Cover-Bild Wolfstal
Band 9 der Reihe "Luc Verlain ermittelt"
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 05.09.2025
  • ISBN: 9783455020328
Alexander Oetker

Wolfstal

Luc Verlains Fall am Jakobsweg
Der Schäfer, der Wolf und der Tod
Umgeben von sanften Pyrenäenausläufern und berühmt für seine Gewürzpaprika, lädt das malerische Espelette alle zu einer Rast ein, die hier auf dem Jakobsweg vorüberwandern. Doch ein Schatten fällt auf das Idyll, als ein Schäfer aus dem Dorf brutal getötet wird. Dem von der baskischen Polizei zu Hilfe gerufenen Luc Verlain kommen die schweigsamen Dorfbewohner seltsam mitleidlos vor, und bald schon stößt er auf so einige schlüssige Mordmotive. Waren die vom Schäfer abgegebenen Luftschüsse, wenn Pilger seinen Weiden nahekamen, den Hoteliers ein zu großer Dorn im Auge? Hat sein Einsatz für den Wolf, der in der Gegend umgeht, seine Schäferkollegen zu sehr aufgebracht? Und weshalb war er ein so menschenscheuer Einzelgänger?
Mord in der Aquitaine - Luc Verlain ermittelt:

- Band 1: Retour
- Band 2: Château Mort
- Band 3: Winteraustern
- Band 4: Baskische Tragödie
- Band 5: Rue de Paradis
- Band 6: Sternenmeer
- Band 7: Revanche
- Band 8: Wilder Wein
- Band 9: Wolfstal
Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2025

Mitreissendes Finale

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Der bereits neunte Band der "Luc Verlain"-Reihe spielt in der Ortschaft Espelette im französischen Baskenland. Das Dorf ist bekannt für seine Gorria-Schoten, gemahlen bekannt als Piment d'Espelette. Ausserdem ...

Der bereits neunte Band der "Luc Verlain"-Reihe spielt in der Ortschaft Espelette im französischen Baskenland. Das Dorf ist bekannt für seine Gorria-Schoten, gemahlen bekannt als Piment d'Espelette. Ausserdem geht hier eine Etappe des Jakobweges entlang.

Eine Pilgergruppe wird oberhalb des Dorfes von einem Schuss davon abgeschreckt, näher zu den Schafweiden von Jacques aufzuschliessen. Auch im Tal haben sie Angst vor Jacques, weil, wie er selbst sagt, er kaum spricht und die Bewohner deshalb nicht wissen, was er denkt. Viel mehr, ausser, dass er wie ein Eremit lebt und Wolfsschützer ist, weiss man tatsächlich nicht über ihn.

In den ersten Kapiteln werden neben Jacques andere ausgewählte Einwohner von Espelette vorgestellt, dies sehr akkurat, so dass man diese Figuren gut kennenlernt.

Erst als jemand ermordet wird, kommt Luc - und nein, leider nicht Yacine - sondern Commissaire Gilen Etxeberra aus Biarritz - aber okay, Gilen hat sich total gewandelt und kann sogar nett sein plus gut mit Luc zusammenarbeiten - und eine neue Kommissarin namens Rose Schillinger ins Spiel. Die neue Kollegin, die nach einem Jahr Pause ihren Dienst wieder aufnimmt, ist schon älter und ein ziemliches Reibeisen. Man ist gespannt, wie sie sich entwickeln wird. In Luc und Gilen findet sie jedenfalls keine Freunde, so unlustig, harsch und sonderlich, wie sie sich gibt.

Vor Ort treffen Luc, Gilen und Rose nicht nur auf die anfangs vorgestellten Dorfbewohner, sondern auch auf die junge Brigadière Inaki, eine junge Dorfpolizistin, die leider öfters wegsieht. Einerseits versteht man ihre Beweggründe, andererseits sollte sie zumindest mit den Kommissaren kooperieren. Denn dieser Mordfall wird ohne Zusammenhänge zu erkennen nicht zu lösen sein. So tappen die Ermittler, am Ende verstärkt durch Anouk, lange im Dunkeln, bis es schon fast zu spät ist und vielleicht noch jemand getötet wird.

Alexander Oetker lässt die Spannungskurve in "Wolfstal" kontinuierlich aufsteigen. Er erläutert ausserdem aktuelle Probleme dieses Landstreifens, blickt auf alte Konflikte zurück wie zum Beispiel die ETA und nimmt uns mit ans Meer. Die Region Pyrénées-Atlantiques und der weite Ozean werden sehr anschaulich geschildert, so dass man unweigerlich Meerweh bekommt und die salzige Meeresluft fast schon riechen kann.

Im Epilog gibt es einen, trotz Mord-Tragik, humorvollen Ausblick auf Band 10, der bereits im Frühling 2026 erscheinen soll. Ein Toter am FKK-Strand und nur die Kommissare wissen, um wen es sich dabei handelt.

