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Veröffentlicht am 10.06.2025

Wichtige Thematik, die manchmal etwas kurz kommt

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Das Cover des Buches ist wirklich schön gestaltet, gleichzeitig passt es aber auch hervorragend zu der Geschichte. Das liegt vor allem daran, dass die Schönheit gleichzeitig durch den dunklen Hintergrund ...

Das Cover des Buches ist wirklich schön gestaltet, gleichzeitig passt es aber auch hervorragend zu der Geschichte. Das liegt vor allem daran, dass die Schönheit gleichzeitig durch den dunklen Hintergrund ein bisschen bedrohlich wirkt.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Als Lolas Mitbewohnerin Vivian nach einem Streit der beiden nicht nach Hause kommt, weiß sie einfach, dass er ihr etwas passiert ist und dass es mit Vivis neuem Freund Pascal zu tun haben muss. Doch bei der Polizei unternimmt man nichts, schließlich ist sie erwachsen und hat die Wohnung freiwillig verlassen. Also stellt Lola gemeinsam mit Vivis Halbbruder Elias, der plötzlich in der WG auftaucht, eigene Ermittlungen an. Während sie herausfinden, dass Pascal nicht der ist, für den er sich ausgibt, kommen sich auch Lola und Elias näher. Doch auch dieser verschweigt Lola einen Teil seiner Vergangenheit.

Ich war wirklich gespannt auf die Geschichte, weil sie einfach ein bisschen anders zu sein schien, komplett überzeugen konnte sie mich allerdings dann doch nicht. Das liegt allerdings nicht an dem Schreibstil, der es schafft, mich schon auf den ersten Seiten fest in seinen Bann zu ziehen und mich dann auch nicht mehr so schnell loslässt. Das liegt auch den recht kurzen Kapiteln, die abwechselnd aus der Sicht von Lola und Elias erzählt werden, sodass ich vor allem zu Beginn nahezu durch die Seiten geflogen bin.

Diese zwei Perspektiven sind gleichzeitig aber auch ein bisschen mein Problem mit dem Buch. Das Buch beginnt mit dem ersten Kennenlernen von Vivi und Pascal, doch danach bekommt man ihre Sicht nur noch in Häppchen durch ihre Notizen mit. Ich finde aber gerade das Kennenlernen von ihr und Pascal, die Entwicklung ihrer Beziehung und ihre Abhängigkeit zu ihm spannend und das kam mir manchmal ein wenig zu kurz. Es gibt durchaus noch Einblicke darin, was genau passiert ist, aber mir fehlte ein bisschen das aktive Miterleben, wie er sich ihr gegenüber verhält, zumal genau diese Beziehung eine so große Rolle in der Geschichte einnimmt. Auch mit Lola und Elias hatte ich immer mal wieder so meine Probleme. Ich mochte vor allem Lola dabei eigentlich sogar recht gerne, weil sie weiß, was sie will und sich dafür auch einsetzt, zumindest in einem gewissen Maße. Allerdings fand ich ihr Verhalten nicht immer konsistent. Manchmal spricht sie über manche Dinge, tut sie dann aber letztlich ganz anders. Zudem ist sie weder gegenüber ihrer besten Freundin noch gegenüber ihrem Vater ehrlich, was mich mit der Zeit immer mehr gestört hat, weil beide verstanden hätte, warum sie gerade keine Unikurse belegen kann. Schlimmer finde ich aber, wie unehrlich Elias ist, weil der nahezu von Anfang an alle belügt. Ich kann sogar verstehen, dass das ein Mechanismus ist, den er von frühester Kindheit an, ebenso wie Vivian genauso gelernt hat. Es hat mich trotzdem geärgert, dass er sich nicht zumindest Lola gegenüber öffnet, als sie ihm Dinge anvertraut, die sie noch niemandem erzählt hat. Das hat ihn mir dann auch tatsächlich unsympathisch gemacht. Sie sind natürlich in keiner Beziehung, aber sie beginnt ihm zu vertrauen und er findet es nicht einmal notwendig, ihr zu sagen, dass er ihr noch nicht alles erzählt hat. Dadurch konnte ich auch nicht so richtig mit ihnen beiden mitfiebern, weil ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt wollte, dass Lola und Elias am Ende zusammenkommen.

Der Rest der Geschichte hat mich mehr gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, was mit Vivi passiert ist und ob sie es schaffen, sie zu finden, bevor es zu spät ist. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass es zu viele Handlungsstränge gibt, die immer wieder aufblitzen, aber zum Teil nicht richtig ausgearbeitet wurden, weil ihnen einfach nicht genug Raum zur Entfaltung gegeben waren.

