Nett, sehr seicht und sehr kurz.
Die kleine Mühle am WiesenbachLisa ist freie Grafikdesignerin, aber ihren Beruf hängt sie an den Nagel als sie sich kurzerhand eine alte, leicht verfallene Mühle bei Cochem kauft. An diese hat sie lauter gute Kindheitserinnerungen ...
Lisa ist freie Grafikdesignerin, aber ihren Beruf hängt sie an den Nagel als sie sich kurzerhand eine alte, leicht verfallene Mühle bei Cochem kauft. An diese hat sie lauter gute Kindheitserinnerungen an unbeschwerte Reiterfreizeiten in den Ferien. Ihre Freundin Julia hält sie für völlig verrückt.
In der Mühle malt ein älterer Bauer Urroggen-Mehl und lernt Lisa an, woraufhin die eine verrückte Idee bekommt und einfach daran geht sie umzusetzen. Neben der Mühle kaufte sie auch zwei alte Pferde, die sie noch von früher kennt.
Die Geschichte ist ein seichter Wohlfühlroman "so zum weglesen" mit lockerflockiger Schreibe und einer dünnen Geschichte, der etwas Unterfütterung durchaus gut getan hätte. Außerdem hätte das Lektorat genauer arbeiten können, denn es häufen sich in der Mitte Wortungeheuer wie z. B. "Alleeschneise". Da fährt die Lisa gerade durch die Felder der Eifer auf einer Allee. Allee ist ein Wort mit Bedeutung, wer es nicht kennt, kann Tante Google fragen oder im Wörterbuch nachschlagen. Ebenso ist "Gestrüpplandschaft" heftig zu lesen. Landschaft mit niedrigen Gehölzen? Oder Macchia ähnlich wie rund ums Mittelmeer? Was hat man sich als Leserin darunter vorzustellen? Klare Worte verschandeln, ist wenig hilfreich und stößt mir als kundige Leserin sauer auf.
Fazit: Nett, sehr seicht und sehr kurz.