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Veröffentlicht am 21.12.2020

Gamingfans aufgepasst!

88 Namen
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Freunde Gamingwelt werden mit dem Roman „88 Namen“ voll auf ihre Kosten kommen. Im Roman begegnen wir John Chu, der seinem außergewöhnlichen Job mit viel Leidenschaft nachgeht. Als Sherpa begleitet er ...

Freunde Gamingwelt werden mit dem Roman „88 Namen“ voll auf ihre Kosten kommen. Im Roman begegnen wir John Chu, der seinem außergewöhnlichen Job mit viel Leidenschaft nachgeht. Als Sherpa begleitet er nämlich zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspielen und zeigt ihnen die Kniffe der Games. John verdient mit seinem Job sehr viel Geld, jedoch gibt es zwei Schwierigkeiten die ihm Sorgen bereiten. Er hat sich mit seiner Ex-Freundin getrennt und diese schwört ihm, sich an ihm zu rächen, indem sie seine berufliche und private Existenz zerstören möchte. Anderseits hat er Zweifel bei einem neuen Kunden, da er vermutet, dass es sich um den nordkoreanischen Dikator Kim Jong-un handelt, der die virtuelle Welt näher kennenlernen möchte, um seine politische Macht auszuweiten. So versucht unser Protagonist die wahre Identität herausfinden und begibt sich damit in eine heikle Situation, die ihn den Kopf kosten könnte.
Mit diesem Roman entwirft der Autor ein Buch, dass die Gamingherzen der Leser höherschlagen lässt. An der Seite von John Chu stürzen wir uns in ein Abenteuer, wo die virtuelle Welt einen hohen Stellenwert einnimmt. Als Gamingfan waren mir viele Themen und Begriffe in diesem Buch bekannt. So werden die wichtigsten Begriffe am Ende des Buches nochmal erklärt, wodurch ich Antigaming-Lesern empfehlen kann, dies vorab zu tun. Dies erleichtert das Verständnis der Geschichte.

Das Buch startet schon von Beginn an sehr rasant und man taucht als Leser direkt in die Welt von John an. Nebenbei lernt man weitere Charaktere kennen, die im Buch eine relevante Rolle einnehmen. Beim Lesen ist die Phantasie des Lesers gefragt, da man sich in viele Gamingsession hineinversetzen muss. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz. Der Autor überzeugt nämlich mit einer humorvollen Schreibweise und sorgt anhand genüsslicher Dialoge für den ein oder anderen Lacher.
Die Geschichte ist an sich sehr interessant, da man durch zahlreiche Gamingsessions sich bewegt. Dennoch haben sich diese an manchen Stellen gezogen, wodurch mein Leseflow zum Erliegen kam. Die Charaktergestaltung hat mir sehr gefallen. Jeder der Charaktere, insbesondere Anja aus John Crew, weisen einzigartige Charaktereigenschaften auf, sodass sie wunderbar in die Geschichte passen. Alle kann man gut voneinander unterscheiden.

Allgemein kann ich sagen, dass ich mit dem Buch gut zurechtkam und es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich spreche auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Gamingfans aus! Wer dennoch Phantasie mitbringen und sich auf neue Sachen einlassen kann, der wird sich über das Buch auch freuen.

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Veröffentlicht am 19.12.2020

Skrupelloses Mexiko

Der erste Tote
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Wenn ich an das Land Mexiko denke, ist mein erster Gedanke: Kriege, Verrat und Kartelle. So werden diese Gedanken im Thriller „Der erste Tote“ zur Realität. In diesem Thriller lernen wir Andrew und Carlos ...

