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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Zwischen Spannung und Schatten – mitreißend, aber nicht ganz überzeugend

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Ich muss sagen: Dieses Buch war für mich ein wenig schwierig. Einerseits fand ich viele Stellen wirklich spannend, andererseits zog es sich stellenweise unendlich in die Länge.

Der Schreibstil war an ...

Ich muss sagen: Dieses Buch war für mich ein wenig schwierig. Einerseits fand ich viele Stellen wirklich spannend, andererseits zog es sich stellenweise unendlich in die Länge.

Der Schreibstil war an sich angenehm und leicht zu lesen. Es gab mehrere Perspektiven, was grundsätzlich spannend sein kann – allerdings fand ich es hier manchmal zu viel. Man hatte kaum Gelegenheit, sich wirklich in einzelne Figuren hineinzuversetzen, da die Sichtweisen so schnell wechselten.

Laut Klappentext gibt es zwei Hauptcharaktere: Wren und August. Rückblickend hatte ich jedoch nicht das Gefühl, dass es überhaupt wirkliche Hauptfiguren gab. Stattdessen standen alle sechs Teenager mehr oder weniger gleichberechtigt im Fokus.

Positiv hervorheben möchte ich, dass es einige Wendungen gab, mit denen man so nicht gerechnet hätte – besonders im Hinblick auf den Demien-Orden und die Akademie an sich. Schon zu Beginn entsteht das Gefühl, dass an dieser Schule etwas nicht stimmt. Das verleiht der ganzen Geschichte einen düsteren, beklemmenden Ton. Vor allem der Direktor Silas sorgt mit seiner geheimnisvollen Art für Misstrauen.

Im Verlauf der Handlung wird deutlich, dass jeder der Schülerinnen ein eigenes Geheimnis mit sich trägt – manche schlimmer, andere weniger dramatisch. Besonders die Enthüllungen rund um August fand ich sehr gravierend. Und was man über Lou erfährt, ist auch nach dem Ende des Buches noch voller Fragezeichen.

Zu den einzelnen Charakteren:
Wren wirkt zu Beginn vielleicht unsympathisch, vor allem wegen ihres starken Wettbewerbsdrangs. Doch dahinter steckt in Wahrheit viel Unsicherheit und der Wunsch, zurückzubekommen, was ihr einst genommen wurde. Allerdings macht sie über weite Strecken kaum eine Entwicklung durch – vielleicht in den letzten sechzig Seiten ein wenig. Davor bleibt sie eher ignorant und emotional verschlossen.

August hingegen hat mir als Charakter gut gefallen. Er wirkt rebellisch, nicht auf den Kopf gefallen, und ist sehr fleißig – besonders bei der Ernte. Sein Image ist das des Schlägers, dem man besser aus dem Weg geht, aber dahinter steckt ein weicher Kern und definitiv ein großes Geheimnis. Seine Entwicklung ist deutlich spürbar.

Emilio und Oliver – ein wildes Duo. Emilio ist klug und ehrgeizig, aber nicht besonders talentiert im Praktischen. Das gleicht Oliver aus. Die Beziehung zwischen den beiden wird im Laufe der Geschichte immer intensiver, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie sich etwas schneller entwickelt. Ihre Geschichte ist auf jeden Fall noch nicht auserzählt.

Irene und Masika sind zwei komplett gegensätzliche Figuren. Irene ist impulsiv, neidisch und flirtet gefährlich mit der dunklen Seite der Demions. Masika hingegen ist ehrlich, talentiert und versucht, eine echte Freundin zu sein. Sie riskiert nicht nur für sich selbst etwas, sondern auch für die, die sie liebt. Während mir Irenes Entwicklung überhaupt nicht gefallen hat – sie wurde mir zunehmend unsympathischer – war Masika mein absolutes Highlight und ist definitiv mein Lieblingscharakter.

Und dann ist da noch Louise … ein Mysterium für sich. Warum kam sie so früh? Warum war ihre Ankunft so anders als die der anderen? Was hatten die Schatten zu bedeuten, die aus ihr kamen? Einige dieser Fragen wurden beantwortet, viele bleiben offen.

