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Veröffentlicht am 26.06.2022

Liebesgeschichte, der es manchmal an Emotionen fehlt

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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Ich mag das Cover wirklich richtig gerne, weil es edel, aber auf keinen Fall langweilig wirkt. Ich mag die Farbkombination aus den leichten Cremetönen und der goldenen Schrift, weil es das Buch zu einem ...

Ich mag das Cover wirklich richtig gerne, weil es edel, aber auf keinen Fall langweilig wirkt. Ich mag die Farbkombination aus den leichten Cremetönen und der goldenen Schrift, weil es das Buch zu einem echten Hingucker macht, ohne dabei allerdings kitschig zu wirken.

Die Story klang auf den ersten Blick sehr emotional und vielversprechend: Mia ist geschockt, als sie in einem Pub plötzlich vor Nathan Dawson steht. Nate ist nämlich nicht irgendjemand, sondern der Mann, der ihren besten Freund damals auf einer Party kaltblütig erstochen hat und jetzt vorzeitig aus der Haft entlassen wurde. Mia ist wütend, dass Nate einfach so wieder in ihrer Heimatstadt auftaucht, während sie noch immer um Brant trauert und es ihr schwerfällt, ihr Leben ohne Angst zu leben. Doch durch einen Zufall lernt sie Nate näher kennen und erkennt, dass er vielleicht doch anders ist, als sie erwartet hat und er eine zweite Chance verdient hat, doch ihr Umfeld versteht Mias Entscheidung nicht unbedingt.

Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut, weil die Idee der Story zwar nicht unbedingt neu ist, ich sie aber dennoch gut fand und sehr gespannt auf die Umsetzung war, vollständig überzeugen konnte es mich aber nicht. Das hat auch ein bisschen mit dem Schreibstil zu tun. Dieser ist überhaupt nicht schlecht und schafft es vor allem in der ersten Hälfte des Buches durchaus mich zu fesseln, aber mir fehlten hin und wieder einfach ein bisschen die Emotionen, weil diese selten intensiv beschrieben werden und es mir so trotz der eigentlichen Emotionalität der Geschichte selten wirklich nahe ging.

Das lag auch an den Charakteren. Während es mir bei Nathan leichter fiel, ihn zu erfassen, hatte ich bei Mia so meine Probleme. Es war nicht so, dass ich sie nicht mochte, überhaupt nicht, aber zu Beginn der Story ist sie noch immer so in ihrer Trauer gefangen, dass ich das Gefühl hatte, ihren wahren Charakter gar nicht richtig erfassen zu können. Das wird etwas besser, je näher sie Nate kommt und wenn sie für ihn kämpft, dann ist sie die Mia, von der auch ihre Freunde immer wieder sprechen. Diese Frau mochte ich extrem gerne, wenn sie aber emotional wurde, hat sie es nicht so richtig geschafft, mich abzuholen. Das fiel mir bei Nate deutlich leichter, einfach weil man direkt merkt, was für ein netter Typ er eigentlich ist. Deswegen habe ich auch gehasst, wie sehr er sich selbst aufgibt und einfach akzeptiert, dass es okay ist, wenn andere ihn mies behandeln. Bei ihm habe ich die Emotionen deutlich besser wahrnehmen als das bei ihr möglich war, aber so richtig mitreißen konnte es mich nicht.

Auch die Story war für mich nicht komplett rund. Zu Beginn hasst Mia Nate leidenschaftlich und dann beginnt sie ihm, zumindest für meinen Geschmack, eine Spur zu schnell zu vertrauen. Ich verstehe sie, aber sie zweifelt gefühlt nicht eine Sekunde daran, ob nicht doch zu Gewalt fähig wäre. Ich finde das eigentlich gut, es sorgt aber auch dafür, dass das Buch ab etwa der Hälfte ein bisschen zäh wird, weil es im Prinzip damit keine wirklichen Probleme mehr gibt. Natürlich müssen die beiden immer noch mit der Ablehnung der Umwelt klarkommen und das ist alles andere als leicht, aber mir fehlte so ein bisschen die Dramatik, die dafür sorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Alles in allem ist dieses Buch durchaus lesenswert und ich mochte vor allem Nathan echt gerne, aber mir fehlten vor allem die Emotionen und der Sog, der dafür sorgt, dass aus diesem recht guten Buch ein herausragendes geworden wäre. Den zweiten Teil werde ich dennoch sehr wahrscheinlich auch lesen, weil ich durchaus gespannt bin, wie Jacks Geschichte aussehen wird.

