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Veröffentlicht am 29.11.2022

Best of Torsten Sträter

Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen
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In seinem sehr kurzlaunigen Buch "Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen" präsentiert Torsten Sträter, der Akrobat der Wörter wie auch der genialen Abschweifungen, quasi ein Best of seiner bisherigen ...

In seinem sehr kurzlaunigen Buch "Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen" präsentiert Torsten Sträter, der Akrobat der Wörter wie auch der genialen Abschweifungen, quasi ein Best of seiner bisherigen kabarettistischen Darbietungen.

Für mich waren leider sehr viele erzählte Episoden dann leider nicht neu gewesen, da ich diese bereits im TV bzw. live miterleben konnte.

Mich persönlich hat das Buch deshalb leider nicht komplett abgeholt, da ich immer die Auftritte von Sträter in meinen Gedanken hatte. Mir fehlte quasi die fast unerlässliche Mimik und Gestik zu seinen geistigen Ergüssen.

Das Gesamtkunstwerk Torsten Sträter gefällt mir persönlich dann in Wort und Bild dann sehr viel besser.

Ich mag seine exzellente Beobachtungsgabe und auch seine Abschweifungen und Exkurse in seinen Erzählungen.

Wer Sträter bereits verfolgt hat, entdeckt hier im Buch leider nur wenig neue Episoden. Kennt man die mitunter absurden Pointen des Comedians Sträter noch nicht kann das Buch sehr erquickend sein.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Auszeit vom stressigen Job - Bolivien - Tiefster Dschungel - Dein Soulmate namens Wayra wartet bereits auf dich

Spaziergang mit Puma
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Die Autorin Laura Coleman lässt uns in ihrem Buch "Spaziergang mit Puma - Eine Freundschaft, die alles verändert" an ihrer Auszeit inmitten des bolivianischen Dschungels teilhaben.

2007 nimmt Coleman ...

Die Autorin Laura Coleman lässt uns in ihrem Buch "Spaziergang mit Puma - Eine Freundschaft, die alles verändert" an ihrer Auszeit inmitten des bolivianischen Dschungels teilhaben.

2007 nimmt Coleman ihr Herz in die Hand und lässt sich auf einen ganz besonderen Trip nach Bolivien ein. Nachdem sie den Job in London gekündigt hat wirft sie sich in das Abenteuer ihres Lebens, das sie nie mehr ganz loslassen wird.

Inmitten des bolivianischen Dschungels engagiert sie sich als freiwillige Helferin in einer Tierrettungsstation und lernt dort durch Zufall die traumatisierte Pumadame Wayra kennen.

Colemans Buch ist weit mehr als ein bloßer Erfahrungsbericht ihres Aufenthaltes in der Tierrettungsstation, auch wenn es sehr viele Einblicke in die Tätigkeiten dort vor Ort und den Alltag gibt. Unter anderem ist es beispielsweise ihre Aufgabe mit der wilden Pumadame durch den Dschungel spazieren zu gehen. Klingt auf den ersten Blick sicherlich sehr verrückt und abgefahren. Kann dieses Vorhaben dann überhaupt gelingen?

Coleman erhebt die Stimme für alle wilden Tiere, die beispielsweise ein sehr trauriges Dasein außerhalb ihrer natürlichen Habitate in Käfigen fristen müssen. Für mich ziehen sich Parallelen zu zwei anderen Büchern, die eine vergleichbare Konstellation zwischen Menschen und (eigentlich) wilden Tieren aufzeigen. Nana Grosse-Woodley ist für mich persönlich die Leopardenflüsterin, die ihren Schützling Mtito als kleines Fellknäuel "adoptiert", groß zieht und auf die Abenteuer in der Wildnis vorbereitet (gleichnamiges Buch: Mtitos Weg in die Freiheit). Der Elefantenflüsterer Lawrence Anthony (gleichnamiges Buch: Der Elefantenflüsterer) ist vielleicht noch mehr Leuten ein Begriff und zeigt auch auf, wie eine sehr enge Bande zwischen wilden Tieren und einfühlsamen Menschen entstehen kann.

