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Veröffentlicht am 11.08.2025

Wundervoller Abschluss der Reihe

Was wir leise hofften
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Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne, es passt hervorragend zu den anderen Büchern der Reihen und sieht einfach hervorragend im Regal aus. Der einzige Kritikpunkt ist vielleicht, dass sich die ...

Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne, es passt hervorragend zu den anderen Büchern der Reihen und sieht einfach hervorragend im Regal aus. Der einzige Kritikpunkt ist vielleicht, dass sich die Teile wirklich sehr ähneln und ich zwischendurch doch noch einmal nachschauen musste, welches jetzt welches ist.

Auf die Geschichte habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut: Willow Kingsley ist immer unterwegs, selten hält sie es länger an einem Ort aus, selbst wenn sie ihren Heimatort Honey Creek und ihre Familie von Herzen liebt. Deswegen nimmt sie auch das Angebot ihrer Freundin Molly an, ihren Sommer bei ihr und ihrem Mann zu verbringen, die unbedingt Hilfe in ihrem Restaurant brauchen. Während dieser Zeit kommt Willow bei Mollys mürrischen Enkel Theo Langford unter, der überhaupt nicht weiß, wie er mit der quirligen Frau umgehen soll. Doch je mehr sie sich kennenlernen, desto mehr erkennt Willow, dass sich hinter der kalten Fassade ein zutiefst verletzter Mann verbirgt, der alles für die Menschen gibt, die ihm wichtig sind. Diese Gefühle kennt sie selbst besser, als sie sich eingestehen will und Theo schafft es, mit nur einem Blick hinter die Fassade zu schauen, die sie sich so mühevoll aufgebaut hat. Doch Willow ist noch nicht bereit, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, während Theo von seiner längst eingeholt wurde.

Ich liebe den Schreibstil von Brittainy Cherry einfach. Sie schafft es jedes Mal wieder, mich ab der ersten Seite in die Geschichte zu ziehen und mich so sehr zu fesseln, dass ich kaum aufhören konnte, zu lesen. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, weil es mir der leichte, poetische Schreibstil es so leicht gemacht hat, in die Geschichte zu finden.

Aber auch die Charaktere konnten mich direkt für sich einnehmen. Ich kannte Willow schon aus den vorherigen Teilen und wollte unbedingt wissen, was hinter ihrer immerzu fröhlichen Fassade und der ständigen Unruhe steckt. Ich mochte sie schon vorher, weil sie trotz dessen, dass sie immer unterwegs ist, doch immer für ihre Familie da ist. So richtig in mein Herz geschlossen, habe ich sie dann aber in diesem Buch. Ich mochte zu sehen, wie sehr sie sich für Molly einsetzt, die trotz des Altersunterschiedes eine gute Freundin geworden ist, sodass sie nicht zögert, sie zu unterstützen, als ihr Mann krank wird. Das zeigt einfach schon, was für ein guter Mensch Willow ist. Ihre Fröhlichkeit und Unbeschwertheit ist zwar manchmal aufgesetzt, aber sie interessiert sich dennoch aufrichtig für Menschen und versucht diesen zu helfen, das liegt einfach in ihrer Natur. Im Gegensatz dazu scheint es zunächst, als würde Theo Menschen grundsätzlich aus dem Weg gehen, es sei denn es handelt sich um seine Großeltern oder seinen Neffen. Erst im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass er zwar das Alleinsein durchaus mag, aber dass es aber auch pure Notwendigkeit ist, um sich vor weiteren Verletzungen durch andere Menschen zu schützen. Es hat mir das Herz gebrochen zu sehen, wie sehr Theo immer wieder im Stich gelassen wurde, obwohl diese Personen sich eigentlich um ihn hätte kümmern sollen. Umso glücklicher war ich, dass seine Großeltern Molly und Henry ihm eine so wichtige Stütze in seinem Leben sind und er dieses Gefühl auch seinem Neffen mitgeben kann, der immer mal wieder Abstand zu seinem Vater braucht. Ich fand ihn anderen gegenüber zwar oft unnötig grob, aber mir war gleichzeitig auch klar, dass er selbst nie auch nur etwas Verständnis bekommen hat und sich dadurch nur zu schützen versucht.

