Ermittlungen im Café Butterblume am Bodensee
Wo die roten Dahlien blühenDas Buch ist bereits der 6. Band einer Reihe rund um Maja, die Besitzerin des kleinen Cafés Butterblume am Bodensee. Für mich war es der 1. Band der Reihe, ich habe erst zum Schluss von den Vorgängerbänden ...
Das Buch ist bereits der 6. Band einer Reihe rund um Maja, die Besitzerin des kleinen Cafés Butterblume am Bodensee. Für mich war es der 1. Band der Reihe, ich habe erst zum Schluss von den Vorgängerbänden erfahren, sie waren für das Verständnis der Handlung aber auch nicht notwendig.
Im Weingut der Römfelds ganz in der Nähe des Cafés wird ein großes Weinfest veranstaltet. Die Juniorchefin Beatrice hat die Prominenz der Region dazu eingeladen. Für sie soll es eine Abschiedsveranstaltung werden, aber das weiß nur sie allein. Sie ist fest entschlossen, ihren Mann und das Weingut zu verlassen und eigene Pläne zu verwirklichen. Ausgelassen tanzt und feiert sie noch in den Abend hinein, Stunden später ist sie tot. Erst am nächsten Morgen findet man sie im Weinkeller, offenbar eine Kohlendioxid-Vergiftung, oder könnte da auch etwas anderes dahinterstecken?
Die Ermittlungen übernimmt zunächst einmal die Polizei vor Ort und man überlässt ihr auch den Fall, da die übergeordneten Stellen sowieso von einem Unfall ausgehen. Mit dem Fall betraut sind die Kommissare Michael Harter und seine Kollegin Bahar Yilmaz. Recht schnell verengt sich das Feld der Verdächtigen auf wenige Personen. Beatrice war alles andere als ein Kind von Traurigkeit, sowohl ihr Mann als auch ihre verflossenen Liebhaber hätten Motive für die Tat.
Als Leser wechseln wir zwischen den Ermittlungen und dem Café von Maja hin und her. Maja hat am Abend des Weinfestes jemand kennengelernt, der ihr Herz höher schlagen lässt. Aber seitdem ihr Partner vor 10 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam, hat sie sich kaum mehr in eine Beziehung getraut. Obwohl ihre Freunde ihr immer wieder gut zureden, traut sie sich nicht, die Beziehung mit Lars Bremer zu vertiefen. Sie fürchtet sich davor, wieder enttäuscht zu werden und am Schluss alleine dazustehen. Doch der Herbstblues hat sie voll erwischt und als selbst Ruth noch Änderungen in ihrem Leben beschließt, fragt sie sich nach dem Sinn ihres Lebens.
Die Ermittlungen treten lange auf der Stelle, es gibt Indizien gegen den einen oder anderen Verdächtigen, aber sie reichen nie für eine Festnahme.
Das Buch liest sich gut und flüssig, ist aber nur an manchen Stellen einmal tatsächlich spannend.
Da wir uns mit der Handlung weitestgehend durch den Herbst und beginnenden Winter bewegen, sind auch die Landschaftsbeschreibungen meistens eher "nebelverhangen". Das passt zu Majas Stimmung und zu den langen und zunächst erfolglosen Ermittlungen. Aber natürlich wird der Fall zum Schluss gelöst und selbst für Maja ergibt sich ein Happy End.
Das Cover fand ich übrigens ganz bezaubernd, es hat mich auf das Buch überhaupt erst aufmerksam gemacht.