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Veröffentlicht am 14.01.2023

Der Traum von der eigenen Gärtnerei

Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten
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Oldenburg 1893: Marleene arbeitet wieder im Hotel Holthusen, denn nachdem sie in der Gärtnerei Goldmann aufgeflogen war, hat man sie sofort entlassen. Gemeinsam mit Julius träumt sie aber immer noch von ...

Oldenburg 1893: Marleene arbeitet wieder im Hotel Holthusen, denn nachdem sie in der Gärtnerei Goldmann aufgeflogen war, hat man sie sofort entlassen. Gemeinsam mit Julius träumt sie aber immer noch von einer eigenen Gärtnerei. Beide sparen ihr gesamtes Geld dafür. In der Hofgärtnerei läuft es derweil nicht so gut, denn Konstantin verbringt nicht so viel Zeit dort, wie der Vater es sich von seinem Nachfolger wünschen würde und Julius mit seiner großen Liebe zu den Pflanzen fehlt. Alexander stattet Julius deshalb einen Besuch auf dem Bauernhof ab, auf dem er nach seiner Kündigung in der Gärtnerei Zuflucht gefunden hat und sagt ihm, dass er seine Testamentsänderung rückgänig machen möchte, sodass Julius wieder Haupterbe der Gärtnerei sein wird. Allerdings stirbe Alexander kurz darauf plötzlich und bei der Testamentsverlesung ist nach wie vor Konstantin der Haupterbe. Julius ist traurig, aber denk des Großherzogs kommt er trotzdem zu einem Stück Land für seine Gärtnerei und dazu noch die Aufforderung, an einem Wettbewerb teilzunehmen, gegen seinen Bruder Konstantin anzutreten und so nach einem Sieg sein neuer Hoflieferant zu werden.

Rena Rosenthal konnte mit diesem zweiten Teil perfekt an den ersten anknüpfen. So ergeben sich keine Lücken in der Handlung und durch geschickt eingeschobene Rückblicke, werden sogar die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 wieder in Erinnerung gerufen. Marleene und Julius sind weiterhin ein Paar und ihrem gemeinsamen Traum einer eigenenen Gärtnerei ein Stück näher, auch wenn ihnen so manche Widrigkeiten die Erfüllung schwermachen. Auch sämtliche andere Charaktere des ersten Teils sind wieder dabei und sorgen so für eine vielschichtige, fesselnde und emotionale Geschichte.

Obwohl das Buch mit seinen knapp siebenhundert Seiten ganz schön dick ist, habe ich es innerhalb weniger Tage beendet, denn es hat mich gefesselt, sodass ich immer weiterlesen wollte. Ich mag es sehr, dass es neben dem Hauptgeschehen noch weitere Schauplätze gibt, die von anderen Personen geschildert werden. Nun freue ich mich sehr auf die Fortsetzung und bin gespannt, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 12.01.2023

Das eigene Bett ist immer am besten!

Winnie will woanders schlafen
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Der kleine Hase Winnie schläft sehr gerne und sooft wie möglich bei seiner Tante Vera, denn dort bekommt er ein eigenes Bett. Doch heute ist alles ein wenig anders, denn er vermisst seine Geschwister und ...

Der kleine Hase Winnie schläft sehr gerne und sooft wie möglich bei seiner Tante Vera, denn dort bekommt er ein eigenes Bett. Doch heute ist alles ein wenig anders, denn er vermisst seine Geschwister und bittet seine Tante, ob er nicht bei einem Freund übernachten dürfe. Nachdem er die Erlaubnis erhalten hatte, ging er erst zu Eichhörnchen, doch der begann mitten in der Nacht Nüsse zu knacken. Also versuchte er es auch bei Igel, Stinktier, Bär und Eule. Aber nirgends konnte er einschlafen, denn irgendetwas störte immer. Also musste er wieder zurück zu Tante Vera in sein eigenes Bett - und siehe da, ganz schnell war er eingeschlafen. Denn in seinem eigenen Bett schläft man immer am besten!

Carol Roth beschreibt in ihrer Geschichte eine Situation, die vielen Eltern bekannt ist. Schön ist es, dass am Ende ganz klar herauskommt, dass das eigene Bett immer das beste ist. Dennoch ist die gesamte Geschichte rund um den kleinen Hasen Winnie sehr unterhaltsam und eignet sich perfekt für Kinder ab vier Jahren.

Die Illustrationen von Valeri Gorbachev runden das Bilderbuch perfekt ab und sorgen für ein großes Vergnügen beim Vorlesen. Aber auch alleine sieht meine Tochter sich das Buch sehr gerne an und erzählt die Geschichte in ihren eigenen Worten nach. Ein zauberhaft schönes Bilderbuch!

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Veröffentlicht am 11.01.2023

Ein rauschendes Fest im kleinen Friesencafé

Ein Fest im kleinen Friesencafé
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Julia hat es geschafft und ihr kleines Friesencafé auf Föhr eröffnet. Die Besucher kommen und sich begeistert. Dennoch hat sie bisher keinen Gedanken an den Winter verschwendet, während dem die Touristen ...

Julia hat es geschafft und ihr kleines Friesencafé auf Föhr eröffnet. Die Besucher kommen und sich begeistert. Dennoch hat sie bisher keinen Gedanken an den Winter verschwendet, während dem die Touristen ausbleiben, sie aber trotzdem ein Auskommen haben muss. Da ergibt es sich perfekt, als das Ehepaar Roland und Esther ins Café kommen und sie fragen, ob sie nicht ihre Silberhochzeit bei ihr feiern könnten. Julia freut sich über den Auftrag, obwohl die Gastgeber sich in kaum einem Punkt einig sind. So plant Julia das Fest und lernt viele neue Bewohner der Insel kennen. Das lenkt sie auch vom Liebeskummer ab, den sie wegen Finn-Ole hat.