Die Story war nicht besonders außergewöhnlich. Das muss sie aber auch nicht sein, weil vor allem die Beziehung zwischen Theo und Willow im Vordergrund steht. Bei vielen anderen Büchern hätte es mich gestört, wie sich die Geschichte um die beiden dreht, aber hier ist das nicht der Fall. Das liegt vor allem daran, dass bei beiden eine große charakterliche Weiterentwicklung stattfindet, an der der jeweils andere seinen Anteil hat, aber sie dadurch dennoch nicht ihre Persönlichkeit verlieren. Ich fand es unglaublich spannend zu sehen, wie sie einander gegenseitig den Raum geben, sich zu entfalten, aber dennoch den anderen konstant dabei unterstützen.

Alles in allem habe ich die komplette Reihe unglaublich gerne gelesen und mich gefreut, dass alle Kingsley-Schwestern die perfekten Partner gefunden haben und ich kann Honey Creek mit einem guten Gefühl hinter mir lassen, auch wenn ich die angenehme Atmosphäre der Kleinstadt durchaus vermissen werde.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Emotionale Geschichte über zweite Chancen

In Case We Forget
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Ich bin beim Cover etwas zwiegespalten, weil es perfekt zur Geschichte passt, indem es wie eine Akte für einen Gerichtsprozess aussieht. Allerdings sind sich die Cover bei allen Teilen so ähnlich, dass ...

Ich bin beim Cover etwas zwiegespalten, weil es perfekt zur Geschichte passt, indem es wie eine Akte für einen Gerichtsprozess aussieht. Allerdings sind sich die Cover bei allen Teilen so ähnlich, dass ich jedes Mal nachgucken musste, welches welches ist.

Die Story war da schon außergewöhnlicher: Jude Darling hat es als Neffe einer der Partnerinnen bei Gold, Bright & Partners nicht leicht, er muss sich doppelt so hart beweisen und liegt im Ranking trotzdem weit hinten. Eine letzte Chance hat er noch, als er in einer Kneipe eines Abends auf Nathan trifft und betrunken zustimmt, ihn bei seiner Scheidung zu vertreten. Obwohl er sich eigentlich auf Wirtschaftsrecht spezialisieren wollte, beginnt sich Jude in die Details des Familienrechts einzulesen, um seinen Mandanten, der sich zudem noch auf seiner Couch einquartiert hat, bestmöglich zu vertreten. Doch dann trifft er die Anwältin der Gegenseite, bei der es sich ausgerechnet um seine Ex-Freundin Nora handelt, die ihn damals ohne ein Wort verlassen hat. Während intensiver Verhandlungen der Scheidung kommen sich die beiden wieder näher, doch dabei reißen auch alte Wunden wieder auf und diesmal könnte es die beiden endgültig zerstören.

Ich mochte die vorherigen Bücher der Reihe und vor allem die Geschichte von Laurel und Aaron wirklich gerne, aber ich habe trotzdem recht lange gebraucht, um dieses Buch anzufangen. Als ich dann aber die ersten Seiten gelesen hatte, habe ich das echt bereut, weil mich die Geschichte direkt gefesselt hat. Das liegt auch an dem wirklich guten Schreibstil, der zwar ebenso ruhig ist wie in den anderen Teilen, aber durch die Dynamik der Geschichte schnell an Fahrt gewinnt und ich nur so durch die Geschichte geflogen bin.

Ich mochte Jude schon in den ersten beiden Teilen, weil klar war, dass hinter seinem Verhalten deutlich mehr steckt, als dass er einfach gemein ist. Außerdem hat er sowohl gegenüber Gracie als auch Laurel schon bewiesen, dass er anders kann. Das wird in diesem Buch einmal mehr deutlich. Man merkt deutlich, wie tief er in seiner Kindheit immer wieder verletzt wurde und dass er sich davon nie erholt hat. Es tat weh, mitzuerleben, wie wenig er sich selbst mag. Ich habe gehasst zu sehen, wie er sich immer wieder selbst verletzt, indem er andere ausschließt und es ihnen so gar nicht möglich macht, ihn zu mögen. Gerade deswegen war ich so froh zu erleben, als er langsam auftaut. Nathan zwingt ihn durch seine bloße Anwesenheit natürlich förmlich dazu, aber ich mochte zu sehen, wie er immer wieder seine Mauern durchbricht und dafür sorgt, dass Jude auch anderen Menschen wieder zugänglicher wird. Bei Nora ist es anders, weil sie ihn schon aus ihrer gemeinsamen College Zeit kennt und mehr über ihn weiß, aber trotzdem hat er sie nie wirklich an sich herangelassen. Ich konnte gut verstehen, warum sich beide so schwer damit getan haben, wieder aufeinander zuzugehen, obwohl von Anfang an klar war, dass sie einander nie aufgehört haben zu lieben. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass sie es schaffen, ihre Dämonen zu überwinden und zusammen glücklich zu werden.

