Cover-Bild Wolfstal
Band 9 der Reihe "Luc Verlain ermittelt"
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 05.09.2025
  • ISBN: 9783455020311
Alexander Oetker

Wolfstal

Luc Verlains Fall am Jakobsweg

Der Schäfer, der Wolf und der Tod

Umgeben von sanften Pyrenäenausläufern und berühmt für seine Gewürzpaprika, lädt das malerische Espelette alle zu einer Rast ein, die hier auf dem Jakobsweg vorüberwandern. Doch ein Schatten fällt auf das Idyll, als ein Schäfer aus dem Dorf brutal getötet wird. Dem von der baskischen Polizei zu Hilfe gerufenen Luc Verlain kommen die schweigsamen Dorfbewohner seltsam mitleidlos vor, und bald schon stößt er auf so einige schlüssige Mordmotive. Waren die vom Schäfer abgegebenen Luftschüsse, wenn Pilger seinen Weiden nahekamen, den Hoteliers ein zu großer Dorn im Auge? Hat sein Einsatz für den Wolf, der in der Gegend umgeht, seine Schäferkollegen zu sehr aufgebracht? Und weshalb war er ein so menschenscheuer Einzelgänger?

Mord in der Aquitaine - Luc Verlain ermittelt:

  • Band 1: Retour
  • Band 2: Château Mort
  • Band 3: Winteraustern
  • Band 4: Baskische Tragödie
  • Band 5: Rue de Paradis
  • Band 6: Sternenmeer
  • Band 7: Revanche
  • Band 8: Wilder Wein
  • Band 9: Wolfstal

Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Schatten auf dem Idyll

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Es sind fünf Dinge, die mir an Alexander Oetkers Büchern gut gefallen:

Sie spielen in einer wunderschönen Region Frankreichs
Das französische savoir-vivre kommt nicht zu kurz
Sie sind spannend ...

Es sind fünf Dinge, die mir an Alexander Oetkers Büchern gut gefallen:

Sie spielen in einer wunderschönen Region Frankreichs
Das französische savoir-vivre kommt nicht zu kurz
Sie sind spannend
Sie greifen oft aktuelle Themen auf oder greifen zurück auf historische Ereignisse
Die Ermittler sind durchweg sympathisch

Dieses Mal gehen wir in die französische Grenzregion nach Spanien, ins französische Baskenland in die Region um Biarritz und Bayonne. Die Beschreibungen der Dörfer und Städte machen Lust auf einen Besuch, man würde am liebsten nach dem Lesen gleich die Koffer packen.

Um was geht es?

Ganz nah am Jakobsweg ist ein alter Schäfer grausam ermordet worden. Der Mann war zwar unbeliebt, aber lebte seit vielen Jahren allein nur mit Schafen, Ziegen und seinem Hund zusammen.

Die Einwohner von Espelette mochten ihn nicht, sie sahen ihn nicht als einen der ihren an. Das lag daran, dass er immer mal wieder mit Warnschüssen Wanderer vergraulte, das lag daran, dass man ihm nachsagte, den Wolf wieder ins Tal gelockt zu haben und das lag an seiner unnachgiebigen Art. Er hörte sich zwar alles an, reagierte aber nicht darauf.

Da der Wolf sich in den letzten Jahren einige Schafe und Ziegen gerissen hatte, gab es unter den Schäfern reichlich Motive für Rache. Auch die Hoteliers beschwerten sich lauthals über wegbleibende Gäste, die sich in der Nähe eines schusswütigen alten Mannes nicht willkommen fühlten und ihren Aufenthalt verkürzten.

Luc Verlain wird von seinem baskischen Kollegen Etxeberria nach Espelette gerufen. Mit ihm erscheint eine Commissaire – Rose Schillinger - aus der Bretagne auf der Bildfläche, Luc erfährt von Anouk, dass sie ihm vom Präfekten zugeteilt worden sei. Sie verhält sich unhöflich und geht jedem persönlicheren Kontakt aus dem Weg. Dabei scheint sie aber ein Ziel zu verfolgen und ist in ihren Gedanken Luc so manches Mal auch ein wenig voraus.

