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Veröffentlicht am 21.11.2025

Verdammt spannend

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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„Heart of the Damned - Ihr Versprechen ist sein Untergang” ist der Auftakt der Romantasy-Dilogie „Forsaken Promises”. Intrigen, Verrat, Freundschaft und Liebe – Julia Pauss weiß, wie man all das zu einer ...

„Heart of the Damned - Ihr Versprechen ist sein Untergang” ist der Auftakt der Romantasy-Dilogie „Forsaken Promises”. Intrigen, Verrat, Freundschaft und Liebe – Julia Pauss weiß, wie man all das zu einer spannenden und rasanten Geschichte vereint.

Um einem Todesurteil zu entgehen, lässt sich die Diebin Scarlett auf einen Deal mit dem König Ren ein: Als Gestaltwandlerin übernimmt sie die Rolle seiner kürzlich ermordeten Verlobten. Niemals hätte Scarlett geahnt, dass sie nun erst recht in Lebensgefahr schwebt.

Ich liebe Julias Schreibstil: Er ist flüssig, locker und gespickt mit einer ordentlichen Portion Humor. Ich mag die schlagfertigen Dialoge und zugleich die weichen Seiten der Charaktere.

„Heart of the Damned” las sich für mich wie eine Fantasygeschichte mit Thrill, in der ein Kriminalfall gelöst wird. Diese Mischung hab ich sehr genossen.

Der Plottwist am Ende ist der Oberhammer und ich hab das absolut nicht kommen sehen. Nun bin ich umso mehr gespannt auf den zweiten Teil!

Nach “Kodiak Echoes” und diesem Fantasywerk ist Julia Pauss für mich direkt zu einer Autobuy-Autorin geworden.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Sehr berührend

Sonnenaufgang Nr. 5
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„Sonnenaufgang Nr. 5” ist für mich ein weiteres Meisterwerk aus der Feder von Carsten Henn. Kaum einer schafft es meiner Meinung nach, eine ruhige Geschichte in schlichten Sätzen zu erzählen und zugleich ...

„Sonnenaufgang Nr. 5” ist für mich ein weiteres Meisterwerk aus der Feder von Carsten Henn. Kaum einer schafft es meiner Meinung nach, eine ruhige Geschichte in schlichten Sätzen zu erzählen und zugleich so viel Poesie und Tiefe darin zu verstecken.  

Jonas hat einen wichtigen Job an der Küste: Er soll die Autobiografie der Filmdiva Stella verfassen. Und dabei hat Jonas nicht nur mit Selbstzweifeln zu kämpfen, sogar zweifelt schon bald auch an dem Wahrheitsgehalt von Stellas Geschichten.  

Wie schon bei “Der Buchspazierer” trifft mich Carsten Henns Schreibstil mitten ins Herz. Er verliert sich nicht in Details, wird nicht dramatisch und bringt dennoch unglaublich viele Emotionen rüber. Meiner Meinung nach gehört es dazu, sich in die Geschichte fallen zu lassen und jede Andeutung zwischen den Zeilen aufzusagen. Ich glaube, je mehr Lebenserfahrung man hat, umso erschreckend treffender sind viele Passagen und Zitate. Ich habe zumindest eine ganze Menge markiert! 

Mit Stella und Jonas haben wir zwei Protagonisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und genau das verleiht der Geschichte so viel Esprit.Jonas ist höflich und empathisch, während Stella an Arroganz und Temperament kaum zu überbieten ist. Zudem sind auch die Nebencharaktere sehr interessant gezeichnet und jeder trägt sein eigenes Päckchen mit sich rum. Besonders die Szenen mit dem schüchternen Jonas und der quirligen Nessa habe ich sehr genossen – Nessa ist so wunderbar direkt und liebenswert verrückt.  

„Sonnenaufgang Nr. 5” hat mich sehr berührt und mich auch die eine oder andere Träne verdrücken lassen. Der Roman ist eine Hommage an das Leben, die Liebe und das Erinnern. Wie ehrlich sind wir zu uns selbst, wenn wir auf unser Leben zurückblicken? An welche Momente erinnern wir uns besonders gerne und welche würden wir am liebsten aus unserem Gedächtnis und unserem Herzen verbannen?  