Janne Mommsen schafft es immer wieder, die Leser auf eine Reise auf die friedliche Insel Föhr mitzunehmen. So ist die gesamte Stimmung des Romans eine entspannte, obwohl Hark und Anita einige Probleme haben durch ihre Eifersüchteleien und auch Julia unter starken Liebeskummer leidet.

Ach wie gerne wäre ich gerade auf Föhr und würde selbst im kleinen Friesencafé sitzen, ein Stück Bananenkuchen essen und den Tänzern bei ihrem Tanzkurs zusehen. Diese Fortsetzung der Reihe ist gelungen und schließt perfekt an den ersten Teil an, sodass man sich sofort wieder wie zuhause fühlt. Da ja bald der dritte Teil erscheint und schon allein der Titel sehr vielversprechend ist, warte ich nun sehnsüchtig darauf und freue mich auf die wunderschönen Lesestunden.

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Veröffentlicht am 10.01.2023

Eine wimmelige Reise in die Wohnungen von heimischen Tieren

Mein erstes Wimmelbuch: Wo unsere Tiere wohnen
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In diesem Wimmelbuch statten Kinder heimischen Tieren einen Besuch in deren Wohnungen ab. So sieht man, wie der Dachs, die Ameise oder der Siebenschläfer lebt, aus welchen Materialien sie ihre Häuser bauen ...

In diesem Wimmelbuch statten Kinder heimischen Tieren einen Besuch in deren Wohnungen ab. So sieht man, wie der Dachs, die Ameise oder der Siebenschläfer lebt, aus welchen Materialien sie ihre Häuser bauen oder ob sie in natürlichen Höhlen leben. Jede Doppelseite besucht einen anderen Ort, so reist man vom Wald auf die Wiese, an den See oder aber entdeckt die Natur bei Nacht.

Christine Henkel hat in diesem Wimmelbuch ein Thema gewählt, das sehr vielfältig und interessant ist. Denn die Vielfalt der heimischen Tiere auf den verschiedenen Seiten ist sehr groß und spricht auch ältere Kinder und Erwachsene an. Dank den Bild-Wort-Leisten an den rechten Seitenrändern, können die Tiere kinderleicht benannt und auf den Seiten gesucht werden. Die Wimmelbilder von Christine Henkel sind sehr naturalistisch und spiegeln die Natur in ihrer Echtheit wieder. Viele kleine Details sorgen dafür, dass das Buch lange interessant bleibt.

Meine Kinder mögen das Buch sehr gerne. Zum einen finden sie das große Format sehr gut, zum anderen die vielen heimischen Tiere, die sie nun kennenlernen konnten. Auch die letzte Doppelseite, auf der sich alles um den Hausbau der Tiere dreht, ist sehr gelungen und rundet das Buch perfekt ab.

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Veröffentlicht am 09.01.2023

Ein Mordfall im zerstörten Bochum

Totenwinter
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Bochum, 1947: Es herrscht Winter und ist bitterkalt. Die Menschen frieren, hungern und kämpfen um ihr Überleben. Nach einer bitterkalten Nacht finden die Schupos einen ermordeten Mann in einem Güterwaggon. ...

Bochum, 1947: Es herrscht Winter und ist bitterkalt. Die Menschen frieren, hungern und kämpfen um ihr Überleben. Nach einer bitterkalten Nacht finden die Schupos einen ermordeten Mann in einem Güterwaggon. An den Händen klebt Milchpulver. Ein Kopfschuss war sein Todesurteil. Die Kriminalkommissare Dietrichs und Kleinert beginnen mit den Ermittlungen, doch die Spuren, die anfangs so deutlich auf Schwarzmarkthandel hindeuten, führen auch in andere Richtungen und stellen sie vor Herausforderungen. Währenddessen arbeitet Edith, die aus Ostpreußen fliehen musste und Unterschlupf in Bochum gefunden hat, bei Anwalt Pollmann als Sekretärin. Sie mag ihre Arbeit, denn hin und wieder fällt auch eine Kleinigkeit für sie ab, lässt der Anwalt sich doch meist in Naturalien bezahlen. Während ihrer Arbeit lernt sie auch den Journalisten Leo Mantler kennen, der sie geschickt über ihren Chef auszuhorchen versucht. Doch Edith fällt nicht darauf herein, dennoch verbringt sie immer wieder gewollt und ungewollt Zeit mit ihm und erfährt so einiges - auch über ihren Chef und mögliche Zusammenhänge mit dem Mordfall am Güterbahnhof...

Sabine Hofmann hat diesen Krimi im Bochum der Nachkriegszeit spielen lassen und so die historischen Gegebenheiten genutzt, die für eine etwas unwirtliche und dunkle Atmosphäre sorgen. Die Protagonistin Edith ist bereits aus dem ersten Teil der Reihe bekannt. Sie ist eine mutige Frau, die sich gegen Männer durchsetzen kann und weiß, was sie möchte oder auch nicht möchte. Die Autorin hat sich sehr genau mit den historischen Daten und Geschehnissen befasst, sodass der gesamte Roman realistisch und überzeugend wirkt.

Ich fand schon den ersten Teil der Reihe sehr interessant und bewegend, sodass ich mich nun gefreut habe, die drei Frauen zu begleiten. Es gefällt mir sehr gut, dass ich viele Orte direkt vor Augen habe, da sie so gut beschrieben werden. Außerdem nimmt der Kriminalfall ab dem zweiten Drittel an Fahrt auf, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Perspektivwechsel zwischen den Kommissaren und Edith sind gelungen und sorgen für mehr Spannung. Insgesamt ein toller historischer Krimi, der hoffentlich noch eine Fortsetzung erhält.

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