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Veröffentlicht am 08.01.2026

Cozy Romance mit herrlichem British-Flair

Hearts & Homes – Wo das Glück wohnt
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Diese herrlich-charmante Feel-Good-Story war genau my cup of tea! Die malerischen Cotswolds, ein altehrwürdiges Herrenhaus im Kombination mit TV-Vibes ergeben einen einzigartigen Story-Rahmen.

Anny Widmers ...

Diese herrlich-charmante Feel-Good-Story war genau my cup of tea! Die malerischen Cotswolds, ein altehrwürdiges Herrenhaus im Kombination mit TV-Vibes ergeben einen einzigartigen Story-Rahmen.

Anny Widmers erster Roman, "Hearts & Homes - Liebe findet ihr Zuhause" hatte mich bereits begeistert und auch im vorliegenden Werk ist ihr Schreibstil wieder enorm einladend, leicht und rundum angenehm zu lesen. Speziell die Einblicke in die Welt von Interior Design, Antiquitäten und Fernsehproduktionen wirken total
authentisch und legen nahe, dass die Autorin sich auf diesem Gebiet sehr gut auskennt (oder herausragend recherchiert hat).

Maura ist eine sympathische, lebensnahe Protagonistin, deren Begeisterung für England, Ästhetik und neue Möglichkeiten ansteckend ist. Dave bildet dazu einen spannenden Gegenpol - ich würde jetzt nicht sagen 'antiquiert', aber definitiv reservierter, geprägt von Verantwortung und alten Strukturen. Die Begegnung dieser beiden Welten, kombiniert mit dem Kontrast zwischen englischer Upper Class, verstaubten gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Veränderung, ist sehr gelungen umgesetzt worden. Besonders das Thema, wie sehr Herkunft, Status und Tradition Beziehungen beeinflussen können, wird unterhaltsam und gänzlich ohne Schwere eingeflochten.

Das British Flair ist einfach großartig! Die Landschaft, die Orte, das Herrenhaus Settingham, all das ist so lebendig beschrieben, dass man beim Lesen unweigerlich Fernweh bekommt. Die Cotswolds stehen bei mir ohnehin ganz oben auf der Reisewunschliste, und dieses Buch hat meinen Wunsch nur noch verstärkt.

Ein echtes Highlight ist zudem der Anhang mit Mauras Einrichtungstipps. Dieses Extra passt perfekt zur Geschichte und rundet das Leseerlebnis wunderbar ab. Solche liebevollen, gut durchdachten Ergänzungen sieht man viel zu selten - ich persönlich finde solche Features viel interessanter und bereichernder als z.B. die mittlerweile üblichen Playlists.

Einziger kleiner Wunsch: Ich hätte sehr gern noch mehr Zeit in diesem herrlichen Setting verbracht. Soll heißen: Die Geschichte hätte für mich problemlos mehr Umfang haben dürfen.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein rundum gelungener Wohlfühlroman mit Herz, Charme und ganz viel very-British-Atmosphäre. Perfekt für alle, die England lieben, sich für Interior Design und TV-Flair begeistern oder einfach eine romantische Geschichte suchen, die sich anfühlt wie eine Tasse Tee vor dem Kamin.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Historischer Romantic-Suspense-Roman

Society of Death. Von Rache verführt
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Von der ersten Seite an zog mich dieser Roman tief hinein in eine düstere, geheimnisvolle Welt voller Intrigen, moralischer Abgründe und nahezu gothic-like Vibes. Das kreative Setting an der Elite-Uni ...

Von der ersten Seite an zog mich dieser Roman tief hinein in eine düstere, geheimnisvolle Welt voller Intrigen, moralischer Abgründe und nahezu gothic-like Vibes. Das kreative Setting an der Elite-Uni Yale zum Ende des 19. Jahrhunderts ist außergewöhnlich, mal was ganz anderes - und es wurde von der Autorin beeindruckend authentisch umgesetzt. Die Atmosphäre ist dicht, mystisch und von Beginn an spürbar; Dark Academia at its finest!

Regina Meissners Schreibstil ist bildreich, angenehm zu lesen und gleichzeitig wunderbar dem historischen Kontext angepasst. Besonders die Wortwahl in den Dialogen wirkt stimmig und zeittypisch, was das Eintauchen in die Epoche noch intensiver macht. Erzählt wird aus den Perspektiven der beiden Hauptfiguren Victoria und Emery.

Die Grundidee rund um die geheimnisumwobene Studentenverbindung Skull & Bones steht klar im Fokus der Handlung. Rituale, Loyalitäten, Machtstrukturen und dunkle Geheimnisse verleihen der Geschichte eine konstant unterschwellige Spannung, sodass man, unabhängig von manch handlungsruhigeren Passagen, immer weiterlesen möchte. Emery als gebrochener Held, der zwischen Pflicht, Schuld und seinem Gewissen gefangen ist, und Victoria als starke, kluge und mutige Frauenfigur, die sich nicht mit vorgegebenen Rollen zufriedengibt, bilden ein interessantes Figurenpaar. Die romantische Entwicklung ihrer Beziehung ist geprägt von instant Anziehung, aber eben auch späterem Misstrauen und verbotenen Gefühlen, und fügt sich harmonisch in die Gesamthandlung ein.

Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir die Atmosphäre: das historische Yale, geheime Treffpunkte … (ebenso das tolle Innencover mit der "Klasse von 1875") - all das verstärkt das Dark-Academia-Flair enorm. Auch das Cover passt perfekt zum Inhalt und transportiert die dunkle, geheimnisvolle Stimmung des Romans hervorragend.

Das Erzähltempo empfand ich insgesamt als recht ruhig, mit kleineren Längen zwischendurch; die Auflösung konnte mich daher leider nicht ganz so stark packen, wie ich es mir erhofft hatte - hier hätte ich mir eher eine überraschendere Wendung gewünscht. Dennoch schmälert das nicht den Gesamteindruck dieses sehr gelungenen ersten Bandes.

Bitte beachtet die Content Notes bzw. die Liste sensibler Inhalte im Anhang.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Ein richtig toller Dilogie-Auftakt, der mit packender Atmosphäre, einem überaus kreativen Setting und emotionalen Konflikten überzeugt. Fans von Dark Academia und historischen Romanen mit romantischer Note kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Ich bin sehr gespannt auf Band 2, der im April 2026 erscheint!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Solider Western-Read mit viel Potential

Ransom Canyon
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Der Auftakt dieser neuen Western-Romance-Reihe klang unglaublich reizvoll für mich (- ich liebe ja Serien à la "Yellowstone" -) … und kann definitiv mit viel Atmosphäre, Small-Town-Vibes und einem dramatischen ...

Der Auftakt dieser neuen Western-Romance-Reihe klang unglaublich reizvoll für mich (- ich liebe ja Serien à la "Yellowstone" -) … und kann definitiv mit viel Atmosphäre, Small-Town-Vibes und einem dramatischen Einstieg punkten.

Den soliden Schreibstil von Jodi Thomas habe ich als ruhig und bildhaft empfunden; man spürt sofort Staub, Weite und die emotionale Schwere, die über dem texanischen Canyon liegt. Gerade der Beginn rund um Staten Kirkland und den Verlust seiner Frau und seines Sohnes ist eindringlich und emotional erzählt.

Die Geschichte wird aus zahlreichen Perspektiven geschildert (Staten, Lauren, Yancy ..), was einerseits Abwechslung reinbringt, andererseits aber auch dafür sorgt, dass die Handlung eher gemächlich voranschreitet. Vieles läuft parallel ab, die Familien sind miteinander verwoben, jeder kennt jeden, und genau daraus entstehen diese typischen Small-Town-Momente, die sicher viele Leser:innen schätzen werden.

Laurens Perspektive hat mir von allen Charakteren eindeutig am besten gefallen; sie wirkte frisch, lebendig und emotional greifbar. Insbesondere die Ereignisse rund um das verlassene Haus und die Folgen daraus hatten echte Spannung, ebenso die Dynamik innerhalb ihrer Family, Stichwort: Margaret. Auch Yancys Geschichte war interessant angelegt und hatte Potential, mit ihm wurde ich allerdings bis zuletzt nicht vollständig warm.

Ähnlich erging es mir mit der Liebesgeschichte zwischen Staten und Quinn, leider. Die Annäherung, gerade vor dem Hintergrund von Quinn als bester Freundin der verstorbenen Ehefrau, blieb für mich emotional zu distanziert. Auch der vergleichsweise frühe körperliche Aspekt fühlte sich für mich nicht wirklich verdient oder aufgebaut an, sodass der Funke beim relativ frühen Spice (und auch später) einfach nicht überspringen wollte.

Insgesamt ist das Werk ein gemächlicher Western-Roman mit modernen Elementen und starken Ansätzen, der sich gut lesen lässt und vermutlich hervorragend als Verfilmung funktioniert - meine Neugier auf die Netflix-Serie wurde auf jeden Fall geweckt. Auf emotionaler Ebene hat mich das Buch jedoch nur semi erreicht.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein solides Leseerlebnis für Fans von Western-Romantik und Kleinstadtgeschichten, für mich persönlich mit Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Farbmagie

Until We Shatter
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"Until We Shatter" von Kate Dylan ist ein Romantasy-Titel, der mit einer wirklich spannenden Grundidee und einem sehr modernen, flotten Schreibstil startet, mich am Ende aber leider nicht ganz so packen ...

