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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2026

Wird im letzten Drittel richtig spannend

Tokyo
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Lange Zeit las es sich wie ein True Crime Podcast.

Ich hatte am Anfang ein paar Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da es auch etwas trocken zuging. Man erfährt viel über die Machtgefälle und polizeiliche ...

Lange Zeit las es sich wie ein True Crime Podcast.

Ich hatte am Anfang ein paar Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da es auch etwas trocken zuging. Man erfährt viel über die Machtgefälle und polizeiliche Strukturen innerhalb Japans.

Der Thriller wird aus zwei Perspektiven erzählt und gewann so für mich einiges an Spannung. Allerdings war die Story bis ungefähr 60-65% eher zäh und ich musste mich einige Male zum weiterlesen überwinden. Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht.

Es gibt zwei Handlungsstränge. Einmal verfolgen wir den Kommissar Saeki, der die Fälle der ermordeten Kinder ermittelt. Im anderen Handlungsstrang verfolgen wir Matsumoto, der einer Glaubensgemeinschaft beitritt. Tatsächlich fand ich diesen Part anfangs viel interessanter und greifbarer.

Je weiter die Story fortschreitet, desto mehr greift ineinander und die Charaktere wurden für mich greifbarer. Es gibt einige Dinge, mit denen ich persönlich nicht gerechnet habe.

Das letzte Drittel legte einen rasanten Sprint hin und fesselte mich vollends ans Buch. Das hätte ich mir schon viel eher gewünscht.

Fazit
Ein interessanter und komplexer Thriller, bei dem man aufmerksam alles lesen sollte. Die Erzählweise ist eher ruhiger und zielt auf komplexe Verstrickungen ab. Das letzte Drittel war äußerst spannend.

Empfehlenswert, jedoch wird es nicht alle Geschmäcker treffen.

Veröffentlicht am 26.05.2026

Wie viel war Fiktion?

Just Watch Me
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Verstörend, dennoch überaus fesselnd. | Zeigt den Wahn einer Streamerin, die nur noch Views und Geld vor Augen hat.

Wow. Das Buch habe ich innerhalb eines Tages inhaliert und konnte es fast nicht mehr ...

Verstörend, dennoch überaus fesselnd. | Zeigt den Wahn einer Streamerin, die nur noch Views und Geld vor Augen hat.

Wow. Das Buch habe ich innerhalb eines Tages inhaliert und konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen.

Dell ist in Geldnot, nicht gerade eine Sympathieträgerin und entdeckt das Streamen für sich. Wenn andere sich mit einem traurigen Blick hinsetzen können und tausende verdienen, dann kann sie das doch auch, oder?

Lior Torenberg hat mit Dell eine realistische und nicht ganz so sympathische Protagonistin erschaffen, die ich teilweise sogar sehr gut nachvollziehen konnte! Man begleitet Dell "Live" dabei, wie sie sich immer mehr in Zahlen und Spendeneinnahmen verliert.

Um gegen ihre Geldnot anzukämpfen streamt sie 24/7 und setzt dafür selbst ihre Privatsphäre aufs Spiel. Selbst vor ihrer im Koma liegenden Schwester macht sie nicht halt und nutzt diese als Spendenquelle. Während des Spendenmarathons punktet Dell mit ihrer zynischen und unverschämten Art. Sie überschreitet Grenzen und verliert sich selbst.

Während des Lesens kam es mir vor, als würde dies in Echtzeit passieren. Dabei gab es noch einen kleinen Minuspunkt, da ich Bodyhorror einfach abstoßend finde. Dies trug jedoch nicht dazu bei, dass ich die Geschichte weniger genießen konnte. Zum Glück wurde es nicht allzu genau beschrieben.

Klasse fand ich, dass Dell Pflanzen züchtet und man nochmal so 1-2 Dinge über ein paar Zimmerpflanzen lernen konnte!

