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Veröffentlicht am 22.03.2020

Spannendes Wiedersehen

Gut Greifenau - Goldsturm
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Endlich sind die Liebhaber von Gut Greifenau erhört worden: Hanna Caspian hat mit "Goldsturm" den vierten Teil um die Grafenfamilie aus Pommern abgeliefert.

Ende des ersten Weltkrieges: mit den Folgen ...

Endlich sind die Liebhaber von Gut Greifenau erhört worden: Hanna Caspian hat mit "Goldsturm" den vierten Teil um die Grafenfamilie aus Pommern abgeliefert.

Ende des ersten Weltkrieges: mit den Folgen der Misswirtschaft und des Krieges haben Konstantin und Rebecca auf Ihrem Gut zu kämpfen. Und schwer treffen auch persönliche Schicksalsschläge, solange es keinen Erben gibt ist nichts über Greifenau entschieden. Konstantins jüngste Schwester jedoch kann sich alles leisten, nur ihren großen Traum, der wird nicht verwirklicht. Auch in der Dienstbotenetage gibt es das Warten auf das große Glück und andere Veränderungen.

Wie bereits in den Vorgänger-Romanen geht es in der Familiensaga um Traditionen, dramatischen Verwicklungen und wahrer Liebe. Folgerichtig wird in diesem Buch das Kapitel Weimarer Republik und ihre Folgen hervorragend mit eingearbeitet. Man fühlt sich sofort in diese ungewisse Zeit einer neuen Demokratie hineinversetzt. Eine wunderbare Lektüre, ohne schnulzig zu werden. Für jeden der die vorangegangenen Bände nicht kennt, dieses Buch kann man auch so lesen. Es kommen zwar viele Personen vor, eine Übersicht über diese ist aber vorhanden. Ich kann diesen Roman uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Emotionale und verrückte Reise

Das kann uns keiner nehmen
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Matthias Politycki, einer der gefeiertsten und vielseitigsten Autoren der Gegenwartsliteratur, erzählt hier von einer ganz und gar unwahrscheinlichen Freundschaft.

Der Hamburger Hans erfüllt sich einen ...

Matthias Politycki, einer der gefeiertsten und vielseitigsten Autoren der Gegenwartsliteratur, erzählt hier von einer ganz und gar unwahrscheinlichen Freundschaft.

Der Hamburger Hans erfüllt sich einen langgehegten Traum: das Dach von Afrika zu besteigen. Endlich angekommen, steht aber bereits ein Zelt am Grund des Kraters. Der Ur-Bayer Tscharli, respektlos, rassistisch und auch sonst ohne Benimm, hockt in seinem Zelt. Ein Schneesturm zieht in der Nacht herein und wider Willen schweißt dieser die beiden ungleichen Männer zusammen. Es beginnt eine gemeinsame Reise mit unglaublichen Abenteuern.

Mit diesem rasanten und authentischen Roman hat Matthias Politycki eine emotionale und grandiose Geschichte geschrieben. Man kann sich wunderbat mit dem Ich-Erzähler Hans identifizieren, der zu einem unfreiwilligen Reisegefährten von dem Tscharli wird. Und wie sich aus seinem Widerwillen langsam Zuneigung und Freundschaft entwickelt. Einfach wunderbar geschrieben und flüssig zu lesen. Ich hatte das Gefühl, bei dieser Reise durch Afrika direkt dabei zu sein. Eine unglaublich schöne und bewegende Lektüre, die ich unbedingt weiter empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Typischer Frauen-/Liebesroman

Wir sind das Feuer
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"Wir sind das Feuer" ist das Roman-Debütvon Sophie Bichon und ist der Auftakt zur Redstone-Reihe.

Hier wird die Geschichte von Louisa und Paul erzählt. Louisa kommt an das Redstone College und wünscht ...



"Wir sind das Feuer" ist das Roman-Debütvon Sophie Bichon und ist der Auftakt zur Redstone-Reihe.