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Veröffentlicht am 14.06.2022

Unglaublich süße, toll gestaltete Liebesgeschichte

Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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Ich mag das Cover der Graphic Novel unglaublich gerne, weil es sehr niedlich ist und in seinem Stil sehr den Darstellungen im Buch ähnelt, ohne allerdings schon den Inhalt vorwegzunehmen.

Die Story mochte ...

Ich mag das Cover der Graphic Novel unglaublich gerne, weil es sehr niedlich ist und in seinem Stil sehr den Darstellungen im Buch ähnelt, ohne allerdings schon den Inhalt vorwegzunehmen.

Die Story mochte ich auf den ersten Blick: Charlie Spring ist schwul und die ganze Schule weiß es, seit er wider Willen geoutet und damit gemobbt wurde. Als er Nick kennenlernt, ist er sich sicher, dass der Star der Rugby-Mannschaf definitiv straight ist. Doch dann lernt er ihn besser kennen und verbringen fast jede freie Minute miteinander und Charlie beginnt sich zu fragen, was für Gefühle er für Nick hat und wie er sich fühlt.

Ich habe das Buch schon ein paar Mal in der Hand gehalten, war mir aber nicht sicher, ob mir eine Graphic Novel gefallen würde, doch dann habe ich die Serie auf Netflix gesehen und habe die Story so sehr geliebt. Zum Glück habe ich dann auch noch dieses Buch gelesen, weil die Serie die graphische Gestaltung nahezu perfekt widerspiegelt. Ich habe diesen ersten Teil an einem einzigen Tag durchgelesen, während ich eigentlich etwas ganz Anderes hätte machen sollen, aber ich habe es so genossen, diese Liebesgeschichte zu verfolgen, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte und am liebsten direkt mit den anderen Teilen weitergemacht hätte. Dabei hat mich auch gar nicht gestört, dass ich ja schon wusste, wie sich die Geschichte entwickelt, einfach weil es ein perfektes Wohlfühlbuch ist, das man perfekt lesen kann, wenn etwas braucht, das einen auf andere Gedanken bringt und einem ein gutes Gefühl geben soll.

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Veröffentlicht am 14.06.2022

Tolle Liebesgeschichte, die manchmal einfach zu viel will

Rise and Fall (Faith-Reihe 1)
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Ich mag das Cover des Buches recht gerne, auch wenn es vielleicht eine Spur kitschig und sehr typisch für das Genre. Dennoch mag ich die Kombination aus den hellen Elementen und den lilafarbenen Wolken, ...

Ich mag das Cover des Buches recht gerne, auch wenn es vielleicht eine Spur kitschig und sehr typisch für das Genre. Dennoch mag ich die Kombination aus den hellen Elementen und den lilafarbenen Wolken, die das ganze irgendwie atmosphärisch wirken lassen. Zudem passt der Titel nahezu ideal zu der Geschichte.

Diese klingt in jedem Fall vielversprechend: Skylar und ihr bester Freund Carter halten zusammen, seit sie als Kinder zusammen in einer Pflegefamilie waren. Doch jetzt versucht sie zwanghaft zu verhindern, dass er erfährt, was ihr nach ihrer einzigen gemeinsamen Nacht passiert ist. Sie will auf jeden Fall verhindern, dass er ihretwegen die Chance aufgibt, ein Buch, über eine bekannte Rockband zu schreiben. Während sich Carter in Europa befindet, versucht Sky sich daran zu gewöhnen, dass sie nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und ihr Leben nie wieder so sein wird wie zuvor. Doch Carter kommt bald zurück und sie muss sich ihm und ihren Gefühlen stellen.

Ich war mir nicht so richtig sicher, was ich von diesem Buch erwarten sollte, weil ich schon ein paar Bücher von Sarah Stankewitz gelesen habe, sie mich aber nie vollkommen überzeugen konnten, allerdings hat mich ihr Schreibstil jedes Mal abholen können, sodass ich diesem Buch unbedingt eine Chance geben wollte. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe, denn dieses Buch gefiel mir trotz einiger Schwachpunkte doch recht gut. Das liegt auch an dem wirklich guten Schreibstil, der dafür gesorgt hat, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit nahezu inhaliert habe.

