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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2025

Spannung zum Entspannen

Gefährliche Aussicht
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Eine alte Villa wird von einem Paar aus Paris restauriert, die schwangere Frau stürzt zu Tode und Marie muss ermitteln, denn es war kein Unfall. Ein weiterer Todesfall folgt. Zusätzlich geschieht auch ...

Eine alte Villa wird von einem Paar aus Paris restauriert, die schwangere Frau stürzt zu Tode und Marie muss ermitteln, denn es war kein Unfall. Ein weiterer Todesfall folgt. Zusätzlich geschieht auch Einiges im privaten Umfeld, was Marie in Atem hält.
Für mich ist es der fünfte Band aus der Reihe, ich bin von Anfang an dabei. Erneut ein gut zu lesender Roman von Julie Dubois mit Protagonisten, die sich auch weiterentwickeln und Spaß machen. Die Charaktere sind mit ihren unterschiedlichen Facetten gut beschrieben und die schöne Landschaft und die im Buch eingefangene Atmosphäre machen den Charme des Buches aus.
Wer einen blutrünstigen Krimi sucht, der liegt hier falsch. Der Krimi unterhält angenehm und bietet mit seinen Wendungen auch Gelegenheit zum Mitermitteln. Daneben erfährt man einiges über kulinarische Genüsse und die Region selbst. Ein gut gestrickter Fall, mit reichlich Lokalkolorit. Macht einfach Spaß beim Lesen und Appetit auf mehr, nach dem Motto: Eintauchen in das Périgord und sich wohlfühlen!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 20.07.2025

Das Abenteuer führt Will, Iris und Wenko in 6000 m Tiefe

WAS IST WAS Comic - Tiefsee
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Will, Iris und Wenko finden machen Urlaub bei dem zerstreuten Professor Quecksilber auf seiner Meeresforschungsstation. Und wie sollte es auch anders sein, die Kids erkunden nicht nur die Korallenriffe, ...

Will, Iris und Wenko finden machen Urlaub bei dem zerstreuten Professor Quecksilber auf seiner Meeresforschungsstation. Und wie sollte es auch anders sein, die Kids erkunden nicht nur die Korallenriffe, sondern steigen in das Tauchboot und gelangen so auf den Grund des Meeres.
Wie schon die ersten zwei Comic-Bände zum Thema Dinosaurier und Raumfahrt gefallen mir die Zeichnungen und die abenteuerliche und lustige Geschichte gut. Das hier ein anderer Illustrator am Werk war, merkt man gleich, der Wiedererkennungswert ist jedoch gegeben. Auch wenn mir der Stil der ersten Bücher etwas besser gefallen hat, denn sind hier einige der Tiefseebewohner leider nicht sehr gut erkennbar.
Man erfährt viel über die spannende Unterwasserwelt und ihre Bewohner und dazu einiges über die Technik, die bei der Erforschung eingesetzt wird, wenn auch noch nicht im ganz speziellen Professor Quecksilber-Design. Die Informationen kann man sich nicht alle merken, dafür nimmt man den Comic auch gerne nochmals in die Hand. Gut gefiel mir auch die Tiefenangabe an den Buchseiten, fast hätte ich sie übersehen.
Ein guter erster Einstieg in das spannende Thema Tiefsee! Auch für Lesemuffel empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Gelungene Bewährungsprobe für Lucia

Die Kriminalistinnen. Der stumme Zeuge
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Lucia Specht ermittelt dieses Mal in einem emotional bewegenden Fall von Kindesentführung und -missbrauch. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, da wird sie von Düsseldorf nach Köln abgeordnet, ...

Lucia Specht ermittelt dieses Mal in einem emotional bewegenden Fall von Kindesentführung und -missbrauch. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, da wird sie von Düsseldorf nach Köln abgeordnet, um für die dortige Polizei verdeckt im Ganovenmilieu Erkundigungen einzuziehen. Neben ihrer Arbeit wird sie auch von ihrem Privatleben vereinnahmt. Bei einer Staubexplosion wird ihr Bruder verletzt und auch ihr Liebesleben verheißt einiges an Höhen und Tiefen.
Nachdem mich die ersten zwei Bände richtig gepackt hatten, war ich natürlich neugierig auf den letzten Band dieser als Trilogie angelegten Reihe, die 1969/1970 spielt. Absolut interessant wird der Werdegang der ersten weiblichen Kriminalpolizistinnen in NRW erzählt und der Zeitgeist wurde vom Autor bestens eingefangen. Die damaligen gesellschaftlichen Zwänge können wir uns heute nicht mehr vorstellen.
In diesen Roman wurde für mein Empfinden jedoch etwas zu viel reingepackt. Nicht nur die zwei Kriminalfälle, sondern auch die aus den ersten zwei Bänden noch nicht abgeschlossenen Nebenhandlungen, wie der Tod der Mutter (genau genommen ein dritter Fall) und die Liebesbande binden einiges an Raum in dem Buch. Das führt zeitweise auch zu Längen. Die Verquickung zwischen dem einen Fall und Lucias Privatleben hätte es für mich nicht mehr gebraucht. Die Fälle werden schlussendlich nachvollziehbar aufgelöst. Und im dritten Teil kommt es zu einem regelrechten Showdown. Dranbleiben lohnt sich, ich vergebe dieses Mal aber nicht die volle Punktzahl, wie bei Band 1 und 2, sondern ziehe einen Stern ab, da es mich das ganze Buch über nicht komplett gepackt hatte.
Empfehlung: alle drei Bücher unbedingt in Reihenfolge lesen, da die Handlung aufeinander aufbaut.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Turbulenter und spannender Fall mit Mädchen mit Charakter

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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Ein tolles Cover, welches gleich an Steampunk denken lässt. Anstelle der gängigen schwarzen Schrift wurde für den Text ein Blauton verwendet, in dem auch die vielen tollen und detaillierten Illustrationen ...

