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Veröffentlicht am 08.04.2024

Charmante Urban-Fantasy mit Rockstar-Vibes: gerne mehr davon.

Dead Souls Burning
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Ein Jahrzehnte alter Konflikt, dunkle Familiengeheimnisse und die Suche nach Wahrheiten … Gibt es Etwas Schlimmeres als den Tod?

„𝗗𝗶𝗲 𝗟𝗲𝗲𝗿𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝘃𝗼𝗻 𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗵𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀 𝘇𝗲𝗿𝗳𝗿𝗶𝘀𝘀𝘁, 𝗱𝗲𝗵𝗻𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗮𝘂𝘀. 𝗪𝗶𝗲 𝗼𝗳𝘁 ...


Ein Jahrzehnte alter Konflikt, dunkle Familiengeheimnisse und die Suche nach Wahrheiten … Gibt es Etwas Schlimmeres als den Tod?

„𝗗𝗶𝗲 𝗟𝗲𝗲𝗿𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝘃𝗼𝗻 𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗵𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀 𝘇𝗲𝗿𝗳𝗿𝗶𝘀𝘀𝘁, 𝗱𝗲𝗵𝗻𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗮𝘂𝘀. 𝗪𝗶𝗲 𝗼𝗳𝘁 𝗵𝗮𝗯𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗮𝗿𝘂𝗲𝗯𝗲𝗿 𝗻𝗮𝗰𝗵𝗴𝗲𝗱𝗮𝗰𝗵𝘁, 𝗲𝘀 𝘇𝘂 𝗯𝗲𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻, 𝗮𝘂𝘀𝘇𝘂𝗯𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗺 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗔𝗹𝗹𝘁𝗮𝗴 – 𝘂𝗻𝗱 𝗲𝘀 𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗴𝗲𝘁𝗮𝗻."

Mit dem plötzlichen Verschwinden ihrer Schwester bricht für Juniper eine Welt zusammen. Nachdem sämtliche Behörden den Fall Summer Daily ad acta legen und selbst ihr Vater die Suche resigniert aufgibt, versucht June verbissen, auf eigene Faust deren Verbleib aufzuklären. Denn niemals hätte ihre große Schwester – vernünftig, besonnen – den kläglichen Rest ihrer Familie freiwillig zurückgelassen, oder?! Eine Telefonnummer, flink gekritzelt und versteckt, markiert einen, den einzigen Anhaltspunkt. Sieben Ziffern, die zu Rockmusiker Asher Campbell – dem Sänger der erfolgreichen Band »Death Souls« – gehören. Doch in welcher Verbindung könnte gerade Summer zu dem attraktiven Frontmann stehen? Hat er etwas mit ihrem spurlosen Verschwinden zu tun? Um Antworten zu erhalten, nimmt Juniper ein Konzert in Kauf; entgegen jeder Hoffnung warten hier jedoch mehr Fragen, als gut für den taffen Freigeist ist, Adrenalin und Offenbarungen, die alles infrage stellen, woran sich die Menschheit festhält. Nicht nur die Welt selbst hat Geheimnisse, sondern auch jedes Mitglied der zerrütteten Daily-Familie …

„𝗘𝘀 𝗿𝗶𝗲𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗠𝗲𝗲𝗿𝘀𝗮𝗹𝘇, 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗕𝗹𝘂𝗺𝗲𝗻 – 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗙𝗿𝘂𝗲𝗵𝗹𝗶𝗻𝗴. 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻. 𝗜𝗰𝗵 𝗸𝗼𝗲𝗻𝗻𝘁𝗲 𝗸𝗼𝘁𝘇𝗲𝗻. 𝗪𝗼𝗿𝘁𝘄𝗼𝗲𝗿𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵."

Erzählt wird das Geschehen aus wechselnder Perspektive, was den beiden Protagonisten ausreichend Kontur verleiht. Mit einigen spritzigen Dialogen lockert Izzy Maxen die oft drückende, unheilvolle Atmosphäre auf, während Einblicke in Junes Vergangenheit für bewegende Momente und Gänsehaut sorgen. Ihr impulsives, wehrhaftes Verhalten verstärkt den Eindruck, dass wir es mit einer mutigen Frau zu tun haben, die sich trotz Narben und ertragenem Schmerz nicht verbeugt – vor niemandem.
Auch Asher hat eine sensible Seite, Melancholie durchzieht das rockstar-typische Dasein, in dem Menschen lediglich einen Nutzen haben und nur der Spaß zählt. In Kombination mit seinen beiden Bandkollegen, Bonnie und Rome, schuf die Autorin eine interessante Truppe, in der trotz Uneinigkeiten und Unterschieden ein starker Zusammenhalt spürbar war.

