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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Sehr, sehr lesenswert!

Verborgen
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Zuerst dachte ich es sein ein spezieller Krimi mit besonders düsterem Flair. Aber es ist ein Fantasy-Roman! Er spielt in mehreren Zeitebenen und ein Wald stellt dabei einen ganz besonderen Raum dar. Die ...

Zuerst dachte ich es sein ein spezieller Krimi mit besonders düsterem Flair. Aber es ist ein Fantasy-Roman! Er spielt in mehreren Zeitebenen und ein Wald stellt dabei einen ganz besonderen Raum dar. Die Autorin Lisa ist nach dem Tod ihres Mannes in eine tiefe Depression gefallen und kämpft sich gerade wieder daraus hervor. Aber seltsame Dinge geschehen. Ein Dämon treibt sein Unwesen und sie träumt seltsame Warnträume in denen ihr Mann eine Rolle spielt. Warnt er sie? Halluziniert sie? Ihr Überleben hängt vom Wald ab und dort schweben alte, schmerzhafte Erinnerungen, denen sie sich stellen muss.

Das Ganze geschieht in und in den Wäldern um Rothenburg ob der Tauber herum. Gut gewählt. Denn außer dem heutigen Touristenanziehungspunkt hat die malerische Stadt auch dunkle Zeiten erlebt. Die Kelten spielen eine Rolle, die Römer und die Mysterien der Region und der Stadt. All das verknüpfte Kox in ihrem Roman und wob Lisas Geschichte hinein. So saugt sie mich als Leserin bereits zu Beginn hinein. Ich habe abends und nachts fast durchgelesen und war Sonntagmorgens ziemlich verkatert. Die Spannung steigt unaufhörlich und die Figuren wirken alle realistisch.

Veröffentlicht am 04.08.2025

Bin gespannt auf weitere Romane dieser Autorin!

Waterwitch
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Jenny Greenteeth ist eine Wasserfee, ein Kinderschreck, ein Monster, um das sich englische Geschichten und Mythen drehen. Als eines Tages

eine Hexe in ihren See bei Chipping Appleby geworfen wird, rettet ...

Jenny Greenteeth ist eine Wasserfee, ein Kinderschreck, ein Monster, um das sich englische Geschichten und Mythen drehen. Als eines Tages

eine Hexe in ihren See bei Chipping Appleby geworfen wird, rettet sie sie in ihre unterseeische Höhle. Sie freunden sich an und bemerken, dass sich etwas Schlimmes im Dorf bewegt. Magisch, finster und schwer zu besiegen. Zusammen mit dem Händler und Kobold Brackus suchen sie den König der Feen auf.

Der Anfang ist ein Monolog. Man lernt die Jenny kennen und erhält einen Einblick in die englischen Mythen sowie für was sie sich selbst hält. Als die Hexe bei ihr landet, stellt sich raus, dass Jenny sich nicht wie ein Monster verhält. Die Heldenreise der drei Wesen hat es in sich und ist enorm fesselnd. Die Menschenwelt existiert ca. im Mittelalter. Jenny ist weit älter und bezog ihren See kurz vor der Geburt von König Artus. Man begegnet beim Lesen vielen mythischen Wesen und erfährt so allerhand.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, die Welt die unsere zur Zeit der Hexenverbrennungen ungefähr. Daneben gibt es noch die „alte, angelsächsische“ Welt, bevölkert mit hohen und niederen Feen, Kobolden, Riesen, Afancs und Kelpies. Erzählt wird aus Sicht von Jenny, die so einiges in den letzten Jahrhunderten ertragen musste, und so langsam die seltsame Gesellschaft genießt. Und ich mochte sie alle drei und noch mehr Figuren. Bis auf den Finsterling natürlich! Verfasst ist das Ganze in einem typischen Stil der Fantasy, nicht modern jedoch unglaublich gut erzählt. Ein sehr lesenswerter Fantasy-Roman.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Roadtrip

Alpenverschwörung
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Ein kranker Kollege liegt im Spital und setzt Bernauer auf die Spur eines wertvollen Botanikbuches, sehr alt und für Pharmakonzerne von unschätzbarem Wert. Die Handlung beginnt staubtrocken, aber bevor ...