Alles in allem fand ich die Idee des Buches wirklich spannend, aber die Umsetzung konnte mich nicht vollkommen überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass ich mit Elias nicht warm geworden bin und es mich geärgert hat, dass er nicht ehrlicher zu Lola war. Dennoch finde ich die Hintergründe zu Loverboys und ihren Maschen sehr interessant, hätte es aber gerne noch mehr in den Fokus der Geschichte gestellt.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Mitreißende Liebesgeschichte

Great Big Beautiful Life
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Das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht so richtig überzeugen können, vor allem weil mir die Farbgestaltung nicht so richtig gefiel. Nachdem ich aber die Geschichte gelesen habe, denke ich etwas ...

Das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht so richtig überzeugen können, vor allem weil mir die Farbgestaltung nicht so richtig gefiel. Nachdem ich aber die Geschichte gelesen habe, denke ich etwas anders darüber. Zum einen passen die dargestellten Charaktere perfekt zu meiner Vorstellung von Alice und Hayden, zum anderen nimmt das orangefarbene Mosaik im Hintergrund eine größere Rolle in der Geschichte ein, als ich zunächst erwartet habe. Außerdem passt die Gestaltung perfekt zu den anderen Büchern von Emily Henry, sodass ich sie letztlich wirklich mochte.

Die Story hat mich ebenfalls direkt begeistert: Alice Scott ist begeisterte Journalistin und als sie auf der kleinen Insel Little Crescent Island die ehemalige High Society Lady Margaret Ives findet, die vor Jahren auf mysteriöse Art aus dem Scheinwerferlicht verschwand, versucht sie sie zu überzeugen, ein Buch über ihr Leben zu schreiben. Doch sie hat nicht die Rechnung mit dem Pulitzer Preisträger Hayden Anderson gemacht, der das gleiche Ziel verfolgt. Beide haben einen Monat Zeit, um sich gegenüber der exzentrischen Frau zu beweisen und dabei kommt die unerschütterliche Optimistin Alice dem zurückhaltenden Hayden langsam näher, als sie erwartet hat, doch sie will unbedingt über Margarets aufregendes Leben schreiben und Hayden hat nicht vor, zurückstecken. Doch als beide erkennen, dass Margaret ihnen nicht die ganze Wahrheit erzählt, versuchen sie trotz einer Verschwiegenheitserklärung zusammenzuarbeiten.

Ich habe die vorherigen Bücher von Emily Henry sehr geliebt und zum Glück stellt dieses keine Ausnahme dar. Ich liebe einfach, wie sie Geschichten erzählen kann. Sie schafft es wieder einmal, mich schon auf den ersten Seiten in den Bann zu ziehen und mich so gut zu unterhalten, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Das liegt aber auch an den Charakteren, die viel mehr Tiefe und vor allem mehr Herz haben, als ich das zu Beginn gedacht habe. Bei Alice habe ich das sehr schnell gemerkt, ich habe geliebt, wie uneingeschränkt positiv sie war und dass sie sich das auch von niemandem ausreden lässt. Sie glaubt immer an das Gute in allen Menschen und liebt es mit anderen in Kontakt zu kommen, was sie zu einer hervorragenden Journalistin macht. Ich habe es geliebt, wie sie immer wieder versucht, Hayden aus seinem Schneckenhaus zu holen, hat aber gleichzeitig auch immer ein gutes Gespür dafür, wenn sie eine Grenze erreicht. Bei Hayden habe ich etwas länger gebraucht, aber als deutlich wurde, dass seine abweisende Art eher an seiner Unsicherheit liegt, habe ich mich so langsam auch für ihn erwärmt und ihn dann wirklich fest in mein Herz geschlossen. Er ist wirklich ein guter Kerl, den Alice zunächst vor allem irritiert, der aber auch schnell erkennt, wie viel sie ihm bedeutet und wie gut sie ihm tut. Ich mochte dabei auch ihre Dynamik untereinander, vor allem dass sie so ehrlich zueinander sind. Sie dürfen zwar über ihre Arbeit nicht reden und gerade Hayden besteht auch penibel auf der Einhaltung von Regeln, aber sie kommunizieren immer deutlich darüber, wie sie zueinander stehen und wie sich ihre Beziehung entwickelt.

