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Veröffentlicht am 12.03.2021

"Lass Blumen sprechen und lausche ihren Worten, wenn sie flüstern im Wind."

Der Blumenladen der guten Wünsche
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Charlotte kehrt nach langer Zeit zurück in ihren Heimatort Sommerbach. Damals nach der Schule ist sie zum Studium weggegangen und seither nicht mehr zurückgekehrt, denn die Ehe mit dem Künstler Philipp ...

Charlotte kehrt nach langer Zeit zurück in ihren Heimatort Sommerbach. Damals nach der Schule ist sie zum Studium weggegangen und seither nicht mehr zurückgekehrt, denn die Ehe mit dem Künstler Philipp war anstrengend und von seiner Arbeit geprägt. Nun, da sie sich von ihm getrennt hat und das Scheidungsverfahren läuft, war sie auf der Suche nach einer neuen Heimat. Einem Ort, an dem sie sich sicher und geborgen fühlt. Dieser Ort war früher immer der Blumenladen ihrer Oma Hannelore gewesen. Als diese jetzt verstorben ist, hat sie ihr das Geschäft vererbt und Charlotte kehrt endlich wieder an den Ort ihrer Kindheit zurück. Doch sie wird dort nicht nur von vielen Erinnerungen eingeholt, sondern auch von einigen Überraschungen, die sie vor große Herausforderungen stellen. Denn die beiden Angestellten Sheela und Knut sind ziemlich schwierige Persönlichkeiten und machen es ihr nicht einfach....

Lena Hofmeister schreibt sehr schön und verwendet eine einfache Alltagssprache. Die Kapitel sind nicht zu lang und sorgen für eine sehr gute Übersicht. Die Hintergrundrecherche zu den Bedeutungen der Blumen ist sehr gut und macht dem Leser Lust, noch mehr über Pflanzen und ihre Bedeutung zu erfahren.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es viel zu schnell beendet. Besonders gut gefallen haben mir die Überschriften der Kapitel, die immer in Form eines kleines Sprüchleins über Blumen waren. Charlotte war mir sehr sympathisch, denn sie befindet sich in keiner leichten Lebenssituation und trotzdem ist sie stark und findet mit der Zeit für alle Probleme eine Lösung. Leider wurde manchmal etwas an Tiefgang gespart und ich hätte mir noch etwas mehr Liebesgeschichte gewünscht. Da ich Blumen liebe, war dieses Buchthema wirklich perfekt für mich. Mich haben insgesamt nur kleine Details ein wenig gestört, weshalb ich leider nur 4 von 5 Sternen vergeben konnte.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Die Vanilleflüsterin aus dem Napa Valley

Wintervanille
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Cecilia, die von allen aber nur CeCe genannt wird, lebt schon seit ihrer Kindheit im Napa Valley in Kalifornien. Dort hat ihr Vater eine Weingut geerbt, mit dem er aber wenig anfangen konnte und deshalb ...

Cecilia, die von allen aber nur CeCe genannt wird, lebt schon seit ihrer Kindheit im Napa Valley in Kalifornien. Dort hat ihr Vater eine Weingut geerbt, mit dem er aber wenig anfangen konnte und deshalb nur wenig Zeit dort verbracht hat. Seiner Frau Carmen zuliebe zieht er aber dorthin und geht dort seiner Arbeit als Staubsaugervertreter nach. Carmen liebt das Gut, fast genauso sehr wie CeCe und Vanille. Denn Carmen stammt aus Mexiko und ist dort auf einer Vanilleplantage aufgewachsen. Nachdem Carmen viel zu früh verstorben ist, macht sich der Vater Joseph gemeinsam mit CeCe auf, um die Heimat ihrer Mutter zu besuchen und bringt sich von dort die ersten Vanillepflanzen mit, die er dann in Kalifornien pflanzt und so die erste Vanillefarm im Napa Valley gründet. Mit der Zeit wird die Ernte der Vanilleschoten immer erfolgreicher und CeCe liebt sie genauso sehr wie ihre Mutter, ist sie doch das einzige, was eine tiefe Verbindung zu ihrer mamá schafft. Leider hat sie nicht so viel Zeit für ihre beste Freundin Julia, doch ihnen gehört jeder Freitag. Da beide leider Pech in der Liebe hatten und ihnen von den Männern übel mitgespielt wurde, genießen sie ihre Zeit zu zweit dadurch umso mehr...

