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Veröffentlicht am 14.06.2026

Mitreißender Jugendthriller mit schwierigen Charakteren

Dead Girls Don't Dance
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich schön. Sowohl das Cover in den eher dunklen, gedeckten Farben, die die Atmosphäre des Waldes gut einfangen als auch der wirklich hübsche Farbschnitt, der sich wirklich ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich schön. Sowohl das Cover in den eher dunklen, gedeckten Farben, die die Atmosphäre des Waldes gut einfangen als auch der wirklich hübsche Farbschnitt, der sich wirklich wunderschön im Regal machen würde.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Ein Jahr ist es her, dass Addie Blackwood ihrer Schwester im Streit die schlimmsten Dinge an den Kopf geworfen hat und diese kurze Zeit später tot am Fuße einer Klippe aufgefunden wurde. Die Polizei hat ihren Tod als Unfall deklariert, aber Addie ist sich sicher, dass Fiona gestoßen wurde und für die Tat niemand anderes als Thatcher Montgomery, der reiche Nachbarssohn in Frage kommt. Unermüdlich hat sie das ganze Jahr über versucht, die Polizei von seiner Schuld zu überzeugen, jedoch ohne Erfolg, jetzt sind die Montgomerys allerdings zurück, um ihren Sommer wie immer als Nachbarn von Addie zu verbringen. Sie sieht endlich ihre Chance, zu beweisen, dass Thatcher ihre Schwester getötet hat, doch bevor sie mit ihm sprechen kann, wird er an genau der gleichen Stelle tot aufgefunden wie Fiona und Addie ist die Hauptverdächtige. Zusammen mit Thatchers Cousin Seth, mit dem sie eine komplizierte Beziehung verbindet, versucht sie, ihre Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu überführen, doch dieser ist näher, als erwartet.

Ich lese wirklich gerne Jugendthriller und habe mich deswegen auch auf diesen gefreut, so ganz überzeugen konnte er mich allerdings nicht. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Dieser ist unglaublich fesselnd und mitreißend. Durch die leichte Art, die Geschichte zu erzählen, habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und bin nur so durch die Seiten geflogen.

Ein größeres Problem hatte ich hingegen mit den Charakteren. Ich konnte Addies Schmerz verstehen, zumal sie mit Gewissensbissen zu kämpfen hat, weil sie sich in den letzten Stunden im Leben ihrer Schwester mit dieser gestritten hat. Allerdings fand ich es schwierig, mit ihren Ausbrüchen klarzukommen. Sie handelt wirklich oft extrem irrational, redet aber mit niemandem offen über ihre Gefühle, was mich ab einem gewissen Punkt wahnsinnig gemacht hat. Ich kann sogar verstehen, dass sie niemandem traut und konstant Angst hat, sich dem Mörder ihrer Schwester gegenüber zu sehen. Allerdings handelt sie mir oft zu rigoros, sie muss ja niemandem alles erzählen, aber schon der kleinste Punkt reicht aus, damit sie an den Menschen in ihrem Umfeld zweifelt und ich fand es krass, wie schnell sie andere ausschließt, nur um selbst auf keinen Fall wieder verletzt zu werden. Dadurch fand ich sie manchmal schon fast unberechenbar und hatte wirklich Probleme, sie richtig kennenzulernen. Ich mochte sie durchaus, aber hatte das Gefühl, dass sie den Leser ähnlich wie die Personen um sie herum auf Abstand hält. Man lernt so auch die anderen Charaktere nur durch ihre Augen kennen und vertraut ihnen ebenso wenig, wie Addie es tut. Dabei hatte ich oft das Gefühl, deren Charakter deutlich besser einschätzen zu können als ihren und konnte mir manchmal nur vor den Kopf schlagen, wenn sie wieder die Motive von jemandem in Frage stellt, dem sie ganz offensichtlich sehr wichtig ist.