Auch die Story hat mich überzeugen können. Ich fand die Familiengeschichte von Margaret unglaublich spannend und hätte darüber an manchen Stellen gerne noch mehr erfahren, wie es für sie war in einer so berühmten, aber auch schwierigen Familie aufzuwachsen. Vor allem zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass man nur Teile der Geschichte erfahren hat. Ich habe verstanden, warum das so war, aber wahrscheinlich hätte ich einfach noch gerne mehr darüber gelesen.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich geliebt, weil es eine angenehme, leichte Geschichte ist, der es aber nie an Tiefgang oder Emotionen fehlt, sondern mich vielmehr ab den ersten Seiten fesselt und mich die Geschichte von Alice und Hayden bis zum Ende mitreißt.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Spannende Thematik, der es leider an Tiefe fehlt

Hello Baby
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Ich bin mir sehr unsicher, was ich von dem Cover des Buches halten soll. Es passt natürlich hervorragend zu der Geschichte, allerdings ist der Embryo in den übertriebenen, künstlichen Farben, der eher ...

Ich bin mir sehr unsicher, was ich von dem Cover des Buches halten soll. Es passt natürlich hervorragend zu der Geschichte, allerdings ist der Embryo in den übertriebenen, künstlichen Farben, der eher Ähnlichkeit mit einem Ballon hat, auch ein bisschen unheimlich. Ich kann aber dennoch verstehen, warum man ein solches Cover gewählt hat und wahrscheinlich hätte ich es in der Buchhandlung schon aus Neugier in die Hand genommen.

Die Story fand ich ebenfalls vielversprechend: Munjeong und fünf andere Frauen lernen sich kennen, weil sie alle den gleichen Wunsch haben: Ein Baby. Doch bei allen sechs gibt es Probleme, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, sodass sie sich in der berühmten Angel Klinik zur künstlichen Befruchtung anmelden. Um sich gegenseitig zu unterstützen, gründet Munjeong eine Gruppe, in der sich die Frauen austauschen und bei Misserfolgen auffangen können. Doch dann berichtet ausgerechnet Jeonghyo, die älteste Frau der Gruppe, die sich ein Jahr gar nicht mehr gemeldet hat, dass sie ein Kind zur Welt gebracht hat. Die anderen Frauen freuen sich für sie, aber als sie mehr erfahren, werden sie stutzig.
Ich habe schon ein paar feministische, koreanische Bücher gelesen und sie haben mich jedes Mal aufs Neue mit ihren Aussagen, das ist bei diesem Buch leider nur mit Abstrichen der Fall. Das liegt zum Teil auch an dem Schreibstil. Dieser war nicht schlecht und hat mich durch seine ruhige, unaufgeregte Art zu Beginn in das Buch gezogen, aber obwohl es gar nicht so viele Seiten hatte, hat es sich manchmal ein wenig gezogen und wiederholt.

Dabei mochte ich eigentlich die Art, wie die Geschichte oder vielmehr die verschiedenen Geschichten erzählt werden. Jede Frau kann, nachdem sie erfahren hat, dass Jeonghyo ein Kind bekommen hat, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Ich mochte, dass nicht über sie berichtet wird, sondern man sie durch die verschiedenen Perspektiven auch kennenlernen kann. Allerdings hatte ich das Problem, dass ich sie nicht immer unterscheiden konnte, weil sich die Geschichten so sehr ähneln. Natürlich unterscheiden sie sich in Beruf oder auch in der Beziehung zu ihren Partnern, aber fast alle der Frauen sind recht erfolgreich in ihrem Job, sind seit Jahren (mit einem Mann) verheiratet und haben zumindest eine angespannte Beziehung zu der Schwiegerfamilie. Ich fand das nicht schlimm, aber die Perspektiven haben sich dadurch nicht immer sehr unterschieden. Die einzige Ausnahme ist Sora, die eine der jüngsten in der Gruppe ist und sich ihre Eizellen einfrieren lässt, weil sie momentan keine festen Partner hat, aber später die Chance auf Kinder haben möchte. Ich kann verstehen, dass das so gemacht wird, um die durchschnittliche koreanische Familie zu zeigen, die sich in den letzten Jahren verändert hat, weil Frauen ihre Karriere zunehmend wichtiger wird und sie weniger Kinder bekommen. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl eine Geschichte mehrfach zu lesen, weil sich ihre Leben zwar in Kleinigkeiten unterscheiden, aber nicht so sehr, dass jede einzelne Geschichte gebraucht hätte. Es wäre vielleicht gut gewesen, wenn sie sich an manchen Stellen mehr unterschieden hätte, auch um eine größere Vielfalt in der koreanischen Gesellschaft aufzuzeigen, allerdings bin ich hier nicht informiert genug, um zu sagen, wie realistisch beispielsweise ein homosexuelles Paar mit Kinderwunsch in einer so prominenten Kinderwunschklinik gewesen wäre.