Für mich persönlich ist Laura Coleman dann mit ihrem Buch zur echten und bis dato einzigen mir bekannten Pumaflüsterin avanciert, die es schafft eine sehr enge Beziehung zur traumatisierten Wayra aufzubauen.

Manchmal wartet eben der ganz persönliche Soulmate dann im bolivianischen Dschungel in Form eines Pumaweibchens.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Dem eigentlichen Geist der Weihnacht (auch in schwierigen Zeiten) nachspüren

Weihnachten - Zeit des Lichts
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Wer kennt sie nicht die aktuellen Diskussionen um die Weihnachtsbeleuchtungen in den Fußgängerzonen und Innenstädten in Deutschland.


Nach zwei gebeutelten Pandemiejahren entfesselte sich in diesem Frühjahr ...

Wer kennt sie nicht die aktuellen Diskussionen um die Weihnachtsbeleuchtungen in den Fußgängerzonen und Innenstädten in Deutschland.


Nach zwei gebeutelten Pandemiejahren entfesselte sich in diesem Frühjahr auch noch ein barbarischer und menschenverachtender Krieg fast direkt vor unserer Haustür in der Ukraine.


Und aktuell diskutieren wir dann, ob man im Advent die entsprechend festliche Beleuchtung anschalten darf oder lieber Strom sparen sollte.


Hat diese festliche Beleuchtung überhaupt etwas mit dem originären Weihnachtsgedanken zu tun oder ist es eher eine verkaufsfördernde Maßnahme des Einzelhandels?


Ellen Nieswiodek-Martin bringt uns in ihrem, für mich persönlich sehr emotionsgeladenem Buch "Weihnachten - Zeit des Lichts - Wahre Geschichten, die den Advent zum Leuchten bringen" den ursprünglichen Weihnachtsgedanken wieder nahe.


Abseits des ganzen Konsumfestivals vor dem Heiligen Abend lässt die Autorin und ihre Mitstreiterinnen das wahre Leben für sich sprechen. In unterschiedlichsten Settings und Episoden erfährt man dann, was wirklich an Weihnachten und im Advent wichtig ist und zählt.


Für mich schreibt das wahre Leben dann immer noch die schönsten Geschichten, auch wenn sie mal eher negative bzw. traurige Emotionen auslösen können. Aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert und erst durch die ganzen Höhen und Tiefen wird unser tägliches Leben dann auch wirklich real.


Mich persönlich hat das Buch vollständig abgeholt und auch nachhaltig erreicht. Die einzelnen Episoden lesen sich durchweg kurzweilig und hallen bei mir sehr lange noch nach.


Der vielleicht etwas verstellte eigene Kompass wird mit diesem Buch wieder neu ausgerichtet und man bekommt eine richtig gute Idee davon, was wirklich an Weihnachten zählt.


Das Buch gibt dort Hoffnung, wo es vielleicht bereits keine mehr gibt.


Es strahlt Wärme aus in Eiseskälte.


In dunkelsten Momenten spendet es Licht und bringt ein wenig Behaglichkeit in unser Leben.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Auf Tuchfühlung mit Mutter Natur gehen und den vier Jahreszeiten nachspüren

Im Einklang mit dem Jahreskreis
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Das Autorinnenduo Anne-Maria Apelt und Nicole Schweiger lädt Interessierte in ihrem Buch "Im Einklang mit dem Jahreskreis - Ein ganzheitlicher Begleiter - Rituale, Feste und kreative Ideen in Verbundenheit ...

Das Autorinnenduo Anne-Maria Apelt und Nicole Schweiger lädt Interessierte in ihrem Buch "Im Einklang mit dem Jahreskreis - Ein ganzheitlicher Begleiter - Rituale, Feste und kreative Ideen in Verbundenheit mit der Natur" unsere Mutter Natur wieder aktiv zu spüren und den vier Jahreszeiten nachzuspüren.

Im normalen stressigen Autopilotenmodus in unserem Alltag nehmen wir die kleinen oder auch großen Wunder der Natur kaum mehr mehr war, da wir alle bereits mit unseren Gedanken wieder wo anders sind.