Luc ist dieses Mal nur mit dem baskischen Kollegen und Rose Schillinger, aber ohne seine Chefin und Partnerin Anouk unterwegs und so spielen private Dinge eine geringere Rolle als bei manchem Vorgängerband. Luc genießt die herrliche Landschaft und das gute Essen, ist aber deprimiert, dass alle seine Spuren ins Leere laufen. Die Bewohner des Dorfes versichern ihm glaubhaft, dass sie Jacques zwar nicht mochten, dass das aber kein Grund für einen Mord sei. Also muss er nach einigen Tagen Befragungen noch einmal ganz von vorne anfangen und stößt endlich auf eine Spur. Wie bei allen Luc Verlain-Krimis beschleunigt sich das Tempo und die Spannung zum Ende hin noch einmal merklich, bis der Fall dann endlich gelöst ist. Ich mag es übrigens auch, dass in einem anschließenden Epilog auch nochmal auf die Folgen des Verbrechens eingegangen wird, wir erleben noch die Gerichtsverhandlung, dann aber auch direkt im Anschluss die Nachricht von einem neuen Verbrechen, das dann im nächsten Buch unsere Ermittler beschäftigt.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Spannung und Urlaubsflair

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Wanderer des Jakobsweges kommen durch das malerische Espelette . Übernachten in einem Hotel und genießen die Spezialitäten der Region. Wäre da nicht der Schäfer, der sich von den Touristen gestört fühlt ...

Wanderer des Jakobsweges kommen durch das malerische Espelette . Übernachten in einem Hotel und genießen die Spezialitäten der Region. Wäre da nicht der Schäfer, der sich von den Touristen gestört fühlt und sie mit Gewehrschüssen zu vertreiben sucht. Die Einheimischen ärgern sich über den Wolf, den er angelockt hat und der schon etliche Schafe auf dem Gewissen hat. Als der Schäfer ermordet aufgefunden wird, soll Luc Verlain die baskische Polizei bei der Aufklärung unterstützen. Dort wartet schon schon Kommissarin Dillinger auf ihn, die ihm zugeteilt wurde und mit der er nicht warm werden kann.
Das Cover passt zu den übrigen Büchern dieser Krimi-Reihe. Der Schreibstil ist locker und spannend. Die Landschaftsbeschreibungen, die kulinarischen Köstlichkeiten und die Erzeugnisse der Region sind wie immer Bestandteil dieser Serie-

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Sehr guter Regionalkrimi

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Wolfstal ist ein weiterer Krimi aus der Reihe um Luc Verlain. Dieses Mal verschlägt es ihn in die Pyrenäen ins Baskenland. In einem kleinen Ort am Jakobsweg wird ein Schäfer brutal ermordet. So ziemlich ...

Wolfstal ist ein weiterer Krimi aus der Reihe um Luc Verlain. Dieses Mal verschlägt es ihn in die Pyrenäen ins Baskenland. In einem kleinen Ort am Jakobsweg wird ein Schäfer brutal ermordet. So ziemlich alle sind verdächtig, denn der Schäfer - ein Eigenbrötler - hat sich so ziemlich mit allen Menschen im Ort und der Umgebung angelegt. Zum einen, weil er einen Wolf in die Gegend geholt hat, zum anderen, weil er am Pilgerweg oft die Pilger vertreibt, indem er in die Luft schießt. Was natürlich im Internet berichtet wird und damit das ganze Dorf in Verruf kommt. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, weil die Basken gegenüber Außenstehenden und vor allem der Polizei schweigen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders die Eigenheiten der Basken und die Beschreibung von Land, Natur und Menschen sind hervorragend gelungen. Man hat sofort das Gefühl, dabei zu sein. Der Fall an sich ist ebenfalls interessant, weil er gerade zum Ende hin noch einige überraschende Wendungen mit aktuellen Bezügen hat. Auch wenn das Private der Ermittler erwähnt wird, bleibt es im Hintergrund und die Ermittlungen sind in der ersten Linie. Das mag ich sehr, weil für meinen Geschmack bei einem Krimi es halt um den Fall geht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Dunkler Duft von Paprika und Schuld

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Zugegeben, in diesem kleinen Dorf irgendwo in den Pyrenäen würde ich keinen Urlaub machen wollen. Zu still, zu viele Blicke, die sich lieber abwenden. Und dann liegt da dieser tote Schäfer im Gras – und ...

Zugegeben, in diesem kleinen Dorf irgendwo in den Pyrenäen würde ich keinen Urlaub machen wollen. Zu still, zu viele Blicke, die sich lieber abwenden. Und dann liegt da dieser tote Schäfer im Gras – und plötzlich wird’s richtig ungemütlich. Alexander Oetker hat’s einfach drauf, Spannung mit Atmosphäre zu vermischen, bis man selbst glaubt, im Baskenland durch den Nebel zu laufen.

Luc Verlain ist so ein Ermittler, der nicht mit der Tür ins Haus fällt. Er beobachtet, grübelt, trinkt vermutlich zu viel Kaffee und kriegt trotzdem mehr raus als jeder forensische Computer. Ich mag das. Kein Superheld, sondern einer, der sich in den Leuten festliest – und denen ist in Wolfstal nicht so recht zu trauen.

Das Setting ist wieder großartig: Paprikafelder, die im Wind flirren, alte Häuser, aus denen Geschichten tropfen, und dazwischen ein Wolf, der mehr Symbol ist als Tier. Oetker schafft’s, dass man sich fragt, wer hier wirklich das Raubtier ist – Mensch oder Natur.