Alles in allem habe ich das Buch zwar in kürzester Zeit durchgelesen, aber so richtig begeistern konnte es mich leider trotzdem nicht. Das liegt vor allem daran, dass die Geschichten der Frauen sich so gleichen. Ich verstehe, dass genau das die Aussage des Buches sein soll, dass eben die ganz ‚normalen‘ Menschen Probleme damit haben, Kinder zu bekommen, aber ich hätte ein bisschen Vielfalt der Aussage tatsächlich sogar zuträglich gefunden. Deswegen hatte ich ein bisschen Probleme, mich so richtig für die Geschichte zu begeistern, zumal das Ende ab einem gewissen sehr absehbar war.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Würdiger Abschluss der Reihe

Eternal Ending
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Die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Ich mag, dass alle Bücher der Reihe unmissverständlich zusammengehören und die Darstellung gleichzeitig auch immer zu den jeweiligen Geschichten ...

Die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Ich mag, dass alle Bücher der Reihe unmissverständlich zusammengehören und die Darstellung gleichzeitig auch immer zu den jeweiligen Geschichten passen. Außerdem sieht es einfach hervorragend im Regal aus, besonders in Kombination mit den anderen Teilen der Reihe.

Auf diese Geschichte habe ich mich zudem spätestens seit dem Ende des zweiten Bandes gefreut: Keaton Evergreen möchte nichts lieber, als das Familie-Empire endlich hinter sich zu lassen, doch dann würde seine Geschwister alles verlieren für das sie so hart gearbeitet haben. Also sucht er nach einem Ausweg und scheint ihn gefunden zu haben, als er auf ein Geheimnis stößt, das ihn direkt zu Kenndrea Reading führt. Diese ist eines der angesagtesten It-Girls Großbritanniens, sodass er sie kurzerhand für eine Kampagne für das neueste Evergreen-Parfüm bucht. Während der Shootings erkennt er, dass sich hinter dem berühmten Model eine verletzliche, junge Frau versteckt, die ihm mit jedem Aufeinandertreffen mehr unter die Haut geht. Doch Keatons Plan könnte nicht nur seine eigene Familie für immer verändern, sondern auch Kennas und damit alles zerstören, was sich zwischen ihnen entwickelt hat.

Ich habe mich seit dem ersten Teil auf die Geschichte von Keaton gefreut, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter seiner abwesenden Maske steckt, die er oft noch nicht einmal seinen Geschwistern gegenüber ablegt. Zum Glück konnte mich seine Geschichte ebenso überzeugen wie die von Odell (mit Abstrichen) und Mari. Das liegt auch wieder einmal an dem tollen Schreibstil von Merit Niemeitz, die es jedes Mal wieder schafft, eine besondere Atmosphäre in ihren Büchern zu kreieren. Das liegt auch ihrer ruhigen Art, eine Geschichte zu erzählen, die sich Zeit nimmt, die Charaktere in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen Raum für Entfaltung gibt. Obwohl es mir unglaublich gut gefällt, wie sie schreibt, führt es leider dazu, dass ich eine ganze Zeit gebraucht habe, um so richtig in die Geschichte zu finden. Es fehlte vor allem zu Beginn ein wenig der Sog, der dafür gesorgt hat, dass ich komplett in die Story eintauchen konnte.

