Nika wacht an einem Dienstagmorgen in ihrer Studenten-WG in Sienna auf, kann sich jedoch an die vergangenen letzten zwei Tage überhaupt nicht erinnern. Auf einem ersten Rundweg durch ihre Wohnung kommen ...
Nika wacht an einem Dienstagmorgen in ihrer Studenten-WG in Sienna auf, kann sich jedoch an die vergangenen letzten zwei Tage überhaupt nicht erinnern. Auf einem ersten Rundweg durch ihre Wohnung kommen ihr beunruhigende Fragen in den Sinn:
- warum habe ich einen Verband um mein Handgelenk, obwohl ich nicht verletzt bin?
- Wem gehört das blutige T-Shirt im Badezimmer?
- Was bedeuten der mysteriöse Zettel in der Hosentasche und die mit Lippenschrift beschmierte Inschrift auf dem Badezimmerspiegel?
- Wo sind mein Handy, Laptop, Haustürschlüssel und Pass?
- Warum ist die Wohnungstür abschlossen?
- Wo ist meine Mitbewohnerin?
Ohne Erinnerungen und mit vielen Fragen versucht Nika Antworten auf ihre Fragen zu finden, bekommt aber dadurch immer nur noch mehr Fragen auf die sie keine Antwort weiß. Als eine Mädchenleiche von der Polizei gefunden wird, gerät sie auch noch in Tatverdacht und wird zunehmend verzweifelt.
Ursula Poznanski entwickelt immer wieder sehr spannende Geschichten mit sympathischen Charakteren, bei denen die LeserInnen die Bücher nur ungern aus der Hand legen, bis das im Mittelpunkt stehende Rätsel gelöst wurde. So auch mit diesem fantastischen Jugendroman, den ich wärmstens weiterempfehlen kann.
Emil ist auf dem Weg nach Berlin zu seiner Tante und seine Cousine Pony Hütchen als er im Zug einschläft und beim Erwachen feststellt, dass er beklaut wurde. Allerdings kann er die Verfolgung des dreisten ...
Emil ist auf dem Weg nach Berlin zu seiner Tante und seine Cousine Pony Hütchen als er im Zug einschläft und beim Erwachen feststellt, dass er beklaut wurde. Allerdings kann er die Verfolgung des dreisten Diebes aufnehmen. In einer ihm völlig unbekannten Stadt ist er jedoch nicht lange alleine und viele aufmerksame und hilfsbereite Jungs stehen ihm zur Seite. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, vergeben unterschiedliche Aufgaben und treiben den Dieb in eine Falle.
Erich Kästner zeigt mit diesem zeitlosen Kinderbuchklassiker auf wie einfach es sein kann Kontakte zu knüpfen, sich auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam für Gerechtigkeit zu sorgen. Der Schreibstil ist für heute Verhältnisse etwas ungewöhnlich, was aber den besonderen Charme des Buches ausmacht.
„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“ ist der zweite Band einer Romanreihe von Evie Dunmore aus dem Genre historische Liebesromane. Allerdings handelt es sich um eine an sich abgeschlossene Handlung, ...
„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“ ist der zweite Band einer Romanreihe von Evie Dunmore aus dem Genre historische Liebesromane. Allerdings handelt es sich um eine an sich abgeschlossene Handlung, sodass der Inhalt aus dem ersten Band zum Verstehen der Geschichte nicht zwingend notwendig ist. Da die Protagonisten der einzelnen Bände jedoch wiederkehrend auftauchen sowie deren individuelle Geschichten in kurzen Nebenpassagen weitererzählt werden, empfehle ich die Reihenfolge der einzelnen Bände zu beachten.
Protagonistin des zweiten Bandes ist Lucie Tedbury, die bei ihrer Familie in Ungnade gefallen ist, ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreitet, sich zur Anführerin der regionalen Frauenrechtsbewegung entwickelt hat und nun versucht einen Verlag zu kaufen, um damit die weibliche Leserschaft bezüglich der, von der Frauenrechtsbewegung angestrebten Rechte, Möglichkeiten und Ziele aufzuklären und zur Unterstützung aufzurufen. Gleichzeitig weiß sie nicht, dass Tristan Ballentine, berüchtigter Verführer und ihre persönliche Nervensäge aus Kindertagen ebenfalls Interesse am Verlag hegt. Allerdings möchte er sich an dem Unternehmen wirtschaftlich beteiligen, um finanzielle Unabhängigkeit von seinem Vater zu erreichen. Sobald die beiden räumlich aufeinandertreffen, sind Auseinandersetzungen und Wortgefechte vorprogrammiert. Allerdings wird Lucie vollkommen von der körperlichen Anziehung und der zwischenmenschlich-aufgeheizten Atmosphäre überrascht, die sie mit einem Mal verspürt, als sie Tristan nach einigen Jahren zum ersten Mal erneut begegnet. Und zu ihrem Unmut finden die Begegnungen nun regelmäßig statt, da sie beide gleichwertige Anteile des Verlages erringen. Lucie ist jedoch auch klar, dass sie ihre frauenrechtlichen Ziele damit nur eingeschränkt weiterverfolgen kann und so beschließt sie einen Weg zu finden, die Mehrheit der Verlagsrechte zu bekommen. Tristan scheint davon nicht gänzlich abgeneigt, ist jedoch nur bereit ihr diese Möglichkeit mit der Einwilligung in ein unmoralisches Angebot zu gewähren: Lucie soll eine Nacht mit ihm verbringen. Lucie ist hin und her gerissen. Einerseits kann sie aus moralischen und persönlichen Gründen dieses Angebot niemals annehmen, andererseits wird die Anziehung mit jeder Begegnung und der Aussicht auf gemeinsame Liebesstunden stärker.
