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Veröffentlicht am 01.05.2023

Emotionale Geschichte und hervorragend gestaltete Charaktere

Bis zum hellsten Morgen
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Das Cover ist wirklich schön. Ich mag, wie wunderbar es mit den anderen Teilen der Reihe harmoniert und wie schön es auch für sich genommen ist.

Auf die Geschichte habe ich mich ebenfalls schon sehr ...

Das Cover ist wirklich schön. Ich mag, wie wunderbar es mit den anderen Teilen der Reihe harmoniert und wie schön es auch für sich genommen ist.

Auf die Geschichte habe ich mich ebenfalls schon sehr gefreut: Als Hailee Jones Aiden Walters das erste Mal trifft, ist es nicht gerade Freundschaft auf den ersten Blick. Als Kinder streiten die beiden wie Tom und Jerry und schaffen es kaum, eine längere Zeit in einem Raum zu sein. Doch je älter sie werden, desto mehr erkennen sie, dass sie einander verstehen und immer füreinander da sind. Auch als Aiden als Schauspieler immer bekannter wird und Hailee mit der Akzeptanz für ihr Aussehen zu kämpfen hat, halten sie zueinander. Doch dann erhält Aiden ein unglaubliches Angebot und sie müssen sie eine schwierige Entscheidung treffen. Fünf Jahre später hat sich alles verändert. Die beiden haben schon lange kein Wort mehr miteinander gesprochen und Aidan hat es ihr nicht verziehen, dass sie sein Herz gebrochen hat. Doch Hailee will ihren besten Freund zurück, den Mann, der sie immer unterstützt hat und der jetzt nicht mehr der zu sein scheint, der er einmal war.

Ich liebe alle Bücher von Brittainy Cherry auf die ein oder andere Weise und trotzdem schafft sie es immer wieder, mich mit ihren Büchern zu begeistern. Das hat auch viel mit den genialen Schreibstil zu tun. Sie schafft es jedes Mal, mich vollkommen in das Buch zu ziehen und eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Ich habe das Buch ohne Probleme in einem Zug durchgelesen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat.
Ich mochte richtig gerne, dass man zu Beginn immer wieder Einblicke in die Kindheit von Hailee und Aiden bekommt, sodass man hautnah miterlebt, wie sehr sie am Anfang gestritten haben, wie sehr sie aber gleichzeitig auch füreinander da waren, wenn es hart auf hart kam. Ich habe Aiden direkt ins Herz geschlossen. Er war einfach so unglaublich freundlich und aufrichtig, dass er gar nicht so richtig für den Beruf als Schauspieler geeignet zu sein schien. Am meisten habe ich es aber geliebt, wie sehr er sich für Hailee einsetzt. Er verteidigt sie immer, kämpft für sie, sagt ihr aber gleichzeitig auch die Wahrheit, wenn sie falschliegt. Ich mochte ihre Art der Beziehung einfach unglaublich gerne, weil sie nicht immer perfekt ist, aber sie das Beste in dem jeweils anderen hervorbringen.

Die Geschichte Ist vielleicht nicht besonders innovativ, aber die Art, wie sie erzählt wird, macht sie dennoch einzigartig. Immer wenn ich gedacht habe, dass ich genau wüsste, wie die Geschichte ausgehen würde, wurde ich zumindest ein bisschen überrascht. Das fand ich wirklich gelungen, weil man auch die Charaktere aus den anderen Büchern noch einmal wiedertrifft und sieht, wie es ihnen geht. Das war ebenfalls ein besonderes Highlight, weil deren Geschichten ebenso besonders und einzigartig waren, wie die von Hailee und Aiden.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Mitreißende Liebesgeschichte

Westwell - Hot & Cold
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Ich liebe auch das Cover zum dritten Teil. Ich mag die minimalistische Schlichtheit der Bücher und auch die Farbgebung unglaublich gerne, weil es sich um Regal hervorragend macht und sieht einfach edel ...

Ich liebe auch das Cover zum dritten Teil. Ich mag die minimalistische Schlichtheit der Bücher und auch die Farbgebung unglaublich gerne, weil es sich um Regal hervorragend macht und sieht einfach edel aus.

