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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Neuauflage!

Strandrosensommer
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Beim Lesen merkte ich, dass es ein älterer Titel von Tanja Janz ist, der mit vage vertraut vor kam. Das macht aber gar nichts, denn man kann ihn locker nach einigen Jahren noch mal lesen und fühlt sich ...

Beim Lesen merkte ich, dass es ein älterer Titel von Tanja Janz ist, der mit vage vertraut vor kam. Das macht aber gar nichts, denn man kann ihn locker nach einigen Jahren noch mal lesen und fühlt sich gut unterhalten! Ideale Strand- oder Gartenlektüre!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Zwischen Knoten und Lebenslust

Aber bitte mit Sonne
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Lucy möchte ihren Geburtstag nicht feiern, aber ihre beste Freundin organisierte eine Überraschungsparty für sie und nun muss sie feiern. Es gibt Schlimmeres und das tritt auch bald ein.

Kaum hat frau ...

Lucy möchte ihren Geburtstag nicht feiern, aber ihre beste Freundin organisierte eine Überraschungsparty für sie und nun muss sie feiern. Es gibt Schlimmeres und das tritt auch bald ein.

Kaum hat frau sich ein wenig eingelesen, ertastet Lucy einen Knoten in der Brust. Und für jeden, der bereits an Krebs erkrankte oder Angehörige mit Krebs hat(te), stellt sich augenblicklich ein böses Gefühl ein. Ich habe einige Seiten überlesen, weil ich nicht mehr weiterlesen mochte, aber eigentlich den Schreibstil der Autorin mag. Bei Lucy bewirkt dies eine totale Kurzschlussreaktion.

Die Angst vor der Diagnose und die Gedanken, wie lange sie wohl noch leben wird, wie sie diese Zeit verbringen möchte, treiben Lucy an. Sie krempelt ihr Leben um. Und sie vertraut sich niemandem an. Das konnte ich einerseits gut verstehen, andererseits ist es hilfreich Vertrauenspersonen auch hierbei zu vertrauen. Trotz des eigentlich düsteren Themas ist es ein kurzweiliger, schwungvoller Unterhaltungsroman geworden. Diese Grätsche finde ich enorm.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Unterhaltsam und anregend

Die Schneiderei in der Fliedergasse - Große Träume
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Susanne und Leonard sind Zwillinge, gerade erwachsen und wollen die Wünsche ihre verstorbenen Vaters erfüllen. Sie leben in der Tübinger Altstadt in einem Haus, dass die Stadt als erhaltenswürdig ansieht ...

Susanne und Leonard sind Zwillinge, gerade erwachsen und wollen die Wünsche ihre verstorbenen Vaters erfüllen. Sie leben in der Tübinger Altstadt in einem Haus, dass die Stadt als erhaltenswürdig ansieht und von ihrer Familie erwartet, dass sie den Giebel und die Fassade restauriert und erhält. Das stellt ihre Mutter vor finanzielle Probleme. Zum Glück hat sie ihre Kinder! Denn die überlegen zusammen mit neuen Bekannten, wie man an Fördergelder herankommen könnte. Das Haus gehört seit Generationen der Familie.

Was hier interessant ist, sind zum Einen die 1970-er Jahre und das Leonard schwul ist, wobei er Mädchen sehr mag, aber eben nicht zum Verlieben. Er studiert Jura, schneidert aber für sein Leben gerne und zeichnet Kostüme für verschiedene Theater-AGs. Susanne hilft ihm mit ihren Lateinkenntnissen beim Studium und merkt, dass sie gerne einen beruflichen Rollentausch hätte. Was zu dieser Zeit durchaus möglich gewesen wäre, aber sich in diesem Band leider noch nicht vollzieht. Vielleicht später? Denn dieser Auftaktband ist sehr interessant gestaltet und man lernt auch Tübingen und das Umland etwas kennen. Die Schreibe ist gut und der Roman unterhält gut.

Veröffentlicht am 16.06.2025

Gute Unterhaltung

ARTHUR – Die Schwarze Madonna von Montserrat
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Arthur ist wie immer wunderbar schräg und doch sehr bestimmt in dem, was er tut. Calonge ist ein Dorf irgendwo zwischen Costa Brava und Barcelone, man feiert das Leben und kümmert sich umeinander. Und ...

Arthur ist wie immer wunderbar schräg und doch sehr bestimmt in dem, was er tut. Calonge ist ein Dorf irgendwo zwischen Costa Brava und Barcelone, man feiert das Leben und kümmert sich umeinander. Und Arthur will eigentlich nur an seinem neuen Fantasyroman schreiben als auf einmal eine Leiche in seinem Pool liegt.
Puh. Aber Arthur wäre nicht er selbst, wenn er sich nicht in die Ermittlungen einmischen würde. Auf seine spezielle Art, die anfangs seltsam wirkt, aber doch sehr kurzweilig, spannend und teilweise amüsant im längeren Kontext zu lesen ist. Man fühlt sich gut unterhalten und vergisst die Handlung nicht so rasch. Kurz: Ein spannender Krimi, der gut unterhält und eigenwillig verläuft.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Für Jugendliche und Erwachsene, die ihren Horizont erweitern wollen!

Sowas wie Sommer, sowas wie Glück
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Es ist kein einfacher Jugendroman, denn es dreht sich um Astrid, die endlich mal einen unbescherten Sommer erleben möchte. Ihre Schwester Cecilie hat eine schwere Angststörung, die auch die restliche Familie ...

Es ist kein einfacher Jugendroman, denn es dreht sich um Astrid, die endlich mal einen unbescherten Sommer erleben möchte. Ihre Schwester Cecilie hat eine schwere Angststörung, die auch die restliche Familie um sie herum in Mitleidenschaft zieht. Erzählt wird die Geschichte aus Astrids Perspektive, die manchen Szenen und Erlebnissen durchaus Heiteres abgewinnen kann. Für sie ist es normal, dass ihre Schwester psychisch krank ist. Was auch wieder die Frage in den Raum stellt: was ist eigentlich normal? Diese Frage und Antworten dazu kommen aus unterschiedlichen Perspektiven sowohl aus Astrids Umkreis als auch aus der Familiensicht. Auch die Gefühle, die bei Astrid auftreten und die sie bei ihren Verwandten und Freunden bemerkt, werden artikuliert. Dazu spielt die ganze Geschichte in Dänemark und dort geht man mit Behinderungen in Schulen etwas anders um als in Deutschland. Und auch das ist interessant, denn die dänischen Gebräuche sind teilweise doch sehr unterschiedlich und diese Herangehensweisen anregend zu erfahren.
Ja, der Roman lohnt sich. Für Jugendliche und Erwachsene, die ihren Horizont erweitern wollen!