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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2025

Fantasyabenteuer mit Helden fernab des Mainstreams

The Shadow Within - Die Hangaia-Chroniken
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Ich bin immer noch gerührt, was für ein lieber, erfrischender und außergewöhnlicher Charakter Granny ist. Mit ihren 80 Jahren ist sie eher eine seltene „Art“ von Protagonistin in einem Fantasy-Roman und ...

Ich bin immer noch gerührt, was für ein lieber, erfrischender und außergewöhnlicher Charakter Granny ist. Mit ihren 80 Jahren ist sie eher eine seltene „Art“ von Protagonistin in einem Fantasy-Roman und hat mich aber gleich überzeugt und sich in mein Herz geschlichen.

Zusammen mit dem Stierdämon Kesetiaan (Minotaurus) wird sie in eine düstere, faszinierende Welt gezogen, in der Götter, Dämonen und alte Geheimnisse lauern. Einfühlsam nimmt sie sich dem großen und starken Dämon an um seine Halbschwester Malika zu suchen - doch ein Schatten lauert auf seine Chance und die beiden werden vor schwierige Prüfungen gestellt.

Die Geschichte punktet mit kreativem Worldbuilding, emotionaler Tiefe und überraschenden Wendungen.
Die Komplexität der Handlung verlangt beim Lesen etwas Aufmerksamkeit - was aber kein negativer Punkt sein soll. Ich liebe ausgefeilte Fantasywelten.
Insgesamt ein packendes und atmosphärisch
Abenteuer – einfach empfehlenswert.
Ich habe mein gefreut wieder einmal in Habgaia eintauchen zu dürfen und bin schon auf den 3. Band gespannt.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Für mich ein Highlight

Der Fluch der Schwestern (Die sechs Kraniche 0)
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Wieder einmal tauchte ich die letzten Tage in die Welt von Lor‘yan aus der Feder von Elizabeth Lim ein. Das Prequel zur Dilogie „Die sechs Kraniche“ und „Der Schwur des Drachens“ hatte mich sofort abgeholt.
Für ...

Wieder einmal tauchte ich die letzten Tage in die Welt von Lor‘yan aus der Feder von Elizabeth Lim ein. Das Prequel zur Dilogie „Die sechs Kraniche“ und „Der Schwur des Drachens“ hatte mich sofort abgeholt.
Für mich ein persönliches Highlight.

Das Buch erzählt die Geschichte von Channi,
die mit einem Schlangengesicht verflucht wurde, und von ihrer wunderschönen Schwester Vanna. Als Vanna mit siebzehn Jahren in einen Verlobungswettbewerb gezwungen wird, setzt Channi alles daran, sie zu retten – auch wenn das bedeutet, sich mächtigen Gegnern und am Ende sogar dem eigenen Fluch zu stellen.

Elizabeth Lim erschafft eine atmosphärische und bildgewaltige Welt, die an fernöstliche Märchen erinnert. Besonders beeindruckend ist die Charakterentwicklung von Channi: Sie ist mutig, entschlossen und voller Liebe für ihre Schwester. Die Dynamik zwischen den beiden ist das emotionale Herzstück der Geschichte. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig und tragen zur Spannung der Handlung bei.

Eine wundervolle Mischung aus Märchen, Abenteuer und Geschwisterliebe – in einem asiatischen, faszinierenden Fantasysetting mit einer erbarmungslosen Realität, die die Charaktere tragen müssen.
Das Ende hat mir eine emotionale Wunde zugefügt, die noch lange nachhallen wird.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Etwas vorhersehbar und ausbaufähig

MondSilberLicht
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Nach dem plötzlichen Tod von Emmas Mutter zieht sie aus der USA zu ihrem Onkel nach Schottland auf die Insel Isle of Skye. Dort gewöhnt sie sich dank der großen und liebevollen Familie gut ein.
Als sie ...

Nach dem plötzlichen Tod von Emmas Mutter zieht sie aus der USA zu ihrem Onkel nach Schottland auf die Insel Isle of Skye. Dort gewöhnt sie sich dank der großen und liebevollen Familie gut ein.
Als sie auf den geheimnisvollen Mitschüler Calum trifft, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn - doch er ist nicht das, was er scheint und so muss Emma sich den alten Mythen und Sagen Schottlands und auch ihrer eigenen Herkunft stellen. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, doch Emma wird dafür kämpfen.