Klar, in der Mitte hängt’s ein bisschen durch. Da wäre etwas mehr Biss gut gewesen. Aber sobald die Fäden zusammenlaufen, sitzt man wieder gerade, weil alles plötzlich Sinn ergibt. Das Ende? Nicht laut, aber clever. So ein Moment, in dem man kurz still bleibt, weil’s einfach passt.

Für Krimifans mit Herz fürs Detail, Lust auf Atmosphäre und einem Faible für leise Spannung statt Dauerfeuer – Wolfstal liefert genau das. Ein Krimi, der riecht, schmeckt und knistert.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Solitude – Einsamkeit

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„Monsieur Jacques war mehr als ein Eigenbrötler. Er hatte die fantastische Angewohnheit, sich Feinde zu machen, ohne anwesend zu sein.“ (S. 93)
Jahrzehntelag hat Jaques wie ein Einsiedler in den Bergen ...

„Monsieur Jacques war mehr als ein Eigenbrötler. Er hatte die fantastische Angewohnheit, sich Feinde zu machen, ohne anwesend zu sein.“ (S. 93)
Jahrzehntelag hat Jaques wie ein Einsiedler in den Bergen von Espelette gelebt und seine Schaf- und Ziegenherde in die Pyrenäen getrieben. Geredet hat er kaum, aber er hatte immer sein Gewehr dabei, um die Pilger des Jakobsweg mit Luftschüssen davon abzuhalten, seinem Hof zu nahe zu kommen. Als er ermordet aufgefunden wird, bittet Luc Verlains ehemaliger Kollege Commissaire Gilen Etxeberra ihn um Amtshilfe. Zusätzlich wird ihnen vom Präfekten ein Kollegin zugeteilt – Rose Schillinger. Wurde sie wirklich zu ihnen strafversetzt, wie böse Gerüchte behaupten?

Schon am Tatort erfährt das Ermittlerteam, dass sich die Bewohner Espelettes nicht nur nicht über Jaques gewaltsamen Tod wundern, sondern ihn längst erwartet – oder gar herbeigesehnt? – hatten. Er hatte sich zu viele Feinde gemacht, weil er die Touristen vertrieb, von denen die Einwohner hauptsächlich leben. Außerdem werfen seine Mitbürger Jaques vor, einen Wolf angelockt und im Winter sogar gefüttert zu haben. Gesehen hat ihn zwar noch niemand, aber sie finden regelmäßig gerissenen Schafe und Ziegen. Als sie mit verbotenen (und sehr teuren) Tellereisen gegen das Tier vorgehen wollten, hat er die Fallen zerstört.
Als Wortführer gegen Jaques stellen sich der Hotelier Claude und Aitor, ein anderer Schäfer, heraus. Aber auch die Bürgermeisterin scheint froh, dass „das Problem Jaques“ endlich vom Tisch ist. Ist einer von ihnen der Mörder?

Der 9. Teil der Reihe um Luc Verlain führt ins Baskenland an die spanische Grenze und bietet ein Wiederlesen mit einem alten Bekannten. Früher waren sich Luc und Gilen spinnefeind, inzwischen arbeiten sie sehr gut zusammen, sind Freunde geworden. Nur Rose fügt sich so gar nicht in das Ermittlerteam ein, scheint ihr eigenes Süppchen zu kochen. Misstrauen Luc und Gilen ihr zu Recht?

Wie in allen Büchern von Alexander Oetker lernt man viel über Land und Leute und die örtlichen Spezialitäten. Früher haben die Bewohner vom berühmten Piment d’Espelette gelebt, heute bauen ihn die meisten nur noch für den Eigenbedarf an.
Die Basken sind ein eigenbrötlerisches Volk mit einer eigenen Sprache, die sich nur ungern von externen Ermittlern in die Karten gucken lassen. So redet die örtliche Polizistin lieber mit ihren Mitmenschen über alle Details des Falles, als mit Luc und seinen Kollegen zuzuarbeiten.
Im Rahmen der Ermittlungen lernt Luc die verschiedenen Pilgerunterkünfte (vom Wellnesshotel bis zur Herberge) und die entsprechenden Küchen kennen. Das leibliche Wohl kommt nicht also zu kurz und wie immer gilt: Nicht hungrig oder durstig lesen!

Ich fand das Buch wahnsinnig spannend und habe auf einem Rutsch durchgelesen, was vor allem an der Persona des Opfers lag. Alle hatten etwas gegen ihn, man meinte, ihn zu kennen, und wusste doch kaum etwas von ihm. Auch die mystische Komponente mit dem Wolf und der filmreife Showdown haben mir sehr gut gefallen.

Ich bin schon sehr gespannt, welcher Fall im März 2026 in Lacanau auf Luc wartet.

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