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Veröffentlicht am 30.08.2020

Wird Ethan gefunden werden?

Lost You – Ich werde dich finden
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Im Psychothriller „Lost you - Ich werde dich finden“ begeben sich die alleinerziehende Protagonistin namens Libby mit ihrem dreijährigen Sohn Ethan in ein Luxus-Resort, um endlich nach den schwierigeren ...

Im Psychothriller „Lost you - Ich werde dich finden“ begeben sich die alleinerziehende Protagonistin namens Libby mit ihrem dreijährigen Sohn Ethan in ein Luxus-Resort, um endlich nach den schwierigeren Jahren zur Ruhe zu kommen. Jedoch kann sich Libby in keiner Weise entspannen. Sie muss non stop Ethan im Auge behalten, da sie sonst panisch wird. Dies ist auch damit zu erklären, dass sie ein tiefes Geheimnis hat, welches sie mit niemandem teilen kann. Eines Abends spielt Ethan mit dem Fahrstuhl. Die Türen schließen sich und Ethan verschwindet spurlos im Hotel. Eine große Suche wird eingeleitet und dabei rückt Libby’s Geheimnis ins Licht .

Der Thriller beginnt recht rasant. Ethan verschwindet und man fiebert mit. Fragen tauchten direkt in meinem Kopf auf: „Wurde er entführt? Hat er sich verlaufen ?“ Die Suche nach Ethan wird sehr authentisch dargestellt und dann springt man nach einem besonderem Ereignis im Handlungsverlauf in die Vergangenheit der Protagonistin und erfährt viel mehr über ihr Geheimnis, ihre kaputte Liebesbeziehung mit Mason und die Ursachen für ihre panische Verhaltensweise hinsichtlich Ethan. So konnte man Libby näher kennenlernen. Ich werde auch nicht mehr genauer darauf eingehen, da es schon zu sehr die Handlung Spoilern würde. Auf jeden Fall kann ich aber sagen, dass Libby zu Beginn mir recht sympathisch erschien, mich jedoch zum Schluss einfach nur genervt hat. Natürlich kann man ihre große Liebe zu Ethan nachvollziehen, aber irgendwann wurde Libby’s Verhalten und ihre Entscheidungen einfach „too Much“. Eine weitere Figur, die Libby’s Antagonistin darstellte, sorgte dafür, dass ich auch an ihr zahlreiche Nerven verloren habe. Dadurch konnte ich mich keiner Seite so richtig anschließen. Und das fand ich irgendwie super ! Einer derartigem persönlichen Konflikt hatte ich bisher in keinem Buch !
Wie schon vorher angedeutet, war der Thriller sehr spannend. Für mich stellte das Buch einen wahren Pageturner dar. Die Autorin baut gekonnt gute Wendungen ein und überzeugt mit einem grandiosem Ende, da es durch eine bestimmte Wendung nicht absehbar war.
Die Autorin spricht im Buch ein sehr schwieriges Thema an, dass zur einer guten Diskussion anregt und sehr interessant ist, da die Moral an mancher Stelle in Frage gestellt wird.

Zusammengefasst ist „Lost you“ ein toller Psychothriller mit einem diskussionsreichen Thema, nervigen Charakteren und einer atemberaubenden Stimmung.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Gelungener Einstieg in eine neue Fantasyreihe

Hidden Worlds 1 – Der Kompass im Nebel
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Unser Protagonist Elliot Craig aus Edinburgh wird in seinem Job in einem Burgerladen gekündigt. Um seinen Vater und sich selbst über Wasser zu erhalten, muss Elliot schnell einen neuen Job finden. Elliots ...

Unser Protagonist Elliot Craig aus Edinburgh wird in seinem Job in einem Burgerladen gekündigt. Um seinen Vater und sich selbst über Wasser zu erhalten, muss Elliot schnell einen neuen Job finden. Elliots Mutter ist seit Jahren verschwunden. Sein Vater schlägt ihm vor, einen alten Bekannten aufzusuchen. Als er den Job bekommt, scheint nichts wie es sein sollte. Elliot taucht in die geheime Welt des Merlin-Centers ein, ein Kaufhaus für alles Phantastische. Dabei stößt er auf einen mysteriösen Kompass, der einen verborgenden Weg nach Avalon, der Heimat der ganzen Fabelwesen, offenbaren kann. Wird es ihm gelingen, das Portal zu öffnen und dabei der Inquisition zu entkommen?

