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Veröffentlicht am 20.03.2025

Marlenes bisher unbekannte Familiengeschichte

Die Frühstücksfrauen - Ein Geheimnis in Pommern
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Marlenes Leben steckt in der letzten Zeit voller Überraschungen - und nicht alle sind positiv. Denn erst wurde ihre Mutter Editha immer pflegebedürftiger, bis sie schließlich in ein Altenheim musste, dann ...

Marlenes Leben steckt in der letzten Zeit voller Überraschungen - und nicht alle sind positiv. Denn erst wurde ihre Mutter Editha immer pflegebedürftiger, bis sie schließlich in ein Altenheim musste, dann hat ihr Ehemann Karsten sich von ihr getrennt, um mit einer anderen Frau zusammenzuleben und schließlich ist sie nun nicht nur alleinerziehend, sondern auch noch beruflich nicht sonderlich erfolgreich. Das alles ist absolut unbefriedigend für Marlene, aber so genau weiß sie auch nicht, wie sie das ändern soll. Schließlich war das wichtigste, was sie von ihrer Mutter beigebracht bekam, dass die Familie im Mittelpunkt zu stehen habe, der Mann immer zufrieden sein solle und wenn er das nicht ist, liegt der Fehler allein bei der Frau. Das zeigt Editha ihr auch bei den regelmäßigen Besuchen im Pflegestift, was nun in einem Streit gipfelte. Der darauffolgende Herzinfarkt, den Editha erlitten hat, sorgt nun für weitere Aufregung in Lenes Leben. Den Wunsch ihrer Mutter, bitte einmal in ihre alte Heimat in Pommern zu fahren, um das Kästchen unter der losen Bodendiele zu holen, kann sie deshalb nur schlecht abstreiten und macht sich gemeinsam mit ihrer Frühstücksfreundin Alix auf den Weg nach Polen. Doch auf was sie dort stößt ist unfassbar und wirft noch mehr Fragen auf...

Eva Seifert erzählt diesen Roman in zwei Zeitebenen. So erlebt Marlene die Gegenwart mit den Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, dem komplizierten Familienleben und den Nachforschungen in Polen, während Editha in wirren Träumen von ihrer Vergangenheit träumt und so den Lesern ihre Erlebnisse ab den Jahren 1940 mitteilt. Die Sprache der Autorin liest sich sehr flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Zudem ist die Handlung so fesselnd und berührend, dass die Neugier immer weiter ansteigt und das Buch kaum mehr aus der Hand gelegt werden kann.

Da ich Romane liebe, die zwischen der Gegenwart und Vergangenheit wechseln, war dieses Buch perfekt für mich. Obwohl Editha eine sehr schwierige Persönlichkeit ist und es Marlene niemals leicht macht, ist es faszinierend, deren Vergangenheit gemeinsam mit ihrer Tochter aufzudecken und so die schwierigen Lebenssituationen und die herbeigeführte charakterliche Härte nachzuvollziehen. Dieser Roman hat mich sehr berührt, gefesselt und mitgerissen - absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Griechische Küche - modern, alltagstauglich und so lecker!

Greekish
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Die Foodautorin Georgina Hayden hat zypriotische Wurzeln und ist mit der griechischen Küche aufgewachsen. Daher liebt sie alles, was mit dieser Art zu Kochen zu tun hat. Obwohl die griechische Küche - ...

Die Foodautorin Georgina Hayden hat zypriotische Wurzeln und ist mit der griechischen Küche aufgewachsen. Daher liebt sie alles, was mit dieser Art zu Kochen zu tun hat. Obwohl die griechische Küche - vollkommen zu unrecht - lange den Ruf hatte, einfach und wenig elegant zu sein, vorallem verglichen mit dem Nachbarland Italien, ist sie viel mehr als nur alltagstauglich und einfach in Zubereitung und Zutaten. Georgina Hayden kennt das Leben mit Kindern, wie chaotisch und stressig der Alltag manchmal sein kann und wie wenig man dann Lust hat, bei Einladungen die ganze Zeit in der Küche zu stehen. Und genau diese Punkte wurden in diesem Kochbuch berücksichtigt oder sind sogar teilweise schon immer so gemacht worden in der traditionellen Küche dieses Landes, sodass die Rezepte alltagstauglich, familienfreundlich, vielfältig und dennoch ausgewogen sind.

