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Frenzy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2020

Ermittlungen im historischen München

Der falsche Preuße
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München, Isarufer. Ein Toter wird gefunden, in einen kostbaren Federumhang gehüllt. Und um es noch mysteriöser zu machen, wird neben der Leiche noch der Abdruck eines Elefantenfußes gefunden.
Ist das ...


München, Isarufer. Ein Toter wird gefunden, in einen kostbaren Federumhang gehüllt. Und um es noch mysteriöser zu machen, wird neben der Leiche noch der Abdruck eines Elefantenfußes gefunden.
Ist das endlich der ersehnte Fall, wo er seine Fähigkeiten als Ermittler der Kriminalistik unter Beweis stellen kann? Fragt sich Wilhelm Freiherr von Gryszinski, Sonderermittler der Königlich Bayerischen Polizeidirektion. Kürzlich ist er von Berlin nach München gezogen, wo er eingestellt wurde, um die neue Wissenschaft der Kriminalistik im Polizeialltag einzuführen. Kennt man doch Fingerabdrücke, Spurensicherung am Tatort und so neumodisches Zeug noch nicht allzu lange.
Der Anfang des Buches fällt einem leicht, auch wenn der ganze Aufbau etwas behäbig wirkt. Das zeiht sich teilweise durch das ganze Buch und ist sicherlich auch der Zeit geschuldet, in der der Roman spielt. Im München des auslaufenden 19. Jahrhunderts ging es nicht so rasant zu wie im 21. Jahrhundert. Das macht aber auch den Charme des Buches aus. München historisch erleben. Die Schilderungen ermöglichen es einem, sich die Stadt, die Straßen bildlich vorzustellen.
Die Charaktere sind ebenfalls schön ausgearbeitet. Gzyszinski, der korrekte, disziplinierte Preuße, im gemütlichen Bayern, wo er sich durchaus an das gute Essen und die Gemütlichkeit gewöhnen kann. Seine Frau Sophie und sein kleiner Sohn Fritz. Sein Kollege ‚Spatzl‘, der seine Ermittlungen seinen Freunden aus den Wirtshäusern schuldet.
Die Charaktere sind keine Alleskönner, sie leben auch von ihren Marotten und Fehlern.
Das Buch hat durchaus Längen und hat nicht so einen hohen Spannungsbogen, ist eher Cosy als Krimi und Thriller schon mal gar nicht. Aber es ist unterhaltsam, läßt Ironie und Humor aufblitzen und gefällt in der historischen Umgebung.
Mich hat es gut unterhalten und ich würde mich auf einen zweiten Fall freuen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Spannende Fantasy

Das Lied des Wolfes
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Vaelin al Sorna ist zurück! Anthony Ryans unvergesslicher Held aus der Rabenschatten-Trilogie. Das hat mich sehr gefreut, als ich davon erfahren habe. In der Rabenschatten-Trilogie konnte ich Vaelin al ...

Vaelin al Sorna ist zurück! Anthony Ryans unvergesslicher Held aus der Rabenschatten-Trilogie. Das hat mich sehr gefreut, als ich davon erfahren habe. In der Rabenschatten-Trilogie konnte ich Vaelin al Sornas Weg seit seiner Jugend begleiten und fieberte und litt mit ihm und seinen Freunden auf seinen Wegen. Inzwischen ist es ruhiger geworden um ihn. Seit einigen Jahren führt er ein mehr oder weniger beschauliches Leben als Turmherr des Nordens. Doch dann geschehen einige Morde, ein alter Feind kehrt zurück und ein neuer Feind kommt aus fernen Landen, um die Länder und Welt zu erobern und seinen Namensvetter ‚Dunkelklinge‘ zu besiegen. Vaelin muss sich wieder in die Schlacht begeben. Auf seinem Weg begleiten ihn neue Freunde, alte Freunde und seine Liebe, die er einst zurückließ.
Ich begleite Vaelin al Sorna gerne auf seinen Reisen, auch wenn die geschlagenen Schlachten wieder blutig sind.
Anthony Ryan lässt seinen Helden in bisher unbekannte Länder reisen. Er erschafft neue Wege, läßt alles bildgewaltig an einem vorüberziehen. Wenn man sich eingelesen hat, kann man es nicht erwarten, weiterzulesen und mit den Helden mitzufiebern.
Allerdings denke ich, dass Leser, die die Rabenschatten-Trilogie gelesen haben, mit dem Buch besser zurechtkommen werden. Es tauchen doch einige Figuren und Bezüge auf, die besser verstanden werden, wenn man die Vorgänger gelesen hat.
Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung. Ich lasse mich von Anthony Ryan gerne ins Universum um Vaelin al Sorna entführen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

Ernstes Thema unterhaltsam erzählt

Hamster im hinteren Stromgebiet
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Ich muss zugeben, ich kannte bisher keins der Werke von Joachim Meyerhoff. Der Hype um das Buch hat mich neugierig gemacht und ich war nach dem Lesen einer Leseprobe begeistert und neugierig auf das Buch, ...

