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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2022

Eine neue Generation der Mandelli-Familie geht ihren Weg...

Das Bauwerk der Sehnsucht
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1978 am Comer See: Rosalba ist im letzten Jahr für einige Zeit in der Schweiz gewesen und hat dort im Betrieb ihres Cousins mitgearbeitet. Denn auch Rosalba hat den Beruf der Muratrice ergriffen, wie auch ...

1978 am Comer See: Rosalba ist im letzten Jahr für einige Zeit in der Schweiz gewesen und hat dort im Betrieb ihres Cousins mitgearbeitet. Denn auch Rosalba hat den Beruf der Muratrice ergriffen, wie auch schon ihre Mutter Aurora. Als sie nun ein Jahr nach dieser Reise wieder in die Schweiz reisen möchte, aber diesmal um in schweizer Betrieben zu arbeiten und deren Arbeitsweisen kennenzulernen, ist Aurora nicht begeistert und wirft ihr vor, nur dorthin zu wollen, um den Architekten Remo wieder zu sehen. Natürlich weiß Rosalba selbst, dass auch Remo ein Grund für diesen Auslandsaufenthalt ist, dennoch ist sie tief mit ihrer Heimat am Comer See verwurzelt und würde ihre Familie und den mütterlichen Betrieb nie für immer zurücklassen wollen. Leider machen die Schweizer ihr den Anfang sehr schwer und letztendlich arbeitet Rosalba doch wieder bei ihrem Cousin und entlastet diesen, damit er sich von seiner Krankheit kurieren kann. Währenddessen wächst auch die Zuneigung zwischen ihr und Remo weiter...

Ladina Bordoli hat einen fesselnden und sehr gut zu lesenden Schreibstil, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Ihre Darstellung der italienischen Familienbande sind sehr realistisch, ebenso die des emotionalen Zwiespalts der Protagonistin. Auch die guten Beschreibungen der Kulisse und der Werke der jungen Maurerin tragen dazu bei, dass sich der Leser immer gut zurechtfindet und sich in der gesamten Handlung integriert fühlt.

Ich liebe diese Saga rund um die Familie Mandelli und bin begeistert vom Mut und der Stärke dieser Frauen. Durch die Zeitsprünge zwischen den einzelnen Bänden wird es nicht langweilig, trotzdem hat man beim Lesen nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Diese Reihe gehört eindeutig zu meinen Jahres-Highlights und ich bin schon sehr auf den dritten und letzten Teil gespannt!

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Veröffentlicht am 02.08.2022

Eine kulinarische Reise nach Kalifornien

Ein Fest im Grünen – Sommerküche
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Erin Gleeson hat in ihrem neuen Kochbuch "Ein Fest im Grünen - Sommerküche" ihr vorhaben, Kalifornien neu zu entdecken umgesetzt. Denn obwohl die Fotografin in Kalifornien aufwuchs, kannte sie noch längst ...

Erin Gleeson hat in ihrem neuen Kochbuch "Ein Fest im Grünen - Sommerküche" ihr vorhaben, Kalifornien neu zu entdecken umgesetzt. Denn obwohl die Fotografin in Kalifornien aufwuchs, kannte sie noch längst nicht alle Orte und Landschaften dort. In einem Geländewagen fuhr sie mit Mann und Kindern durch das Land und zeigt in ihrem Buch auch ihre verschiedenen Unterkünfte. Auch einige Kurztrips waren noch nötig, um das Land endlich von jeder Seite aus gesehen zu haben. Auch ihr Blog "The Forest Feast" widmet sich der Heimat und der typischen Küche dort.

Dieses Kochbuch mit seinen rund hundert vegetarischen Rezepten ist übersichtlich in sieben Kategorien, wie Snacks, Salate, Frühstück oder Desserts gegliedert. Aber auch Reisetipps rund um das Reisen im Van sind ein Bestandteil des Buches. Die Fotografien, die die Gerichte, aber auch die Ferienhäuser und Landschaften zeigen, sind sehr stimmungsvoll und machen Lust auf mehr.

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen, weshalb ich mir das Buch genauer angesehen habe - und ich muss sagen, ich liebe das ganze Erscheinungsbild sehr. Durch die vielen Fotos ist es nicht nur ein Kochbuch, sondern erinnert an ein Reisejournal. Die Rezepte selbst sind sehr übersichtlich gestaltet und enthalten nur so viel Text, wie zum unkomplizierten Nachkochen nötig ist, trotzdem wird nicht auf eine Beschreibung und Erklärung des Gerichts verzichtet, aber dem Rezept selbst vorangestellt. Uns haben alle nachgekochten Essen geschmeckt, am Besten fanden wir aber das Süßkartoffel-Chili, dicht gefolgt von den gratinierten Parmesankartoffeln, den Pasta mit veganer Sauce und dem Kartoffel-Linsen-Salat. Ich werde sicherlich noch häufig in diesem tollen Buch blättern und in meinem Kopf nach Kalifornien reisen, natürlich auch in kulinarischer Form, beim Verzehren der nachgekochten Gerichte!

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Veröffentlicht am 01.08.2022

Eine Ärztin mit unverarbeitetem Kindheitstrauma

Ein Stern macht noch keinen Himmel
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Janne ist Landärztin in Pfaffingen, im tiefsten Baden-Württemberg, und verbringt ihre Tage damit, alle möglichen Krankheitsbilder zu behandeln. Doch eines Tages hat sie ein Erlebnis in einer Gastwirtschaft, ...