Hier wird die Geschichte von Louisa und Paul erzählt. Louisa kommt an das Redstone College und wünscht sich, alles zu vergessen, was vor fünf Jahren geschah. Alles, was ihr bisheriges Leben zerstörte, die Flammen, den Lärm. Gleich zu Beginn ihres Studiums begegnet sie Paul. Dieser weckt Gefühle in ihr, die sie längst vergessen glaubte. Mit seinem unwiderstehlichen Lachen und seinen Bersteinaugenwirde sie mit ihm wieder glücklich und fühlt sich frei und wild. Aber auch Paul hat ein dunkles Geheimnis und dieses könnte die Liebe in Flammen aufgehen lasse.

zeilenverliebt schreibt zu diesem Roman: Eine unfassbar berührende Geschichte, die jedes Leserherz gleich mit der ersten Seite erobert. DiesesZitat finde ich reichlich weit hergeholt. Louisa und Paul sowie die weiteren Protagonisten sind nett dargestellt, wie eben typische Studenten. Wechselseitig lässt Sophie Bichon Louisa und Paul über ihe Leben und ihre Liebe erzählen. Diese Übergänge sind stimmig. Die Geschichte ist leicht und flüssig zu lesen, aber weder unfassbar berührend noch besonders herzergreifend. Lediglich das letzte Kapitel ist etwas spannender und fällt somit aus dem Rahmen. Aber es gibt ja demnächst eine Fortsetzung dieses Romans und man muss seine Leser bereits darauf neugierig machen. Letztendlich eine nette, vorhersehbare Lektüre ohne sich besonders hervorzuheben, ein wenig langweilig. Dieses Buch geht in meinen Augen in der Flut der Frauen- und Liebesromane unter.

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Veröffentlicht am 07.03.2020

Die Suche nach dem Ich

Die Geheimnisse meiner Mutter
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Rose wächst bei ihrem Vater auf, ihre Mutter ist verschwunden, als Rose noch ein Baby war. Während ihrer Kindheit und Jugend erfindet sie immer neue Geschichten, warum ihre Mutter nicht da ist. Mit Anfang ...

Rose wächst bei ihrem Vater auf, ihre Mutter ist verschwunden, als Rose noch ein Baby war. Während ihrer Kindheit und Jugend erfindet sie immer neue Geschichten, warum ihre Mutter nicht da ist. Mit Anfang 30 erfährt Rose dann, das die Schriftstellerin Constance Holden seinerzeit die letzte war, die ihre Mutter lebend gesehen hat. Sie versucht, Kontakt zu Constance aufzunehmen, um endlich Klarheit über ihre Mutter zu erhalten.

Der Roman von Jessie Burton erzählt eine Familiengeschichte, umringt von Geheimnissen. Wechselnd wird das Leben von Rose in der Gegenwart behandelt und das von ihrer Mutter Elise und Constance in der Vergangenheit. So ist eine interessante Spannung gegeben, die uns langsam zur Aufschlüsselung des Rätsels um das Verschwinden von Elise führt.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, interessante Charaktere machen hier eine besondere Faszination aus. Jessie Burton hat hier einen bewegenden, einfühlsamen Roman geschrieben, den ich guten Gewissens weiter empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 06.03.2020

Humorvolle, unterhaltsame Autobiografie

#Fatboysrun
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Philipp Jordan ist Läufer geworden. Angefangen hat er aber ganz langsam: als „Fat Boy“ nach jahrelanger Sportabstinenz. Aber das Laufen ist für ihn nicht nur irgendein Sport, es führt ihn an seine Grenzen. ...

Philipp Jordan ist Läufer geworden. Angefangen hat er aber ganz langsam: als „Fat Boy“ nach jahrelanger Sportabstinenz. Aber das Laufen ist für ihn nicht nur irgendein Sport, es führt ihn an seine Grenzen. Das muss sein, denn er ist ein Mehr-Monster. Jordan tut nichts im Leben nur halb. Er ist süchtig nach mehr. Und im Laufen hat er endlich sein perfektes Mehr gefunden.

Mit viel Witz und Ehrlichkeit erzählt er in seinem Buch „#Fatboysrun“ von seiner Persönlichkeitsentwicklung und seinen ersten Abenteuern in Laufschuhen, von Skaten, Graffiti, Kunst und auch von Drogen. Viele seiner Geschichten sind mindestens genauso verrückt wie seine Leidenschaft für den Laufsport!

Sehr unterhaltsam und humorvoll geschriebene Lebensgeschichte, und man muss kein Läufer sein, um hier seinen Spaß zu haben. Dazu die witzigen Illustrationen des Mehr-Monsters, die passenden Fotos und nicht zu vergessen das Daumenkino. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, das ich sehr empfehlen kann.

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