Leider stößt Dell ihre Liebsten von sich weg und verfolgt schon Wahnhaft ihre Viewerzahlen und Spendeneinnahmen.



Fazit
Ein sehr realistischer Roman über die Streamingwelt und dessen Abgründe. Es zeigt leider sehr Real, wie schnell man sich in Viewerzahlen und Einnahmen verlieren kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Wenn die verdrehte Wahrnehmung zur Gefahr wird

She’s a Star!
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Ich war absolut verstört und gleichzeitig sehr begeistert. Meredith Hambrock hat eine äußerst unsympathische und geblendete Protagonistin erschaffen, die man im echten Leben abgrundtief verachten würde.

Jessamyn ...

Ich war absolut verstört und gleichzeitig sehr begeistert. Meredith Hambrock hat eine äußerst unsympathische und geblendete Protagonistin erschaffen, die man im echten Leben abgrundtief verachten würde.

Jessamyn möchte Musicalstar werden und umgibt sich deshalb eher mit Leuten, die ihr Honig ums Maul schmieren und meidet Personen, die ihr eventuell nur helfen wollten. Dabei ist sie in ihrer Wahrnehmung so verblendet, dass sie wie besessen ihren Traum verwirklichen will. Wie weit würdest du für deinen Traum gehen?

Auch wenn ich als Leserin keine Sympathie zu Jessamyn aufbauen konnte, fand ich sie äußerst faszinierend. Man konnte ihre Besessenheit durch die Seiten spüren und quasi Live mitverfolgen, wie sie sich immer weiter verstrickt. Im echten Leben hätte ich einen Bogen um so eine Person gemacht.

Außerdem wird das Patriarchat aufgegriffen und kritisiert. Es ist nun mal Fakt, dass die meisten Männer mit ihren Taten davon kommen.

Das Buch zeigt, welche Auswirkungen eine krankhafte Obsession und zu viel Ehrgeiz auf eine einzelne Person haben kann. Jessamyn ist total Verblendet und bekommt von den falschen Seiten für ihr Verhalten Zuspruch. Sie reflektiert sich und ihr Verhalten null und verbannt Aussagen und Menschen, die nicht in ihre Welt passen.

Allerdings war mir das Ende zu unrealistisch und überzogen, weshalb es einen Stern Abzug gab. Ich hätte sehr gerne mehr über ihre Vergangenheit und Kindheit gelesen. Mir fehlte auch ein kleiner Zukunftseinblick.



Fazit

Eine überaus unsympathische, narzisstische und manipulative Protagonistin, die alles für ihren Traum tun würde. Sehr verstörend, dennoch gleichzeitig auch sehr interessant in solch eine Gedankenwelt und Wahrnehmung einzutauchen.

Für mich eine klare Empfehlung, wenn man sich aus seiner Komfortzone bewegen möchte und auch gerne mal ein Buch mit einer nicht so sympathischen Protagonistin lesen möchte.

Veröffentlicht am 25.05.2026

Hätte mehr Potenzial gehabt

Chasing Hearts
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Das Buch liest sich wirklich schnell weg, da es nicht viele Seiten hat und der Schreibstil eher locker gehalten ist.

Spannung kam für mich besonders bei den Formel 1 Szenen auf, da ich so ein Setting ...

Das Buch liest sich wirklich schnell weg, da es nicht viele Seiten hat und der Schreibstil eher locker gehalten ist.

Spannung kam für mich besonders bei den Formel 1 Szenen auf, da ich so ein Setting bisher noch nicht gelesen habe und dadurch einiges lernen konnte. Georgia ist eine von zwei Fahrerinnen der Formel 1 und somit auch im einzigen weiblichen Team.