Insgesamt:
Das Worldbuilding hat mir grundsätzlich gefallen – man konnte sich die Welt gut vorstellen. Allerdings war mir die gesamte Atmosphäre auf Dauer zu düster. Der Vibe war sehr theatralisch, fast bedrückend, was mir persönlich nicht ganz zugesagt hat.

Was mir hingegen richtig gut gefallen hat, waren die Spiele selbst. Sobald es um die Wettkämpfe ging, war die Spannung da, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Danach flachte es leider wieder ab, und mein Interesse ließ etwas nach. Besonders beim ersten Wettkampf hatte ich stark das Gefühl, eine Nacherzählung von Harry Potter und der Feuerkelch zu lesen. Klar, es gibt immer mal wieder Parallelen – aber hier war es für mich einfach zu offensichtlich.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Eine rebellische Romantasy über Liebe, Verlust und Selbstbestimmung

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Mit How to Fight Fate wagt Saskia Louis einen Ausflug in die Welt der epischen Romantasy – und trifft direkt ins Herz. In einer Welt, in der Götter mit Menschen spielen wie mit Schachfiguren, erhebt sich ...

Mit How to Fight Fate wagt Saskia Louis einen Ausflug in die Welt der epischen Romantasy – und trifft direkt ins Herz. In einer Welt, in der Götter mit Menschen spielen wie mit Schachfiguren, erhebt sich eine Heldin, die ihr Leben nicht länger nach göttlichen Spielregeln führen will. Und das ist so spannend wie emotional.

Worum geht’s?
Kiana ist eine Novizin der Schicksalsgöttin. Ihre Fähigkeit: Sie sieht kurze Ausschnitte aus der Zukunft – eigentlich ein Geschenk, doch in ihrer Welt ist nichts wirklich freiwillig. Als ihr Seelenpartner stirbt, scheint ihr weiteres Leben bereits vorgezeichnet: ein kurzer, brutaler Tod an der Front.

Aber Kiana rebelliert. Sie glaubt, dass das Band zu ihrer verlorenen Liebe wieder geknüpft werden kann – und begibt sich auf eine gefährliche Reise, um das scheinbar Unmögliche zu erreichen. Unterstützt (oder eher provoziert) wird sie dabei von einem mürrischen Kriegsnovizen, der mehr zu verbergen scheint, als er zugibt. Es entsteht ein Roadtrip voller Magie, göttlicher Machenschaften und langsam wachsender Gefühle.

Was macht das Buch besonders?
📍 Worldbuilding: Die Welt Anima ist faszinierend komplex, voller politischer, religiöser und emotionaler Konflikte. Die Idee der drei Götter – Liebe, Krieg und Schicksal – die um die Menschen kämpfen, ist nicht nur kreativ, sondern auch philosophisch spannend.

📍 Kiana als Protagonistin: Endlich mal eine Heldin, die weder zynisch noch naiv ist. Sie ist verletzlich, kämpferisch, klug – und dabei immer glaubwürdig. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Trauer, Wut und Hoffnung ist greifbar.

📍 Romantik & Dynamik: Enemies-to-Lovers-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Die Dynamik zwischen Kiana und dem Kriegsnovizen ist voller Wortgefechte, Funken und unausgesprochener Sehnsüchte – ohne überstürzt zu wirken.

📍 Themen: Das Buch verhandelt große Fragen – Was macht uns aus? Wer entscheidet über unser Leben? Und wie weit darf man gehen, um sich selbst treu zu bleiben?

Kleine Kritikpunkte?
Die Göttermythologie ist spannend, aber anfangs etwas überfordernd – eine Karte oder ein Glossar hätte hier geholfen. Und ja, der Cliffhanger ist brutal. Aber hey – Band 2 kommt!