Die Charaktere sorgen allerdings nach und nach dafür, dass man schließlich doch einen Punkt erreicht, an dem man unbedingt wissen will, wie es weitergeht und ob sie es schaffen, sich einander zu öffnen. Genau das ist nämlich das größte Problem von beiden, dass sie nie ganz sie selbst sein können. Bei Kenna liegt das vor allem daran, dass sie selbst nicht so richtig weiß, wer sie ist und vielleicht sogar ein bisschen Angst hat, es herauszufinden. Sie will auf keinen Fall, Konflikte mit ihrer Umwelt heraufbeschwören, sondern passt sich immer so an, dass sie auf keinen Fall negativ auffällt. Sie tat mir vor allem zu Beginn wirklich leid, weil es so anstrengend wirkt, für andere immer perfekt sein zu müssen und selbst innerhalb ihrer Familie nicht so richtig man selbst zu sein. Ich habe sie dennoch sehr schnell in mein Herz geschlossen, weil ich verstehen konnte, warum sie sich so verhält und sie vor allem, wenn sie die Mauer um sich herum dann doch ein wenig durchlässig werden lässt, eine unglaublich spannende Protagonistin ist. Bei Keaton fiel mir das nicht ganz so leicht, auch bei ihm konnte ich verstehen, warum er sich so verhält, aber ich heiße es trotzdem nicht gut, dass er nicht ehrlich zu Kenna ist. Er fordert sie immer wieder in seiner unverblümten Art dazu auf, ehrlich zu sich und zu anderen zu sein, während er das nicht ist, sodass es unvermeidlich ist, dass er sie damit am Ende verletzen wird. Das mitzuerleben fand ich manchmal etwas schwierig, auch wenn deutlich war, dass es ihm nicht gefällt, sie belügen zu müssen und es ihm wirklich wichtig ist, dass Kenna sich selbst findet.

Die Story und das Setting mochte ich ebenfalls. Ich habe mich sehr gefreut, Mari und Ben und Emmeline und Odell wiederzutreffen und zu sehen, dass sie sich sowohl als eigenständige Personen als auch als Paare weiterentwickelt haben. Zudem fand ich es super spannend, durch den Werbedreh Keaton und Kenna an zentrale Orte der Duftgeschichte begleiten zu können. Hier fehlte mir aber ein bisschen die Tiefe. Ich wäre gerne wirklich mit am Set gewesen, anstatt manche Orte erst im Nachhinein durch Erzählungen kennenzulernen, weil ich dadurch manchmal ein wenig das Gefühl hatte, etwas zu verpassen, selbst wenn dem nicht so ist.

Alles in allem mochte ich das Buch wirklich gerne, auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich vollkommen in die Geschichte eintauchen konnte. Obwohl dieser Band einen tollen Abschluss der Reihe bildet, bin ich dennoch traurig ,dass die Reihe nun beendet ist, weil ich es wirklich genossen habe, in die Welt der Düfte einzutauchen.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Tolle Idee mit durchwachsener Umsetzung

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Die Darstellung des Falters passt perfekt zur Story und macht sich einfach hervorragend im Regal.

Die Story ist ebenfalls vielversprechend: Rune Winters ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Die Darstellung des Falters passt perfekt zur Story und macht sich einfach hervorragend im Regal.

Die Story ist ebenfalls vielversprechend: Rune Winters lebt ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber ist sie oberflächliche, reiche Erbin, die ihre eigene Großmutter während der Revolution verraten hat, während sie nachts unter dem Decknamen „roter Nachtfalter“ andere Hexen vor der Hinrichtung bewahrt. Doch immer öfter kommt ihr die Blutwache zuvor und Rune arbeitet immer noch daran, richtig mit ihren magischen Kräften umgehen zu können. Deswegen versucht sie, dem gefürchteten Hexenjäger Gideon Sharpe näherzukommen, der nicht nur der Bruder ihres besten Freundes ist, sondern auch erstaunlich gut aussieht. Doch sie ahnt nicht, dass Gideon sie schon lange unter Verdacht hat und nur darauf wartet, sie als Hexe enttarnen zu können.

Ich fand die Idee des Buches wirklich spannend, aber komplett überzeugen konnte es mich leider nicht. Das liegt auch an dem Schreibstil. Dabei ist dieser nicht schlecht, aber ich habe recht lange gebraucht, um mich an ihn zu gewöhnen. Das liegt vor allem daran, dass die Schreibweise manchmal ein wenig altmodisch wirkt. Das passt durchaus zu der Geschichte und dem Setting, dennoch habe ich recht lange gebraucht, um wirklich damit warm zu werden. Außerdem fand ich dass sich manche Dinge einfach zu oft wiederholt haben, es wurde beispielsweise bestimmte Erinnerungen geschildert und wenn sie dann ein weiteres Mal zur Sprache kommen, ist der Wortlaut nahezu identisch, sodass ich oft erstmal kurz gestutzt habe, bevor ich dann gemerkt habe, dass nachdem die grundsätzlich bekannten Informationen noch einmal erklärt wurden, in der Regel noch neue Sichtweisen oder Erklärungen hinzukommen. Das hat mich zumindest zu Beginn der Geschichte immer wieder leicht irritiert.