Die Geschichte hat mich ebenfalls mehr gefesselt, als ich zu Beginn erwartet habe. Ich wollte unbedingt wissen, was zwischen Nora und Jude damals vorgefallen ist, aber mindestens ebenso sehr hat mich die Scheidung von Nathan und Lilah gefesselt, weil ich wirklich nicht wusste, was ich beiden gewünscht habe. Es hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass es auch im Familienrecht Anwälte gibt, die sich für ihre Mandanten einsetzen und dafür kämpfen, dass ihre Rechte durchgesetzt werden.

Alles in allem habe ich das Buch deutlich mehr geliebt, als ich es zu Beginn erwartet hättet, was vor allem an Jude und Nora als Charakteren liegt, die ich direkt fest in mein Herz geschlossen habe und mit denen ich verzweifelt auf ein Happy End hingefiebert habe.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Mitreißende Geschichte mit tollen Charakteren

Variation – Für immer oder nie
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Die Gestaltung des Buches trifft nicht so ganz meinen Geschmack. Ich finde, dass die Abbildung eines Seerosenteichs mit schwimmenden Fischen irgendwie so gar nicht zur Geschichte passt. Ich habe mir das ...

Die Gestaltung des Buches trifft nicht so ganz meinen Geschmack. Ich finde, dass die Abbildung eines Seerosenteichs mit schwimmenden Fischen irgendwie so gar nicht zur Geschichte passt. Ich habe mir das Buch ehrlich gesagt nur genauer angesehen, weil es von Rebecca Yarros ist und ich ihre Art eine Geschichte zu erzählen sehr gerne mag. Zudem passt der Titel hervorragend zu der Geschichte, allerdings hätte man auch das Cover eher in die Ballett-Richtung gestalten oder anstatt des Teichs das Meer abbilden können.

Die Story hat mich da schon mehr gereizt: Als Allie Rousseau nach einer schweren Ballett-Verletzung in ihr Haus an der Küste von Cape Cod zurückkehrt, ist sie am Ende. Sie versucht, sich ganz auf ihre Genesung zu konzentrieren, während sie sich immer mehr zurückzieht. Das ändert sich, als eines Tages Juniper vor der Tür steht und ihre leibliche Mutter sucht. Dabei handelt es sich ausgerechnet um die Nichte ihres ehemaligen besten Freundes Hudson, der sie im Stich gelassen hat, als sie ihn am meisten gebraucht hätte. Nun muss sie widerwillig mit Hudson zusammenarbeiten, denn Juniper möchte nichts lieber als ebenso wie Allie und ihre drei Schwestern Ballett tanzen, ihre Mutter ist aber strikt dagegen. Um sie überzeugen zu können, schlägt Hudson vor, dass Allie sich als seine Freundin ausgeben und ihn auf Familienfeste begleiten kann. Um Junipers Willen stimmt sie zu und stellt im Laufe der Zeit fest, wie viel ihr Hudson noch immer bedeutet. Doch nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die die zarte Verbindung der beiden auf eine harte Probe stellen.

Ich war mir nicht so richtig sicher, was ich von dem Buch erwarten sollte, weswegen es mir vermutlich deutlich besser gefallen hat, als ich zunächst erwartet hätte. Das liegt auch an dem wirklich tollen Schreibstil von Rebecca Yarros, der mich von den ersten Seiten komplett in die Geschichte gezogen hat und ich wirklich förmlich durch sie hindurch geflogen bin.

