, damit er einem nachts nicht durch die Träume wandelt. Sehr, sehr lesenswert!

Veröffentlicht am 17.02.2025

Kinderwunsch

Das Glück in allen Farben
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Valerie möchte gerne Kinder haben und schläft viel mit ihrem Mann Tom. In Düsseldorf fühlen sie sich pudelwohl, sie haben ein gutes Auskommen und alles andere stimmt auch. Nur Kinder wollen sich nicht ...

Valerie möchte gerne Kinder haben und schläft viel mit ihrem Mann Tom. In Düsseldorf fühlen sie sich pudelwohl, sie haben ein gutes Auskommen und alles andere stimmt auch. Nur Kinder wollen sich nicht einstellen.

Eines Tages findet Valerie heraus, das Tom schon lange unfruchtbar ist und ihr das nie mitgeteilt hat. Sie wird traurig, sauer und braucht eine Auszeit von ihrem Gatten. Man bekommt das Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ gut mit, es wird achtsam durchleuchtet, so, dass es einem beim Lesen weder auf Nerven noch auf Tränendrüsen drückt. Als sie sich räumliche Auszeit nimmt, kommt alles wieder ins Lot und ganz anders als man vorher denkt. Lesenswert!