Auch mit dem Setting habe ich mich tatsächlich ein bisschen schwer getan. Das lag für mich vor allem daran, dass ich nie das Gefühl hatte, die Welt komplett erfassen zu können. Ich hatte mir zu Beginn der Story ein Bild gemacht, musste das aber immer wieder stark korrigieren, je mehr ich erfahren habe, was dafür gesorgt hat, dass ich mir nie ganz sicher war, was die Regeln der Welt sind. Besonders die Umstände der Revolution und wie das Land zuvor aussah, fand ich lange sehr undurchsichtig. Das hat mich wirklich ein bisschen genervt, weil es dazu geführt hat, dass ich mich nahezu das ganze Buch gefragt habe, was denn jetzt genau passiert ist. Dabei muss ich noch nicht einmal die genauen Gründe erfahren, warum Gideon und Alex die Revolutionäre in den Palast gebracht haben, um die Königinnen zu ermorden. Es hätte mir gereicht, dass Rune das zu Beginn einmal kurz erklärt und man dann durch Gideon nach und nach die Einzelheiten erfährt, aber es dauert eine ganze Zeit bis man selbst den groben Ablauf erfährt, sodass ich meine Vorstellung von der Revolution immer wieder angepasst werden musste und ich dadurch auch lange die Strukturen in der aktuellen Welt nicht ganz durchdringen konnte. Dabei fand ich das Magiesystem extrem spannend. Die Idee, dass Hexen nur mit Blut zaubern können, dass aber auch verschiedene Eigenschaften des Blutes die Stärke und die Art des Zaubers beeinflussen, fand ich extrem faszinierend, weil dadurch eben nicht nur die Ausprägung der magischen Fähigkeiten, sondern auch andere Aspekte eine zentrale Rolle beim Erfolg der Zauber spielt. Ich wollte unbedingt mehr darüber erfahren und fand es auch spannend, Rune auf ihrer Reise zu begleiten, wie sie selbst ihre magischen Fähigkeiten erforscht.

Bei den Charakteren war ich ebenfalls etwas zwiegespalten. Ich mochte sowohl Rune als auch Gideon, weil sie sich auf ihre Art für ihre Sache einsetzen. Bei beiden ist deutlich, wie sehr sie von der Vergangenheit traumatisiert sind. Ich fand es bewundernswert, wie sich Rune zusammen mit Verity Magie beigebracht hat, obwohl sie dafür jederzeit hingerichtet werden könnte. Allerdings hatte ich auch bei ihr Schwierigkeiten, sie richtig greifen zu können. Zu Beginn wirkt sie wie eine selbstbewusste, mächtige Hexe, die eine native Adelige spielt, um an möglichst viele Informationen zu gelangen. Im Laufe der Geschichte hat sie aber immer wieder Entscheidungen getroffen, die naiv wirkten und durch die ich manchmal nicht so recht verstehen konnte, wie sie so lange nicht erwischt worden ist. Diese Unvorsichtigkeit mag durchaus mit Gideon zusammenhängen und damit dass er sie durcheinander bringt, aber ich fand es nicht immer nachvollziehbar wie sie handelt und was für Risiken sie eingeht. Gideon fand ich vor allem zu Beginn sehr kalt und berechnend, weil er sich nur mit Rune abgibt, um sie als Hexe zu enttarnen. Ich konnte seine Beweggründe durchaus verstehen, aber dass er keinen Unterschied zwischen Hexen macht, sondern sie alle für ihn böse und grausam sind, fand mit der Zeit sehr anstrengend. Zumal er das nie hinterfragt, sondern selbst als er Rune näher kennenlernt, immer noch denkt, dass sie eine grausame Person sein muss, weil er selbst einmal eine Hexe falsch eingeschätzt hat.

Alles in allem wollte ich das Buch unbedingt mögen, schon alleine weil ich die Idee der Story echt gut fand, aber es hat mich nie so ganz fesseln können. Das liegt vor allem daran, dass ich das Gefühl hatte, dass weder das Setting noch die Charaktere so richtig lebendig werden, sie wirken vielmehr eher wie eine Kulisse, ein Bühnenbild, das sich immer wieder verändert, um neue Aspekte freizugeben, aber ebenso wie die Charaktere nicht wirklich mit der Geschichte wächst. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den nächsten Teil lesen werde, vielleicht wenn ich in der richtigen Stimmung dafür bin, es ist allerdings kein Buch, was ich sehnsüchtig erwarte.

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