Dazu tragen auch die Charaktere einen erheblichen Teil bei. Ich mochte Hudson und Allie schon ab ihrem ersten Aufeinandertreffen und habe sie im Laufe der Geschichte nur umso mehr in mein Herz geschlossen. Ich habe mit Allie mitgelitten, als sie sich durch die Aufführung ihrer wichtigsten Rolle trotz großer Schmerzen quält und letztlich sogar ihre Achillessehne reißt. Viel schlimmer fand ich aber, wie enttäuscht ihre Mutter ist und wie viel wichtiger dieser der Erfolg ihrer Töchter ist, als dass sie glücklich sind. Es tat wirklich weh zu sehen, dass dies Allie immer irgendwie quält und wie sehr sie versucht, wieder fit zu werden, obwohl ich mir nie sicher war, ob sie das Tanzen wirklich liebt oder es mehr aus Gewohnheit macht und weil sie gut darin ist. Gerade deswegen mag ich Hudson auch so gerne. Er fordert sie immer wieder heraus, sich ihren Gefühlen zu stellen, ihre Emotionen rauszulassen und ihre Entscheidungen doch zu hinterfragen. Natürlich war es nicht gut, dass er Allie nach ihrem furchtbaren Unfall alleine gelassen hat, aber es gefiel mir, wie er ihr immer wieder zur Seite steht, dass er immer ehrlich damit ist, wie viel sie ihm bedeutet und sich selbst von ihren hohen Mauern nicht abschrecken lässt. Auch die Nebencharaktere mochte ich recht schnell. Vor allem Juniper fand ich unglaublich unterhaltsam, sie ist zwar erst zehn, weiß aber ganz genau, was sie will und wie sie es bekommt. Ich fand faszinierend mit was für einer Präzision sie die Umsetzung ihrer Pläne verfolgt und damit erstaunlich oft Erfolg hat. Ich finde zwar auch, dass Hudson und Allie viel früher mit Junipers Mutter Caroline über deren Pläne hätten sprechen müssen, schließlich sucht sie ihre leiblichen Eltern und dabei sollten ihre Adoptivmutter definitiv mit eingebunden sein. Gleichzeitig verstehe ich aber auch, dass Caroline seit dem Tod ihres Mannes übervorsichtig ist und Allie sehr wahrscheinlich jede Chance verwehren würde, mehr Zeit mit ihrer Nichte zu verbringen. Bei Allies Schwestern fiel es mir ein wenig schwerer, sie in mein Herz zu schließen. Anne mochte ich noch recht gerne, auch wenn ich es mir nicht gefiel, dass sie Allie so wenig gegen ihre Mutter unterstützt, aber Eva hat es mir schon sehr schwer gemacht. Ich habe verstanden, warum sie auf bestimmte Arten handelt, aber das bedeutet nicht, dass es gut geheißen habe, besonders wenn sie die Gefühle ihrer Schwestern mal wieder übergangen hat.

Alles in allem habe ich die Geschichte wirklich gerne gelesen. Ich mochte den fesselnden Schreibstil ebenso wie die Charaktere, die ich von Anfang an in mein Herz geschlossen habe. Die Story ist vielleicht nicht außergewöhnlich, aber das braucht das Buch auch gar nicht, weil die Verbindungen zwischen den verschiedenen Personen komplett ausreichend sind, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Extrem spannende Geschichte

Not Quite Dead Yet
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Das Cover gefiel mir auf den ersten Blick nicht besonders gut, weil es einfach nicht aus der Masse heraussticht. Beim zweiten Blick allerdings wurde mir bewusst, wie perfekt es zum Inhalt der Geschichte ...

Das Cover gefiel mir auf den ersten Blick nicht besonders gut, weil es einfach nicht aus der Masse heraussticht. Beim zweiten Blick allerdings wurde mir bewusst, wie perfekt es zum Inhalt der Geschichte passt. Die Darstellung von eine Gehirnscan und den Verletzungen, die scheinbar langsam größer werden, spielen in der Geschichte eine so große Rolle, dass es eine perfekte Wahl fürs Cover ist.

Die Geschichte fand ich auf den ersten Blick spannend: Jet Mason ist die Tochter einer der einflussreichsten Familien in Woodstock, Vermont und weiß mit 27 Jahre noch nicht so richtig, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Seit sie wieder zuhause eingezogen ist, versucht sie ihren Platz im Leben zu finden, bis sie am Abend der großen Halloween-Kirmes brutal angegriffen und niedergeschlagen wird. Als sie wieder erwacht, teilen ihr die Ärzte mit, dass sie höchstens noch eine Woche hat, bis sie an einem Aneurysma sterben wird. Doch Jet will ihre letzten Tage auf keinen Fall im Krankenhaus verbringen, sondern sie setzt alles daran, ihren eigenen Mord aufzuklären. Zusammen mit ihrem besten Freund aus Kindheitstage Billy nimmt Jet keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer, sondern beginnt nach und nach die dunklen Geheimnisse der Menschen in dem kleinen Ort aufzudecken, wobei sie auch vor nicht vor denen ihrer Familie zurückschreckt.

Ich liebe den Schreibstil von Holly Jackson. Sie hat einfach eine besondere Art, den Leser direkt in die Geschichte zu ziehen und die Spannung während des gesamten Buches hochzuhalten. Das ist auch bei dieser Geschichte so, allerdings habe ich diesmal, anders als bei den Jugend-Thrillern, etwas länger gebraucht, um so richtig in die Geschichte zu finden. Das mag auch daran liegen, dass er nicht ganz so leicht und locker ist, was aber den Fluss der Story, wenn man erst einmal drin ist, keinen Abbruch tut.

