Gut recherchiert, zu viele inhaltliche Wiederholungen im Text
Der Geschmack von FreiheitFanny Caillier wächst mit zwei Brüdern auf und kocht für ihr Leben gerne Schokolade. Richtige, essbare Zartbitterschokolade in ihrer kleinen Kammer, die der Vater extra für sie eingerichtet hat.
Fanny ...
Fanny Caillier wächst mit zwei Brüdern auf und kocht für ihr Leben gerne Schokolade. Richtige, essbare Zartbitterschokolade in ihrer kleinen Kammer, die der Vater extra für sie eingerichtet hat.
Fanny ist gewitzt, ihr fällt immer etwas ein, wie die Schokolade noch besser werden kann. Als ihr Vater stirbt, übernimmt ihr älterer Bruder die Firma Caillier. Er ist eifersüchtig auf ihr Können und dreht ihr den Hahn ab, wo er nur kann. Erst als Fanny heiratet, wird es besser. Aber immer noch schwierig, denn sie ist immer noch eine Gefahr in Augen ihres Bruders und ihrer Schwägerin.
Die Geschichte an sich ist gut zusammengestellt und es ist spannend den Anfang der heutigen Schokoladenvielfalt zu lesen. Caillier stellt immer noch hochwertige Schokoladen her und erfand die Milchschokolade. Damals etwas Ungeheuerliches. Interessant ist, wie Fanny und ihr Mann überhaupt darauf kamen, was dem Ganzen zugrunde lag und wie sie die beiden Stoffe zusammenbrachten, die eigentlich so gar nicht zusammenpassen.
Das Haar in der Suppe sind die vielen inhaltlichen Wiederholungen. Ja, die Lesefähigkeiten vieler nehmen ab. Aber ich muss nicht auf jeder dritten Seite eine minimale Wiederholung des soeben Gelesenen erhalten. Nicht zwei- bis drei Mal nacheinander. Das stört meinen flüssigen Lesefluss gewaltig. So ist es eher eine nette Bettlektüre für Schokoladenfreunde und historisch Interessierte.