Auch die Charaktere habe ich schon in mein Herz geschlossen. Ich mochte gerne, wie stark sie ist und wie mutig sie mit ihrem Schicksal umgeht. Sie nimmt es die meiste Zeit einfach an und versucht, das beste daraus zu machen, anstatt in Depressionen zu versinken. Allerdings fehlten mir vielleicht auch deswegen an manchen Stellen die Emotionen, man erlebt sie nicht direkt nach ihrem Unfall, sondern schon eine ganze Zeit danach. Es hätte mir eventuell geholfen, sie besser verstehen zu können, wenn ich zumindest den Moment miterlebt hätte, in dem sie erfährt, was genau passiert ist, aber das spielt eigentlich nie eine große Rolle. Carter mochte ich ebenfalls recht gerne, weil er ein so guter Freund für die Menschen ist, die ihm wichtig sind. Er würde jederzeit das Wohl anderer über sein eigenes stellen, was an manchen Stellen durchaus zu Schwierigkeiten führt. Die Nebencharaktere habe ich ebenfalls fast direkt in mein Herz geschlossen, egal ob Hazel oder die Jungs aus der Band. Sie alle sind lebhaft gestaltet und passen perfekt zur Geschichte, sodass ich mich schon richtig darauf freue, Hazel im nächsten Teil wiederzusehen.

Dennoch konnte mich die Geschichte nicht vollkommen überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass einfach viel zu viele Themen in dieses Buch gepackt wurden. Ich will hier aus Spoilergründen nicht alle aufzählen, aber mir hätte es gereicht, dass sich Sky an ihr Leben mit einer körperlichen Behinderung gewöhnen muss und die beiden feststellen, dass sie mehr Gefühle füreinander haben, als Freunde sie eigentlich hätten. Stattdessen geht es zusätzlich noch um Krieg, Krebs, Abhängigkeit und so vieles mehr, dass ich manchmal gar nicht so richtig hinterher kam. Ich finde es oft einfach zu viel, nicht weil die Themen nicht wären, im Gegenteil, sondern weil die Themen, durch die ihre schiere Menge nicht die Aufmerksamkeit erhalten haben, die sie eigentlich verdient hätten. Zudem werden vielen gar nicht so richtig ausgearbeitet und es gibt teilweise keine, zumindest für mich, zufriedenstellende Lösung für einige der Problematiken.

Alles in allem hat mir das Buch durchaus gefallen, weil ich sowohl den Schreibstil als auch die Charaktere wirklich gerne mochte, aber es waren mir einfach viel zu viele Themen, die angesprochen wurden und es mir an manchen Stellen schwer gemacht haben, eine tiefe emotionale Bindung zu der Geschichte aufzubauen.

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Veröffentlicht am 14.06.2022

Leider eine Geschichte, die ihr Potenzial überhaupt nicht ausnutzt

A Touch of Darkness
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Das Cover des Buches ist wirklich unglaublich gut gelungen. Ich liebe die Kombination aus den dunkeln Farben und den goldenen Elementen, die es sehr edel wirken lassen. Zudem passen die rosafarbenen Blumen ...

Das Cover des Buches ist wirklich unglaublich gut gelungen. Ich liebe die Kombination aus den dunkeln Farben und den goldenen Elementen, die es sehr edel wirken lassen. Zudem passen die rosafarbenen Blumen in der Dunkelheit nahezu perfekt zum Inhalt.

Die Geschichte klang auf den ersten Blick ebenfalls sehr vielversprechend: Persephone ist die Göttin des Frühlings, doch ihre Mutter Demeter hat immer dafür gesorgt, dass sie von der Welt und den anderen Göttern abgeschirmt aufwächst. Doch weil sich ihre göttliche Magie in all den Jahre nicht gezeigt hat, entscheidet sie sich, in der sterblichen Welt zu studieren. Für ihr Praktikum bei einer bekannten Zeitung besucht die das berüchtigte Nevernight. Der Nachtclub ist bekannt dafür, dass Hades, der Gott der Unterwelt, dort Wetten mit Sterblichen abschließt, die diese nahezu unmöglich erfüllen können. Durch einen dummen Zufall gerät auch Persephone in eine dieser Wetten und soll nun Leben in der Unterwelt erschaffen oder sie darf diese nicht mehr verlassen, doch leider hat sie nichts von der Magie ihrer Mutter, sondern jede lebendige Pflanze verblüht in ihren Händen. Während sie verzweifelt, versucht der Wette und den Folgen zu entkommen, kommt sie dem Gott der Unterwelt näher als sie gedacht hätte und muss alles hinterfragen, was sie über ihn gehört hat.