Mit den Charakteren hatte ich zu Beginn auch ein bisschen meine Probleme. Ich musste mich wirklich erst daran gewöhnen, wie direkt und gnadenlos Jet gegenüber den Menschen um sich herum ist und keinerlei Rücksicht auf deren Gefühle nimmt. Dazu kommt, dass man vor dem Mordanschlag nicht wirklich Zeit hatte, Jet als Person kennenzulernen und schwierig ist, zu beurteilen, ob sie schon immer so war oder das erst dadurch kommt, dass sie nun einfach keine Zeit mehr hat, Rücksicht zu nehmen. Dadurch hatte ich etwas Schwierigkeiten, mir ein klares Bild von ihr zu machen. Im Verlauf des Buches habe ich sie aber mehr und mehr ins Herz geschlossen. Zwar fand ich sie manchmal unnötig gemein, vor allem gegenüber Billy, der ihr wirklich immer nur helfen will. Ich konnte aber mit der Zeit immer besser verstehen, sie will einfach nicht, dass die Menschen um sie herum sie vermissen, wenn sie dann wirklich stirbt. Während Jet es langsam durch ihren unerschütterlichen schwarzen Humor in mein Herz geschafft hat, ging das bei Billy deutlich schneller. Man merkt von Anfang an, dass Jet ihm viel bedeutet und ich fand es bewundernswert, was er alles tut, damit sie ihren eigenen Mord aufklären kann.

Die Story als Ganze fand ich ebenfalls ziemlich gelungen. Ich habe schon lange (vielleicht noch nie) eine Geschichte gelesen, in der eine Person ihren eignen Mord aufklären will, sich mit der Auflösung aber sehr wahrscheinlich nicht selbst retten kann. Ich saß, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, noch eine Weile da und habe über die Handlung und die Charaktere nachgedacht, weil ich mich gefragt habe, was hätte passieren müssen, damit man manches hätte verhindern können.

Alles in allem mochte ich die Geschichte richtig gerne, auch wenn ich mich erst daran gewöhnen musste, dass es sich diesmal um einen Thriller mit erwachsenen Protagonisten handelt und nicht um Teenager. Holly Jacksons Schreibstil ist aber auch in diesem Buch mitreißend, unterhaltsam und fesselnd, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin und nach und nach die Charaktere fest in mein Herz geschlossen habe, sodass ich das Ende des Buches gar nicht erreichen wollte, um sie nicht loslassen zu müssen.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Tolles Setting, das leider nicht genutzt wird

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Das Cover des Buches ist recht gelungen. Ich mag die Darstellung des aufgewühlten Wassers unter den Klippen, weil es zum einen perfekt zum Setting passt und zum anderen ein schönes Sommerbuch verspricht. ...

Das Cover des Buches ist recht gelungen. Ich mag die Darstellung des aufgewühlten Wassers unter den Klippen, weil es zum einen perfekt zum Setting passt und zum anderen ein schönes Sommerbuch verspricht. Allerdings sticht es nicht besonders aus der Masse heraus und ich bin mir nicht sicher, ob ich es in der Buchhandlung in die Hand genommen hätte.

Die Story als solche hat mich durchaus gereizt: Als Sutton für ihr drittes Jahr als Malibu Lifeguard zurückkehrt, ist alles anders. Erstmals ist auch ihre beste Freundin Layla Teil des Teams und Sutton will das, was im letzten Jahr passiert ist, zwischen hartem Training und wilden Partys vergessen. Doch als ein Wasserrohrbruch dazu führt, dass Sutton notgedrungen bei dem Rettungsschwimmer Ben einziehen muss, fällt ihr das plötzlich schwer, denn er ist unmittelbar mit ihrem Geheimnis verbunden. Obwohl Ben zudem Laylas Ex ist, der ihr ihr Herz gebrochen hat, kommen sie einander immer näher, bis sich die Ereignisse plötzlich überschlagen und auch Suttons Vergangenheit wieder aufgewühlt wird.

Ich habe mich bei diesem Buch sehr auf ein sommerliches Setting an den Stränden Malibus in Kombination mit etwas Geheimnis und Liebesgeschichte gefreut, leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht so ganz erfüllen. Dabei ist der Schreibstil durchaus gut. Ich brauchte zwar ein bisschen, um so richtig in die Geschichte zu finden, aber danach konnte ich dann durchaus gut in einem Zug durchlesen.