𝗗𝘂 𝗵𝗮𝘀𝘁 𝗔𝗻𝗴𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘃𝗼𝗿 𝘇𝘂 𝘀𝘁𝗲𝗿𝗯𝗲𝗻. 𝗪𝗲𝗶𝗹 𝗱𝘂 𝘀𝗰𝗵𝗼𝗻 𝗲𝘄𝗶𝗴 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗹𝗲𝗯𝘀𝘁."

„𝐃𝐞𝐚𝐝 𝐒𝐨𝐮𝐥𝐬 𝐁𝐮𝐫𝐧𝐢𝐧𝐠“ hält viel Gutes bereit, bspw. die Darstellung der Untoten, ihrer Leben und die Assertoren. Im Verlauf werden Fragen aufgeworfen, nach und nach kristallisieren sich Zusammenhänge heraus, die einige Twists, seichte Spannung und Action initiieren. Die Leidenschaft zur Musik und das Brennen für jene, die ihnen wichtig sind, geben Asher und Juniper wie der gesamten Geschichte eine emotionale Nuance, abseits anderer Gefühlsregungen. Denn obgleich Romantik, verruchte Gedanken und ein Hauch Intimität vorhanden sind, in malerischen, zu Herzen gehenden Worten dargelegt wurden, konnte mich die entstehende „Beziehung“ letztendlich nicht erreichen. Was an der fehlenden Entwicklung lag: ohne das obligatorische Kennenlernen wurde von Liebe und Bindung gesprochen. Ebenfalls zu kurz kam m.M.n. der fantastische Aspekt, lediglich angerissen und oberflächlich.
Geheimnisse der Inmorti vermischen sich mit jenen Abgründen von Junipers Familie und Weltbild verändernden Wahrheiten.
Fiktion erhebt sich zur Realität …
Charmante Urban-Fantasy mit Rockstar-Vibes: gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 08.04.2024

Nett.

Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1)
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Kyra Grohs New-Adult-Roman „Zeilenflüstern“ hat mich hauptsächlich durch die Thematik rund um Hörbücher und deren SprecherInnen angesprochen. Eine Liebesgeschichte ontop? Perfekt.

Leider entpuppte sich ...

Kyra Grohs New-Adult-Roman „Zeilenflüstern“ hat mich hauptsächlich durch die Thematik rund um Hörbücher und deren SprecherInnen angesprochen. Eine Liebesgeschichte ontop? Perfekt.

Leider entpuppte sich der Auftakt der Reihe über eine Werbeagentur als maximal nett, eine ruhige Storyline ohne Höhen und Tiefen.
Während Klara öfter nicht wirkte, als wüsste sie, was sie eigentlich will, blieb Noel großteils blass. Beide scheinen jünger, unbedarfter gezeichnet, als gewollt und die romantische Entwicklung? Nun ja … War halt einfach so.
Die Ausarbeitung und das Einbringen von Nebenfiguren gaben der oft schleppenden Handlung Abwechslung, was der recht einfache, unausgereifte Stil bedauerlicherweise nicht vermochte.