Die Story fand ich im Großen und Ganzen wirklich vielversprechend, weil ich wirklich unbedingt wissen wollte, was genau mit Fiona und Thatcher passiert ist. Allerdings fand ich, dass Addie sich sehr schnell auf Verdächtige festgelegt hatte, ohne wirklich ermittelt zu haben. Ich wäre gerne mehr dabei gewesen, wie sie unabhängig von der Montgomery-Familie mit Personen darüber spricht, was passiert sein könnte, stattdessen schließt sie direkt aus, dass sich hier ein möglicher Täter verbirgt und selbst als deutlich wird, dass es wohl nicht Thatcher war, überdenkt sie ihre Verdächtigungen nicht wirklich. Das war mir manchmal dann doch ein bisschen zu engstirnig und kurz gedacht, zumal Fiona ja auch ein Leben außerhalb ihrer Familie und der direkten Nachbarschaft hatte.

Alles in allem ist das Buch unglaublich kurzweilig und mitreißend, sodass ich es in kürzester Zeit durchgelesen habe und es mich dabei auch gut unterhalten hat. Allerdings bin ich mit den Charakteren, vor allem mit Addie, nicht so richtig warm geworden und fand auch die Art der Ermittlungen nicht immer so richtig nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Vielversprechende Geschichte, die noch Luft nach oben hat

Masked by Nightfall
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Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne. Die Darstellung von Jax und Elodie passt perfekt zu meiner Vorstellung von ihnen und zu der Beziehung, die sie miteinander haben. Außerdem mag die Verwendung ...

Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne. Die Darstellung von Jax und Elodie passt perfekt zu meiner Vorstellung von ihnen und zu der Beziehung, die sie miteinander haben. Außerdem mag die Verwendung der eher gedeckten Farben, die die Stimmung der Geschichte ziemlich gut einfangen.

Diese hat mich direkt gereizt: Als ihre Mutter krank wird, bleibt Elodie Havare nichts anderes übrig, als sich freiwillig für die Ausbildung zur Soldatin zu melden, um Geld für einen Heiler zu beschaffen. Die sogenannte Auslese ist gefährlich, brutal und nicht selten tödlich. Elodie rechnet nicht damit, so lange durchhalten zu können, um wirklich Schattensoldatin am gefürchteten Bruch, der Grenze zum Reich der gefallenen Götter, zu werden. Doch sie hat die Rechnung ohne Jax Elder gemacht, der jeden Versuch zunichte macht, unsichtbar zu bleiben, als er ihr als Partner zugewiesen wird. Elodie weiß nicht, ob sie dem selbstsicheren Mann vertrauen kann, schließlich kämpft jeder alleine um sein Überleben und Elodie hat ein Geheimnis, das sie ihm auf keinen Fall anvertrauen kann.

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe, um richtig in die Geschichte zu finden, obwohl ich mich darauf gefreut habe, sie zu lesen. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Vielmehr ist dieser wirklich gut, unaufgeregt und trotzdem auf eine ruhige Art fesselnd, bei der ich ab einem gewissen Zeitpunkt im Buch gar nicht gemerkt habe, wie schnell ich es durchgelesen habe.

