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Veröffentlicht am 22.05.2021

Ich habe Fernweh nach St. Peter-Ording...

Leuchtturmträume
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Anneke arbeitet seit einiger Zeit als Hoteltesterin für einen Reiseanbieter und reist so durch die ganze Welt. Sie liebt ihre Arbeit und genießt die Zeit an immer neuen Orten. Als sie nun den Auftrag bekommt, ...

Anneke arbeitet seit einiger Zeit als Hoteltesterin für einen Reiseanbieter und reist so durch die ganze Welt. Sie liebt ihre Arbeit und genießt die Zeit an immer neuen Orten. Als sie nun den Auftrag bekommt, auf der Insel St. Peter-Ording nach romantischen Orten Ausschau zu halten, sagt sie sofort zu, denn sie war zwar schon überall, aber dort noch nie. Ihr Hotel ist wunderschön, denn die Suite hat eine Dachterrasse mit Whirl Pool und auch sonst viel Luxus zu bieten, sodass Anneke wunderbar abschalten und gleichzeitig arbeiten kann. Dieses Abschalten fällt ihr aber seit vier Jahren nicht mehr so leicht, denn damals ist ihr Zwillingsbruder auf dem Meer ertrunken, als er, mit seinem besten Freund und Annekes damaligem Freund Raik Flüchtlingen in Not helfen wollte und sie mit eigenen Augen sehen musste, dass er verunglückt ist. Seither plagen sie Albträume und es wird auch nicht besser als sich herausstellt, dass Raik nun Hoteldirektor genau des Hotels ist, in dem sie gerade hier auf der Insel wohnt. Denn sie hat ihn damals einfach so verlassen und ist von der Bildfläche verschwunden, weil sie alles nicht mehr ertragen konnte und ihm auch die Schuld am Tod ihres Bruders gegeben hat. Nur gut, dass Raik ihr scheinbar verziehen hat und nicht locker lässt mit seinem Vorhaben, ihr persönlich die romantischen Flecken der Insel zu zeigen...

Tanja Janz hat einen sehr gut zu lesenden Schreibstil. Die Einteilung in Kapitel passt sehr gut. Auch der Einstieg in Form eines Prologs ist sehr gelungen, denn so erfährt der Leser schon vor der eigentlichen Handlung, wie es zum Tod des Bruders kam und kann Anneke so besser verstehen. Die Übersichtskarte von St. Peter-Ording vorne im Buch dient der besseren Orientierung und ist daher sehr praktisch. Die Charaktere sind allesamt sympathisch und realistisch, denn jeder hat so seine Eigenheiten.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es sehr gerne gelesen, denn es spielt in einer wunderschönen Kulisse, die von der Autorin immer wieder beschrieben wird, sodass ich immer ein Bild vor Augen hatte und dadurch noch mehr Fernweh bekommen habe. Sehr gelungen ist auch, dass es die ganzen Orte, die Anneke während ihrer Recherche besucht, auch wirklich gibt und man diese selbst besuchen kann. Leider kann ich die Insel nicht so schnell besuchen, wie ich es gerne nach diesem Roman tun würde, aber sie hat es auf jeden Fall auf die Liste meiner Wunschurlaubsziele geschafft...

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Veröffentlicht am 22.05.2021

Ein gelunges Backbuch für Kinder, aber auch Erwachsene

Kuchen zum Frühstück
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Hanna hat eine Idee, als sie den Kuchen, den sie gerade mit ihrem Papa gebacken hat, zum Frühstück essen darf. Sie könnte einen Kuchenstand beim Schulfest machen, wo sie Geld für neue Bücher für die Schulbücherei ...

Hanna hat eine Idee, als sie den Kuchen, den sie gerade mit ihrem Papa gebacken hat, zum Frühstück essen darf. Sie könnte einen Kuchenstand beim Schulfest machen, wo sie Geld für neue Bücher für die Schulbücherei verdienen könnte. Alle ihre Freunde sind begeistert und machen mit. So gibt es viele verschiedene internationale Gebäcke, die von den Kindern selbst zubereitet wurden.