Die Einteilung des Buches ist wie folgt: Kleines & Snakcs, Alltagshelden, Dinge am Spieß, Festmahl, Salate, Beilagen & Gemüse und Etwas Süßes. Die Rezepte sind allesamt mit einem Appetit machenden Foto abgedruckt und mit kleinen Markierungen versehen, wenn sie vegan, vegetarisch, glutenfrei oder lactosefrei sind. Der Aufbau der Rezepte ist sehr übersichtlich und immer gleich, sodass einem schnellen Nachkochen nichts mehr im Wege steht.

Meine Familie und ich sind große Fans von griechischem Essen, sodass wir uns sehr über dieses Kochbuch gefreut haben. Die nachgekochten und -gebackenen Gerichte waren allesamt lecker und vorallem alltagstauglich und perfekt für die Familie. Am allerbesten hat uns das "Klassische Bifteki mit Pommes Frites" geschmeckt, aber auch sämtliche andere Rezepte waren sehr gut und vorallem gelingsicher. Insgesamt haben wir ganze acht Rezepte von den insgesamt über hundert ausprobiert, weil wir uns einfach nicht auf weniger Essen einigen konnten, so lecker hat alles ausgesehen. Daher bekommt das Buch die allerbeste Bewertung und wird auch weiterhin ganz vorne im Kochbücherregal stehen bleiben.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Zwei bewegende Liebesgeschichten zu unterschiedlichen Zeiten

Geysirnebel
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2024: Lia hat vor einiger Zeit den attraktiven Isländer Per in einer Bar kennengelernt. Da ihre beste Freundin Anna bereits vor einem Jahr den Schritt nach Island gewagt hat und seither dort lebt, war ...

2024: Lia hat vor einiger Zeit den attraktiven Isländer Per in einer Bar kennengelernt. Da ihre beste Freundin Anna bereits vor einem Jahr den Schritt nach Island gewagt hat und seither dort lebt, war auch Lia schon häufiger dort im Urlaub und hat dabei nicht nur Anna, sondern auch Per immer wieder gesehen. Nachdem sie nun in Hamburg immer unglücklicher ist, wagt auch sie den Schritt einer Auswanderung. Innerhalb kürzester Zeit packt sie ihre Sachen und lässt ihr Leben in Deutschland hinter sich. Allerdings ist das Zusammenleben mit Per alles andere als einfach, denn er ist sehr verschwiegen und lässt Lia kaum hinter die Fassade blicken, was zu einer immer größeren Belastung für die Beziehung wird. Auch Pers beste Freundin Elín sorgt für so manchen Zweifel bei Lia. Kann ihre junge Liebe diese Schwierigkeiten überstehen oder zerbricht sie daran?

1771: Alva lebt mit ihrer Familie auf Island und hat die Insel noch nie verlassen. Das harte Leben mit den beiden Jahreszeiten Sommer und Winter ist für sie normal und sie liebt die raue Natur und ihre Freiheit. Dieses freie Leben endet aber bald, denn Alva soll den Händler Ólafur heiraten. Natürlich ist sie sich ihrer Pflichten bewusst, wozu auch diese arrangierte Ehe gehört, dennoch kann sie sich nicht für den stattlichen Mann erwärmen, den ihr Vater für sie auserwählt hat. Dass sie ihn nicht liebt, dessen ist sie sich leider nur zu bewusst, weshalb sie die verbotene Liebe zu Máhttu lange zu unterdrücken versucht. Doch als sie ihren Gefühlen nachgibt, verändert sich ihr ganzes Leben und Alvas Gedanken an eine Flucht wachsen...