Manuela Inusa schreibt toll und hat einen Schreibstil, der sich so flüssig lesen lässt, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ihre beiden Protagonistinnen CeCe und Julia sind total sympathisch, und auch Richard und Mitchell sind tolle Charaktere. Die Handlung ist interessant gestaltet und lässt Fans von romantischen Liebesromanen keine Wünsche offen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich hatte es innerhalb kürzester Zeit fertig gelesen. Die Autorin finde ich super und freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Eine heruntergekommene Telefonzelle, die in der Vergangenheit immer Zentrum des Dorfes war...

Die kleine Bücherei in der Church Lane
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Lucy wird nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert und bekommt von ihrem Arzt absolute Ruhe verordnet. Denn Lucy ist ein Workaholic und kann langsam dem hohen Druck von ihrem Schulleiter und ...

Lucy wird nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert und bekommt von ihrem Arzt absolute Ruhe verordnet. Denn Lucy ist ein Workaholic und kann langsam dem hohen Druck von ihrem Schulleiter und der Schulbehörde nicht mehr standhalten - und das obwohl sie ihre Arbeit als Geschichtslehrerin liebt. Als sie eine Anzeige findet, in der ein kleines Haus in Little Maudley sehr günstig vermietet wird, einzig mit der Bedingung, sich ein wenig um die 96-jährige Nachbarin zu kümmern, beschließt sie, dass es sich gut anhört und sie dort ein halbes Jahr Pause machen will. Ganz ohne ein Projekt möchte sie die Zeit aber nicht verbringen und beschließt daher über die Zeit während dem Zweiten Weltkrieg und die Cotswolds zu recherchieren. Das Cottage ist wunderschön und Lucy fühlt sich dort auf Anhieb wohl, einzig die alte Dame Bunty reagiert nicht sehr erfreut über ihre zukünftige "Helferin". Lucy kann langsam wieder entspannen, beginnt Freunde zu finden und arbeitet an zwei Projekten mit, nämlich einem Jubiläumsband der WI und der Umnutzung der heruntergekommenen Telefonzelle. Wie viel diese Telefonzelle allen bedeutet, wird Lucy während den Recherchen zu dem Jubiläumsband erst richtig bewusst...

Rachael Lucas schreibt sehr schön und der Roman liest sich flüssig. Die Einteilung in Kapitel schafft Übersichtlichkeit. Die Themen sind vielfältiger, als man aus dem Titel und dem Klappentext schließen kann. Denn das Buch vereint viele historische Hintergründe mit der Geschichte einer Frau, die sich in einem kleinen Dorf integriert und dort nicht nur zur Ruhe kommt, sondern auch ein neues Leben beginnen kann.

Das Buch konnte mich mit der Zeit immer mehr fesseln, denn anfangs fand ich es etwas zäh, aber das war schon nach den ersten drei Kapiteln vorbei und ich habe gemerkt, welche Tiefe das Buch besitzt.

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Eine starke Frau, die in einer männerdominierten Welt für sich einsteht

Das Kino am Jungfernstieg - Der Filmpalast
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Lili Paal, geborene Wartenberg, hat ihren Mann Albert Paal kurz vor dessen Einberufung in den Krieg geheiratet, da dieser keine Familie hat, wollte sie ihm den Krieg so erleichtern. Doch als dieser als ...

Lili Paal, geborene Wartenberg, hat ihren Mann Albert Paal kurz vor dessen Einberufung in den Krieg geheiratet, da dieser keine Familie hat, wollte sie ihm den Krieg so erleichtern. Doch als dieser als einer der ersten aus der Kriegsgefangenschaft in Frankreich nach Hamburg zurückkehrte, war Lili schwerkrank und brauchte seine Unterstützung. Doch die Ehe wurde aus reinem Pflichtgefühl heraus geschlossen und nun, da es Lili wieder besser geht und sie als Cutterin bei der Wochenschau arbeiten kann, besteht die Ehe mehr aus Pflichtgefühl als aus Liebe oder wenigstens Zuneigung. Seit vier Jahren hat Lili den Engländer John nicht mehr gesehen, mit dem sie den schweren Autounfall hatte, der ihnen beiden das Leben deutlich erschwert hat. Aber als sie ihn nun wiedertrifft, ist ihre Liebe wieder da. Nur die Lücken in ihrem Gedächtnis sind noch nicht wieder alle geschlossen. Wäre die Ehe mit Albert das einzige Problem, käme sie wahrscheinlich damit zurecht, doch ihre Halbschwester und ihr Schwager, bei denen sie zur Untermiete in einem Zimmer lebt, haben es nur auf ihr Eigentum abgesehen. Nachdem sie mithilfe von Albert das Kino in einen Tanzsaal umgebaut haben und so an die teure Technik kamen, mit der sie ihr eigenes Kino eröffnen konnten, machen sie sich nun die Naivität Alberts zunutze und wollen Lili auch noch das Trümmergrundstück ihres Elternhauses nehmen. Doch Lili hat nun die Kraft und wird für ihr Recht kämpfen...

