Enttäuschend wenig Spannung
Der Ruf der toten MädchenDas Cover gefällt mir hervorragend, es verspricht viel Mystik und Spannung, die das Buch leider nicht halten kann, aber dazu mehr später.
Alex Ripley ist Expertin für übernatürliche Phänomen und wird von ...
Das Cover gefällt mir hervorragend, es verspricht viel Mystik und Spannung, die das Buch leider nicht halten kann, aber dazu mehr später.
Alex Ripley ist Expertin für übernatürliche Phänomen und wird von einer Freundin hinzugezogen, als in der kleinen Gemeinde Kirkdale innerhalb weniger Monate zwei Mädchen Selbstmord begehen. Kurz vor ihrem Tod verhielten sich die Mädchen seltsam und eine der beiden sprach immer wieder von einem Engel, der sie besuchte. Das strenggläubige Dorf versucht allerdings nicht die Motive der Mädchen zu verstehen, sondern verurteilt die Selbsttötungen und schließt die Familien systematisch aus. Alex trifft bei ihren Ermittlungen auf ein Geheimnis der Vergangenheit, das noch immer Tote fordert.
Die ersten Seiten des Romanes habe ich verschlungen und war wirklich auf die Auflösung der Geschichte gespannt, das änderte sich aber leider im Laufe des Buches. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere des Buches nicht so richtig greifbar waren. Klar bekommen wir Eindrücke von Alex und ihrem Leben, aber ich könnte auch nach Ende des Buches sie nicht richtig beschreiben. Dadurch nimmt man auch nicht wirklich Anteil an ihrem Leben und den Ermittlungen. Auch die Dorfbewohner bleiben blass und treten zumeist als Masse von Kirchgängern auf. Dazu kommt noch, dass das Buch voller Klischees, sowohl gegenüber den blinden, gottesfürchtigen Dorfbewohnern als auch in der Auflösung der Tode der Mädchen. Dies führte dazu, dass ich das Buch zwar durch den recht soliden Schreibstil schnell gelesen hatte, aber durch das Fehlen von Spannung und Kreativität keinen weiteren Teil lesen wollen würde.