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, weil ich immer gespannt bin, wie antike Mythen in der Literatur der Gegenwart verarbeitet werden, doch dieses Buch konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Das hat auch in gewisser Weise mit dem Schreibstil zu tun, weil ich diesen zwar oft poetisch und zum Inhalt passend fand, er mich aber leider selten wirklich abholen und die Geschichte ziehen konnte. Dadurch fehlte mir der Sog, das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen und das hat es mir auch schwer gemacht, so richtig in die Geschichte zu finden.

Ich mochte die Idee der Welt und die Verarbeitung der antiken Mythen rund um Persephone und Hades recht gerne. Ich fand es spannend, wie anders die antiken Götter in eine moderne Welt eingearbeitet wurden als es in anderen Büchern der Fall ist und die Sterblichen es einfach gegeben annehmen, dass es Götter gibt und dass sie ein aktiver Teil der Welt sind. Vor allem zu Beginn des Buches fand ich das extrem spannend und gut gelöst, aber für mich wurde es nicht genug ausgearbeitet. Ich brauche in einer für mich neuen Fantasy-Welt klare Regeln und Abläufe, aber sie wurden immer nur angerissen und bei vielen Dingen wirkte es so, als würde es im Laufe des Buches so zurechtgebogen, dass es auf die entsprechenden Szenen passte. Das finde ich immer etwas schwierig, weil ich so nie so richtig wusste, wie ich mich in der Welt bewegen musste.

Auch die Figuren haben es mir nicht leichter gemacht. Hier war ich zu Beginn ebenfalls noch glücklich, wie sie gestaltet waren, aber das ließ ebenfalls mit zunehmendem Verlauf leider stark nach. Vor allem Persephone konnte mich nicht so richtig überzeugen. Die Idee ihres Charakters gefällt mir dabei durchaus. Eine Göttin, die keine Kräfte hat und von ihrer Mutter ihr ganzes Leben lang eingesperrt wird, dann aber ihren eigenen Weg geht und sich gegen die Mutter behauptet. Doch leider fand ihren Charakter nicht so richtig stringent: Einerseits wird sie als mitfühlend und vor allem den Sterblichen gegenüber auch sehr aufmerksam bezeichnet, andererseits fand ich sie manchmal fast kalt und berechnend, wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse deutlich in den Vordergrund stellt. Das war es auch, was mich in ihrer Beziehung mit Hades am meisten gestört hat, sie sagt immer wieder, wie wichtig es ihr ist, Menschen nicht vorschnell zu verurteilen, sie tut aber genau das mit Hades. Sie hat eine vorgefertigte Meinung von ihm und sie rückt davon weder ab noch lässt sie ihn irgendetwas erklären. Statt zu reden schlafen sie dann miteinander und jedes Problem löst sich dann in Wohlgefallen auf, es wäre ja auch zu einfach, das Problem wirklich zu lösen. Das hat mich mit der Zeit wirklich gestört, sodass ich bei den Sexszenen teilweise nur die Augen verdreht habe, weil ich sie manchmal extrem unpassend fand. Hades mochte ich etwas lieber als Persephone, aber ebenso wie sie hat er für mich einfach viel zu wenig Tiefe, dabei hat er diese als Herr der Unterwelt durchaus zu bieten und ich habe nahezu verzweifelt darauf gewartet, dass mich seine Zerrissenheit emotional berührt und ich fühlen kann, wie schwer ihm seine Rolle als Gott fällt, doch ich hatte immer das Gefühl, dass das alles bei mir nur gedämpft ankam, was eben auch dazu geführt hat, dass ich nicht so richtig mit ihnen mitfiebern konnte.

Dazu trägt auch bei, dass die Nebencharaktere nahezu keine Rolle spielen. Ich bin kein großer Fan davon, dass sich ein Buch nur um die Liebesgeschichte von zwei Figuren dreht und die Nebenfiguren nur schmückendes Beiwerk sind. Leider ist das hier so sehr der Fall wie ich es selten in einem Buch erlebt habe. Ein gutes Beispiel dabei ist Persephones beste Freundin Lexa, die immer mal wieder auftaucht, wenn sie nützlich ist, aber nahezu keinen wirklichen Charakter hat und auf die verschiedensten Enthüllungen von Persephone fast schon mit Gleichmut reagiert. Auch die Antagonisten bleiben leider so unglaublich blass, dass ihre Motive nahezu banal wirken und ich davon ehrlich enttäuscht war, weil ich gehofft hatte, dass mehr dahintersteckte.