Ich habe bisher noch keinen historischen Liebesroman gelesen. Nach der Lektüre dieses Buches sind aber alle meine Vorstellungen dieses Genres mehr als übertroffen worden. Das Buch ist eine tolle Mischung aus historischen Gegebenheiten, über die die LeserInnen gut informiert werden ohne das eine Langeweile aufkommt, einem sehr guten Spannungsbogen mit einigen Cliffhängern an den Kapitelenden, der es LeserInnen schwer fallen lässt das Buch aus den Händen zu legen und einem sehr gelungenen Schreibstil, der flüssig und modern ist, gleichzeitig aber durchaus die historischen Dialog-Konventionen berücksichtigt und damit einem die Szenerie bildlich vor dem inneren Auge entstehen lässt. Kombiniert wird diese äußerst gelingende Konzeption mit Hauptcharakteren, die einem sofort ans Herz wachsen, Nebencharakteren, die viel Abwechselung in die Handlung bringen und einer erotischen Spannung zwischen Lucie und Tristan, die LeserInnen förmlich zwischen den Seiten spüren können. Letztendlich ist es für mich aber die Entwicklung, die die beiden nehmen, die mich dazu veranlasst das Buch buchstäblich in mich einzusaugen, bis das Lesevergnügen zu Ende ist. Ich habe mit diesem Buch ein absolutes Lese-Jahreshighlight erlebt, eine neue Lieblings-Buchreihe gefunden, ein neues und lesenswertes Genre für mich entdeckt und bin auf eine neue Autorin aufmerksam geworden, die hoffentlich noch weiteren Inhalationsstoff liefern kann.
Dieser siebte Band ist geprägt von zeitlich weit auseinanderliegenden Ereignissen, welche sich zum Schluss zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das Motiv dahinter ist klar die Angst aus der Dorfgemeinschaft ...
Dieser siebte Band ist geprägt von zeitlich weit auseinanderliegenden Ereignissen, welche sich zum Schluss zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das Motiv dahinter ist klar die Angst aus der Dorfgemeinschaft für immer ausgeschlossen zu werden - quasi gebrandtmarkt zu sein, sodass das Ansehen der Familie, welches sich über Generationen aufgebaut hat, durch ein einziges Ereignis zustört werden würde. Diese Einstellung führt dazu, dass immer noch mehr Verbrechen geschehen, die Menschen sich immer weiter in düstere und aus niederen Beweggründen entstandene Handlungen verstricken und irgendwie keiner mehr dem anderen vertraut. Dazu hat das betroffene Dorf einen passenden Namen: Düsterbruch.
Zunächst werden Pia und ihre Kollegen zu einem Leichenfund einer betagten Frau gerufen, Hedwig Seesen. Doch nachdem Pia und Broders ein paar Tage ermittelt haben steht fest, dass ein Selbstmord vorliegt. Durch die Geburt von Pias kleinem Sohn Felix und ihrer anstehenden, aber relativ kurz andauernden Elternzeit, gerät das Ereignis aus Düsterbruch in Vergessenheit. Doch als auf einem Parkplatz in der Nähe des Ortes eine verbrannte männliche Leiche gefunden wird, steht die Mordermittlung jeden Tag im Mittelpunkt des Ortes. Viele Dorfgeschichten werden ausgegraben, sodass schließlich auch ein Zusammenhang von weiter zurückliegenden Geschehnissen, dem Selbstmord und dem aktuellen Leichenfund hergestellt werden kann.
Betrachtet man die Reihe insgesamt, kommt einem dieser Fall ein wenig wie ein "Lückenfüller" vor. In Pias Leben verändert sich einiges: Felix Geburt und dann beginnt auch eine neue Bekannschaft. Es ist insgesamt eher ein etwas langatmiger Fall, der jedoch zum Schluss nochmal ordentlich Fahrt aufnimmt.
Pia Korittki und das Team des K1 in Lübeck werden zu einem Mord bei einem Orientierungslauf gerufen: ein Läufer ist bei einer Station kaltblütig von einem Heckenschützen erschossen worden. War der Mord ...
Pia Korittki und das Team des K1 in Lübeck werden zu einem Mord bei einem Orientierungslauf gerufen: ein Läufer ist bei einer Station kaltblütig von einem Heckenschützen erschossen worden. War der Mord geplant oder ist eine Verwechselung geschehen und sollte eigentlich die Frau des Opfers ermordet werden? Pia nimmt die Ermittlungen auf und stößt dabei immer wieder auf Zusammenhänge zu einem vor langen Jahren begangenen Selbstmord. Eine junge Schülerin hat sich in einem Schwimmbad erträngt, nachdem ihr Abtreibungsversuch misslungen ist. Doch im Verlaufe der Ermittlungen beschleichen Pia Zweifel, dass es damals wirklich ein Selbstmord war. Ist der Täter nach 20 Jahren wieder aktiv geworden oder sind es zwei unabhängige Fälle? Diese und noch weitere Fragen versucht Pia zu klären. Natürlich geraten die Ermittlungen wieder unter Zeitdruck, da sich weitere Frauen bedroht fühlen und schließlich ein weiterer Mordanschlag verübt wird.
Neben diesen dramatischen Ermittlungen ist Pia privat auch wieder in enormen emotionalen Ausnahmezuständen: denn Pia ist schwanger, weiß nicht genau wer der Vater ist, weswegen die Beziehung zu ihrem Freund ins Wanken gerät.
Dieser sechste Band ist meiner Meinung nach wieder hervorragend gelungen: missteriöse Charaktere und ein toller Spannungsbogen. Dazu die Mischung aus Ermittlungen und den Verwicklungen in Pias Privatleben: Eva Almstädt hat wieder die perfekte Mischung für einen tollen Krimi gefunden!