Die Geschichte als solche braucht ein bisschen, um mich so richtig zu fesseln, das fand ich im Nachhinein aber nachvollziehbar, weil sie sich Zeit nimmt, um die Welt und die Charaktere kennenzulernen und man nicht direkt mitten in die Handlung geworfen wird. Ich mochte, dass man den Raum bekommt, sich erst einmal zurechtzufinden, bevor so viel passiert, sodass man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll. Dadurch hat man auch Zeit, Elodie als Person kennenzulernen, bevor sie in einem Wettbewerb um Leben und Tod eintritt, um Geld für ihre Familie zu besorgen. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, sie nicht so richtig zu kennen. Es ist klar, dass sie etwas verbirgt und ich hatte eine ungefähre Idee, was das sein könnte, aber sie wirkt selbst dem Leser gegenüber immer ein bisschen zu sehr auf der Hut. Das bedeutet nicht, dass ich sie nicht mochte, ich habe sie vielmehr fast schon widerwillig ins Herz geschlossen, auch wenn ich manchmal meine Augen über ihr Misstrauen gegen alle und jeden verdreht habe. Ich konnte verstehen, dass sie ihre Gründe hat, keine Freundschaften schließen zu wollen, aber spätestens als Jax sie durch seine Art in den Fokus der anderen Anwärter gerückt hat, hätte sie zumindest eine Allianz überlegen können. Vielleicht habe ich ihre Handlungen auch nicht immer verstehen können, weil ich Jax nahezu ab der ersten Seite wirklich gerne mochte. Mir war auch bei ihm klar, dass er nicht immer ganz ehrlich ist, aber man merkt dennoch, wie wichtig ihm seine Freunde sind. Selbst wenn Elodie ihn immer wieder wegstößt und er sie kaum kennt, ist er dennoch immer da, wenn sie ihn braucht und er erwartet gar nicht, dass sie ihm alle ihre Geheimnisse anvertraut.
Von der Welt der Geschichte fehlt mir noch ein bisschen die Vorstellung, vielleicht weil man bisher vor allem das Ausbildungslager und die Baracken kennt, während die Außenwelt ein bisschen schwammig bleibt. Ich bin mir aber fast sicher, dass sich das im nächsten Band der Reihe ändern wird und ich freue mich schon darauf, tiefer in die Welt und ihre Geschichte eintauchen zu können.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen und es war trotz der vielen Seiten wirklich sehr kurzweilig, was nicht zuletzt an dem tollen Schreibstil liegt. Elodie hat es mir manchmal ein bisschen schwer gemacht, sie richtig kennenzulernen, aber ich freue mich dennoch darauf, die Reihe weiterzulesen, zumal der Cliffhanger echt fies ist.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Gelungener Abschluss der Reihe

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, die Bände im Regal zu präsentieren und dieses Buch stellt keine Ausnahme dar, sondern passt vielmehr perfekt ...

Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, die Bände im Regal zu präsentieren und dieses Buch stellt keine Ausnahme dar, sondern passt vielmehr perfekt zu den anderen.

Die Story geht genau da weiter, wo der letzte Teil aufgehört hat und füllt die letzten Lücken in der Geschichte von Josie: Jahrelang war sie auf der Flucht vor ihrem Ruhm als Kinderstar und den raffgierigen Menschen um sie herum, die nur ihr Geld oder ihren Namen wollten. Doch als ihre alten Freundinnen auf Harbour Bridge ihre Hilfe brauchen, kehrt Josie von den Toten zurück, um ihnen beizustehen. Dabei trifft sie auch wieder Andrea, den sie schon als Teenager lieben gelernt hat und den sie nie vergessen konnte. Doch Josie kann die dunklen Schatten der Vergangenheit nicht abschütteln und lässt Andrea in Italien zurück, um erneut Zeit mit ihren Freundinnen auf Harbour Bridge zu verbringen. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen, um vielleicht noch eine letzte Chance mit ihrer großen Liebe zu haben und endlich wieder sie selbst zu sein.

Der Schreibstil von Kristina Moninger ist wirklich richtig gut und das habe ich auch bei diesem Buch wieder gemerkt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe kaum gemerkt, wie die Zeit vergangen ist, weil sie so leicht und mitreißend schreibt. Allerdings hätte ich mir zu Beginn dieses Buches tatsächlich eine kleine Zusammenfassung der anderen Teile gewünscht. Ich habe zwar alle gelesen, aber selbst Lees Geschichte ist schon ein bisschen her und es hätte mir nochmal einen aktuellen Stand gegeben, zumal ich zu Beginn ein wenig verwirrt war, wo genau wir uns gerade befinden und ob es die aktuelle Situation ist oder eine aus der Vergangenheit. Als ich mich aber ein bisschen mehr eingefunden hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Das liegt auch daran, dass ich mich unglaublich gefreut habe, endlich zu sehen, was Josie in ihrer Zeit ohne ihre Freundinnen erlebt hat und was genau sie dazu bewogen hat, abzutauchen. Natürlich kannte man schon einen Teil der Gründe, aber ich hatte in den ersten Teilen der Reihe immer das Gefühl, dass sie mehr eine Figur war, die ein wichtiger Teil der Geschichten der anderen Mädchen war, aber mir als Person immer ein bisschen fernblieb. Zum Glück hat es gar nicht lange gedauert, bis ich Josie ebenso wie die anderen in mein Herz geschlossen habe. Ich hatte großes Mitleid mit ihr, weil sie nie jemanden hatte, dem sie wichtig genug war, dass er sich wirklich für sie einsetzt, bis sie auf die Insel kommt und Menschen kennenlernt, denen ihr Ruhm nicht wichtig ist, sondern denen sie als Person etwas bedeutet. Ich mochte es, zu sehen, wie sie so langsam wieder eine Person wird, die sich nicht weiter versteckt und Angst hat, enttarnt zu werden. Ich habe es richtig genossen, alle Frauen zusammen zu erleben, weil sie endlich die Möglichkeit dazu haben, Zeit miteinander zu verbringen und sich als Erwachsene neu kennenzulernen.

