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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2024

Speziell gut!

Es rappelt in der Kiste
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Konrad ist einer der Kölner Friedhofsgärtner und muss auf seinem Lieblingsfriedhof Melaten ein Grab abräumen. Dabei macht der historisch interessierte Gärtner einen Knochenfund mit seltsamen Dellen. Da ...

Konrad ist einer der Kölner Friedhofsgärtner und muss auf seinem Lieblingsfriedhof Melaten ein Grab abräumen. Dabei macht der historisch interessierte Gärtner einen Knochenfund mit seltsamen Dellen. Da er

eine der Forensikerinnen kennt, bringt er seinen Fund in die Gerichtsmedizin. Nicht ahnend, was das auslöst. Der bald in den Ruhestand gehende Kriminalkommissar erinnert sich daran, dass seine Mutter Käthe an diesem Grab auch immer etwas auszusetzen hatte. Kurz danach stirbt jemand auf dem Flug von Bogotá nach Frankfurt, ein Wachmann wird auf Melaten erschossen und in die Gerichtsmedizin wird eingebrochen. Beide Fälle möchte Konrad „mit auflösen“. Tatkräftige Hilfe bekommt er von seinem Spezi Martin, einem zehnjährigen Hochbegabten, und einigen Gestalten, die auf Melaten leben.
Es ist ein verzwickter, skurriler Krimi. Anfänglich lernt man viele Akteure kennen und sie alle sind irgendwie wichtig, wenn es richtig zur Sache geht. Denn das tut es, auch, wenn man bis zur Mitte nicht daran glauben mag, dass sich aus all dem ein Krimi entwickelt. Falsche Fährten legt Krüger ebenfalls und so manche führt denn doch nicht in die Irre. Die zarte Liebesbande zwischen Martins Mutter und Konrad lässt auf einen weiteren Band hoffen. Der Erzählstil ist grandios. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Gut recherchiert, zu viele inhaltliche Wiederholungen im Text

Der Geschmack von Freiheit
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Fanny Caillier wächst mit zwei Brüdern auf und kocht für ihr Leben gerne Schokolade. Richtige, essbare Zartbitterschokolade in ihrer kleinen Kammer, die der Vater extra für sie eingerichtet hat.

Fanny ...

Fanny Caillier wächst mit zwei Brüdern auf und kocht für ihr Leben gerne Schokolade. Richtige, essbare Zartbitterschokolade in ihrer kleinen Kammer, die der Vater extra für sie eingerichtet hat.

Fanny ist gewitzt, ihr fällt immer etwas ein, wie die Schokolade noch besser werden kann. Als ihr Vater stirbt, übernimmt ihr älterer Bruder die Firma Caillier. Er ist eifersüchtig auf ihr Können und dreht ihr den Hahn ab, wo er nur kann. Erst als Fanny heiratet, wird es besser. Aber immer noch schwierig, denn sie ist immer noch eine Gefahr in Augen ihres Bruders und ihrer Schwägerin.
Die Geschichte an sich ist gut zusammengestellt und es ist spannend den Anfang der heutigen Schokoladenvielfalt zu lesen. Caillier stellt immer noch hochwertige Schokoladen her und erfand die Milchschokolade. Damals etwas Ungeheuerliches. Interessant ist, wie Fanny und ihr Mann überhaupt darauf kamen, was dem Ganzen zugrunde lag und wie sie die beiden Stoffe zusammenbrachten, die eigentlich so gar nicht zusammenpassen.
Das Haar in der Suppe sind die vielen inhaltlichen Wiederholungen. Ja, die Lesefähigkeiten vieler nehmen ab. Aber ich muss nicht auf jeder dritten Seite eine minimale Wiederholung des soeben Gelesenen erhalten. Nicht zwei- bis drei Mal nacheinander. Das stört meinen flüssigen Lesefluss gewaltig. So ist es eher eine nette Bettlektüre für Schokoladenfreunde und historisch Interessierte.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Zu viele inhaltliche Wiederholungen

Ein neuer Anfang
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Die Geschichte an sich ist gut. Leider lässt sie sich für jemanden, der flüssig lesen kann und Zusammenhänge rasch begreift, schwer lesen. Denn es gibt auf rund 10 e-bookseiten unheimlich viele inhaltliche ...

