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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2019

Ein Buch, das den Leser tief berührt

Das Versprechen des Bienenhüters
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Nuri und Afra sind ein Ehepaar aus Aleppo in Syrien. Sie haben einen Sohn, Sami, doch dieser stirbt bei einem Bombenanschlag. Zudem erblindet Afra bei ebendiesem Anschlag. Nuri war bis zu seiner lange ...

Nuri und Afra sind ein Ehepaar aus Aleppo in Syrien. Sie haben einen Sohn, Sami, doch dieser stirbt bei einem Bombenanschlag. Zudem erblindet Afra bei ebendiesem Anschlag. Nuri war bis zu seiner lange hinausgezögerten Flucht Imker, gemeinsam mit seinem Cousin Mustafa. Sie betrieben zusammen einen Laden, in dem sie ihre eigens entwickelte Kosmetik aus Honig verkauften. Doch als sich die politische Situation zusehends zuspitzt, schickt Mustafa erst seine Ehefrau und Tochter nach Großbritannien und nach dem Tod seines Sohnes begibt sich auch er selbst auf die Flucht. Als Nuri und Afra sich endlich auf den langen und schwierigen Weg nach Europa begeben, hat sich die gesamte Situation stark verschlimmert. Ihre Flucht ist mühsam und lange und fordert viele Opfer.
Christy Lefteri ist mit diesem Roman ein tolles Debut gelungen. Sie hat einen sehr gelungenen Aufbau des Buches gewählt, denn jedes Kapitel ist in zwei Abschnitte gegliedert, nämlich Gegenwart und Vergangenheit, beides immer durch ein gemeinsames Wort verbunden. Auch ihr Schreibstil ist einzigartig, er ist abwechlungsreich, bildhaft und zutiefst emotional berührend. Die Gestaltung der Personen ist ihr absolut realitsch gelungen. Ihre Erfahrungen durch die Arbeit mit geflüchteten Personen war deutlich aus jeder Seite herauszulesen.
Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Das Schicksal der beiden Protagonisten hat mich zu Tränen gerührt und ich konnte jede Handlung nachvollziehen. Dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht und für längere Zeit emotional berührt. Eindeutig mein neues Lieblingsbuch.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Eberhofers zehnter Fall ist wieder genau so spannend wie erwartet....

Guglhupfgeschwader
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Als Eberhofer nun an diesem ganz normalen Arbeitstag im Rathaus eintrifft, wird er gleich vom Bürgermeister in Beschlag genommen. Denn dieser hat interessante Neuigkeiten, es soll einen Eberhofer-Kreisverkehr ...

Als Eberhofer nun an diesem ganz normalen Arbeitstag im Rathaus eintrifft, wird er gleich vom Bürgermeister in Beschlag genommen. Denn dieser hat interessante Neuigkeiten, es soll einen Eberhofer-Kreisverkehr geben. So ganz verstehen kann der Bürgermeister das allerdings nicht, da er ja schließlich auch jeden Tag sein Bestes für die Gemeinde gibt. Als dann gefeiert wird und der ganze Kreisverkehr extra gesperrt wird für dieses Fest, da kommt der Lotto-Otto auf den Franz zu und muss mit ihm reden. Denn er hat ein Problem, er wird verfolgt und die wollen nun seine Mama töten, der einzige Mensch, den er noch hat.

Rita Falk schreibt diesen Fall gewohnt lustig, kurzweilig und in einfacher Sprache. Sie schafft es, amüsante Dialoge und kleine Anekdoten perfekt in das Gesamtgeschehen einzufügen. Auch alle altbekannten Personen kommen vor und der Leser hat mittlerweile schon das Gefühl, selbst ein Teil dieser gutbekannten Menschen zu sein.

Christian Tramitz liest das Buch sensationell. Er schafft es, jeder Person eine eigene Stimme mitsamt eigenem Sprechstil zu geben.

Ich war total begeistert von diesem Hörbuch. Da ich bisher noch keines der Hörbücher von Rita Falk und Christian Tramitz gehört habe, war ich absolut positiv überrascht. Der bekannte Witz und Charme einer jeden Person kommt deutlich heraus und auch der Kriminalfall kommt nicht zu kurz.

Veröffentlicht am 26.08.2019

Zwei Jugendliche erleben den Sommer ihres Lebens

Tschick
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Maik, der wohlbehütete und wohlhabende Sohn und Tschick, der arme und vernachlässigte Russe, begegnen sich das erste Mal in der Schule, als Tschick neu in die Klasse kommt. Am letzten Schultag möchte Tschick ...