Alles in allem habe ich diesen letzten Teil der Reihe ebenso genossen, wie die anderen, vielleicht sogar mehr, weil man alle Charaktere noch einmal wieder treffen konnte und dadurch sehen konnte, wie sehr sie alle in der Zeit gewachsen sind. Ich fand Josies Geschichte stellte einen gelungenen Abschluss dar, den ich unglaublich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Spannende Idee, die braucht, um in Fahrt zu kommen

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Ich mag das Cover mit dem abgebildeten Raben inmitten der Blumen, weil man erst im Laufe des Buches dessen Bedeutung versteht und die gesamte Gestaltung ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Ich mag das Cover mit dem abgebildeten Raben inmitten der Blumen, weil man erst im Laufe des Buches dessen Bedeutung versteht und die gesamte Gestaltung die Stimmung des Buches wirklich gut einfängt. Mein Highlight ist aber tolle Farbschnitt, der sich wirklich hervorragend im Regal machen wird und das Buch zu etwas Besonderem macht.

Die Geschichte fand ich ebenfalls vielversprechend: Lilians Leben steht seit ihrer Geburt unter dem Eindruck, dass sie die Tochter eines Dämons ist und ihr deswegen nicht getraut werden kann. Sie wächst in dem Orden zur Dämonenbekämpfung auf und muss jeden Tag ihre Menschlichkeit beweisen, während sie in ihren magischen Fähigkeiten unterwiesen wird. Kurz vor ihrem 25. Geburtstag wird sich gegen ihre Hinrichtung entschieden und sie darf als Dämonenjägerin arbeiten. Direkt bei ihrem ersten Einsatz werden sie und ihr bester Freund Jupiter von einem Dämon in die Enge getrieben und Lilian stirbt. Außer sich vor Trauer und der Möglichkeit beraubt, dass seine Freundschaft zu ihr mehr wird, lässt sich Jupiter auf einen Deal mit dem Teufel ein, um sie wiederzubeleben. Doch dafür muss er sich zukünftig den Körper mit Lucifer teilen und er ahnt nicht, welche Pläne dieser in der Welt der Sterblichen verfolgt.

Ich fand die Idee des Buches vom Teufel, der sich den Körper mit einem Sterblichen teilt und dadurch in der Welt der Lebenden wandelt, wirklich spannend, zumal Jupiter und Lucifer auch parallel existieren und sich beide für Lilian interessieren. Dennoch konnte mich das Buch lange nicht so richtig fesseln, das liegt vielleicht auch zum Teil an dem Schreibstil. Dieser ist zwar wirklich gut, aber ich habe einiges an Zeit gebraucht, um mich an ihn gewöhnen zu können.