Das Buch hilft bei der aktiven Entschleunigung unseres stressigen Alltags und fokussiert auf das aktive Erleben der Natur als solches bzw. bestimmten Prozessen darin.

Zu jeder Woche des Jahres hält das Werk einen jeweiligen spirituellen Impuls wie auch eine Kreatividee bereit und lässt uns durch beide Varianten, dann wieder auf Tuchfühlung mit der uns umgebenden Natur gehen und diese neu erkunden.

Für mich persönlich waren die Impulse wie auch die kreativen Ideen nicht komplett neu gewesen.

Hier in dieser konzentrierten Form präsentiert das Buch tolle Ideen, um die vier Jahreszeiten aktiv zu erleben und selbst einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu finden.

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Das Buch ist ein einziger Zeiträuber! - Der "egozentrische Schreib-Monk*" Tommy Jaud präsentiert alltägliche Ablenkungen mit viel Esprit und vielen Lachern (* der Autor über sich selbst im Buch)

Komm zu nix – Nix erledigt und trotzdem fertig
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Ich persönlich war mir nicht ganz sicher, ob ich mir das Buch gönnen sollte und habe es dann doch einfach so ohne groß darüber nachzudenken getan.


Der Autor Tommy Jaud hat gleich eingangs des Buches ...

Ich persönlich war mir nicht ganz sicher, ob ich mir das Buch gönnen sollte und habe es dann doch einfach so ohne groß darüber nachzudenken getan.


Der Autor Tommy Jaud hat gleich eingangs des Buches meine persönliche kognitive Dissonanz bezüglich des Buches erkannt und diese sehr erfolgreich mit dem folgenden Buchzitat ausgeräumt.


"Herzlichen Glückwunsch, Sie haben das wichtigste Buch meines Lebens gekauft. Und Sie werden es nicht bereuen, dafür stehe ich mit meinem Namen."


Da haut Jaud aber ganz schön auf die Kacke, dass es nur so spritzt.


Ob er dem gestellten (vielleicht überhöhten) Anspruch dann inhaltlich auch gerecht werden kann?


Wir werden sehen.


Tommy Jaud ergeht es wie vielen anderen Menschen auch, er ist manchmal oder vielleicht auch immer komplett von einer Sache abgelenkt und merkt erst am Ende eines langen und dennoch vielleicht auch kurzweiligen Tages, dass er überhaupt nichts von seinem geplanten Tagwerk abschließen konnte.


Wer kennt diesen speziellen Fall nicht selbst, wenn man von der geplanten Arbeit zu rein gar nichts kommt. Davon handelt auch das folgende Buchzitat.


"Was auch immer ich mir für den Tag vornehme, ich komm zu nix. Und wenn ich mir etwas ganz besonders vornehme, dann komme ich zu gar nix."


Wir der Autor mit seinem "... aufwendigen Lebensstil mit Netflix für vier Geräte, unterbrechungsfreiem Notstrom für meinen Weinkühlschrank und einem Magnum Mini täglich." mich mit seinem aktuellen Werk dann auch so geschickt ablenken können, dass ich auch meine Umwelt komplett vergesse und am Ende des Tages dann vor lauter Schnappatmung und Schaum vor dem Mund mir eingestehen muss zu nix gekommen zu sein?


Der Autor präsentiert 17 unterschiedliche alltägliche Episoden, die genau so oder vielleicht so ähnlich dann passiert sind oder auch passiert hätten sein können.


Wer im normalen Alltag mit wachem Verstand und offenen Augen durch die Welt geht, wird in Jauds Alltagsepisoden immer wieder einige unserer Zeitgenossen, vielleicht auch sich selbst, dann wieder erkennen.


In pointierter Art und Weise lässt uns Jaud daran teilhaben, wie er sich immer wieder durch häufig sehr banale Dinge dann ablenken und vom rechten Weg abbringen lässt.


Mich hat das Buch durchweg zum Schmunzeln gebracht und auch erstklassig abgelenkt. Mein geplantes Tagwerk konnte ich natürlich glattweg vergessen - danke dafür lieber Tommy Jaud!

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