Maik, der wohlbehütete und wohlhabende Sohn und Tschick, der arme und vernachlässigte Russe, begegnen sich das erste Mal in der Schule, als Tschick neu in die Klasse kommt. Am letzten Schultag möchte Tschick dann Maiks Jacke kaufen, doch dieser will sie behalten. Am nächsten Tag verbringen sie wieder Zeit miteinander, denn Maiks Mutter ist 4 Wochen in einer Entzugsklinik und soll dem Alkohol abschwören, während sein Vater auf Geschäftsreise mit seiner sexy Assistentin ist. Dann beschließen sie, Tschicks Verwandte in der Walachei zu besuchen und benutzen dazu einen geknackten Lada. Leider haben sie keine Handys oder andere Straßenkarten dabei und es beginnt eine abenteuerliche Reise durch Deutschland, die die beiden zu besten Freunden werden lässt.

Wolfgang Herrndorf hat einen einfachen, flüssigen und kurzweiligen Schreibstil. Er beschreibt eine wachsende, den Leser berührende Freundschaft zwischen zwei komplett unterschiedlichen Jugendlichen. Er hat das Thema sehr gut gewählt und spricht damit ein breites Publikum an.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war nie langweilig oder konstruiert. Alles war realistisch und hat mich sehr berührt.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Phoebe fasst etwas andere Neujahrswünsche und zieht diese auch durch!

Die goldene Liste
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Phoebe ist so deprimiert von der Liebe und ihrem Leben, dass sie einen Entschluss fasst: sie plant zehn Dinge rund um Sex, die sie sich noch nie getraut hat. Doch dann kommt schon die nächste Hürde, denn ...

Phoebe ist so deprimiert von der Liebe und ihrem Leben, dass sie einen Entschluss fasst: sie plant zehn Dinge rund um Sex, die sie sich noch nie getraut hat. Doch dann kommt schon die nächste Hürde, denn diese zehn Punkte kann sie nur mithilfe eines Mannes erledigen und diesen hat sie derzeit nicht. Aber ihr bester Freund Oliver erklärt sich bereit und schon nehmen die Dinge ihren Lauf.

Joanna Bolouri hat einen tollen Schreibstil. Sie schreibt abwechslungsreich, kurzweilig und sehr lustig. Viele Passagen brachten mich sehr zum Lachen. Außerdem geht sie nur dann ins Detail, wenn es notwendig ist, ansonsten ist alles kurz und prägnant geschildert. Der Tagebuchstil gliedert das Buch in klare Zeitabschnitte und verhilft zur Übersicht über die Chronologie der Geschehnisse.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es beinhaltet viel Erotik, aber trotzdem bleibt der Spaß und die lustigen Momente nicht auf der Strecke. Auch das Ende ist nicht konstruiert, sondern rundet die Geschichte passend ab.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Viele leckere Rezepte, die Lust auf Italien machen

Das Olivenhaus
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Anna ist eine Münchnerin, die sich nach ihrer Scheidung im Urlaub in den Landstrich Ligurien in Italien verliebt. Nachdem sie dort Freunde gefunden hat und sich immer mehr heimisch fühlte, beschloss sie ...

Anna ist eine Münchnerin, die sich nach ihrer Scheidung im Urlaub in den Landstrich Ligurien in Italien verliebt. Nachdem sie dort Freunde gefunden hat und sich immer mehr heimisch fühlte, beschloss sie ein Haus zu kaufen. Dieses lässt sie nach und nach von zwei befreundeten Handwerkern herrichten und pendelt nach wie vor zwischen München und Italien. Doch ihr neues Drehbuch über einen Mord in der Großstadt, will ihr einfach nicht gelingen. Und sie beschließt, ganz nach Albereto superiore zu ziehen. Dort begegnet sie auch zum ersten Mal Ottavio, der sie bittet, eine Kontaktanzeige in einer deutschen Zeitschrift für ihn aufzugeben, denn er hat es satt, einsam zu sein. Nach und nach entwickelt sich eine echte Freundschaft zwischen den Beiden und sie führen viele Gespräche über die Liebe, Einsamkeit und das Leben auf dem Land. Gemeinsam beginnen sie, Annas Garten wieder zu bewirtschaften und Anne erlernt viele nützliche Dinge für die Gartenarbeit...

Margherita Balbi hat einen schönen Schreibstil, der allerdings an manchen Stellen etwas langweilig war. Die Idee und der Inhalt des Buches sind toll und haben zu Beginn versprochen, eine wunderbare Urlaubslektüre zu werden. Allerdings gab es einige Stellen, an denen sich der Inhalt sehr in die Länge gezogen hat. Mir hat etwas die Spannung gefehlt, die den Leser fesselt und immer weiterlesen lassen möchte.