Wenn ich an das Land Mexiko denke, ist mein erster Gedanke: Kriege, Verrat und Kartelle. So werden diese Gedanken im Thriller „Der erste Tote“ zur Realität. In diesem Thriller lernen wir Andrew und Carlos kennen, die in Mexiko über die Ölindustrie in Poza Rica berichten wollen, da ein amerikanischer Konzern groß einsteigen möchte. Während einer Heimfahrt finden die Beiden eine brutal verstümmelte Leiche eines jungen Umweltaktivisten. Während es Carlos noch gelingt die Leiche zu fotografieren, trifft die Guardia Civil ein und ratet ihnen die Stadt zu verlassen. Doch Carlos und Andrew können nicht genug bekommen und stellen weitere Nachforschungen an. Eines Abends wird Carlos auch brutal verstümmelt. Andrew flieht und kann mit dem Tod seines Kollegen, Freundes und Lovers nicht klarkommen. Er kehrt nach Poza Rica zurück und bringt Militär, Polizei und Kartelle gegen sich auf. Ein kleiner Krieg beginnt.

In letzter Zeit habe ich eine Vorliebe für Thriller entwickelt, die in Mexiko spielen, wodurch ich mich auf diesen Thriller gefreut habe. Nach paar Seiten merkte ich, dass das Buch die harte Realität des heutigen Mexikos wiederspiegelt. Von schönen Stränden in Cancun, leckerem Essen und dem Totenfest ist keine Spur zu finden. Brutale Morde, korrupte Polizei und hinterhältige Menschen. Der Autor nimmt kein Blatt vor dem Mund.
Das Buch ist nicht ohne, da der Autor mit detaillierten Beschreibungen sein Buch aufbaut. Leichen werden genau beschrieben, wodurch manche Leser sich an manchen Stellen über die Grausamkeit erschrecken können. Andrew erzählt die Geschichte aus seiner Perspektive, wodurch man diesem Charakter durchgehend sehr nah ist. Man erhält Einblicke in seine Gedankengänge und Wünsche. Dadurch wurde Andrew sehr tiefgründig und authentisch gestaltet. Carlos lernt man eher wenig kennen, da ihm ein schreckliches Schicksal wiederfährt. Dadurch ist man gezwungen, Carlos anhand Andrews Erzählungen kennenzulernen.
Wer hier einen skrupellosen Thriller erwartet, der wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Der Autor weist einen recht ungewöhnlichen Schreibstil auf, der einer Mischform aus Fakten und Fiktivität durch die Erzählungen von Andrew ähnelt. Diese Form hat mir nur bedingt gefallen, da sich das Buch dadurch an manchen Stellen gezogen hat und die Spannung hauptsächlich nur zu Beginn des Buches vorzufinden war.

Insgesamt fand ich den Thriller „Der erste Tote“ in Ordnung, da mir die Gestaltung der Charaktere ganz gut gefallen hat und der Autor mit diesem Buch kein Blatt vor dem Mund nimmt. Leider konnte mich der Schreibstil nicht überzeugen und die Spannung hielt sich im Grenzen.

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Veröffentlicht am 19.12.2020

Im ewigen Eis.

Tiefenzone
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Im Thriller „Tiefenzone“ begeben wir uns mit der Protagonistin Julia zu einem außergewöhnlichen Ort, nämlich der Antarktis. Julia ist eine aufstrebende Wissenschaftsjournalistin und fliegt mit ihrem Team ...

Im Thriller „Tiefenzone“ begeben wir uns mit der Protagonistin Julia zu einem außergewöhnlichen Ort, nämlich der Antarktis. Julia ist eine aufstrebende Wissenschaftsjournalistin und fliegt mit ihrem Team zur hochmodernen Forschungsstation mit dem Namen Terra Nova II. Die Protagonistin mit ihrem Team sollen eine Dokumentation vor Ort drehen. Doch niemand weiß genau, was in der Forschungsstation wirklich geforscht wird. Nach paar Tagen gerät die Situation außer Kontrolle, da eine Gruppe voller Terroristen unter der Leitung eines Anführers namens Doc, die Station überfallen. Im ewigen Eis beginnt für die Protagonistin und ihren Kollegen George eine atemberaubende Flucht vor einem skrupellosen Gegner.