Fazit: "Wolfstal" ist längst nicht so mild wie Piment d'Espelette, sondern hat Würze und gipfelt in einem mitreissenden Finale.
5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

… ein Tatort am Ende der Welt

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Wolfstal: Luc Verlains Fall am Jakobsweg von Alexander Oetker
Den Leser erwartet wieder ein packender, spannender und fesselnder Kriminalroman. Dieser ist leicht und flüssig geschrieben. Dies ist bereits ...

Wolfstal: Luc Verlains Fall am Jakobsweg von Alexander Oetker
Den Leser erwartet wieder ein packender, spannender und fesselnder Kriminalroman. Dieser ist leicht und flüssig geschrieben. Dies ist bereits der neunte Fall, in dem Luc Verlain und sein Team ermitteln. Unsere Geschichte spielt im Baskenland und hier am Jakobsweg beginnt unsere Geschichte...
Der Autor ist mir bestens bekannt, denn ich hab alle Bände gelesen. Mir gefällt besonders der Spannungsaufbau in den Geschichten und der Bezug zu den regionalen Besonderheiten der jeweiligen Region.
Zu unserem Ermittler- Team gehören Luc Verlain, Anouk als seine Vorgesetzte, Gilen Etxeberria als Leiter der französischen Polizei im Baskenland und Commissaire Rose Schillinger von der Polizei der Bretagne. Die Protagonisten Luc und Anouk sind mir besonders sympathisch. Beide sind beruflich und privat ein Paar. Aber auch Etxeberria verfügt über genug Menschenkenntnis zu dem baskischen Volk und ist ein guter Freund von Luc.
Rose Schillinger ist neu im Team und kommt auf den ersten Blick unnahbar, grob und uninteressiert rüber.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Jacques, ein alter einsamer Schäfer, der mit seinem Hund täglich auf der Weide die Ziegen hütet. Er ist bei den Menschen nicht beliebt, denn der Wolf ist sein Freund und alle anderen fürchten diesen. Als der Schäfer tot auf seiner Weide gefunden wird, beginnt die Suche nach dem Schuldigen und nach dem Motiv. Dieser hat kaum mit den Nachbarn Kontakt gehabt, hat die Pilger mit dem Gewehr bedroht...
Doch die Menschen aus dem Tal schweigen... Luc und sein Team suchen die Nadel im Heuhaufen.
Wem war der Schäfer ein Dorn im Auge?
Mir gefielen die weit gefächerten Ermittlungen und die aufgezeigte Verbindung zur Vergangenheit des Baskenlandes. An dieser Aufklärung hat Rose Schillinger eine Schlüsselrolle. Doch ihr Alleingang bringt sie in große Gefahr. Wird der Schuldige überführt werden können?

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Schatten der Vergangenheit

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In diesem 9. Fall lässt Alexander Oetker seinen Commissaire Luc Verlain zusammen mit seinem Kollegen und Freund Gilen Etxberria aus Biarritz, der ihn um Unterstützung gerufen hat, wieder in den Pyrenäen ...

In diesem 9. Fall lässt Alexander Oetker seinen Commissaire Luc Verlain zusammen mit seinem Kollegen und Freund Gilen Etxberria aus Biarritz, der ihn um Unterstützung gerufen hat, wieder in den Pyrenäen ermitteln. Was ist passiert? Jacques, ein Schäfer, der den Bewohnern des malerischen Dorfes Espelette aus dem Weg geht, liegt brutal ermordet auf der Schafsweide.

Zu beider Überraschung ist Rose Schillinger, Verlains neue Mitarbeiterin, bereits vor Ort. Die Ermittler stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Über das Motiv kann nur gerätselt werden. Der Tote hat als Einzelgänger und Störenfried gegolten. Seine feindliche Haltung den Pilgern auf dem Jakobsweg gegenüber, inklusive Schüsse aus seiner Flinte, hat die Hoteliers erzürnt. Zudem glauben die Dorfbewohner zu wissen, dass Jacques die Wiederansiedlung von Wölfen fördert. Zwar hat bislang niemand das Raubtier gesehen, aber die Eigentümer der gerissenen Schafe und Ziegen
fordern von der Bürgermeisterin Maßnahmen gegen Wolf und Jacques.

Ungewöhnlich lange tappen Verlain und Etxberria im Dunkeln, zumal Rose Schillinger ein höchst seltsames Betragen an den Tag legt. Sie ist unhöflich, gleichzeitig wichtigtuerisch und verschwindet für Stunden, ohne sich abzumelden. Teamarbeit sieht anders aus. Insgeheim sind Verlain und Etxberria nicht unglücklich, die eigenbrötlerische Kollegin, die ihre eigene Suppe zu kochen scheint, nicht ständig um sich zu wissen.