Klingt spannend? War es auch. Allerdings fand ich das Fake Dating etwas Fehl am Platz. Dadurch verschob sich der Fokus und bereits bestehende Vorurteile wurden nochmal bestärkt. Meiner Meinung nach hätte es das Fake Dating nicht geben sollen, denn somit wäre Georgia nur eins geblieben: Sich tatsächlich alleine nach oben kämpfen, ohne im Hintergrund eine „Beziehung“ führen zu müssen und die übergriffigen Journalisten nochmal mit „nach oben schlafen“ zu füttern. Es hätte eine grandiose Female Empowerment Geschichte mit einer nebensächlichen Liebesgeschichte zu ihrem Rivalen sein können.

Somit kommen wir auch schon zu dem „RIVALS to Lovers“ Part. Der für mich so gut wie non existent war. Wofür gab es das überhaupt? Es hätte genauso gut Dating ohne das „Fake“ sein können, da sich die beiden sowieso schon geil gefunden haben.

Direkte Überleitung zu dem „Geil“ finden: Das haben die beiden sich wirklich sehr und somit gab es ein paar Spice-Szenen, die für meinen Geschmack nach der 3. Szene gerne eher closed Door hätte sein dürfen.

Es gab ein paar Zeitsprünge, die ich sehr schade fand und die das F1-Setting zeitweise in den Hintergrund gerückt haben, damit es lieber nochmal eine spicy Szene geben durfte. Ach man.

Fazit

Ich fand das F1 Setting sehr spannend und habe die Rennen gerne gelesen. Das Fake Dating war total unnötig und den Rivals-Part habe ich leider nicht gefühlt.

Für Zwischendurch ganz okay :)

Veröffentlicht am 18.05.2026

Nicht ganz das, was ich dachte

Seamere College 1. Strange Familiars
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Ein Buch über magische Tiermedizin? Her damit!

Die Grundidee des Buches fand ich total toll und ich mochte die Stellen sehr gerne, bei denen es um die magischen Tiere ging. In der Welt von Strange Familiars ...

Ein Buch über magische Tiermedizin? Her damit!

Die Grundidee des Buches fand ich total toll und ich mochte die Stellen sehr gerne, bei denen es um die magischen Tiere ging. In der Welt von Strange Familiars hat nicht jeder endlos Magie, sondern man muss sie sich mithilfe von Credits kaufen. Klang für mich irgendwie etwas nach Cyperpunk, weshalb ich direkt begeistert war.



Percy als Familiar fand ich so cool, wobei ich den Spitznamen, welcher für Gwen hatte, total unlustig und doof fand. Allgemein kam mir Percy viel zu kurz, obwohl er in den ersten Seiten so dramatisch vorgestellt wurde.



Zu den Charakteren konnte ich keine wirkliche Bindung aufbauen, da es mir zu distanziert geschrieben war. Enemies to Lovers konnte ich gefühlt auch nur von Gwens Seite aus erkennen. Finde ich sehr schade. Der Konkurrenzkampf fing zwar spannend an, hat sich jedoch schnell gelegt. Lediglich Gwen hielt an ihrer Bissigkeit fest.



Gwen war eine.. sagen wir es mal so.. sehr schwierige Protagonistin für mich. Sie ging mir mit ihrem Verhalten Harrisford gegenüber irgendwann tierisch auf den Wecker. Girl, du nervst. Ihren Gedankenumschwung konnte ich somit auch nicht nachvollziehen. Außerdem mochte ich ihr dauerhaftes Selbstmitleid nicht so gerne. Ich komme mit solchen Charakteren einfach nicht so gut klar, sorry. :(



Eine Sache, die selbstverletzendes Verhalten beinhaltet, stieß mir nicht gut auf. Das Thema wurde meiner Meinung nach auch nicht ausreichend behandelt.



Fazit

Die zwischenmenschlichen Interaktionen haben mir das Buch kaputt gemacht und ich habe mich gefühlt, als würde ich eine Draco x Hermine Fanfiktion lesen. Die Tiermedizin hingegen fand ich super und auch das Magiesystem war mal was neues.



Konnte mich nicht überzeugen.