Wenn du tiefgründige Charaktere magst, nichts gegen ein bisschen Herzschmerz hast und gerne daran erinnert werden möchtest, dass das Leben lebenswert ist und man immer wieder etwas findet, wofür man dankbar sein sollte – dann wird dir dieses Buch garantiert gefallen.  

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Gewöhnungsbedürftige Dystopie

Die Spur der Vertrauten
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„Die Spur der Vertrauten" ist ein vielschichtiges Jugendbuch – so komplex und tiefgründig, dass ich es eher als Dystopie für (junge) Erwachsene empfehlen würde. Doch worum geht’s eigentlich?

Claire und ...

„Die Spur der Vertrauten" ist ein vielschichtiges Jugendbuch – so komplex und tiefgründig, dass ich es eher als Dystopie für (junge) Erwachsene empfehlen würde. Doch worum geht’s eigentlich?

Claire und Goliath leben in einer dystopischen Welt, in der es keine Individualität gibt. Stattdessen besitzt jeder Mensch einen sogenannten Instinkt, der ihn dazu bringt, stets dem Allgemeinwohl zu dienen. Als Claire und Goliath auf ungeklärte Vermisstenfälle stoßen, beginnen sie, tiefer im Verborgenen der Gesellschaft zu graben als jemals jemand zuvor – und entdecken dabei lebensgefährliche Geheimnisse.

Der Stil von Christelle Dabos ist eher ungewöhnlich für ein Jugendbuch – wobei mir das bei „Die Spiegelreisende“ (kleine Korrektur des Titels) damals gar nicht so aufgefallen ist. Ich hattehier allerdings nur selten einen flüssigen Lesefluss, da der Satzbau manchmal ungewöhnlich, beinahe elliptisch wirkt. Zudem treten viele Charaktere auf und es gibt zahlreiche Details zur Gesellschaft und zum Instinkt.

Im Roman werden Themen wie Individualität, Vorurteile, Verlust und Einsamkeit mitunter eher indirekt behandelt. Durch diese Themen und die dystopische Gesellschaft entsteht eine düstere Grundstimmung, die vor allem durch Goliath meiner Meinung nach perfekt verkörpert wird. Die Protagonisten Claire und Goliath fand ich sehr cool: Sie sind alles andere als perfekt, beide tragen ihr Päckchen, und dennoch finden sie zueinander und ermutigen sich gegenseitig.

Die Grundidee mit dem Instinkt, dem man widerstandslos ausgeliefert ist, fand ich grandios – endlich mal wieder was ganz Originelles. Im Laufe der Geschichte tauchen immer mehr Andeutungen und Geheimnisse auf, die man sich gern merken möchte, weil sie wichtig für den Verlauf scheinen. Doch dann kommt die Enttäuschung: Am Ende werden viele dieser Andeutungen oder Handlungsstränge gar nicht mehr aufgegriffen oder aufgelöst.

So wirkt das Ende überwältigend: Es passiert sehr viel auf einmal – und doch weiß man kaum, warum. Die über 600 Seiten finden ihren Showdown auf vielleicht fünf Seiten, und man bleibt mit unglaublich vielen Fragen zurück. Schade, denn ich hatte mir wirklich mehr erhofft!

„Die Spur der Vertrauten“ ist ein interessantes und vielschichtiges Buch. Wenn man sich darauf einlässt und nicht alles hinterfragt, bietet es unterhaltsame Lesestunden und zugleich tiefgründige Themen zum Nachdenken.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Spannend und überraschend emotional

Daughter of Smoke and Bone
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Für mich wird „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten" als eines der Fantasybücher mit der emotionalsten und überraschendsten Wendung in Erinnerung bleiben. Pluspunkte gibt es obendrein für die ...

Für mich wird „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten" als eines der Fantasybücher mit der emotionalsten und überraschendsten Wendung in Erinnerung bleiben. Pluspunkte gibt es obendrein für die coolen Charaktere, das atmosphärische Setting und eine Liebesgeschichte, die ganz ohne Spice auskommt.