Ein tolles Cover, welches gleich an Steampunk denken lässt. Anstelle der gängigen schwarzen Schrift wurde für den Text ein Blauton verwendet, in dem auch die vielen tollen und detaillierten Illustrationen gehalten sind, die mir gleich gut gefallen haben. Der Schreibstil liest sich sehr gut, es passiert viel, und passt auch für die angesprochene Altersgruppe, genau wie Kapitellänge und Schriftsatz.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Maggie Fishbone, ein Mädchen, welches in einem Waisenhaus aufwuchs. Aus dem soll sie jetzt aufgrund ihres unerhörten Verhaltens in eine Art Besserungsanstalt wechseln - in das Institut für unerwünschte Mädchen. Dort trifft sie auf weitere Mädchen, denen es ähnlich geht wie ihr selbst. Überraschenderweise ist dort alles anders, als es den Anschein hat. Gelehrt wird das, was nützlich ist und Spaß macht, vor allem dann, wenn man zu einer Nachwuchsermittlerin herangezogen wird.
Zunächst lernt man in dem Buch die handelnden Personen kennen. Deren individuelle Charakterisierung in der Geschichte ist weitgehend geglückt, dabei wird Wert auf die Stärken der einzelnen und die Zusammenarbeit im Team gelegt. Etwas mehr Tiefe würde den Hauptprotagonisten jedoch nicht schaden. Die Handlung gewinnt an Fahrt, die von Judith Rossell entwickelte Geschichte ist spannend, aber nicht zu dramatisch. Die auftretenden Bösen sind auch nicht zu böse und ein wenig Gruselfaktor kommt im Verlauf auch noch dazu. Man will das Buch fast nicht aus der Hand legen.
Gut gefallen haben mir auch die eingestreuten Auszüge aus dem Buch der Schulleiterin Miss Mandelay, kurios und witzig. Allein das Cover macht Lust, das Buch aus dem Regal zu nehmen. Und wenn man das dann macht, wird man beim Lesen nicht enttäuscht, es wird keine Seite langweilig. Leseempfehlung, sowohl für Mädchen als auch für Jungs.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Mord und Magie im Prater

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Im Wiener Praterviertel findet 1896 eine Zauberassistentin während einer Vorstellung den Tod - ein Fall für Inspektor Leopold von Herzfeldt. Nunmehr getrennt von Leopold arbeitet Julia als Reporterin und ...

Im Wiener Praterviertel findet 1896 eine Zauberassistentin während einer Vorstellung den Tod - ein Fall für Inspektor Leopold von Herzfeldt. Nunmehr getrennt von Leopold arbeitet Julia als Reporterin und wird Zeugin des Vorfalls. Weitere Morde folgen und beide versuchen zunächst getrennt die Fälle aufzuklären. Auch Totengräber Augustin Rothmayer hat einen Fall, er will betrügerischen Bestattungsunternehmen auffliegen lassen. Daneben kümmert er sich weiter um seine Pflegetochter Anna, die inzwischen ihre eigenen Wege geht. Letztendlich arbeiten Leopold und Augustin zusammen und auch Julia trägt ihren Teil zur Aufklärung bei.
Dies ist inzwischen der vierte Fall des Wiener Trios und er hat mich erneut begeistert. Auf jeden Fall empfehle ich die Bücher von Beginn an zu lesen, da man sonst die Entwicklung der Charaktere mit allen Facetten aus deren Privatleben nicht angemessen folgen kann.
Oliver Pötzsch ist wieder ein historischer Krimi gelungen, der einen nicht loslässt. Sein Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, wirkt dennoch ausgesprochen leicht - er kann Ge-schichten so erzählen, dass man regelrecht darin eintaucht. Seine Protagonisten werden stimmig charakterisiert und entwickeln sich auch in der Serie weiter, genau wie das Beziehungsgeflecht der Personen untereinander. Der Autor nimmt einen mit in eine Zeit des Umbruchs. Wissenschaft und Technik sind auf dem Vormarsch, davon profitiert auch die Kriminalistik. Die neuen Erkenntnisse stehen im Widerspruch zu alten Überzeugungen, die nur langsam aufgeweicht werden können. Die Aufklärung der Kriminalfälle bleibt bis zum Ende offen und spannend, die Erzählstränge, die sich mit dem Privatleben beschäftigen, runden alles gelungen ab. Ich hoffe auf weitere Fälle aus dem historischen Wien!

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