Die Geschichte geht nahtlos da weiter, wo der zweite aufhört: Gerade als Helena sich dafür entschieden hat, mit Jess zusammen zu sein, egal, was ihre Eltern sagen, bekommt sie einen Anruf von ihm, der ihr den Atem stocken lässt. Er antwortet nicht auf ihre Fragen und sie hört ihn nur atmen. Als sie dann vor seinem Restaurant ankommt, erkennt sie, dass Jess von Unbekannten angegriffen wurde und sein Leben am seidenen Pfaden hängt. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Eli bangt Helena um Jess, den sie gerade erst zurückbekommen hat und dann ist da noch die Angst, dass der Angriff auf ihn etwas mit dem Tod ihrer Schwester und seinem Bruder zu tun haben könnte und dass die beiden dem Täter bei ihren Nachforschungen zu nahegekommen sind.

Ich habe die ersten beiden Teile nahezu verschlungen, deswegen konnte ich es kaum erwarten, mit dem letzten Teil anzufangen, zumal der Cliffhanger zum Ende des zweiten echt fies war. Zum Glück konnte mich auch dieses Buch ab der ersten Seite fesseln und komplett für sich einnehmen. Das liegt auch an dem grandiosen Schreibstil, der einen in die Geschichte zieht und nicht so schnell wieder loslässt.

Das liegt auch daran, dass ich die Charaktere schon zu Beginn direkt in mein Herz geschlossen habe. Ich mag, wie Helena sich selbst immer treu bleibt, selbst wenn sie Entscheidungen trifft, die ihr nicht gefallen. Sie ist jemand, der seinen moralischen Vorstellungen so gut wie immer folgt, selbst wenn sie dadurch mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Besonders in diesem Teil gefiel mir, wie sie immer wieder für sich einsteht und dadurch auch für die Leute in ihrem Umfeld da sein kann. Generell mochte ich, wie sehr die Beziehung zwischen Helena und Jess‘ Beziehung gewachsen ist und wie aufrichtig sie zueinander sind. Dadurch habe ich auch immer mit ihnen mitgefiebert und gehofft, dass sie die äußeren Umstände endlich überwinden können. Ich mochte aber, dass es eben nicht immer nur um die beiden und deren Beziehung ging, sondern auch die Geschichten der Nebencharaktere eine wichtige Rolle spielen. Man bekommt immer wieder Einblicke in deren Leben und schließt sie dabei auch immer ein bisschen mehr ins Herz. Da haben vor allem Eli und Lincoln geschafft, auf ganz unterschiedliche Arten. Eli musste ich von Anfang wirklich gerne und freue mich deswegen umso mehr, in einer eigenen Reihe mehr über ihn zu lesen. Bei Linc hatte ich zu Beginn so meine Zweifel, ich fand ihn besonders im Vergleich zu Helena irgendwie blass und langweilig, vor allem weil es so schien, als habe er keine eigene Meinung. Genau deswegen habe ich es geliebt zu sehen, wie sich immer mehr selbst findet und eben nicht nur Helenas Bruder ist.

Alles in allem waren es vor allem der geniale Schreibstil, der es ab der ersten Seite schafft, mich zu fesseln und die wunderbar gestalteten Charaktere, die ich entweder leidenschaftlich verabscheut oder aufrichtig ins Herz geschlossen habe. Ich freue mich schon sehr auf Elis Geschichte, die es definitiv Wert ist, erzählt zu werden.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Fesselnde Geschichte, die nicht richtig durchdacht scheint

Stealing Infinity
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Die gesamte Gestaltung des Buches ist wirklich unglaublich gelungen. Ich mag das schwarze Cover, weil es das ganze noch mehr betont, zudem ist der Farbschnitt wirklich grandios schön.

Die Story klang ...

Die gesamte Gestaltung des Buches ist wirklich unglaublich gelungen. Ich mag das schwarze Cover, weil es das ganze noch mehr betont, zudem ist der Farbschnitt wirklich grandios schön.

Die Story klang ebenso vielversprechend: Natasha hat aufgegeben, dazugehören zu wollen. Nachdem ihr Vater verschwunden ist, hat ihre Mutter keine Kraft mehr sich für das Leben ihrer Tochter zu interessieren. Deswegen lässt sich Nat auch von ihrer neuen Mitschülerin Elodie dazu überreden, die Schule zu schwänzen und in einen Club zu gehen. Doch dort ist alles anders als erwartet, sie steht dort plötzlich vor einem Grabstein, auf dem ihr Name steht und dann wird alles schwarz. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich im Unterricht und wird kurz danach wegen Diebstahls von der Schule geworfen. Bevor sie groß überlegen kann, wie es weitergeht, wird sie an der Gray Wolf Academy angenommen. Doch dort geht nicht alles mit rechten Dingen zu und selbst Braxton, ihr attraktiver Mitschüler, scheint etwas zu verbergen.