Schon, dass das Buch in der Antarktis, einem ungewöhnlichen Handlungsort, spielt, macht dieser Ort das Buch auf die eigene Weise speziell. Somit habe ich mich sehr gefreut an der Seite von Julia sich in das ewige Eis zu begeben.
Dieses Buch beginnt sehr ruhig. Bis die Action mit dem Überfall erst zum Thema wird, lernt man auf über 100 Seiten die Hauptcharaktere und ihr Arbeitsfeld kennen. Dadurch liegt eine gründliche Vorgeschichte vor, auf der die spätere Handlung sich gut aufbauen lässt. So kommt die Spannung auch erst so richtig als die Charaktere sich schon in der Forschungsstation befinden. Als Leser tappt man sehr lange im Dunkeln, da bis zum Schluss nicht so klar wird, was sich wirklich auf Terra Nova II abspielt. Mit dem Überfall der Terroristen unter dem Anführer Doc erhält das Buch eine grandiose Spannung. Doc erweist sich in seinen Handlungszügen als recht brutal und gnadenlos. So stellt er einen perfekten Antagonisten zur intelligenten, vorsichtigen und bodenständigen Julia dar. Dadurch wird der Konflikt zwischen den beiden Charakteren sehr interessant. Ich konnte die Geschichte an der Seite von Julia sehr gut verfolgen, da Julia im Ganzen eine tolle Persönlichkeit aufweist, wodurch man sie schon recht früh ins Herz schließen konnte.
Zum Schluss als die Spannung sich auf dem Höhepunkt befindet, geschieht mir der ganze Verlauf der Handlungen viel zu schnell. Hier finde ich, dass man die letzten 70 Seiten detaillierter und ausführlicher darstellen konnte.
Da der Autor einen tollen und flüssigen Schreibstil hat, konnte ich durch die Seiten problemlos durchfliegen. Die kurze gewählte Kapitellänge unterstützte dies gut.

Wäre das Ende nicht zu abrupt gewesen, würde ich dem Buch die vollen Sterne geben. Trotzdem zeigt der Autor, dass er an einem derartigen ungewöhnlichen Handlungsort eine tolle Geschichte mit tiefgründigen Charakteren entwickeln kann. Ein tolles Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 17.12.2020

Irgendwo in Montana.

SMOKE
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Cinder und Ivy wollen nur ihren Roadtrip-Urlaub genießen und besuchen im Bundesstaat Montana einen altmodischen Saloon. Dabei fällt den beiden Mädchen der Cowboy namens Smoke direkt auf. Nach einem kleinen ...

Cinder und Ivy wollen nur ihren Roadtrip-Urlaub genießen und besuchen im Bundesstaat Montana einen altmodischen Saloon. Dabei fällt den beiden Mädchen der Cowboy namens Smoke direkt auf. Nach einem kleinen Disput zwischen den Freundinnen küsst Cinder den Cowboy. Ivy fühlt sich hintergangen und haut ab. Nun ist Cinder auf die Hilfe von Smoke angewiesen. Sie steigt bei ihm ins Auto ein und dann wacht sie auf… Gefesselt ans Bett. Der Albtraum darf beginnen!