"Until We Shatter" von Kate Dylan ist ein Romantasy-Titel, der mit einer wirklich spannenden Grundidee und einem sehr modernen, flotten Schreibstil startet, mich am Ende aber leider nicht ganz so packen konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

Was mir sofort positiv aufgefallen ist: Der klare Schreibstil - locker und angenehm modern, ohne übertriebenen Teenie-Slang. Besonders die direkte Ansprache der Lesenden (à la 'nicht, dass ihr denkt …' etc.) verleiht dem Ton eine gewisse Frische und sorgt dafür, dass man schnell mitten im Geschehen ist.

Auch der Einstieg ist rasant, man wird ohne große Vorrede in die Handlung geworfen, was ich grundsätzlich sehr mag. Zudem ist das Worldbuilding rund um die Farbmagie echt kreativ angelegt.

Optisch ist das Buch ein totaler Hingucker; Cover, Farbwahl und Farbschnitt sind wunderschön und absolut stimmig zur Geschichte.

Inhaltlich fand ich die Idee rund um Halbschatten, Nuancen und das komplexe Magiesystem zwar spannend, gleichzeitig aber auch ein wenig (über-)fordernd. Gerade zu Beginn prasseln viele Informationen zur Farbmagie, politischen Strukturen und Regeln dieser Welt auf einmal auf einen ein, was für mich stellenweise etwas too much wirkte. Ich musste öfter einen Moment stoppen, um alles richtig einzuordnen.

Auch mit den Figuren bin ich leider nicht ganz warm geworden. Cemmy ist keine unsympathische Protagonistin, dennoch blieb für mich eine gewisse emotionale Distanz bestehen. Ich hätte mir insgesamt tiefgründiger ausgearbeitete Charaktere gewünscht, um stärker mitzufühlen und wirklich mitzufiebern. Ähnlich ging es mir mit der Romance-Komponente: Die Dynamik zwischen Cemmy und Chase ist durchaus interessant angelegt, konnte mich emotional aber nicht vollständig abholen. Einige Wendungen, die vermutlich überraschen sollten, habe ich zudem relativ früh kommen sehen.

Unterm Strich ist die Story ein absolut solides, ideenreiches Romantasy-Werk mit einem frischen Ton, spannenden Ansätzen und einer außergewöhnlichen Welt. Für mich persönlich fehlte es jedoch etwas an emotionaler Tiefe, Charakterbindung und erzählerischer Spannung, um mich komplett zu überzeugen.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Kann man gut lesen. Wer kreative Magiesysteme, schnelles Erzählen und Enemies-to-Lovers-Vibes mag, kommt hier sicher auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Tolle Romanidee

Die Reise der verlorenen Worte
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Die tolle Grundidee dieses Romans hatte mich von Anfang an berührt. Eine junge Frau, die in einer Poststation arbeitet und sich jenen Briefen widmet, die als unzustellbar gelten - das ist ein Konzept, ...

Die tolle Grundidee dieses Romans hatte mich von Anfang an berührt. Eine junge Frau, die in einer Poststation arbeitet und sich jenen Briefen widmet, die als unzustellbar gelten - das ist ein Konzept, das mir (als passionierte Briefeschreiberin) einfach sofort ans Herz geht. Ich musste unweigerlich an einen meiner Lieblingsfilme denken ("Briefe an Julia") … und an eine Zeit, in der das Schreiben von Postkarten und Briefen ganz selbstverständlich zum Leben gehörten.

Janne nimmt ihre Aufgabe sehr ernst. Mit viel Feingefühl und Beharrlichkeit versucht sie, verlorenen Worten doch noch ihr Ziel zu ermöglichen. Dieser Gedanke, dass ein Brief ein ganzes Leben verändern kann, ist wunderschön und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Besonders dieser Aspekt hat mich angesprochen und war für mich der größte Pluspunkt des Romans.

Die Geschichte bewegt sich ruhig zwischen Gegenwart und Vergangenheit und erzählt von Schuld, Zerwürfnissen und zweiten Chancen. Allerdings war mir der Erzählfluss stellenweise etwas zu langatmig, und die Wechsel zwischen den Zeitebenen wirkten auf mich gelegentlich abrupt. Insgesamt fehlte mir ein wenig die Spannung - nicht im Sinne von Action, sondern emotional.

Mit Janne als Hauptfigur bin ich leider nicht ganz warm geworden. Sie ist keineswegs unsympathisch angelegt, dennoch blieb für mich eine gewisse Distanz bestehen, sodass ich keine echte Nähe zu ihr aufbauen konnte. Vielleicht war es genau das, was dazu geführt hat, dass mich die Geschichte nicht so tief berührt hat, wie ich es mir aufgrund der großartigen Idee gewünscht hätte.

Nichtsdestotrotz ist "Die Reise der verlorenen Worte" ein nachdenklicher Roman mit einer sehr kreativen Grundidee und einem stimmungsvollen Cover.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Wer ruhige, unaufgeregte Geschichten mag, sich für Briefe, Schicksale und Zwischentöne interessiert und keine große Dramaturgie erwartet, wird hier sicherlich fündig. Für mich war es ein solides, angenehmes Leseerlebnis mit viel Potential.

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