Der Einstieg in das Buch sowie in die phantastische Welt des Kaufhauses ist bildhaft beschrieben. Wir befinden uns auf demselben Kenntnisstand wie Elliot und können uns mit den verschiedenen Fabelwesen bekannt machen. Schön fand ich, dass recht bekannte Wesen wie ein Mantikor im Buch auftreten. Alle Wesen werden authentisch und detailliert beschrieben. Nebenbei erfährt man immer mehr über die geheime Welt und ihre Funktionsweise und Gadgets. Es werden nach und nach immer mehr Wahrheiten offenbart und man merkt, dass Elliot Teil einer Verschwörung ist. Dadurch erhielt das Buch eine gute Spannung, da man an Seite des Protagonisten und seinen Begleitern die Suche nach dem Schlüssel zur Öffnung des Portals verfolgen konnte. Diese Suche nach dem Schlüssel wird durch das Einsetzen der gegnerischen Macht, der Inquisition, verstärkt, da nun Elliot mit dieser Macht nebenbei zu kämpfen hat. Der Autor weist im Ganzen Buch einen flüssigen und angenehmen Schreibstil auf, sodass ich durch das Buch geflogen bin. Auf jeden Fall freue ich mich auf einen weiteren Band, um mehr über Avalon zu erfahren.

Zusammengefasst ist der erste Teil der „Hidden Worlds“ – Reihe ein gelungener Einstiegsband mit tollen Fabelwesen, authentischen Handlungssträngen und einer guten durchgehenden Spannungskurve.

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Bedrückendes Setting mit schwachen Charakteren

Der Tunnel - Nur einer kommt zurück
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Ein Boots-Trip und nur einer der sechs Freunde überlebt? Was ist im Tunnel vorgefallen? Wir befinden uns im Standedge Tunnel, einem künstlichen Kanaltunnel in England, in dem sechs Freunde beschließen ...

Ein Boots-Trip und nur einer der sechs Freunde überlebt? Was ist im Tunnel vorgefallen? Wir befinden uns im Standedge Tunnel, einem künstlichen Kanaltunnel in England, in dem sechs Freunde beschließen durch den Tunnel zu fahren. Als das Boot nach zwei Stunden am anderen Ende wiederauftaucht, befindet sich nur der bewusstlose Matthew im Boot. Er kann sich an nichts erinnern und wird der Entführung und Mordes an den anderen fünf Freunde durch die Polizei beschuldigt. Kann es wirklich Matthew gewesen sein? Oder wer steckt hinter dieser Tragödie?

In diesem Buch habe ich einen Plot im Tunnel erwartet, der sich hauptsächlich um die Fahrt durch den Tunnel handelt. Es kam aber anders als gedacht. Zu Beginn des Thrillers lernen wir den Protagonisten Robert kennen, der ausgerechnet einen mysteriösen Anruf von Matthew, den einzigen Überlebenden der tragischen Bootsfahrt, erhält. Dieser behauptet, dass er etwas über Robins verschwundene Frau Samatha weißt und ihm seine Information Preis gibt, wenn er aus dem Gefängnis rauskommt. Robert macht sich somit auf den Weg zu Matthew ins Gefängnis um herauszufinden, was Matthew zu erzählen hat.
Die Geschichte spielt größtenteils in der Gegenwart, wo wir Robin bei seinen Ermittlungen um die Auflösung des Tunnelrätsels und das Wiederfinden von Samatha begleiten. Abseits der Gegenwart springen wir in der Zeit zu Samathas Verschwinden sowie der Zeit vor der Tunnelfahrt. Dadurch konnte man sich Puzzlestück für Puzzlestück einzelne Informationen bis zur Auflösung zusammensetzen. Das Miträtseln war in diesem Thriller nämlich vorprogrammiert! Toll!
Zu den Charakteren wie der Clique, den Bewohnern des Ortes (…) kann ich sagen, dass sie mir recht unsympathisch und distanziert wirkten. Auch Robin stellte für mich keinen starken Protagonisten dar, da er eher Züge eines Antagonisten aufwies und recht unlogisch handelte. Die Spannung im Thriller war am Anfang recht gering, steigerte sich jedoch ab der Mitte enorm., da der Autor viele Wendungen eingebaut hat. Auch wenn die Auflösung der Story nicht vorhersehbar war, fand ich den Schlussteil des Buches recht abrupt beendet. Da würde ich mir noch einen detaillierteren Schluss wünschen.

Schlussendlich kann ich sagen, dass trotz der schwachen Charaktere und dem abrupten Ende, ich viel Spaß hatte, den Thriller zu lesen, da es viele Möglichkeiten zum Miträtseln gibt und die Spannung zum Schluss sehr stark angestiegen ist. „Der Tunnel“ ist eine unterhaltsame Lektüre mit einem bedrückenden Setting.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Für immer? - Für immer!

All Saints High - Der Rebell
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In „All Saints High – Der Rebell“ begegnen wir Luna, die aufgrund eines Schicksalsschlages, nicht mehr spricht. Seit ihrer Kindheit hat sie einen besten Freund namens Knight. Knight ist Captain einer Footballmannschaft ...