Nachdem mich J.S. Wonda mit der Catching Beauty – Reihe sehr überzeugt hat, habe ich mich sehr gefreut die neue Reihe um Smoke und Cinder kennenzulernen. Wie angedeutet, begeben wir uns in diesem Buch in den Bundesstaat Montana. Wer sich unter Montana nichts vorstellen kann: Nationalparks, Ödland, Cowboys, viele Tiere und Gefahr. So entwirft die Autorin ein grandioses Setting, welches man sich problemlos sowie detailliert vorstellen kann. Folglich war ich von Anfang an in der Geschichte sowie im Handlungsort drinnen.
Mit Cinder entwirft die Autorin eine sehr naive Protagonistin, bei der ihre Gedankengänge nicht zu ihren Handlungsentscheidungen gepasst haben. Insbesondere habe ich mich mit dem Anfang der Geschichte schwierig getan, da ich Cinder in keiner Weise verstehen konnte… Außerdem wirkte sie an vielen Stellen unsympathisch, wodurch ich mich auch an sie nicht binden konnte. So zeigte sich Smoke auch unsympathisch. Dennoch muss ich hier sagen, dass dies sehr gut zu ihm und zum ganzen Buch gepasst hat. Obwohl er an manchen Stellen eine nette bzw. hilfsbereite Seite offenbart hat, zeigte er sich wieder nach paar Seiten von seiner dreckigen und arroganten Art. Dadurch konnte man Smoke nicht durchblicken, wodurch man auch den weiteren Verlauf der Handlung in keiner Weise vorausahnen konnte, weil man nicht wusste, was er anstellen wird.
So war die Handlung im Ganzen gut konzipiert und der Anteil an prickelnden Szenen erweist sich als gut. Diese sind, wie man es von der Autorin kennt, gut dargestellt worden. Wie man es auch von der CB-Reihe kennt, wird der erste Band mit einem miesen Cliffhanger beendet. Deswegen bin ich sehr auf die Fortsetzung gespannt.

Insgesamt kann ich sagen, dass der erste Band von Smoke und Cinder an manchen Stellen schwächelt. Dennoch überzeugt mich das Buch hinsichtlich des Settings. Ich freue mich auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 15.12.2020

Fataler Fehler oder reine Manipulation?

Rote Belladonna
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Globuli oder auch anders bekannt als Streukügelchen gehören zu den homöopathischen Arzneimitteln in der Medizin. In dem Buch „Rote Belladonna“ kommt es nämlich zu einem Todesfall mit Globuli. So muss sich ...

Globuli oder auch anders bekannt als Streukügelchen gehören zu den homöopathischen Arzneimitteln in der Medizin. In dem Buch „Rote Belladonna“ kommt es nämlich zu einem Todesfall mit Globuli. So muss sich Maja Ursinus nach Marburg begeben, um Undercover in der Salus-Apotheke den Todesfall aufzuklären. Ist der Besitzerin Elisabeth ein tödlicher Fehler unterlaufen oder hat jemand ihre Arznei absichtlich manipuliert. Schnell merkt die Protagonistin, dass Elisabeth mehr Feinde im Umfeld hat, als erwartet. Dann tritt ein weiterer Vorfall auf, bei dem ein Kind aufgrund der Globuli in Lebensgefahr schwebt. Der Druck wächst und Maja muss schnell handeln, bevor es weitere Verletzte oder Tote gibt.

In dem Buch „Rote Belladonna“ konfrontiert die Protagonistin Maja in ihrem zweiten Fall ein schwieriges Rätsel. Obwohl ich den ersten Band der Reihe „Die Apothekerin ermittelt“ nicht gelesen habe, habe ich mich ganz leicht mit den Charakteren (potentiellen Tätern) und insbesondere Maja als Protagonistin zurechtgefunden. Der Kreis hält sich in der Salus Apotheke klein, sodass man die einzelnen Charaktere gut auseinanderhalten kann. Dabei wird jede Figur individuell beleuchtet, indem ihre Probleme und Wünsche offenbart werden. Dadurch kann man gut miträtseln und Vermutungen über einen potentiellen Täter äußern. Folglich kann man sich gut in das „Apothekermilieu“ hineinversetzen und ist gut in der Geschichte drin.
Auch wenn die Spannung nicht all zu hoch war, fand ich die Ermittlungsarbeit und die Geschichte an sich sehr interessant. Das Buch wird mit einem nachvollziehbaren Ende beendet und alle Fragen wurden mir beantwortet. So gehört es sich! Ich bin ganz leicht durch die Seiten geflogen, da der Autor einen angenehmen Schreibstil aufweist. Eventuell könnte man die Länge der Kapitel kürzen, da diese sich als zu lang erweisen.

Wer nach einem interessanten Fall ist, der wird mit diesem Buch fündig. In diesem Buch liegt ein verstrickter Fall im Fokus, der durch eine sympathische Protagonistin gelöst wird. Tauche in das Apothekerin-Milieu ein!

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