Ich wollte das Buch wirklich mögen, weil ich die Idee sehr gelungen fand und ehrlich gesagt auch, weil mir die Gestaltung so gut gefallen hat, aber vor allem zum Ende hin war ich eher frustriert als begeistert. Dabei ist der Schreibstil wirklich gut, zum Teil auch mitreißend. Die extrem kurzen Kapitel sorgen auch dafür, dass ich oft dieses, noch-ein-Kapitel-Gefühl hatte und deswegen auch recht schnell durch die Geschichte kam.

Leider konnte mich diese im weiteren Verlauf nicht so richtig überzeugen. Zu Beginn fand ich die Idee noch richtig gut und spannend, weil ich nicht so genau wusste, was dahintersteckt, aber genau das war es auch, was mich mit der Zeit so genervt hat. Man hat für vieles keine glaubwürdige Erklärung bekommen, zumindest keine, die mir ausreichen würde. Bei manchen Sachen bin ich mir sehr sicher, dass mehr dahintersteckt und dass sie im nächsten Teil aufgeklärt werden, aber das reicht mit ehrlich gesagt nicht. Ich hätte zumindest am Ende gerne eine Erklärung für die meisten meiner offenen Fragen, aber hier werden immer mehr Fragen aufgeworfen ohne eine so wirklich zu beantworten. Zumal einige Handlungsstränge auch nicht vollkommen logisch erschienen, es mag sein, dass auch dies noch im nächsten Teil noch näher beleuchtet werden, aber dafür müsste man es eben auch lesen wollen.

Auch die Charaktere haben es nicht so richtig geschafft, mich abzuholen, obwohl ich Natasha zu Beginn noch wirklich gerne mochte, aber ich fand auch hier ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar. Zunächst hinterfragt sie noch alles, bevor sie dann plötzlich die fleißigste Schülerin wird, um ihren Gönner zu beeindrucken. Das hätte man vielleicht nachvollziehen können, wenn man wenigstens etwas vom Unterricht mitbekommen hätte. Ich finde, dass es nichts Schlimmeres gibt, als wenn man in einem Roman, besonders in einem Fantasy-Roman, über eine Schule, nicht an deren Unterricht teilnehmen kann und hier wird das komplett ausgespart. Ich habe schon gedacht, ich habe Seiten überblättert, aber dem war nicht so. Das hätte tatsächlich nochmal einen ganz anderen Einblick in das Leben in der Academy geben, zumal die Charaktere neben Natasha unglaublich blass bleiben. Ich musste mich bei einigen sehr genau konzentrieren, um mir deren Namen zu merken, obwohl es noch nicht einmal viele waren, die überhaupt eine Rolle gespielt haben. Damit hätte ich mich abfinden können, wenn Natasha als Charakter wenigstens gelungen gestaltet worden wäre, aber mit zunehmendem Verlauf wird sie immer unsympathischer und oft fast schon naiv, was gar nicht zu dem passt wie sie zu Beginn war.

Alles in allem hätte das Buch wirklich gut sein können, ich wollte es auch wirklich mögen, aber es wirkte oft, als wolle man gewisse Punkte auf einer Liste abharken und dabei vergessen, dass es auch nachvollziehbar sein muss. Ich bin mir noch nicht so richtig sicher, ob ich den nächsten Teil noch lesen werde. Die Charaktere interessieren mich dabei nicht so ganz, aber ich würde schon gerne wissen, ob die offenen Fragen wirklich noch beantwortet werden.

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Veröffentlicht am 03.04.2023

Interessante Adaption, die nicht richtig fesselt

STONE BLIND – Der Blick der Medusa
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Ich liebe das Cover des Buches, weil es so unglaublich ausdrucksstark ist. Man erkennt sofort, dass es sich bei der Abbildung um Medusa handeln muss, auch weil die Darstellung an die auf antiken Vasen ...

Ich liebe das Cover des Buches, weil es so unglaublich ausdrucksstark ist. Man erkennt sofort, dass es sich bei der Abbildung um Medusa handeln muss, auch weil die Darstellung an die auf antiken Vasen oder Abbildungen ähnelt. Dadurch bekommt man direkt einen Einblick, worum es in der Geschichte in etwa gehen wird.