Das liegt auch daran, dass es drei verschiedene Sichtweisen von Lilian, Jupiter und Lucifer gibt. Ich fand es durchaus gut, weil man dadurch die Charaktere besser verstehen konnte, aber ich habe wirklich lange gebraucht, um diese Unterscheidung zwischen Lucifer und Jupiter zu verstehen, weil zwar deutlich ist, dass sie sich als Personen unterscheiden, aber dadurch dass sie sich einen Körper teilen und auch in Gedanken kommunizieren können, war es aus Lilians Sicht manchmal schwer zu erkennen, welche Persönlichkeitsaspekte gerade im Vordergrund stehen. Vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass ich Probleme hatte, Jupiters Gefühle zu fassen, obwohl er in einem Teil der Story der einzige Protagonist ist, der handeln kann. Mein Problem mit den Charakteren war wahrscheinlich vor allem, dass es schon sehr etablierte Beziehungen zwischen den Charakteren gibt, bei denen ich manchmal so meine Schwierigkeiten hatte, sie zu durchblicken. Jupiter und Lilian sind zunächst einmal beste Freunde und haben schon einiges miteinander erlebt, auch wenn sie ihren romantischen Gefühlen noch nicht nachgegeben haben. Dadurch, dass sie aber schon einiges zusammen durchgemacht haben, habe ich ein bisschen gebraucht, um einen Zugang zu ihrer Beziehung zu finden. Ich hatte immer das Gefühl, ein bisschen außen vor zu sein, gerade weil sie schon so vertraut miteinander waren, ich sie aber noch nicht wirklich kannte. Das ändert sich erst ein bisschen, als Lucifer Teil dieser Gleichung wird und sie plötzlich nicht mehr alles übereinander wissen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, endlich beide ein bisschen mehr kennenlernen zu können und auch in die Geschichte eintauchen zu können.

Obwohl ich die Idee und auch das Setting in Edinburgh wirklich gelungen fand, konnte mich die Story lange nicht so richtig fesseln. Ich habe die Story trotzdem gerne gelesen, mir fehlte aber ein bisschen der Sog, unbedingt weiterlesen zu wollen, sodass ich länger für das Buch gebraucht habe, als normalerweise bei Fantasy-Büchern.

Alles in allem mochte ich die grundsätzliche Idee und den Schreibstil des Buches, aber es konnte mich nicht komplett überzeugen. Erst zum Ende hin konnte es mich so richtig fesseln, sodass ich aus Interesse vermutlich auch den zweiten Teil lesen wollen würde, auch weil ich nach anfänglichen Schwierigkeiten die Charaktere durchaus mochte.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Tolles Setting, das ein bisschen braucht, um sich zu entfalten

When Shadows Darken the Sun
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Die Gestaltung des Buches war ehrlich gesagt zunächst einmal der Hauptgrund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Es sieht einfach nur wunderschön aus. Sowohl der Farbschnitt als auch der Schutzumschlag ...

Die Gestaltung des Buches war ehrlich gesagt zunächst einmal der Hauptgrund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Es sieht einfach nur wunderschön aus. Sowohl der Farbschnitt als auch der Schutzumschlag sehen sehr edel aus und passen einfach perfekt zu der Geschichte.

Diese hat mich fast ebenso sehr gereizt: Seit Jahrzehnten treten die Erbin des Taghofes und der Erbe des Nachthofes in einem magischen Turnier gegeneinander, in dem die Vorherrschaft über den dritten Hof entschieden werden soll. In den letzten Aufeinandertreffen konnte immer der Nachthof die Auseinandersetzungen für sich entscheiden, dies soll sich allerdings dieses Jahr ändern. Cass ist mit einer Delegation von Lichtkriegern an den Nachthof gereist, um dafür zu sorgen, dass der Taghof endlich wieder an die Macht gelangen kann. Doch sie hat nicht mit dem Erben des Nachthofes gerechnet: Prinz Nox ist ganz anders, als sie erwartet hat und als sie nach einem gefährlichen Zwischenfall zusammenarbeiten müssen, kommen sie sich unerwartet näher. Sie lernen mehr über einander und die Höfe des jeweils anderen und plötzlich ist es gar nicht mehr so leicht, den anderen als Gegner zu sehen. Doch die Tag-und-Nachtspiele stehen an und diese lassen keinen Raum für Gefühle zwischen Cass und Nox.