Ein kranker Kollege liegt im Spital und setzt Bernauer auf die Spur eines wertvollen Botanikbuches, sehr alt und für Pharmakonzerne von unschätzbarem Wert. Die Handlung beginnt staubtrocken, aber bevor man es zur Seite legt, kommen die ersten Leichen und Bernauer samt einem Kollge in und auf Fahrt. Mit dem privaten Alfa Romeo quer durch die Schweiz, durch den Vereinatunnel bis nach Südtirol und dann anders wieder zurück. Ein Roadtrip, der es in sich hat.
Der Krimi geht so, die Beschreibungen der Umgebungen sind angenehm zu lesen, wenig regt auf. Nicht einmal dann, wenn es eigentlich aufregen wird. Aber der trockene Erzählstil bleibt. Ich könnte mir die Handlung besser als Hörbuch vorstellen, in typischen (Für norddeutsche Ohren noch verständlichem) Schyzerdütsch. Hab da gerade Emil Steinberger vor Ohren. Es gibt böse Banditen, die den Alfa Romeo verfolgen. Es gibt brenzlige Situationen auch für die beiden Polizisten, aber die Spannung bleibt aufgrund der netten, regionalen Beschreibungen auf der Strecke. Aber das macht nix, es ist dann eben ein netter, gut zu lesender Roman.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Geistig "urlauben"

Italienische Sommerträume - Der Olivengarten auf Capri
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Junas "Eine Frau Gartenbetrieb" läuft nicht, sie ist quasi pleite. Während des Studiums lernte sie Maria kennen, eine Italienerin mit großem Garten auf Capri, und die kontaktiert sie nun als bei Juna ...

Junas "Eine Frau Gartenbetrieb" läuft nicht, sie ist quasi pleite. Während des Studiums lernte sie Maria kennen, eine Italienerin mit großem Garten auf Capri, und die kontaktiert sie nun als bei Juna alles auf Aufgeben hinausläuft. Sie soll auf Marias Anwesen einen Renaissancegarten anlegen. Vor Ort begegnet sie Marias Neffen und man merkt, mit wem sie zusammenkommen wird. Aber es ist nicht alles total vorhersehbar sondern ein gut verfasster kleiner Urlaub in Romanform. Die Geschichte ist gut und liefert Mittelmeer-Atmosphäre. Hätte allerdings auch irgendwo am Mittelmeer spielen können. Denn auf neapolitanische Besonderheiten wird nicht extra verwiesen, es menschelt sehr. Kein Kitsch, lockerleicht verfasst und ideal zum Abtauchen ohne jeglichen Anspruch. Man taucht geistig erholt wieder auf.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Appetitlich

Wolfstal
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Luc Verlain darf dieses Mal auch am Atlantik, aber vor allem im französischen Teil des Baskenlandes ermitteln. Dazu stößt eine bärbeißige Kollegin, die die Arbeit ihm und seinem Kollegen vor Ort nicht ...

Luc Verlain darf dieses Mal auch am Atlantik, aber vor allem im französischen Teil des Baskenlandes ermitteln. Dazu stößt eine bärbeißige Kollegin, die die Arbeit ihm und seinem Kollegen vor Ort nicht erleichtert.

Der Krimi fängt langsam an und zunächst scheint nur ein Schäfer ermordet worden zu sein. Das bleibt auch so, aber der Sachverhalt dreht sich mit der Zeit. Dazu bewegen sich die Ermittler ziemlich viel in verschiedenen Dörfern, in Biarritz und umzu. Unter anderem in Espelette, das für seinen „Piment d´Espellete“ bekannt ist. Auch dazu erfährt man etwas und zu den Ziegenkäsen der Winter- und Sommerweiden. Unter anderem. Man sollte keinen Hunger haben, wenn man diesen Krimi liest. Nicht nur die appetitlichen Beschreibungen dieser Region sind anregend, auch der Krimi hat es in sich. Gut geschrieben und zum Miträtseln geeignet, mit überraschenden Wendungen verknüpft Oetker Gegenwart und historische Vergangenheit dieser Ecke. Lesenswert!