Fazit:
How to Fight Fate ist eine mitreißende Romantasy über die Kraft der Selbstbestimmung in einer Welt voller Regeln, Götter und Prophezeiungen. Saskia Louis liefert hier einen spannenden, gefühlvollen Reihenauftakt mit Tiefe, Drama und genau dem richtigen Maß an Romantik. Fans von Fate und Enemies-to-Lovers werden es verschlingen – und sofort nach dem zweiten Teil greifen wollen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Sinnlich, magisch und gefährlich: Wenn Bibliothekarin auf Drachenkönig trifft

Gilded Wings
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Mit Gilded Wings liefert Jaymin Eve den Auftakt einer neuen Drachenwandler-Romanze, die sich nicht vor Dampf, Drama und Drachen scheut. Wer magische Portale, prickelnde Spannung und übernatürliche Liebesverstrickungen ...

Mit Gilded Wings liefert Jaymin Eve den Auftakt einer neuen Drachenwandler-Romanze, die sich nicht vor Dampf, Drama und Drachen scheut. Wer magische Portale, prickelnde Spannung und übernatürliche Liebesverstrickungen liebt, sollte sich Morgans Abenteuer definitiv nicht entgehen lassen – aber nur, wenn man 18+ ist. 😉

Worum geht’s?
Morgan, eine zurückhaltende aber neugierige Bibliothekarin, arbeitet in einer geheimnisvollen Nachtbibliothek – mit strengen Regeln, die sie niemals nachts betreten darf. Doch als ein mysteriöser Anruf sie über ein verschwundenes, unschätzbar wertvolles Buch informiert, wirft sie alle Warnungen über Bord – und landet durch ein verborgenes Portal mitten in der Welt der Fae.

Dort trifft sie auf Drager, den Drachenkönig – mächtig, gefährlich, absolut faszinierend. Er braucht ihre Hilfe, um einen Verrat aufzudecken und das gestohlene Buch zurückzuholen. Doch Morgan spürt bald, dass zwischen ihnen mehr als nur ein Zweckbündnis entsteht… und als auch sein Drachenbruder Zahak ins Spiel kommt, wird es emotional wie körperlich komplex.

Was erwartet euch?
✓ Fantasy-Setting mit Fae, Portalen und Intrigen
✓ Drachenwandler mit Alpha-Energie
✓ Eine starke, aber realistische Protagonistin
✓ Schicksalsverbindungen & Prickeln ohne Pause
✓ Offenes Ende mit Ausblick auf Band 2

Was hat mir gefallen?
Der Einstieg war sofort fesselnd – Jaymin Eve weiß, wie man Spannung aufbaut und ihre Leser:innen in neue Welten zieht. Morgan ist klug, sympathisch und glaubwürdig – kein typischer „versehentlicher Chosen One“, sondern jemand, der durch ihre Entscheidungen (und ihre Neugier) in die Ereignisse gezogen wird.

Drager ist heiß – im wahrsten Sinne des Wortes. Zwischen ihm und Morgan knistert es von Anfang an. Wer auf das Thema „erzwungene Nähe“ und „mystische Schicksalsgefährten“ steht, wird hier absolut auf seine Kosten kommen. Bonuspunkt für Zahak – das Potenzial für ein Love Triangle ist da, aber es bleibt (zum Glück) noch in der Schwebe.

Was hätte besser sein können?
Manche Aspekte der Welt hätten noch etwas mehr Tiefe vertragen – besonders das politische Gefüge der Fae-Welt bleibt recht vage. Auch wird viel Augenmerk auf die körperliche Spannung gelegt, was in manchen Momenten fast den Plot überlagert. Trotzdem bleibt die Geschichte spannend genug, um dranzubleiben – auch dank des offenen Endes, das neugierig auf Band 2 macht.

Fazit:
Gilded Wings ist ein heißer, actionreicher Auftakt für Fans von romantischer Fantasy mit Drachenwandlern, Schicksalsmagie und viel knisternder Chemie. Jaymin Eve liefert genau das, was sie verspricht: Magie, Leidenschaft und ein Touch Gefahr – ideal für erwachsene Leser:innen, die sich gern in übernatürliche Welten entführen lassen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ein atmosphärischer Tauchgang in Mythos, Magie und verbotene Gefühle

The West Wind – Reich aus Licht und Dornen (The Four Winds 2)
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The West Wind ist der zweite Band der Four Winds-Reihe von Alexandria Warwick, lässt sich aber problemlos eigenständig lesen – was ich sehr begrüßt habe. Der Roman nimmt uns mit in eine düstere, mythologisch ...