Janne ist Landärztin in Pfaffingen, im tiefsten Baden-Württemberg, und verbringt ihre Tage damit, alle möglichen Krankheitsbilder zu behandeln. Doch eines Tages hat sie ein Erlebnis in einer Gastwirtschaft, das Erinnerungen in ihr heraufbeschwört, mit denen sie erst einmal nichts anzufangen weiß. Als das Verdrängen nichts mehr bringt, muss sie sich doch auf die Spurensuche begeben. Gut, dass ihr neuer Bekannter Leon ihr immer zur Seite steht und sie in allem unterstützt, auch wenn Janne mit vielem alleine klarkommen muss...

Eva Pantleon hat hier einen sehr tiefgründigen und nachdenklichen Roman geschaffen, der aber trotz seiner vielen ernsten Situationen den Leser immer wieder zum Lachen bringt. Janne ist eine sehr starke Persönlichkeit, die eigentlich immer funktioniert und auch für andere stark ist, doch irgendwann schafft auch sie es nicht mehr, die bruchstückhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit zu verdrängen. Gemeinsam mit dem Leser begibt sie sich dann auf eine nervenaufreibende und teilweise traurige Reise in die Vergangenheit.

Ich hatte mich auf einen locker leichten Roman eingestellt, denn weder das Cover noch der Klappentext lassen eine derartige Tiefe und solch ernste Themen erahnen. Doch obwohl ich nicht darauf vorbereitet war, hat mir der Roman gefallen und ich habe immer wieder versucht, mich in die Protagonistin zu versetzen, was mir aber leider nicht immer gelungen ist.

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Veröffentlicht am 30.07.2022

Eine kleine Stadt, das Meer und die Liebe

Das Glück kommt in Wellen
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Lina ist immer noch zutiefst enttäuscht von Jonas, der doch scheinbar mit dem Bürgermeister von Grotersum unter einer Decke steckt, aber auch von Henrikje, die ihr so viel über ihre Mutter verheimlicht ...

Lina ist immer noch zutiefst enttäuscht von Jonas, der doch scheinbar mit dem Bürgermeister von Grotersum unter einer Decke steckt, aber auch von Henrikje, die ihr so viel über ihre Mutter verheimlicht hat. Nun ist sie zu Sinje ins Pastorat gezogen, denn dort hat sie Ruhe zum Nachdenken und ihre beste Freundin, die immer für sie da ist. Leider bleibt es nicht bei diesen beiden Ereignissen, die Lina emotional auf eine harte Prüfung stellen, denn nun stirbt auch noch Helmut, Linas Ersatz-Großvater, überraschend an einem Herzinfarkt. Lina ist traurig, schafft es aber, sich mit Jonas auszusprechen und auch Henrikje wagt endlich den Schritt, Lina mehr über ihre Mutter Florence zu erzählen. Doch so schnell sind die Probleme nicht aus der Welt geschafft...

Gabriella Engelmann ist eine wunderbare Autorin, die es immer wieder schafft, ihre Geschichten so spannend zu erzählen, dass es sich für den Leser anfühlt, als wäre er selbst ein Teil davon. Die Reise in das wunderbare, kleine Städtchen Lütteby fühlt sich nun, beim zweiten Teil, schon wie ein Heimkommen an. Lina und Sinje sind zwei sympathische junge Frauen, die sich durch ihre lange und tiefe Freundschaft gegenseitig eine große Stütze sind.

Schon der erste Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen und ich habe diesen zweiten Band innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Leider war er viel zu schnell zu Ende und ich wäre einfach gerne immer weiter in Lütteby geblieben. Dass nun der dritte und letzte Teil der Reihe auch noch auf sich warten lässt und ich nicht einfach weiterlesen kann, finde ich gar nicht toll... Aber das alles spricht sehr für diese Reihe und ich kann sie jedem nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 29.07.2022

Entdecke die schönen, aber unbekannten Ecken New Yorks

NEW YORK - Wie es keiner kennt
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Die Autorin Susan Kaufman lebt, seit sie erwachsen ist, in New York, konnte die Stadt aber nie genießen, da sie wie alle anderen zur Arbeit gehetzt ist und keinen Blick für ihre Umgebung hatte. Doch auf ...

Die Autorin Susan Kaufman lebt, seit sie erwachsen ist, in New York, konnte die Stadt aber nie genießen, da sie wie alle anderen zur Arbeit gehetzt ist und keinen Blick für ihre Umgebung hatte. Doch auf ihren Reisen, in Begleitung ihrer seriösen "Nikon"-Kamera, da konnte sie ihre Umgebung entdecken und hat einen Film nach dem anderen vollgemacht. Erst durch ihr iPhone und die greifbare Nähe eines Fotos, konnte sie ihre Stadt New York neu entdecken.

In diesem Bildband zeigt sie den Lesern ihre Lieblingsstadtteile aus einem anderen Blickwinkel. Ermutigt durch ihre Fans auf Instagram, begann sie, regelmäßig Fotos unter verschiedenen Hashtags, wie #dooroftheday, zu posten und ihre Stadt immer weiter zu erkunden.

Dieses hochwertige Buch hat es sofort geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen und ich habe mich gedanklich sofort in New York befunden. Die Fotografien sind allesamt wunderschön und sehr stimmungsvoll. Sie zeigen zauberhafte Häuser, Läden oder Parks und verstärken meinen Wunsch, endlich einmal diese tolle Stadt mit eigenen Augen zu sehen. Durch die Karten mit den Lieblingsorten der Autorin, erhält man zusätzlich noch viele Tipps zu schönen Ecken.

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