Dafür gab es interessante Einblicke in die Werbeagentur „Sweet Lemon Agency“, in der die junge Frau tätig ist, sich beweisen will und muss, und die Welt der Hörbücher, in Klischees, Herabstufung und Vorurteile – sowohl jene, mit denen sich Frauen, noch immer, konfrontiert sehen als auch solche, mit denen sich SprecherInnen auseinandersetzen müssen.
Die Autorin thematisiert zudem wichtiges, oft nicht beachtetes, wie CODA – Kinder über 18 Jahren von gehörlosen Eltern – und DGS – Deutsche Gebärdensprache. Inwiefern dies ausführlich recherchiert und authentisch wiedergegeben wurde, kann ich als Außenstehende nicht beurteilen, dennoch finde ich es toll, dass die Autorin dies aufgreift, vielleicht Achtsamkeit generiert. Klaras Gefühle und Gedanken über die Situation, ihre vermeintliche Verantwortung, die Ängste waren jedenfalls für mich absolut realistisch, logisch.
Leider nicht verstanden habe ich ein Trope, welches „Zeilenflüstern“ gegen Ende aus unerfindlichen Gründen bereithält, trägt diese Szene, so oberflächlich wie sie abgehandelt, Hauptsache erwähnt wurde, nichts zum Geschehen bei. Nein, nicht jeder New Adult Roman braucht eine Szene, in der sexuelle Belästigung / Übergriffigkeit vorkommt. Hier war es einfach unpassend, reingequetscht.

Die Umsetzung der Geschichte konnte mich, trotz der eingebrachten Themen, nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Cinderella meets Mulan. Crime meets Fairytale.

Dragon Games - Herz aus Feuer
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„𝐃𝐫𝐚𝐠𝐨𝐧 𝐆𝐚𝐦𝐞𝐬 – 𝐇𝐞𝐫𝐳 𝐚𝐮𝐬 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫“ ist der dritte Roman von Ursa Jaumann – und beinhaltet eine Geschichte, in der sich feministische Einflüsse, aktuelle Themen und realitätsnahe Strukturen finden, die mehr ...


„𝐃𝐫𝐚𝐠𝐨𝐧 𝐆𝐚𝐦𝐞𝐬 – 𝐇𝐞𝐫𝐳 𝐚𝐮𝐬 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫“ ist der dritte Roman von Ursa Jaumann – und beinhaltet eine Geschichte, in der sich feministische Einflüsse, aktuelle Themen und realitätsnahe Strukturen finden, die mehr Wahrheit zeigen, als gut für die Welt ist. In Kombination mit einer feurigen Protagonistin, einem Hauch Crime, Spannung und berührenden Momenten konnte mich die Autorin wiederholt gänzlich mitreißen.

In einer patriarchischen Gesellschaft, in der Armut und Ungerechtigkeiten durch die Gassen wabern, ist Rebellion in den verschiedensten Formen eine vorhersehbare Konsequenz. Von Überheblichkeit und Wohlstand eingelullt, wähnen sich die gutbetuchten, mächtigen Menschen in Sicherheit, sind blind für Leid und Unzufriedenheit. Ahnden erbarmungslos.
Welcher Zeitpunkt wäre besser geeignet, um ein System zu stürzen, als ein Turnier, bei dem alle Drachenritter des Kontinents plus Gefolge versammelt sind? Wo anfangen, wenn nicht ganz oben?

Vic, einst ein Mädchen aus den Kohleminen, eine „Black“, seit Jahren Knappe im Dienst eines Drachenritters, ist sich der Gefahr bewusst, in der sie jeden Tag schwebt. Doch diese geht nicht von den Kreaturen aus ... Um den einzigen Traum, den sie jemals hatte, näherzukommen – eines Tages selbst über einen Drachen befehligen, Botschafter des Landes, frei werden zu können – ist sie bereit, das Risiko einzugehen, ein Leben zu führen, welches nur ein halbes ist, eine Maskerade.
Nichts und niemand kann ihr Ziel ins Wanken bringen ... oder?

Ursa Jaumann wirft uns mitten hinein, nah an jenen Moment, in dem nicht nur Vics Wünsche torpediert werden, sondern auch ihre Pläne und Ziele in scheinbar weite Ferne rücken. Plötzlich sieht sie sich mit Veränderungen konfrontiert, die ihr weder Zeit lassen, um zu trauern, noch um sich in ihre neue Rolle einzufinden. Als wäre das nicht schon beängstigend genug, schleicht ein Phantom durch Dimondon, welches mit perfiden, heimtückischen Anschlägen Drachenritter samt Knappen aus dem Weg räumt, einen Krieg zwischen den Reichen provoziert. Statt sich um diesen durchaus bedrohlichen Umstand zu kümmern, jagt ihr neuer Sir einer Fremden hinterher. Zu allem Überfluss nehmen die Gesetzeshüter Vic ins Visier – dabei muss die gerade einen wahrlich heiklen Spagat meistern: am Tag der Knappe, des Nachts die Lady…