Alles in allem habe ich vermutlich deutlich zu viel von diesem Buch erwartet, dass ich einfach nur enttäuscht werden konnte, aber der Ansatz und die Idee des Buches war wirklich gut und ich hatte mich einfach darauf gefreut, zu sehen, wie die antike Mythologie hier in die Moderne gebracht wird. Leider konnte mich abseits der Idee so gut wie nichts vollkommen überzeugen, Persephone und Hades bleiben blass und schaffen es nicht, mich emotional zu berühren, während die Story fast schon uninspiriert ist. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, was im zweiten Band noch passieren soll, weil die Geschichte für mich auserzählt ist und werde die weiteren Teile deswegen wohl nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 15.05.2022

Eindrucksvoller Fantasyroman

Die Wächterinnen von New York
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Das Cover fand ich auch den ersten Blick ein bisschen seltsam, fast schon altmodisch und so gar nicht wie ein typischer Fantasy-Roman und ich hätte es in einer Buchhandlung vermutlich eher nicht beachtet. ...

Das Cover fand ich auch den ersten Blick ein bisschen seltsam, fast schon altmodisch und so gar nicht wie ein typischer Fantasy-Roman und ich hätte es in einer Buchhandlung vermutlich eher nicht beachtet. Nach dem Lesen des Buches finde ich es aber extrem passend für das Buch, weil es nahezu ideal das Verschwimmen der Ebenen in New York darstellen.

Die Geschichte klingt auf den ersten Blick sehr außergewöhnlich: Jede Stadt hat eine Seele und New York bildet dabei keine Ausnahme. In Angesicht einer Bedrohung durch eine weiße Bedrohung bildet die Stadt fünf Avatare pro Stadtviertel aus, die so unterschiedlich wie die Stadt selbst sind: Brooklyn, die ehemalige Rapperin, die nun als Anwältin arbeitet, Manny, der versucht, die Bedrohung mit Geld zu bekämpfen, Aisling, die Staaten Island nur selten verlässt, Bronca, die ihr Leben lang versucht hat, die Kunstschaffenden der Stadt zu unterstützen und Padmini, die mit ihrem scharfen Verstand versucht, etwas zu verändern. Sie alle haben plötzlich neue Kräfte, die ihnen helfen sollen, die Stadt zu retten und die bösen Einflüsse, die in ihrer Stadt herrschen zu besiegen, doch das Böse ist stärker als gedacht.

Ich fand die Idee der Geschichte extrem spannend und war sehr gespannt, wie die Autorin die Geschichte umgesetzt hat. Ihr Schreibstil ist jedenfalls einzigartig und sehr mitreißend. Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, bei dem die Art des Schreibens es schafft, Bilder von der Handlung zu zeichnen, die sich nahezu in das Gedächtnis einbrennen. Ich fand es unglaublich, dass ich während des Lesens immer wieder das Gefühl hatte, mich mitten in New York zu befinden, die Sirenen zu höre und die Wolkenkratzer zu sehen, während ich zusehen muss, wie das Böse langsam die Menschen infiziert.
Auch die Charaktere fand ich sehr spannend gezeichnet, weil sie so unterschiedlich waren und dennoch die Stadt nahezu perfekt repräsentieren. Ich habe sie alle direkt vor mir gesehen und konnte ihre Emotionen und Gefühle extrem gut nachempfinden. Vor allem Aisling hat es mir irgendwie angetan, vielleicht weil ich sie zu Beginn man liebsten geschüttelt hätte und sie angeschrien, wie man nur so denken kann. Dennoch zeigt gerade sie, dass man immer auch ein Teil seiner Umgebung ist und sich ändern kann. Doch auch die anderen sind wirklich wundervoll gezeichnet und sorgen dafür, dass ich mit ihnen mitfiebere.

Ich hatte allerdings vor allem Beginn ein paar Probleme im Kopf zu behalten, was genau jedem Charakter nochmal passiert ist, weil die Kapitel teilweise recht lang sind und man sie teilweise erst nach einigen Seiten wiedertrifft. Das hat mich manchmal echt etwas rausgebracht und es mir erschwert, der Geschichte so richtig zu folgen.

Alles in allem ist besonders die Idee der Geschichte wirklich außergewöhnlich und fesselnd, auch wenn ich manchmal ein paar Probleme hatte, so richtig in die Story zu finden und mich von ihr fesseln zu lassen.

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