The West Wind ist der zweite Band der Four Winds-Reihe von Alexandria Warwick, lässt sich aber problemlos eigenständig lesen – was ich sehr begrüßt habe. Der Roman nimmt uns mit in eine düstere, mythologisch durchtränkte Welt, in der eine junge Frau zwischen Glauben, Pflicht und aufkeimender Sehnsucht zerrieben wird.

Worum geht’s?
Brielle, aufgewachsen im Kloster von Thornbrook, hat ihr Leben dem heiligen Vater gewidmet – Schmiedin, angehende Akolythin und vollkommen abgeschottet von weltlichen Versuchungen. Doch als sie im Wald auf den verletzten Zephyr trifft, den Gott des Westwinds, beginnt ihre Welt zu bröckeln. Ihre gute Tat zieht sie in eine ganz andere: die Unterwelt. Und diese ist so gar nicht heilig. Verführerisch, gefährlich und von trügerischen Feenwesen bewohnt, stellt sie Brielle vor Prüfungen, die ihr nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch und moralisch alles abverlangen.

Was überzeugt?
Warwicks Schreibstil ist atmosphärisch dicht, fast poetisch. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus schottischer Balladenstimmung („Tam Lin“) und griechischer Mythologie – ein eher ungewöhnlicher Mix, der hier aber wunderbar funktioniert. Brielle ist eine glaubhafte Protagonistin, innerlich zerrissen, aber nie passiv. Ihre Entwicklung – vom scheuen Klostermädchen zur Frau, die eigene Entscheidungen trifft – wirkt organisch.
Und Zephyr? Der ist ein Paradebeispiel für den „düster-verführerischen“ Love Interest: geheimnisvoll, ein bisschen gefährlich und definitiv kein klassischer Romantyp. Man weiß nie ganz, woran man bei ihm ist – was perfekt zur schillernden Bedrohung der Unterwelt passt.

Was hakt ein wenig?
Die erste Hälfte baut sehr auf Atmosphäre und innere Konflikte, was ich persönlich mochte – Leser:innen, die mehr Tempo und Plot-Drive erwarten, könnten aber etwas Geduld brauchen. Auch hätte ich mir noch mehr Einblick in die Lore und Regeln der Unterwelt gewünscht – manchmal blieb sie etwas diffus. Dafür entschädigen aber starke Szenenbilder und eine unterschwellige Sinnlichkeit, die nie kitschig wird.

Fazit:
Ein märchenhaft-düsterer Fantasy-Roman mit Tiefgang, Romantik und Mythos – perfekt für Fans von romantischer Fantasy mit komplexen Heldinnen und dunklen Helden.
Brielles innerer Konflikt zwischen Glaube und Verlangen ist das emotionale Herzstück dieser Geschichte – und genau das macht sie lesenswert.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Wenn die Vergangenheit einen einholt

Funken – The Secrets of Dracon Rock
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Ich bin komplett ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde schon nach wenigen Kapiteln richtig positiv überrascht. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und es fühlt sich nie so an, als wüsste ...

Ich bin komplett ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde schon nach wenigen Kapiteln richtig positiv überrascht. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und es fühlt sich nie so an, als wüsste man schon genau, wie alles ausgehen wird. Der Spannungsbogen bleibt konstant, man kann sich einiges vielleicht denken, ist sich aber nie sicher. Manchmal war ich sogar richtig verwirrt – auf eine gute Art – und am Ende hat sich vieles davon schlüssig zusammengefügt.



Welt & Atmosphäre

Das Worldbuilding hat mir richtig gut gefallen. Man konnte sich alles sehr genau vorstellen, von der Welt der Reiter bis hin zu den Strukturen im Hintergrund. Es wirkt alles logisch aufgebaut, mit viel Liebe zum Detail. Auch die gesellschaftlichen Gegensätze wurden sehr gut dargestellt. Ich fand es besonders spannend zu sehen, wie sich die Geschichte zwischen Reitern und Rebellen langsam entfaltet.