Stilistisch findet sich hier ein lebendiger, detailreicher Mix, der passend für das historisch anmutende Setting und die herrschenden Konventionen gewählt wurde. Gleichzeitig erhält das Geschehen durch moderne Dialoge und flotte Formulierungen Frische.
Die Charaktere, insbesondere Vic, James und Lance, wurden mit Tiefe gezeichnet, mit Hintergrund und Temperament, einer gewissen Gleichgültigkeit Regeln und Stand gegenüber. Doch auch andere Figuren überraschen mit Auftreten, Reaktionen und der, nicht immer positiven, Rolle, die sie am Ende einnehmen.
Jaumann bestückte ihre wendungsreiche Storyline mit Steampunk-Elementen, leisen technischen Fortschritten, Vibes aus Mulan und Cinderella, wobei Letzteres für „Toris“ ganz eigenes kleines Märchen sorgte – gefährlich und aufregend, ein Schauspiel, so fragil wie der Frieden. Die Autorin macht es den LeserInnen leicht, zu hoffen, zu erschaudern, zu seufzen. Trotz der dunklen Vorahnung, trotz der Gewissheit, dass die Enttarnung ebenso unausweichlich, nur eine Frage der Zeit ist, wie das Bersten von Herzen. Denn manche Lügen explodieren und reißen Krater in Menschen.

Gegebenheiten der Drachenritter, Hierarchien der geschaffenen Welt wurden ausreichend, greifbar dargelegt. Die Handlung ist durchdacht und abwechslungsreich, Action, Romantik und Humor halten sich mit beständiger Aufregung die Waage. Sir James und Tori sorgen für Sinnlichkeit, prickelnde Augenblicke, während Vics Leidenschaft und der Mut, für sich, ihre Überzeugungen und ihren Traum einzutreten, Feuer entfacht.
Die malerische Erhabenheit der Drachen, sanfte Augenblicke und das Herzklopfen, welches die Autorin mit ihren wortreichen Zeichnungen auslöst, stehen im Kontrast zu jener Tristesse, die Armut, Not und Kinderarbeit mit sich ziehen, zu der harten Hand des Gesetzes, die tief bewegt. Verluste häufen sich, Vertrauen wird erschüttert und am Ende bleibt Vic nichts weiter übrig, als sich aufrecht zu halten und das Urteil zu ertragen.

„Dragon Games“: High-Romantasy, die Faszination auslöst, die sich im Gedächtnis festsetzt.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Romantisch, witzig, magisch.

Sternenhell (Nachtschwarz-Sternenhell, Bd. 2) Aufregende Urban-Fantasy-Dilogie über die Magie der Sterne und eine große Liebe – Buchumschlag mit Perlmuttglanzeffekt + Character Card in der 1. Auflage!
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»𝘞𝘪𝘳 𝘴𝘵𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘥𝘪𝘳𝘦𝘬𝘵 𝘯𝘦𝘣𝘦𝘯𝘦𝘪𝘯𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘓𝘪𝘤𝘩𝘵𝘫𝘢𝘩𝘳𝘦 𝘦𝘯𝘵𝘧𝘦𝘳𝘯𝘵.«

„𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐧𝐡𝐞𝐥𝐥“ bildet das Finale der mitreißenden Urban-Romantasy Dilogie von #SaskiaLouis und setzt nahtlos an „𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳“ an ...



»𝘞𝘪𝘳 𝘴𝘵𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘥𝘪𝘳𝘦𝘬𝘵 𝘯𝘦𝘣𝘦𝘯𝘦𝘪𝘯𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘓𝘪𝘤𝘩𝘵𝘫𝘢𝘩𝘳𝘦 𝘦𝘯𝘵𝘧𝘦𝘳𝘯𝘵.«

„𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐧𝐡𝐞𝐥𝐥“ bildet das Finale der mitreißenden Urban-Romantasy Dilogie von #SaskiaLouis und setzt nahtlos an „𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳“ an – spannend und amüsant, doch nicht ohne dramatische Augenblicke …