Clara Schönberg erzählt in diesem Roman auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen von zwei Liebespaaren. Für Lia und Per ist die freie Entscheidung, wen sie lieben möchten, selbstverständlich, allerdings kämpfen sie mit anderen Problemen. Wohingegen Alva unglücklich ist, wie ihr weiteres Leben verlaufen soll und einen Mann heiraten soll, den sie nicht liebt, nur weil er die Existenz der Familie sichern und positiv beeinflussen kann. Dass beide Zeitebenen in der Gegenwart zusammengeführt werden, passt sehr gut und sorgt für mehr Tiefe der gesamten Handlung.

Da mir erst nach einigen Seiten bewusst wurde, dass ich hier mit dem zweiten Band einer Reihe gestartet habe, habe ich einfach weitergelesen, denn ich mochte Lia sofort und war gespannt auf ihr neues Leben in Island. Da die Autorin sehr athmosphärisch und bildreich von Island, der rauen und wunderschönen Natur und dem extrem wetterabhängigen Leben dort erzählt, habe ich mich sofort wohlgefühlt und wäre nun gerne selbst auf dieser ganz besonderen Insel, um alles mit meinen eigenen Augen zu sehen. Auch die Kombination aus Gegenwart und Vergangenheit ist perfekt gelungen, sodass die Seite zwischen den Zeitenwechseln immer nur so dahinfliegen. Ich werde demnächst auf jeden Fall noch den ersten Band über Anna und die Suche nach ihrem Verwandten lesen, denn die Andeutungen auf den Roman sind immer wieder da und machen mich sehr neugierig darauf, was ich denn wohl alles verpasst habe. Trotzdem ist es kein Problem, den Roman unabhängig vom Vorgängerbuch zu lesen, denn wichtige Fakten werden so in der Handlung wiederholt, dass niemals Fragen aufkommen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Ernst und sein Fahrrad

Kleine Lesehelden: Der Ernst des Lebens
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Ernst liebt Fahrräder, allerdings besitzt er nur die "alte Rostmühle". Dieses Fahrrad ist nicht nur zu klein, sondern auch verrostet und gar nicht mehr schön. Da wäre ein neues, glänzendes und supercooles ...

Ernst liebt Fahrräder, allerdings besitzt er nur die "alte Rostmühle". Dieses Fahrrad ist nicht nur zu klein, sondern auch verrostet und gar nicht mehr schön. Da wäre ein neues, glänzendes und supercooles Mountainbike schon was ganz anderes. Und seine Freundin Annette bringt ihn auf eine gute Idee. Denn er kann sich zum Geburtstag ja nur ein neues Rad wünschen und sonst gar nichts, dann bekommt er es bestimmt. Und sie hat recht, denn seine Mama überrascht ihn mit einem ganz besonders schönen Mountainbike. Ernst ist so glücklich und hat auch sofort einen Plan, wie er es gegen einen Diebstahl sichern kann. Und so macht er es, immer wenn er sein Bike irgendwo abstellen muss. Doch dann ist es trotzdem verschwunden und Ernst richtig traurig. Obwohl er überall sucht, findet er es nicht mehr. Erst als er ein altes, schwarzes Herrenrad geschenkt bekommt, entdeckt er plötzlich wieder sein Rad. Aber kann das sein, dass innerhalb eines Tages die Reifen bereits so abgefahren sind?! Ernst weiß es nicht, aber er muss sich sowieso mehr darauf konzentrieren, die Kette wegzubekommen. Erst die Polizisten, die zufällig vorbeikommen, bringen ihn auf die Idee, dass es vielleicht gar nicht sein Rad ist, sondern nur eins, das genauso aussieht wie seines. Schlussendlich haben die Polizisten recht und Annette findet Ernsts Fahrrad in der Hecke hinter dem Haus von Paul und Finn. Doch wer hat es dorthin gebracht und versteckt?

Sabine Jörg erzählt die Geschichte über Ernst und sein neues Fahrrad in kindgerechter Sprache, die auch für Erstleser perfekt geeignet ist, denn sie enthält keine schwierigen Wörter. Da auf jeder Seite Illustrationen von Anne-Kathrin Behl zu sehen sind, ist das gesamte Buch farbenfroh und lädt dazu ein, gelesen zu werden. Auch die Rätsel nach jedem Kapitel sind abwechslungsreich und runden das Erstleserbuch super ab.