Charaktere

Alyssa ist ein unglaublich starker Charakter. Sie ist sympathisch, loyal und vor allem steht sie für das ein, was sie für richtig hält – selbst wenn es nicht dem entspricht, was von ihr erwartet wird. Sie hat ihre eigenen moralischen Vorstellungen und zieht das auch durch, was ich sehr bewundere.



Auch Rowan ist ein sehr intensiver und spannender Charakter. Er war mir von Anfang an sympathisch, genau wie sein Drache. Dass zwischen ihm und Alyssa Gefühle im Spiel sind, war schnell klar, aber trotzdem hat es sich nie gezwungen oder kitschig angefühlt. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden ein bisschen früher zueinander finden und dass manche Szenen zwischen ihnen etwas ausführlicher gewesen wären.



Die Rebellengruppe war am Anfang noch sehr mysteriös, wurde aber im Verlauf immer präsenter. Besonders interessant fand ich, wie Alyssas Verbindung zu ihrem Vater und den alten Idealen der Rebellen aufgerollt wird. Sie hat sich eine eigene Meinung gebildet, obwohl sie von diesen Dingen geprägt wurde. Sie sieht nicht alles schwarz-weiß, erkennt, dass nicht jeder Reiter schlecht und nicht jeder Rebell automatisch gut ist. Das fand ich sehr reif und gut umgesetzt.

Ash als Charakter war auch sehr spannend mir aber tatsächlich nicht ganz sympathisch, weil ich von Anfang an dachte, dass er mehr Interesse an dem hat, was für ihn und seine Gruppe am besten ist und nicht für seine ehemalige Freundin. Er ist sehr egoistisch und man sich bedacht und ich finde seinen Charakter wirklich nicht sonderlich schön.



Handlung & Emotionen

Ich hätte mir gewünscht, dass Alyssa früher ehrlich ist. Ich glaube nicht, dass ihr jemand ihre Herkunft übel genommen hätte, wenn sie klar gesagt hätte, dass sie nicht auf der Seite der Rebellen steht. Gleichzeitig verstehe ich aber auch, dass sie ihre alten Freunde nicht verraten wollte sie wusste ja nicht, wie sich diese entwickelt haben. Trotzdem denke ich, dass sie es später selbst bereut, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Vielleicht hätte sie dann einiges verhindern können, und ihre Freundin wäre jetzt nicht in der Situation, in der sie ist.



Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht vor allem, wie Rowan, seine Schwester und Finley auf die ganze Wahrheit reagieren werden. Die letzten Sätze waren für mich eine der stärksten Wendungen der Geschichte, weil man plötzlich erkennt, wie perfide die Rebellen Alyssa unter Druck gesetzt haben. Ich hoffe auch sehr, dass sie ihre Freundschaft zu ihrer Laborpartnerin nicht komplett aufs Spiel gesetzt hat. Sie hat ihr etwas versprochen und es dann gebrochen, weil sie ihr nicht die Wahrheit gesagt hat. Ich bin mir sicher, dass sie sich dafür selbst verantwortlich fühlt und hoffentlich Pläne entwickelt, um das wieder gutzumachen.



Schreibstil

Der Schreibstil war für mich sehr angenehm. Flüssig, bildhaft und nie zu kompliziert. Man konnte gut in die Geschichte eintauchen. Ich hätte mir stellenweise gewünscht, noch andere Perspektiven zu bekommen als nur die von Alyssa, um manche Charaktere besser zu verstehen, aber trotzdem hat es gut funktioniert, weil man dadurch sehr nah bei ihr war.



Fazit

Ein starker Reihenauftakt mit spannender Handlung, einer starken Protagonistin und einer Welt, die Lust auf mehr macht. Besonders die Entwicklungen gegen Ende haben mich sehr gepackt. Ich freue mich richtig auf den nächsten Band und darauf, zu sehen, wie Alyssa mit all dem umgeht, was noch vor ihr liegt.

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