Billie, die ein Neuling in Sachen übernatürlichen Dingen ist, zeichnet sich vor allem durch die Eigenschaft aus, die festgefahrene Hierarchie der „Sternenhüter“ und die Entscheidungen der älteren Generation zu hinterfragen. Aber auch sich selbst, die Macht, die in ihr brodelt. Denn wenn ein Teil von ihr die dunkle Kraft besitzt, alles und jeden zu zerstören, wie gut kann sie sein?
Die Schuld dafür bei sich suchend, dass Kinder verschwinden, die Königin der Nacht samt ihrer treuen Ritter auf dem Vormarsch sind, versucht Billie alles, um die eingeschworene Gemeinschaft der Sternenfraktion zu schützen, beweist ihre Selbstlosigkeit, ihren Mut immer wieder. Und bringt sich nicht nur mehrfach in gefährliche Situationen, sondern deckt auch auf, was sich hinter Strenge und Verschwiegenheit der personifizierten Sternenbilder versteckt.

Band 2 ist mit Hintergründen gespickt, die aufgeworfene Fragen des Auftakts beantworten und Lücken schließen, das gesamte System inkl. der Charaktere nahbarer werden lassen.
Der magische Aspekt ist gleichermaßen verzaubernd wie düster, temporeiche Szenen kamen lebendig, informative verständlich zur Geltung.
Stilistisch haben wir Saskias gewohnten, locker-modernen Ton, detailreich, ohne ausschweifend zu sein. Nicht fehlen dürfen schlagfertige, trockene Dialoge und eine große Portion Humor, nebst etlicher unglaublich bewegender Momente.
Inmitten der allumfassenden Bedrohung und den zahlreichen Geheimnissen, während Hüter-Kinder entführt werden und sich Dunkelritter um und in Amber Lake scharren, entwickeln sich Figuren und Bindungen. Enttäuschung wird geboren, Ausweglosigkeit dämpft das fragile Glück, welches sich Ashton und Billie kurzzeitig erlauben. Denn die Zeit läuft ihnen weg.


»𝘋𝘶 𝘶𝘯𝘥 𝘈𝘴𝘩𝘵𝘰𝘯, 𝘪𝘩𝘳 𝘴𝘦𝘪𝘥 𝘸𝘪𝘦 𝘥𝘪𝘦 𝘚𝘶𝘱𝘦𝘳𝘯𝘰𝘷𝘢 𝘢𝘮 𝘏𝘪𝘮𝘮𝘦𝘭. 𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘸𝘰𝘭𝘭𝘵𝘦𝘵, 𝘬ö𝘯𝘯𝘵𝘦𝘵 𝘪𝘩𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘞𝘦𝘭𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘭𝘶𝘤𝘬𝘦𝘯. 𝘌𝘶𝘦𝘳 𝘓𝘢𝘯𝘥 𝘣𝘳𝘦𝘯𝘯𝘦𝘯 𝘭𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯, 𝘰𝘩𝘯𝘦 𝘦𝘴 𝘻𝘶 𝘣𝘦𝘢𝘣𝘴𝘪𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘦𝘯.«

Der Verlauf ist reich an Wendungen, Action und Romantik. Hinzu kommen der hohe Unterhaltungsfaktor und eine geballte Ladung an Emotionen. Billie und Ash brachten mich ebenso oft zum Schmunzeln, wie sie mir eine Gänsehaut bescherten. Auch die Beziehung zwischen der 17-jährigen und ihrem Vater, die frisch geknüpften Bande mit ihren neuen Freunden, sind fest im Geschehen verankert. Themen, von Zusammenhalt, Verpflichtung bis hin zu Trauer, Billies (Selbst)Zweifel, ihr Tatendrang und die nahende Gefahr sorgen für eine schwankende Stimmung, eine Vielzahl von Überraschungen und Gefühlen, für eine Storyline, die nie wirklich stillsteht.
Hoffnung und Harmonie werden von schalen Wahrheiten, bitteren Erkenntnissen und jener Opferbereitschaft abgelöst, die nur in Endgültigkeit steckt.
Was ans Licht kommt, lässt die Intentionen der HüterInnen ebenso in eine Grauzone driften wie die Böse des seit Jahrzehnten andauernden Versteckspiels. Doch umso enttäuschender eine Offenbarung, umso einschneidender der Wandel …

Saskia Louis beschert mit ihrer fesselnden Sternen-Dilogie magisch-romantische, amüsante und spannende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Kurzweilige Story.