Ich liebe antike Mythologie und habe mich auch während meines Studiums damit beschäftigt, von daher war ich sehr auf die Geschichte gespannt: Als Stheno und Euryale ihre Höhle auf der Insel fernab der Menschen verlassen, staunen sie nicht schlecht, denn dort liegt ein Baby, das offensichtlich ihre Schwester ist, aber anders als sehr sterblich zu sein scheint. Während die beiden Gorgonen noch überlegen, ob sie das Kind einfach liegenlassen sollen, beginnt es zu weinen und sie entscheiden, sich erst einmal um die Kleine zu kümmern. Aus der kurzen Zeit werden Jahre und nach und nach verstehen die Gorgonen die menschlichen Bedürfnisse ihrer kleinen Schwester immer besser und schließen sie trotz ihrer Sterblichkeit ins Herz. Ihre unglaubliche Schönheit bleibt auch dem Meeresgott Poseidon nicht verborgen und er bedrängt sie im Tempel der Athene. Diese verflucht Medusa daraufhin aus Wut und verdammt sie zu einem Leben als Monster mit Schlangenhaaren. Sie zieht sich in Folge dessen von allen anderen zurück, um niemanden zu verletzten, bis sich Perseus aufmacht, um das Monster zu töten.

Ich kenne die Geschichte der Medusa aus verschiedenen antiken Quellen und auch ein paar moderne Rezeptionen dazu, deswegen war ich sehr gespannt auch diese Umsetzung und die Darstellung dieser. Ich fand es unglaublich gelungen, dass der Schreibstil etwas an die Übersetzung der antiken Erzählungen angelehnt ist. Dadurch wird die Darstellung an einigen Stellen sehr poetisch und wenig explizit, das finde ich aber keinesfalls störend, sondern es hat im Gegenteil vielmehr dazu geführt, dass auch eher das Gefühl hatte, eine mythologische Erzählung zu lesen, was hervorragend zu der Art der Geschichte passt. Allerdings braucht man dadurch auch ein bisschen, um so richtig in die Geschichte zu finden.

Das liegt auch daran, dass die Kapitel regelmäßig aus anderen Perspektiven erzählt werden, was ich zu Beginn extrem gelungen fand, mich mit der Zeit aber durchaus genervt hat. Zu Beginn mochte ich noch, wie die verschiedensten Charaktere ihrer Seite der Geschichte erzählen und bei einigen ergibt das auch durchaus Sinn, einige hätte man sich aber auch schenken können, weil sie nur Dinge erzählen, die auch aus einer anderen Sicht erzählt hätten werden können, ohne dass man wesentliche Inhalte verpasst hätte. Ich habe manche Kapitel fast schon quergelesen, weil ich den Inhalt nicht so entscheidend für die Handlung fand und ich wissen wollte, wie es mit Medusa und Perseus weitergeht. Ich wusste natürlich, wie es ausgehen musste, aber für sie hätte ich mir dennoch ein anderes Ende gewünscht. Man hat sie kennengelernt, wusste, warum sie zu dem geworden ist, das sie ist und dass sie ihr Ende nicht verdient hatte. Diese Ungerechtigkeit hat mich echt wütend gemacht und es mir schwieriger gemacht, das Buch danach noch weiterzulesen, weil ich so meine Probleme mit den anderen Charakteren hatte. Mir ist durchaus bewusst, dass die Personen nicht sympathisch sein müssen, vielleicht extra nicht sein sollen, aber genau das ist es, was es mir oft schwer macht, ein Buch dann wirklich zu lieben, vor allem wenn man den groben Ablauf der Geschichte bereits kennt. Hier war leider genau das mein Problem, ich wollte natürlich wissen, ob sich die Autorin genau an die antiken Mythen hält oder einen neuen Weg geht, so richtig zufrieden war ich irgendwie aber nicht. Das mag auch daran liegen, dass ich schon verschiedenste Adaptionen gelesen habe und vielleicht ein bisschen mehr erwartet habe.

Alles in allem fand ich den Anfang des Buches wirklich gelungen und vor allem Medusa hat mich sehr in ihren Bann gezogen, aber wir waren es zu viele Perspektiven und mir persönlich fehlte die Person, die ich richtig ins Herz schließen konnte.

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Veröffentlicht am 29.03.2023

Spannende Idee, die leider nicht fesselt

Master Class, Band 1 - Blut ist dicker als Tinte
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Ich liebe das Cover des Buches. Ich mag, wie perfekt das Cover des ersten und des ersten Teils mit einander in Verbindung gebracht werden und wie toll das auch auf dem Buchrücken dargestellt wird. Zudem ...

Ich liebe das Cover des Buches. Ich mag, wie perfekt das Cover des ersten und des ersten Teils mit einander in Verbindung gebracht werden und wie toll das auch auf dem Buchrücken dargestellt wird. Zudem passt die Darstellung ziemlich gut zur Geschichte und macht sich hervorragend im Regal.