Leider braucht die Geschichte eine Weile, um in Fahrt zu kommen. Die erste Hälfte wirkt stellenweise langsam und vorhersehbar, was es schwierig macht, wirklich mit den Figuren mitzufiebern. Zudem sind einige ihrer Entscheidungen nicht ganz nachvollziehbar und wirken leichtsinnig, was die Glaubwürdigkeit der Handlung etwas schmälert. Auch werden oft dramatische Situation für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt (Siehe den Tod von Emmas Mutter)

Dennoch steigert sich die Spannung in der zweiten Hälfte, und die romantisch-fantastische Atmosphäre entfaltet ihren Zauber. Wer sanfte Fantasy mit einem guten Schuss Romantik mag, könnte dennoch Gefallen an dem Buch finden – auch wenn es nicht ganz das Potenzial ausschöpft, das es haben könnte.

Aber als frühes Werk von Marah Woolf ist das zu entschuldigen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Wegen der Liebe zur Medizin …

Anatomy
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Dieses Buch verbindet geschickt historische Fiktion mit Gothic-Romantik und einer Prise medizinischer Spannung.
Aber vorneweg: wer einen akkuraten historischen Roman erwartet ist hier falsch! Das „Römische ...

Dieses Buch verbindet geschickt historische Fiktion mit Gothic-Romantik und einer Prise medizinischer Spannung.
Aber vorneweg: wer einen akkuraten historischen Roman erwartet ist hier falsch! Das „Römische Fieber“ ist ein erfundenes Stilmittel, zumindest in der Art, wie es in diesem Roman beschrieben wird. Ein guter Esslöffel Fantasy gehört auch noch dazu. Ich wurde da schon von Lesefreunden gewarnt, weshalb ich darin keine Enttäuschung sah - doch die Inhaltsangabe kann einen da schon täuschen.
Als Liebesgeschichte würde ich es auch nicht so verkaufen … außer man sieht darin die Liebe von Hazel zur Medizin.

Nun aber zum Inhalt: Die Geschichte folgt Hazel Sinnett, einer jungen Adeligen im Edinburgh des 19. Jahrhunderts, die gegen gesellschaftliche Normen ankämpft, um Chirurgin zu werden. Unterstützt wird sie von dem charmanten Auferstehungsmann Jack Currer, mit dem sie sich in eine düstere Welt aus Leichendiebstahl und Geheimnissen begibt.

Der atmosphärischer Schreibstil erschafft ein fesselndes Setting, das sowohl düster als auch faszinierend ist. Besonders gelungen ist Hazels Charakterentwicklung – ihr Ehrgeiz und ihre Intelligenz machen sie zu einer für mich angenehmen Protagonistin. Allerdings bleibt ihre Liebesgeschichte etwas vorhersehbar, und das Ende fühlt sich etwas gehetzt an.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Bewegend und schonungslos

The Woman in Me
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„The Woman in Me“ ist eine bewegende, schonungslose Autobiografie, die tiefe Einblicke in Britney Spears Leben jenseits des Rampenlichts bietet. Mit einer emotionalen Stimme erzählt sie von ihrem Aufstieg ...

„The Woman in Me“ ist eine bewegende, schonungslose Autobiografie, die tiefe Einblicke in Britney Spears Leben jenseits des Rampenlichts bietet. Mit einer emotionalen Stimme erzählt sie von ihrem Aufstieg zum Popstar, den Schattenseiten des Ruhms und ihrer langjährigen Vormundschaft. Besonders beeindruckend ist ihre Ehrlichkeit, wenn sie über familiäre Konflikte, persönliche Kämpfe und ihren Weg zur Selbstbestimmung spricht.

Das Buch ist nicht nur eine spannende Lektüre für Fans, sondern auch ein starkes Statement über Kontrolle, Freiheit und weibliche Selbstbestimmung. Einzig an manchen Stellen hätte man sich noch tiefere Reflexionen gewünscht. Dennoch ist es ein fesselndes und aufrüttelndes Memoir.

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