Ich war wirklich gespannt auf das Buch, weil ich zum einen die Gestaltung unglaublich schön fand und zum anderen extrem gespannt war, wie die Welt in dem Buch aussehen würde. Leider konnte es mich nicht komplett überzeugen, was auch am Schreibstil liegt. Dieser ist zwar leicht und fließend, aber ich habe trotzdem recht lange gebraucht, um richtig in die Geschichte finden zu können. Das liegt vor allem daran, dass man direkt in die Geschichte geworfen wird und sich erst einmal orientieren muss. Man bekommt dafür aber gar nicht so richtig die Zeit, weil schon auf den ersten Seiten so viel passiert, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, hinterher zu kommen. Dadurch hatte ich lange nicht wirklich das Gefühl, die Welt und die Charaktere wirklich greifen zu können, sodass mir ein bisschen der Sog fehlte, der dafür gesorgt hätte, dass ich das Buch unbedingt weiterlesen wollte.

Leider hatte ich auch deswegen so ein bisschen meine Probleme mit den Charakteren. Ich mochte Cass und Nox dabei sogar recht gerne, aber bei den Nebencharakteren hatte ich ein paar Schwierigkeiten, sie richtig kennenzulernen und habe sie immer wieder verwechselt. Man hat kaum Zeit Cass und die übrigen Lichtkrieger kennenzulernen, bevor man Nox und seine Kämpfer trifft. Dadurch fehlte mir oft ein bisschen die Individualität, auch wenn das im Laufe des Buches etwas einfacher wird und sie mir zumindest zum Teil ans Herz gewachsen sind, aber bis zu diesem Punkt hat es dann doch ein wenig gedauert. Bei Cass und Nox war das ein wenig leichter, weil man durch ihre jeweiligen Sichtweisen schon früh einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben bekommt. Ich mochte, dass besonders Nox ganz anders ist, als man zunächst vermutet hätte. Seine Freunde, sein Hof und sein Volk bedeuten ihm viel, sodass komplett verständlich ist, warum es ihm so wichtig ist, dass er die Spiele für sich entscheidet. Cass hat es mir ein bisschen schwerer gemacht, wahrscheinlich weil sie nie alles von sich zeigt. Mir war allerdings schon recht früh klar, was sie verbirgt, sodass der große Plottwist für mich ein bisschen ausblieb. Ich hatte die ganze Zeit ein bisschen gehofft, dass ich falsch liege und dass es vielleicht noch ein paar mehr Überraschungen im weiteren Verlauf der Geschichte geben würde, aber leider folgte es so ein bisschen den typischen Strukturen eines Fantasy Buchs. Das ist keinesfalls schlecht, aber mir fehlte dadurch das Besondere, das dafür sorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.

Ähnlich ging es mir auch mit dem Setting. Ich fand die Idee wirklich gut, dass es regelmäßig Spiele zwischen den Erben des Tag- und Nachthofes gibt, die entscheiden, wer die Macht über den dritten Hof bekommt. Allerdings kamen mir die Spiele fast ein bisschen kurz. Ich habe komplett verstanden, warum die Lichtkrieger schon früher an den Hof der Nacht reisen, um sich zu akklimatisieren und dass sie dadurch auch das Volk am Hof der Nacht kennenlernen, aber die Spiele wirkten gegenüber den anderen Herausforderungen fast ein bisschen nebensächlich. Vielleicht habe ich das auch so empfunden, weil ich nie so ganz greifen konnte, was genau der dritte Hof überhaupt ist. Es ist klar, dass der Nachthof dadurch mehr Macht bekommt und genau das für den Taghof vom Nachteil ist, aber ich hatte manchmal ein paar Schwierigkeiten, die Welt in ihrer Gänze greifen zu können, zumal man gar keine Möglichkeit hat, den Taghof kennenzulernen.

Alles in allem mochte ich das Buch und nachdem ich erst einmal in die Geschichte gefunden hatte, habe ich es auch recht schnell durchgelesen. Allerdings fehlte mir ein bisschen der Sog, das Besondere, das dafür gesorgt hätte, dass ich es mich komplett gefangen nimmt und ich kaum aufhören konnte zu lesen. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass der zweite Teil genau das schaffen könnte, weil man jetzt schon einen Einblick in die Welt bekommen hat und dadurch im nächsten Teil tiefer in sie eintauchen könnte.

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