Die Geschichte klang sehr vielversprechend: Riley hat die einmalige Chance zusammen mit ihren Schreibgruppe, die sie bisher nur aus dem Internet kennt, an einem Schreibwettbewerb teil, der sie ihrem Traum, Autorin zu werden, ein Stück näher bringt. Doch auf Masters‘ Castle scheint nicht alles mit rechten Dinge zu zugehen und es scheint, als sollen die Teilnehmer gegeneinander ausgespielt werden. Als Riley dann auch noch Kilian näherkommt, der ihre Beiträge als Juror bewerten soll, scheinen die anderen endgültig gegen sie zu sein und Riley gerät mehr und mehr in den Fokus.

Ich habe ich mich richtig auf dieses Buch gefreut, weil ich die Bücher von Stefanie Hasse meistens richtig gerne lese. Dieses hat mich leider nicht so richtig überzeugen können. Das liegt auch am Schreibstil, den ich sonst immer unglaublich fesselnd und mitreißend finde. Bei diesem Buch allerdings kann er mich nicht so richtig abholen. Er ist deswegen trotzdem nicht schlecht, aber ich habe wesentlich länger gebraucht, um wirklich in das Buch zu kommen als ich es sonst gewohnt bin. Zudem wirkt der Schreibstil oft irgendwie gezwungen. Ich hatte mehrere Stellen, an denen ich gestockt haben, um die Stelle nochmal zu lesen, weil sie einfach nicht rund wirkte. Vor allem in Konversationen hat mich das extrem gestört, weil sie dadurch zum Teil fast schon künstlich wirken.

Das hätte ich aber leicht ignorieren können, wenn mich wenigstens die Story und die Charaktere hätten überzeugen können. Das war aber leider ebenfalls nicht so wirklich der Fall. Dabei hatte die Geschichte an sich wirklich gute Anlagen. Ich fand es extrem spannend, dass Riley an einem Schreibwettbewerb in einem alten Herrenhaus teilnehmen konnte und dort das erste Mal die Menschen aus ihrer Schreibgruppe, die für sie wie eine Familie sind, im Reallife treffen. Die Idee war wirklich, wirklich gut, umso enttäuschter war ich, als sie mich so gar nicht abholen konnte. Ich habe nie so richtig ein Gefühl für die Geschichte bekommen können, vielmehr hatte ich immer das Gefühl, ein paar Kapitel verpasst zu haben, in denen eine richtige Einführung stattgefunden hat.

Ich hatte nie das Gefühl, Riley oder irgendeinen ihrer Mitstreiter zu kennen und musste dauernd überlegen, wer jetzt nochmal genau wer ist. Das ist etwas, was ich bei Büchern nicht gut leiden kann, weil ich dadurch auch nicht mit den Figuren warm werde. Hier wäre es eventuell besser gewesen, wenn es in der Gruppe weniger Personen gegeben hätte, die man dafür aber besser kennengelernt hätte. Außerdem fand ich die Dynamik innerhalb der Gruppe extrem komisch, sie kennen sich alle schon eine recht lange Zeit online und Riley bezeichnet sie oft als ihre Schreibfamilie, aber als sie sich dann endlich wirklich treffen, wirkt es so, als hätte sie noch nie miteinander interagiert. Natürlich ist man in Chats oft anders, ob man sich jetzt bewusst verstellt oder eben einen anderen Teil seiner Persönlichkeit zeigt, aber dieses Misstrauen, das dort herrscht, wäre in meinen Augen, in einer Gruppe, die sich noch nicht kennt, glaubwürdiger. Auch mit Riley konnte ich nicht richtig warm werden. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber ich habe sie auch nicht wirklich kennengelernt. Dadurch habe ich auch nicht wirklich mitfiebern können, egal was ihr passiert ist. Das lag auch daran, dass ich das Gefühl hatte, dass viele Ereignisse abgearbeitet werden, sie aber dadurch nicht die Tiefe erhalten, die für mich notwendig gewesen wäre, um richtig in die Geschichte zu kommen.

Alles in allem war ich doch recht enttäuscht von diesem Buch, einfach weil ich viel Besseres von der Autorin gewohnt bin, aber mich konnte hier weder der Schreibstil, noch die Charaktere noch die Geschichte an sich so wirklich überzeugen, sodass ich gar nicht den Drang hatte, das Buch unbedingt durchlesen zu wollen, wie es bei ihren anderen Büchern gewohnt bin. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht genau, ob ich den zweiten Teil noch lesen will, weil auch der Cliffhanger nicht unbedingt so viel Spannung aufbaut, dass ich unbedingt weiterlesen müsste.

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