Ich muss zugeben, ich kannte bisher keins der Werke von Joachim Meyerhoff. Der Hype um das Buch hat mich neugierig gemacht und ich war nach dem Lesen einer Leseprobe begeistert und neugierig auf das Buch, wie es weitergeht. Joachim Meyerhoff kann erzählen. Auch in ernsten Situationen blitzt die Komik durch. Er erzählt so, dass man immer weiterlesen möchte und mehr erfahren möchte. Das ist schon eine Kunst für sich. An und für sich interessiere ich mich nicht sonderlich für Bücher, wo der Protagonist einen Schlaganfall erleidet und erzählt, wie es ihm fortan geht, welche Erfahrungen er macht und welche Erinnerungen er noch hat bzw. heraufbeschwören kann. Aber Joachim Meyerhoff schafft es, das kurzweilig zu erzählen, so dass man einerseits mit ihm mitleidet und andererseits über die komischen Situationen lachen kann. Zum Schluss hin zog es sich dann doch etwas, aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Ich werde mir bestimmt noch andere Bücher von ihm zu Gemüte führen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2020

Schöne Liebesgeschichte

Lessons from a One-Night-Stand
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Der Unfalltod seiner Eltern zerstört Austins Plan einer Baseballkarriere. Stattdessen kümmert er sich um seine jüngeren Geschwister und ist an der Highschool als Baseball-Coach tätig. Doch so langsam werden ...

Der Unfalltod seiner Eltern zerstört Austins Plan einer Baseballkarriere. Stattdessen kümmert er sich um seine jüngeren Geschwister und ist an der Highschool als Baseball-Coach tätig. Doch so langsam werden seine Geschwister erwachsen und er hofft, seinen Traum von einer Baseballkarriere doch noch erfüllen zu können.
Holly kündigt ihren Job und nimmt einen Job als Highschool-Direktorin in Lake Starlight, Alaska, an. Sie will nur kurze drei Monate bleiben, um Nachforschungen anzustellen.
Austin und Holly treffen im ungünstigsten Moment aufeinander. Und das Leben In der Kleinstadt, wo man nichts geheimhalten kann, ist nicht unbedingt das, was sie sich vorgestellt hat.
Eine sehr schöne Geschichte über Pläne, Träume und das Leben und die Liebe. Mit liebevoll gezeichneten Charakteren. Mit einer guten Portion Humor. Mit wundervollen Nebencharakteren. Eine Geschichte zum Wohlfühlen. Mir hat das Leben in Lake Starlight und seiner Bewohner, allen voran die Familie Bailey, sehr gut gefallen. Die Begegnung von Holly und Austin, ihre weitere Beziehung und wie sich Pläne und Träume ändern können bzw. anpassen an neue Begebenheiten hat mir gefallen. Ich freue mich auf weitere Begegnungen mit der Familie Bailey.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2020

Leichte Unterhaltung

Friends without benefits
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Elizabeth und Nico kennen sich seit ihrer Kindheit. Elizabeth hat keine gute Erinnering daran, mußte Nico sie doch immer hänseln und gemein zu ihr sein. Bis auf eine kurze Zeit am Ende der Schulzeit. Die ...

Elizabeth und Nico kennen sich seit ihrer Kindheit. Elizabeth hat keine gute Erinnering daran, mußte Nico sie doch immer hänseln und gemein zu ihr sein. Bis auf eine kurze Zeit am Ende der Schulzeit. Die jedoch abrupt endete, weil Elizabeth wegging.
Jetzt treffen sie wieder aufeinander und spüren beide die Anziehung, die zwischen ihnen herrscht. Für Nico nichts Neues. Er stellt ziemlich schnell klar, dass er Elizabeth will. Die jedoch hat zuviel Angst, jemanden zu lieben, nachdem sie ihre Liebe verloren hat. Es kostet Nico Zeit und Anstrengung, ihr näher zu kommen.
So weit, so gut. Das hätte eine gute Story werden können. Ist sie teilweise auch.

Durch die Nebencharaktere, wie Nicos Familie oder Elizabeths Freundinnen aus dem Strickclub, erhält das Buch humorvolle Abwechslung von den ständigen Quereleien zwischen den beiden. Die gingen mir zum Ende hin auch wirklich auf die Nerven. Hüh und hott, hin und her, einfach kindisch. Kaum hat einer was gesagt, hat's der andere in den falschen Hals bekommen und der Streit ging wieder los. Man fühlt sich an einen Kindergarten erinnert. Und fragt sich dann, wie soll denn dann die Beziehung zwischen den beiden aussehen, wenn sie sich so leicht aus der Bahn werfen lassen?

Das Buch hätte durchaus eine Straffung vertragen können. Auch wenn sich durch den schönen, leichten Schreibstil das Buch schnell lesen ließ, hatte es durch die Handlung und die andauernden Dramen so seine Längen.

  • Cover
  • Erzählstil
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