Die 17-jährige Karou führt ein außergewöhnliches Doppelleben: Sie ist Kunststudentin in Prag und erledigt zugleich mysteriöse Aufträge für Brimstone – den Mann, der sie großgezogen hat. Brimstone und sein Gefolge sind Chimären und für Karou seit jeher wie eine Familie. Doch immer wieder fragt sie sich, woher sie wirklich stammt und warum sie, seit sie denken kann, Hamsas in die Handflächen tätowiert hat. 

Laini Taylors Stil ist faszinierend: Sie schafft einen grandiosen Spagat zwischen realistischem Setting, Urban-Fantasy und einer ungewöhnlichen, detailreichen Fantasywelt. Ich konnte mir sowohl das Leben in Prag als auch in der Fantasywelt wunderbar bildlich vorstellen. Taylors Schreibstil ist leicht, mit einer poetischen Note, sodass dieses Buch definitiv für Jugendliche geeignet ist – auch wenn es manchmal recht düster und grausam ist, denn ein Krieg in der fantastischen Welt spielt eine zentrale Rolle. 

Der Roman ist in drei Teile gegliedert, und der letzte Teil hat mich komplett aus den Socken gehauen: Geheimnisse werden gelüftet, Details fügen sich zusammen und es wird überraschend emotional. Mit dieser Wendung habe ich überhaupt nicht gerechnet – und ich fand sie genial! 

Es ist schwer, noch mehr Details preiszugeben, ohne zu spoilern – daher kann ich nur sagen: „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten" ist ein großartiger Auftakt der Fantasytrilogie und perfekt für alle, die Urban Fantasy, magische Charaktere und große Gefühle (ohne Spice!) lieben. 

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Solider Thriller mit Überraschungen

Knochenkälte
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Endlich wieder unterwegs mit David Hunter! Jahrelang musste ich auf die Fortsetzung warten und dementsprechend groß war die Vorfreude auf „Knochenkälte” – aber wurden all meine Erwartungen erfüllt?  

Der ...

Endlich wieder unterwegs mit David Hunter! Jahrelang musste ich auf die Fortsetzung warten und dementsprechend groß war die Vorfreude auf „Knochenkälte” – aber wurden all meine Erwartungen erfüllt?  

Der forensische Anthropologe David Hunter ist aufgrund eines Wintersturms in einem abgeschiedenen Ort eingeschneit. Mit dem Fund eines Skeletts beginnt für ihn eine gefährliche Suche nach der Wahrheit – sehr zum Missfallen der verschlossenen Einwohner.  
 
An Becketts Thrillern liebe ich immer die nervenaufreibende Grundstimmung: Wann wird das Skelett entdeckt, wer sind die Verdächtigen und wird Hunter in Gefahr geraten? Und ganz wichtig: Welcher Plottwist wird mich diesmal aus den Socken hauen?  
 
Ja, meine Erwartungen waren hoch und – und wurden leider nicht ganz erfüllt. Die Atmosphäre im Dorf ist von Anfang an spannend, düster und geheimnisvoll. Wie gewohnt, sorgt Becketts Stil dafür, dass man direkt in die Atmosphäre des Romans abtauchen kann und die Szenen beinah wie in einem Film vor einem ablaufen.

Für meinen Geschmack dauert es jedoch einen Tick zu lange, bis Hunter endlich auf das Skelett stößt. Generell hatte ich das Gefühl, die Action verlor sich manchmal in detaillierten Naturbeschreibungen. Als Kontrast dazu habe ich auf einen grandiosen Plottwist nach dem anderen gehofft. Doch auch hier blieb leider der große Wow-Moment aus. Vielleicht lag es am begrenzten Setting oder daran, dass die Bösewichte für mich zu früh erkennbar waren. 

Insgesamt ist „Knochenkälte” ein guter Thriller mit einigen Überraschungen. Als siebter Teil der Hunter-Reihe lässt er sich auch gut ohne Vorwissen lesen.  

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