In „All Saints High – Der Rebell“ begegnen wir Luna, die aufgrund eines Schicksalsschlages, nicht mehr spricht. Seit ihrer Kindheit hat sie einen besten Freund namens Knight. Knight ist Captain einer Footballmannschaft und gleichzeitig der beliebteste Junge der gesamten Schule, während man Luna eher als introvertiert und schüchtern beschreiben kann. Trotzdem fühlen sich beide Charaktere zueinander hingezogen. Es gibt keine Luna ohne Knight und kein Knight ohne Luna. Doch genau deswegen, wagen sich die Beiden nicht, einer Beziehung eine Chance zu geben. Denn sie haben Angst, das Risiko einzugehen, sich zu verlieren.

Vorab muss ich sagen, dass ich bisher kein New Adult Buch gelesen habe und deswegen sehr gespannt war, was mich hier erwarten wird. Knight und Luna fand ich von Beginn an sehr sympathisch, da sie vom Charakter her einfach ganz anders sind. Insbesondere fand ich gut, dass sich hinter Knights Fassade ein ganz anderer Mensch versteckt, als der typische Aufreißer und „Player“. Diese Tiefgründigkeit, die sich auch bei Luna finden lässt, offenbaren zwei gut gestaltete Charaktere, die eine wunderbare Freundschaft pflegen, die aber schon Zeichen einer Liebesbeziehung aufweist. Abseits der Liebesgeschichte rücken berührende familiäre Themen in den Vordergrund, die der Geschichte viele Emotionen geben. Den Verlauf der Handlung habe ich interessiert verfolgt, da dieser viele kleinere aber auch größere Konflikte sowie Wendungen aufweist.
Der durchgängige Perspektivwechsel zwischen Knight und Luna war gut, da man beide Sichtweisen und Gedankengänge erfahren und dadurch sich in die Charaktere reinversetzen konnte. Zum Schluss liegt noch ein weiterer Perspektivwechsel zu weiteren Charaktere aus dem Buch vor. Dies fand ich gut, da man auch ein bisschen Abstand zu Luna und Knight gewinnen konnte und dadurch eine andere Perspektive auf das Gesehen erhalten hat.

Allgemein kann ich sagen, dass „All Saints High – Der Rebell“ für mich eine sehr interessante Leseerfahrung war. Positiv hervorzuheben wären die Tiefgründigkeit des Themas sowie die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Ausführliche Fantasywelt.

Das Lied des Wolfes
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Beim Fantasyroman „Das Lied des Wolfes“ begegnen wir dem Helden Vaelin al Sorna in einem packenden Abenteuer. Der Held hat mit seiner Armee geschafft, zahlreiche Kaiserreiche zu besiegen. Dadurch verdiente ...

Beim Fantasyroman „Das Lied des Wolfes“ begegnen wir dem Helden Vaelin al Sorna in einem packenden Abenteuer. Der Held hat mit seiner Armee geschafft, zahlreiche Kaiserreiche zu besiegen. Dadurch verdiente Vaelin sich eine große Anzahl an Ehrentitel, nur um später in den Nordlanden sich zu Ruhe zu setzen. Es nehmen aber Gerüchte über eine stählerne Horde ihren Lauf. Die Horde wird von einem Mann angeführt, der sich als ein mächtiger Gott ansieht. Dann erfährt unser Protagonist, dass seine damalige geliebte der Horde in die Arme gefallen ist. Er hat keine andere Lösung, als wieder in einen Krieg zu ziehen…

Auch wenn es sich hier um eine neue Reihe handelt, habe ich herausgefunden, dass dieser Fantasyroman an die Rabenschattenreihe anknüpft. Dadurch merkte ich schnell, dass mir in gewisser Weise das Vorwissen gefehlt hat. Dennoch stürzte ich mich in dieses Abenteuer. Es wird uns eine grauenhafte Fantasywelt vorgestellt, die detailliert durch den Autor beschrieben wird. Folglich konnte ich mir den Handlungsort und die Rahmenbedingungen genau vorstellen. Durch die verschiedenen außergewöhnlichen Namen brauchte ich ein bisschen, um mich überhaupt zurechtzufinden und die Beziehungen unter den Charakteren zu verstehen. Es wäre vorteilhaft, wenn das Personenverzeichnis detaillierter ausgeführt worden wäre, da in der Handlung oft Charaktere drankamen, die in der Liste nicht aufgeführt worden sind. Im Ganzen fand ich den Handlungsverlauf sehr interessant und nach jedem gelesenen Kapitel habe ich mich wohler in dieser Welt gefühlt. Die Charaktere Vaelin oder Sherin fand ich ausführlich herausgearbeitet und nachvollziehbar.
Schlussendlich kann ich sagen, dass es s
ich hier empfiehlt die Rabenschattenreihe zu lesen, da sonst der inhaltliche Input fehlt. Trotzdem konnte ich das Buch bewältigen und hatte dabei ein interessantes Leseabenteuer in einer grauenhaften Fantasywelt

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