Ouija - Tote sterben langsam
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Der vierte Teil der Urban-Fantasy Serie „𝐎𝐮𝐢𝐣𝐚“ überzeugt erneut mit einer interessanten Storyline und ebensolchen Charakteren, ernüchtert im selben Atemzug jedoch: hier sollte dringend noch einmal sorgfältig ...

Der vierte Teil der Urban-Fantasy Serie „𝐎𝐮𝐢𝐣𝐚“ überzeugt erneut mit einer interessanten Storyline und ebensolchen Charakteren, ernüchtert im selben Atemzug jedoch: hier sollte dringend noch einmal sorgfältig Korrektur gelesen werden!

Anm.: die LP auf Amazon weist dieselben Fehler auf wie das Rezensionsexemplar. Daher muss ich davon ausgehen, dass sich im gesamten Buch nichts verändert hat.

In „𝐓𝐨𝐭𝐞 𝐬𝐭𝐞𝐫𝐛𝐞𝐧 𝐥𝐚𝐧𝐠𝐬𝐚𝐦“ bekommt Kallys Gemeinschaft aus Streunern – wie sie ihre Schützlinge liebevoll nennt – gleich doppelt Nachwuchs. Dass sie sich zwei mächtige Talente ins Tortenhaus holt, die einander kennen, überrascht nicht nur die Nekromantin.
Kann aus einem unkonventionellen, geschäftlichen Arrangement mehr entstehen, jetzt, da beide wissen, wer und was sie in Wahrheit sind?
Während Cataleya nach einigem Zögern bereit ist, näher an ihre Fähigkeiten geführt zu werden, lernt, diese gezielter zu kontrollieren, erhofft sich Rhett Kaliskas Hilfe bei den Auswirkungen seiner. Denn ein Versehen, begangen in Leidenschaft und Ekstase, brachte Cataleya in Gefahr. Zu schmerzlich wäre der Verlust, zu groß das Risiko, seine Spielgefährtin zu verlieren.
Doch das sind nicht die einzigen Probleme, mit denen sich Kally plagt: Ein gefährliches schwarzmagisches Artefakt scheint in San Francisco hohe Beliebtheit zu erlangen, und ihre bisher erfolglose Suche nach John Doe sorgt zusehends für Frustration …

Lässt man die zahlreichen Fehler im Text außen vor, liest sich auch dieser Band einfach und flott, vorstellbar, ohne in die Länge gezogen zu werden. Wie gewohnt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was den relevanten Figuren und ihren Intentionen etwas Greifbares und dem Verlauf Abwechslung verleiht.
Hintergründe über die beiden Frischlinge, ihre Vergangenheiten kommen ausreichend zur Geltung. Gerade die Gabe, das Leid der jungen Frau, ihre Einsamkeit und die Schmach, die ihr widerfahren ist, sorgen für berührende Momente. Was hinter der Verbindung von Rhett und Cataleya steckt, welch körperliche Basis, Neigung und innerer Aufruhr, macht Melissa Ratsch in expliziten, bildlichen Szenen deutlich. Und ich verstand Cataleyas Bedürfnis, Kontrolle abzugeben, wenn auch nur für eine kurze Zeit …

Die romantische Entwicklung war vorhersehbar, seicht, doch in Summe angenehm zu verfolgen. Spannende Sequenzen werden durch jene Bedrohung geebnet, die seit Monaten durch die Stadt schwebt. Auch hier lässt die Autorin neue Zusammenhänge und Verbindungen aufblitzen, die Neugier schüren. Zusätzlich treffen wir bekannte Pärchen und einzelne Charaktere wieder und bekommen einen Eindruck von deren Entwicklung. Besonders June bleibt von Interesse, ist sie doch schon seit dem Auftakt der Reihe involviert und machte mittlerweile deutliche Fortschritte.

Wer solide, kurzweilige Storys mag, wird mit „Ouija“ nicht danebengreifen.

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