Cynthia Cliff hat die Rezepte in eine Geschichte eingebaut, sodass der Leser bei jedem Rezept erfährt, wer den Kuchen gebacken hat und auch woher er kommt oder warum er genau dieses Gebäck zubereitet. Außerdem ist jede Seite wunderschön illustriert, was Lust auf Backen macht. Ebenso sehr gut ist die letzte Seite, auf der Verhaltensregeln gelistet sind, die beim Backen beachtet werden sollten, wie zum Beispiel das Händewaschen vor dem Beginn, das Bereitstellen der Zutaten oder das Saubermachen der Küche nach dem Backen.

Meine Kinder (5 und 9 Jahre) wollten sofort ein Rezept ausprobieren, weil das Buch große Lust auf Backen macht. Wir haben mit den Apfelmuffins begonnen, die meine Kinder komplett alleine zubereitet haben und die wirklich sehr lecker schmecken. Als nächstes haben sie den Basbousa-Kuchen geplant und freuen sich schon sehr darauf. Da die Zubereitung der Rezepte kindgerecht formuliert ist, haben Kinder keine Verständnisprobleme, können sehr gut alleine arbeiten und brauchen auch nur dann Hilfe, wenn das im Arbeitsschritt ausdrücklich gefordert ist. Gerade die besonderen internationalen Gebäcke finde ich klasse und auch die Geschichte, die durch das Buch führt ist toll!

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Ein Buch voller Emotionen, Liebe und Rosen!

Wie Träume im Sommerwind
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Emilia ist Anfang 30 und lebt seit einigen Jahren in Paris. Dort arbeitet sie in einem Bistro als Servicekraft, obwohl sie eigentlich aus ganz anderen Gründen in die Stadt der Liebe gegangen ist. Denn ...

Emilia ist Anfang 30 und lebt seit einigen Jahren in Paris. Dort arbeitet sie in einem Bistro als Servicekraft, obwohl sie eigentlich aus ganz anderen Gründen in die Stadt der Liebe gegangen ist. Denn sie hat eine sehr sehr gute Nase und kann Düfte wahrnehmen, die vielen verborgen bleiben. Sie hat es sogar geschafft, an der berühmten Ecole de Givaudan, einer Schule für Parfümeure, angenommen zu werden. Doch ihr Leben läuft nicht so glatt wie erhofft und sie schafft die Prüfungen nicht. Allerdings weiß in ihrer Heimat auf Usedom niemand etwas davon. So lebt sie ihr Leben in Paris weiter, das geprägt ist von ihrer Arbeit und den Besuchen von Bars und Clubs danach. Das ändert sich aber schlagartig, als ihre Eltern sie bitten, auf den Rosenhof zurückzukehren, weil ihre Schwester Clara einen schweren Autounfall hatte und nun im Koma liegt...

Katharina Herzog schreibt einfach wunderbar. Ihre Romane sind geprägt von Emotionen kombiniert mit der Leidenschaft der Protagonisten, hier sind es Rosen. Der Einstieg mit einem Prolog ist perfekt, denn der Leser befindet sich sofort in der Handlung und erhält einen ersten Einblick. Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch und realistisch gestaltet, denn jeder hat seine Eigenheiten und Erlebnisse aus der Vergangenheit, die ihn geprägt haben.

Ich habe diesen Roman von der ersten Seite an geliebt. Da ich schon lange auf den Erscheinungstag gewartet habe, waren viele Erwartungen an das Buch geknüpft, die aber alle zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt wurden. Ich habe richtig Lust auf eine Reise nach England bekommen, denn ich liebe meinen Garten und freue mich immer über neue Gestaltungsideen oder neue Pflanzen. Die Beschreibungen der Autorin sind so bildlich, dass ich sofort ein Bild vor Augen hatte und das alles nun in Wirklichkeit sehen möchte. Da man die Romane der Reihe unabhängig voneinander lesen kann, kann ohne Probleme auch mit diesem fünften Teil begonnen werden.

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Veröffentlicht am 18.05.2021

Eine starke Frau, die so für das höhere Ansehen der Frauen getan hat...

Die Frau von Montparnasse
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Simone de Beauvoir wurde 1908 in Paris geboren. Ihre Eltern hatten leider nicht so viel Geld, wie es der Name vermuten lässt, denn ihr Vater hat alles verloren. Daher kommt es auch, dass sie ihr Studium ...