Micaela Jary hat hier eine sehr gelungene Fortsetzung zum ersten Teil der Kino-Saga geschrieben. Die Handlung knüpft nahtlos an das Vergangene an und ist wieder so spannend wie im ersten Band. Peter und Hilde entpuppen sich noch mehr als Menschen, denen Geld mehr wert ist als alles andere. Albert ist leider nicht der liebevolle Ehemann, wie man ihn sich für Lili wünscht. Und Lili kämpft, nicht nur für Gerechtigkeit, sondern auch für ein selbstbestimmtes Leben und letztendlich auch für die Liebe.

Dieses Buch hat mich gefesselt, dass ich es kaum mehr aus der Hand legen konnte. Es knüpft so perfekt an den ersten Teil an und greift doch wieder andere Themen auf, dass es einfach perfekt passt. Einzig der Klappentext hat mich verwirrt, denn alles, was darin angekündigt wird, kommt entweder gar nicht oder erst sehr spät vor. Daher rate ich, diesen Text gar nicht erst zu lesen, sondern gleich mit dem Roman zu starten. Ansonsten konnte mich dieses Buch nur begeistern!

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Veröffentlicht am 02.03.2021

Eine kleine Fee sorgt für Unterhaltung

Maxi von Phlip (1). Vorsicht, Wunschfee!
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Paula lebt mit ihrem Papa in der Wohnung über dem Trödelladen "Goldenbergs Dinge", den ihr Papa betreibt. Dort gibt es immer Schätze zu entdecken. Doch diesmal sieht der Schatz etwas seltsam aus und eigentlich ...

Paula lebt mit ihrem Papa in der Wohnung über dem Trödelladen "Goldenbergs Dinge", den ihr Papa betreibt. Dort gibt es immer Schätze zu entdecken. Doch diesmal sieht der Schatz etwas seltsam aus und eigentlich soll diese grüne Flasche auch in den Altglascontainer, denn wer will schon eine alte Flasche kaufen?! Aber dann wird Kater Schnurr ganz wild und Paula entdeckt in der Flasche Augen, die sie böse anfunkeln. Als der Deckel dann geöffnet ist, kommt eine winzige Fee heraus, die von Radiergummi- auf Kugelschreibergröße anwächst. Paula ist verwirrt, denn Feen gibt es doch nicht wirklich... Doch die Fee stellt sich als Maxi von Phlip vor und erklärt, dass sie nun an Paulas Seite sein wird bis sie ihr so viel Gutes getan hat, dass die grüne Flasche sich rosa verfärbt hat....

Anna Ruhe hatte eine wirklich gute Idee mit diesem Buch, denn Maxi ist eine kleine, quirlige und ständig quasselnde Fee. Mit ihr kann Paula viel erleben und auch der Leser taucht mitten in die Geschichte ein. Sie schreibt sehr gut und die Wortwahl ist perfekt an das Grundschulalter angepasst. Auch die Kapitellänge ist gut geeignet für Erstleser.

Max Meinzolds Illustrationen sind wunderschön und untermalen die Geschichte perfekt. Seine Figuren sind lebendig und voller Details.

Das Buch hat meinen Kindern und mir sehr gut gefallen und wir haben eine wunderschöne Kuschelzeit beim Vorlesen verbracht. Auch meine Tochter mit vier Jahren hat die kleine Fee und Paula geliebt. Mein Sohn möchte das Buch nun nochmals alleine lesen, denn er findet die Geschichte so schön und die Schriftgröße konnte ihn überzeugen und seine Lust am Lesen stärken.

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