Meine Tochter und ich lesen gerne gemeinsam. Deshalb haben wir auch dieses Buch zusammen gelesen, allerdings hat meine Tochter vorgelesen und ich nur zugehört. Die Texte lassen sich so wunderbar flüssig vorlesen, dass ich nicht einmal helfen musste. Auch die Rätselseiten haben uns überzeugt und sehr sehr gut gefallen. Somit ist das Buch rundum perfekt gelungen und bekommt eine ganz klare Leseempfehlung von uns.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Die interessanten Anfänge der Schmuckdynastie Cartier

Der Schmuckpalast – Antoinette und das Funkeln der Edelsteine
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Paris, 1792: Bei einem spektakulären Raub wurden in den Wirren der Französischen Revolution beinahe alle Kronjuwelen des Königshauses gestohlen. Mittendrin die drei Freunde Pierre, Paul und Manon. Doch ...

Paris, 1792: Bei einem spektakulären Raub wurden in den Wirren der Französischen Revolution beinahe alle Kronjuwelen des Königshauses gestohlen. Mittendrin die drei Freunde Pierre, Paul und Manon. Doch angestachelt von einigen geglückten Rauben, werden sie übermütig...

Paris, 1934: Antoinette ist nun zwölf Jahre alt und geht ab nun nicht mehr in die Schule, sondern muss die Mutter beim Verkauf des selbst angebauten Obst und Gemüses auf dem Markt unterstützen. Antoinette ist untröstlich, denn sie liebt die Schule und möchte immer noch mehr lernen. Doch der Vater bleibt auch dann hart, als die Lehrerin sogar anbietet, die Zwölfjährige kostenfrei weiter zu unterrrichten. Trotzdem findet sich eine Gelegenheit und Antoinette bleibt so wissbegierig, wie sie es seit jeher war. Als eines Tages ein junger Mann beinahe mit dem Marktwagen der Familie zusammenstößt, begegnet Antoinette das erste Mal dem Goldschmiede-Lehrling Louis-Francois Cartier und sie sieht sein Gesicht immer wieder vor sich. Als sie sich überraschend an einem Sonntag am Ufer der Seine begegnen, fühlen sie sofort eine tiefe Verbundenheit, die schließlich, nach einigen Jahren, in Liebe mündet. Denn sie verstehen sich und sind nicht nur Liebende, sondern auch beste Freunde mit gemeinsamen Zielen - nämlich einer eigenen Goldschmiede-Werkstatt. Da Antoinette wunderbar zeichnen kann und Louis sehr gewissenhaft arbeitet, gelingt es ihnen nach sehr entbehrungsreichen Jahren, das Geschäft von Louis früherem Lehrmeister zu übernehmen. Obwohl sie nun eine etwas sicherere Zukunft haben, bringt das Leben und die politischen Unruhen in Paris immer wieder neue Unwägbarkeiten, die von den Beiden bezwungen werden müssen.

Eva-Maria Bast erzählt in diesem ersten Band der Trilogie rund um die Schmuckdynastie Cartier die Anfänge der Familiengeschichte. Von historischen Begebenheiten geprägt schildert die Autorin auf anschauliche Weise die Firmengeschichte. Immer bemüht um zeitliche Korrektheit, erzählt sie so die vielen Ereignisse, die Antoinette und Louis in ihrem Leben bestreiten mussten.

Die Autorin ist mir bereits von anderen Werken bekannt und ich war sehr gespannt auf diese neue Reihe. Obwohl mir der Roman sehr gut gefallen hat und ich voller Begeisterung immer wieder in das historische Paris eingetaucht bin, hatte ich manchmal den Eindruck, aufgrund der vielen historischen Details und Begebenheiten, in einer Geschichtsstunde gelandet zu sein. Auch deshalb hat mir manchmal die charakterliche Tiefe der beiden Protagonisten gefehlt, die ja dafür sorgt, dass Personen realistisch und nahbar wirken. Obwohl ich nun kleine Schwächen aufgezählt habe, finde ich den Auftaktband der Reihe durchaus vielversprechend und bin schon sehr auf den zweiten Teil gespannt.

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