Als dann die Einvernahme eines Zeugen eskaliert und Luc Verlain einen Blick in ihre Personalakte wirft, eröffnet sich ein neue Spur.

Meine Meinung:

Diesmal dauert es für meinen Geschmack ein wenig länger bis der Kriminalfall so richtig in Gang kommt. Zunächst werden einmal Land und Leute vorgestellt. Zugegeben, die Pyrenäen sind ein spannender Schauplatz. Immerhin haben sie in der Vergangenheit immer wieder eine große Rolle gespielt und die rauen wie kargen Berge haben einen ebensolchen Menschentyp geformt, die sich gerne gegen die Obrigkeit, egal ob Frankreich oder Spanien, auflehnt.

Geschickt drapiert Alexander Oetker seinen Krimi rund um das Thema Wolf, das jede Menge Konflikte birgt, weshalb man einige Zeit auf der buchstäblich falschen Fährte ist.

Das ungewöhnlich ruppige Auftreten von Rose Schillinger, einer Elsässerin, die wie ein Wanderpokal durch Polizeidienststellen in mehreren Départements weiter gereicht worden ist, hat recht schnell eine Hypothese bei mir aufkommen lassen.

Gut gefallen hat mir der für mich viel zu kurze Exkurs in die Vergangenheit des Baskenlandes. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Infos erhofft, zumal mit Gilen Etxberria ein Betroffener im Spiel ist. Nun, immerhin hat Alexander Oetker im Nachwort einiges erklärt.

Wie immer ist auch dieser 9. Fall eine gelungene Mischung zwischen Krimi, kulinarischer Reise und Tourismusführer. Der Autor stellt die kommerziell ausgereizte Pilgerreise des Jakobswegs ein wenig an den Pranger. Haben im Jahr 1970 ganze 68 Pilger die Reise zu Fuß zurückgelegt, so sind es im Jahr 2024 knapp 500.000 Personen, die weniger zu Fuß gehen, sondern sich der üblichen Verkehrsmittel bedienen. Statt einfacher Herbergen und Speisen müssen es nun Wellnesstempel und Gourmetrestaurants sein. Zwar klingeln die Kassen der Gemeinden entlang des Pilgerwegs, der ursprüngliche Zweck, innere Einkehr zu halten, ist im Laufe der Jahre verloren gegangen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi, der die Vergangenheit des Baskenlandes aufgreift, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Der Schäfer

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Ein einsamer, zurückgezogen lebender Schäfer wird im Baskenland tot aufgefunden, Mord steht zweifelsfrei fest. Nach kurzer Zeit der Ermittlungen wissen Luc Verlain und sein Kollege Gilen Etxeberria, dass ...

Ein einsamer, zurückgezogen lebender Schäfer wird im Baskenland tot aufgefunden, Mord steht zweifelsfrei fest. Nach kurzer Zeit der Ermittlungen wissen Luc Verlain und sein Kollege Gilen Etxeberria, dass der Einzelgänger viele Feinde gehabt hat.

Wunderschöne Ausschnitte aus dem Jakobsweg, verführerisch duftende Speisen und ein verwirrender Mordfall, aus diesen Zutaten zaubert Alexander Oetker einen atmosphärischen, spannenden Kriminalfall, den neunten für unseren souveränen Kommissar Verlain. Auch diesmal wird man beim Lesen belohnt mit einem großartigen Potpourri an regionalen Eindrücken, spürt die Leidenschaft des Autors für Land und Leute, welche auch in diesen Band wieder auf überaus gelungene Weise einfließt. Ein Schafhirte, der mit seinem Gewehr die Pilger einschüchtert und eine sonderbare Kollegin an Lucs Seite wecken sofort meine Neugierde an den Ermittlungen zum Tathergang, welche sich als viel komplizierter herausstellen als anfangs angenommen. Es bleibt also durchgehend hochspannend, das Ende ist exzellent und lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen.

Alexander Oetker bleibt seiner Linie treu und verknüpft Lucs Ermittlungen mit so viel Flair, dass die Beschreibungen in schillernden Farben jeden Reiseführer in den Schatten stellen. Auch den neunten Fall mit Verlain habe ich mit großem Vergnügen genossen.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Bei den Basken...

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Ich liebe die Bücher von Alexander Oetker. Ich mag die Beschreibungen der Orte, Landschaften und der kulinarischen Erlebnisse. Die Figur des Luc ist so liebenswert. Auch die anderen Charaktere sind immer ...

Ich liebe die Bücher von Alexander Oetker. Ich mag die Beschreibungen der Orte, Landschaften und der kulinarischen Erlebnisse. Die Figur des Luc ist so liebenswert. Auch die anderen Charaktere sind immer toll dargestellt.
Diesmal geht es ins Baskenland und auch ein bisschen in die Vergangenheit. Die Geschichte ist wirklich spannend und geht zu Herzen.
Die Reiselust ist wiedermal aktiviert und der Appetit ist groß!

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