Mein Problem war eher, dass ich mich auf ein bestimmtes Setting gefreut habe und das nur ganz am Anfang wirklich eingefangen wurde. Ich hatte mich wirklich darüber zu lesen, wie die Rettungsschwimmer arbeiten, wie sie als Team zusammenwachsen und eben auch wie hart die Einsätze mitunter sein könne. Das spielt aber in meiner Wahrnehmung eine erstaunlich kleine Rolle in der Geschichte, obwohl nahezu alle handelnden Personen Lifeguards sind. Man erlebt gefühlt zwei Einsätze mit und der Rest der Handlung kreist vor allem um Ben und Suttons Beziehung. Das fand ich ein bisschen schade, dabei geht mir gar nicht darum, dass es immer dramatische Momente geben muss, bei denen es um Leben und Tod geht, dass das nicht einen Großteil des Alltags ausmacht, ist mir auch bewusst. Aber genau von diesem Alltag hätte ich gerne mehr gesehen. Egal ob es um Patrouillen am Strand, Aufsicht in den Türmen oder Versammlungen im Hauptquartier handelt. Ich hatte immer das Gefühl, als würde ich davon hören, es aber nicht wirklich miterleben. Das führt auch dazu, dass die Nebencharaktere kaum kennengelernt habe. Klar fand ich Jackson ganz unterhaltsam, aber er kam oft mehr in Bens Gedanken vor, als dass ich ihn wirklich treffen konnte. Ähnlich ging es mir mit Layla. Sutton erklärt immer wieder, wie gut sie befreundet sind, aber man merkt das während des Lesens nicht so richtig, weil Sutton sich entweder wegen der Ereignisse von vor einem Jahr vor ihr zurückzieht oder weil sie Gefühle für Ben hat. Ich hatte nie das Gefühl, Layla richtig kennenlernen zu können und konnte deswegen auch nur theoretisch verstehen, warum Ben eigentlich tabu für Sutton sein sollte. Ich dachte auch recht lange, dass die beiden nicht wirklich zusammen waren, sondern zwar viel Zeit miteinander verbracht haben und da auch mehr war, aber dass sie ein richtiges Paar waren, kam erst recht spät in einem Gespräch zur Sprache, was mich dann doch leicht irritiert hat. Hier hätte ich es einfach besser gefunden, wenn Sutton ehrlich gewesen wäre. Sie kennt ihre Freundin schon ewig, aber sie sprechen beide nie so richtig miteinander. Ich hatte oft den Eindruck, dass sie sich lediglich flüchtig kennen, aber nicht, dass sie schon lange beste Freundinnen sind. Ich hatte immer ein bisschen das Gefühl, ein Beobachter der Charaktere zu sein. Eine Person, die neben ihnen steht, aber nicht alles mitbekommt und wenn, dann nur in kleinen Häppchen, die immer wieder neu zusammengesetzt werden.

Die Handlung hat mich leider auch nicht so richtig gefesselt. Ich habe mir das, was im letzten Jahr passiert ist, schon vorher grob zusammengereimt. Natürlich wusste ich nicht alle Einzelheiten, aber zumindest einen großen Teil habe ich mir so ähnlich gedacht. Das hat deswegen nicht unbedingt dazu geführt, dass mich die Geschichte komplett gefesselt hat, da war der Sturz von den Klippen und das unbekannte Tagebuch schon deutlich spannender. Mir ist bewusst, dass das alles zusammenhängt, aber es wird für meine Begriffe trotzdem viel zu wenig thematisiert. Das wird natürlich bei Layla und Jacksons Geschichte noch einmal eine größere Rolle spielen, aber mich hat es eher enttäuscht, dass es nicht mehr Entwicklung in der Hinsicht gab, selbst wenn dies dann im nächsten Ban vertieft wird.

Alles in allem hätte ich das Buch besonders wegen des Settings gerne richtig gut gefunden, aber leider konnte es mich nicht so richtig überzeugen. Ich mochte die Charaktere, aber hatte nie das Gefühl, sie wirklich kennenlernen zu können. Außerdem konnte mich die Story nie so fesseln, wie ich es zu Beginn gehofft hatte. Ich denke, ich werde dennoch den zweiten Band lesen, weil ich trotzdem wissen will, was genau jetzt an den Klippen passiert ist und was Jackson damit zu tun hat (oder auch nicht).

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