Simone de Beauvoir wurde 1908 in Paris geboren. Ihre Eltern hatten leider nicht so viel Geld, wie es der Name vermuten lässt, denn ihr Vater hat alles verloren. Daher kommt es auch, dass sie ihr Studium abschließen und die Prüfung als Lehrerin ablegen kann. Obwohl ihre Eltern ihr keine Mitgift geben können, hoffen sie doch immer noch darauf, sie gut verheiraten zu können. Aber Simone will nicht durch einen Mann und dann Kinder zur Hausfrau gemacht werden und weigert sich standhaft. Als sie dann Jean-Paul Sartre kennenlernt ist sie sehr beeindruckt, denn mit ihm kann sie stundenlang Gespräche führen, seine und ihre Gedanken hinterfragen und bis ins kleinste Detail über alles nachdenken und das dann wieder besprechen. So entsteht eine Beziehung, die weit über das körperliche hinausgeht, eine Heirat kommt aber nie infrage, denn das würde Simones Prinzipien zerstören und sie wäre unaufrichtig. Deshalb schließen sie einen Pakt, der ihnen Freiheiten gewährt, aber gleichzeitig eine Beständigkeit der Beziehung garantiert...

Tania Schlie, die dieses Buch unter dem Pseudonym Caroline Bernard verfasst hat, hat einen sehr gut zu lesenden Schreibstil, der die Sprache der damaligen Zeit perfekt mit der heutigen verbindet. Man merkt, dass die Autorin sich sehr lange mit der Protagonistin und deren Umfeld beschäftigt hat, denn sie hat die Fakten wunderbar in einem Roman verpackt.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich war überrascht, wie schnell ich es beendet hatte. Allerdings haben mich die ersten zwei Drittel weit mehr gefesselt als das letzte. Ich habe wirklich viel neues erfahren, denn Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre waren mir zwar ein Begriff, aber viel wusste ich noch nicht über sie. Gerade die Gedanken und Einstellungen der beiden waren überaus modern, moderner als ich es erwartet habe.

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Veröffentlicht am 16.05.2021

Fridolina, die kleine Tierflüsterin!

Fridolina Himbeerkraut - Mein Freund Schnuffelschnarch
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Fridolina ist ein Hexenkind aus der Familie der Kräuterhexen auf der Schön-Wetter-Hexeninsel. Diese Insel ist nur deshalb so unbekannt, weil sie auf Seekarten immer als ganz besondere Stelle eingezeichnet ...

Fridolina ist ein Hexenkind aus der Familie der Kräuterhexen auf der Schön-Wetter-Hexeninsel. Diese Insel ist nur deshalb so unbekannt, weil sie auf Seekarten immer als ganz besondere Stelle eingezeichnet ist, damit sich niemand einfach so dorthin verirren kann. Auf der Insel leben nur Kräuterhexen und viele Tiere. Fridolina kennt alle diese Tiere mit Namen und verbringt viel Zeit mit ihnen. Bei ihnen fühlt sie sich wohler, viel wohler als bei den langweiligen Kräutern, von denen sie sich nicht einmal die Namen merken kann, geschweige denn wie sie aussehen...

Anke Girot hat mit Fridolina eine wunderbare kleine Hexe geschaffen, die man einfach mögen muss. Die vielen lustigen Wortneuerfindungen machen das Buch lustig und unterhaltsam. Auch das Abenteuer, das Fridolina erlebt ist spannend und interessant.

Sabine Sauter hat die Geschichte perfekt illustriert. Ihre Bilder sind lustig, die Tiere und Personen einzigartig und humorvoll.

Ich habe dieses Buch auf drei Abende verteilt als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen und mir war schon gleich zu Beginn klar, dass ich auch noch den zweiten Band kaufen werde, denn die Geschichte ist toll. Sie lässt sich sehr gut vorlesen und ist durch die Wortneuschöpfungen immer lustig vorzulesen. Meine beiden Kinder wollten immer gar nicht, dass ich aufhöre zu lesen, denn sie waren immer gefesselt vom Abenteuer der kleinen Kräuterhexe.

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