Die Geschichte an sich ist gut. Leider lässt sie sich für jemanden, der flüssig lesen kann und Zusammenhänge rasch begreift, schwer lesen. Denn es gibt auf rund 10 e-bookseiten unheimlich viele inhaltliche Wiederholungen. So viele, dass es mir das Lesen dieses Romans vergellte. Sprachlich schreibt Caine gut, anschaulich, beschreibend, gut vorstellbar. Aber diese vielen inhaltlichen Redundanzen sind schrecklich.
Die Handlung kommt überhaupt nicht voran.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Lesenswert

Das Glaskind
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Maya arbeitet als Ärztin für Frühchen in München und lebt mit ihrem Partner Nicolas in getrennten Wohnungen. Wenn er ihr sagt, dass er sie liebt und mit ihr ganz zusammenziehen möchte, zuckt sie zurück. ...

Maya arbeitet als Ärztin für Frühchen in München und lebt mit ihrem Partner Nicolas in getrennten Wohnungen. Wenn er ihr sagt, dass er sie liebt und mit ihr ganz zusammenziehen möchte, zuckt sie zurück. Das hat mir ihrer Vergangenheit zu tun. Als Kind und Jugendliche musste sie sich immer um ihren autisitischen Bruder kümmern. Nun hat die Mutter einen Unfall und als ihr Vater anruft, damit sie aus München nach Hamburg kommt, um sich wieder einmal um Tobias zu kümmern, bricht etwas in Maya zusammen. Und auch ihre Partnerschaft leidet, weil sie sich um Tobias kümmert und in alte Muster zurückfällt. Glaskind - wie aus Glas, transparent, der Fokus der Familie lag und liegt immer auf dem Autisten.

Es ist am Anfang schwer zu lesen, weil Maya eingekapselt ist in ihrer Vergangenheit und das tut, was sie und wie sie es immer schon gemacht hat. Erst als sich außen etwas tut, durch einen Nachbarn und ihren Partner, verändert sich etwas in ihrer Denkweise. Bis dahin ist es ein gefühlt langer Weg. Die Geschichte ist sehr einfühlsam gelesen. Sie ist, wie Familien nun mal sind, sehr komplex und die Herausforderungen, die ein behindertes Geschwister mit sich bringen kann, werden gut analysiert. Es ist eine lesenswerte Familiengeschichte.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Puh...

Die Zuverlässigkeit des Zufalls
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Nina führt zusammen mit ihrer Mutter ein Geschäft. Sie ist Buchhändlerin und ihre Mutter Floristin, sie haben einfach beides zusammengelegt. Vor einigen Jahren starb Ninas Partner und sie trauert seitdem ...

Nina führt zusammen mit ihrer Mutter ein Geschäft. Sie ist Buchhändlerin und ihre Mutter Floristin, sie haben einfach beides zusammengelegt. Vor einigen Jahren starb Ninas Partner und sie trauert seitdem entsetzlich. Mittlerweile ist sie in einer Selbsthilfegruppe. Parallel zur Gegenwart wird die Geschichte zwischen ihr und ihrer großen Liebe erzählt, Irgendwann lernt sie einen übel gelaunten ehemaligen Autoren kennen und so auch dessen Sohn. Eine neue Liebe schwillt an. Und das Ganze wird sehr emotional bis rührend erzählt. So sehr, dass es mir bereits im ersten Drittel zu viel des Guten war. Ich habe das Buch zwei Mal neu begonnen und wurde mit Nina nicht warm. Ganz im Gegenteil, diese Emotionen will ich nicht lesen!! Mir fehlt Tiefe. Dieser Roman ist nur seicht und sehr emotional.

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