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Gaby_Meier

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2020

Ganz okay für zwischendurch

Love and Ashes
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„Am Ende gibt es nichts, das dich kaputter macht als verbotene Gefühle für eine Frau, die du nicht haben darfst. Und von der du nicht einmal weißt, ob sie dich überhaupt noch haben will.“ S. 258; Love ...

„Am Ende gibt es nichts, das dich kaputter macht als verbotene Gefühle für eine Frau, die du nicht haben darfst. Und von der du nicht einmal weißt, ob sie dich überhaupt noch haben will.“ S. 258; Love and Ashes - Sarah Stankewitz

Lova und ihr bester Freund Ashes haben eine ganz besondere Beziehung. Sie sind immer für einander da. Als Lova einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, verlässt sie der Vater des Kindes und Ashes weicht nicht von ihrer Seite. Er kümmert sich um sie und mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft wird Lova klar, dass Ashes viel mehr ist als ihr Freund, aber kann diese Liebe bestehen? Macht es Sinn ihr eine Chance zu geben oder macht es alles kaputt?

Lova ist zu Beginn der Geschichte zwar zurückhaltend, aber doch sehr frech. Im weiteren Verlauf wird sie immer standhafter. Sie steht zu ihrer Meinung und tut alles um diese zu verteidigen.

Bis zum Schluss war mir Ashes sehr unklar, es ist immer wieder die Rede von seiner dunklen Seite, aber das ganz wird nie ausgeführt. Für mich ist er kein „Badboy“, wie es immer gesagt wird. Er ist ein zuvorkommender und sehr einfühlsamer Mann, der für Lova alles tun würde und auch alles tut.

Ich habe mir das Buch auf mehrere Empfehlungen hin gekauft und dadurch hatte ich auch sehr hohe Erwartungen, die leider überhaupt nicht getroffen wurden. Die Geschichte selbst fand ich sehr spannend und die unerwartete Wendung war auch unglaublich. Aber besonders die Aufklärung der ganzen Situation war mir zu einfach und viel zu schnell. Es hat die ganze Spannung, die aufgebaut wird wieder vernichtet und man wird enttäuscht zurückgelassen.
Man hätte einfach noch so viel mehr aus dem ganzen raus holen können. Besonders enttäuschend fad ich, wie oberflächlich die Charaktere beschrieben werden. Besonders Ashes war ein Extremfall. Es gibt noch viel zu viele offene Fragen und es werden immer wieder Andeutungen gemacht, zu denen es keine Erklärung gibt.

Die Geschichte selbst ist der Wahnsinn, aber es fehlt die Tiefe. Charaktere bleiben sehr oberflächlich beleuchtet und das Potenzial der Story wurde leider überhaupt nicht genutzt. Also nur ein nettes Buch für zwischendurch, aber definitiv nichts was man gelesen hab muss.

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Veröffentlicht am 22.12.2020

Ein sehr humorvoller Sommerroman, den jeder gelesen haben sollte

Frag nicht nach Sonnenschein
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„Viele Leute bei Instagram verwenden Farbfilter oder was sonst noch. Na, und mein Filter ist eben der "so hätte ich es gern"-Filter.“ S.91; Frag nicht nach Sonnenschein - Sophie Kinsella

Cat ist nach ...

„Viele Leute bei Instagram verwenden Farbfilter oder was sonst noch. Na, und mein Filter ist eben der "so hätte ich es gern"-Filter.“ S.91; Frag nicht nach Sonnenschein - Sophie Kinsella

Cat ist nach London gezogen, um sich dort ihr Traumleben aufzubauen. Nur funktioniert das leider nicht ganz so einfach. Sie lebt in einer Wg mit einem so kleinen Zimmer, dass kein Kasten hinein passt. Deshalb hat sie über ihrem Bett ein Tuch aufgehängt und in dieser Hängematte hebt sie alles auf. Ihr Arbeitsweg ist unglaublich lang und weil das noch nicht genug ist, verliebt sie sich auch noch in Alex, die Affäre ihrer Chefin. Demeter, ihre Chefin, kündigt sie daraufhin auch noch.
Aber ihr Vater braucht genau in diesem Moment ihre Hilfe. Die Somerset-Farm soll zum Glampingplatz werden.
Dieser wird ein voller Erfolg und plötzlich taucht Demeter dort auf. Cat wittert ihre Chance und zahlt ihr alles heim. Dann taucht aber auch noch Alex auf und das Chaos ist perfekt.

Cats Leben läuft überhaupt nicht so wie geplant, aber die Kündigung ist auch eine Chance für sie. Auf der Farm findet sie zu sich selbst. Sie nennt sich nicht mehr Cat, sondern Katie und zieht ganz andere Kleidung an, außerdem färbt sie kurzer Hand ihre Haare blau, nachdem Demeter auftaucht. Aber es passiert das alles wichtigste. Katie fühlt sich wohl und sie ist die meiste Zeit glücklich.

Demeter ist eine Frau, die weiß was sie will und sie tut alles dafür um es zu bekommen, dass sie dabei auch über die Stränge schlägt ist kein Wunder. Sie verlangt unmögliches von ihren Angestellten und macht sich deswegen auch nicht besonders beliebt bei ihnen. Aber hinter Demeter steckt viel mehr, das muss auch Katie bald merken.

Ein sehr authentisches und humorvolles Buch. Die Autorin war mit viel Liebe bei der Sache, das merkt man auch an den wirklich gut gestalteten Charakteren. Das Buch ist auch in zwei Teile unterteilt, was in dem Fall auch sehr sinnvoll ist. Im ersten Teil geht es um Cats Leben in Loden und beim zweiten Teil spielt Katies Leben auf der Somerset-Farm eine große Rolle. Die Thematik, dass niemand ein perfektes Leben hat, finde ich besonders ansprechend, weil es einfach stimmt. Es gibt Leute bei denen wirkt das Leben perfekt, aber lernt man sie näher kennen, merkt man, dass es gar nicht so ist. Es gibt kein perfektes Leben!

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Lest es und verliebt euch in die Geschichte! Ich werde sicher noch mehr Bücher von der Autorin lesen, weil ich von ihrem Schreibstil besonders angetan bin.

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Veröffentlicht am 22.12.2020

Sehr verstörend, aber gerade deswegen so spannend

Ich will dein Leben
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„Lass nicht zu, dass das Leben dir einfach so passiert. Schreibe es selbst." S.104; Ich will dein Leben - Amanda Jennings

Tamsyn ist, wie ihr toter Vater, fasziniert von dem Haus auf den Klippen. Sie ...

„Lass nicht zu, dass das Leben dir einfach so passiert. Schreibe es selbst." S.104; Ich will dein Leben - Amanda Jennings

Tamsyn ist, wie ihr toter Vater, fasziniert von dem Haus auf den Klippen. Sie geht so oft sie kann zu ihrem Beobachtungsposten und verfolgt was im Haus passiert. Was wäre, wenn sie so ein schönes Leben führen könnte? Als Tamsyn und das Nachbarsmädchen sich begegnen, kommt sie diesem Traum einen Schritt näher. Ihre Faszination wird zu Besessenheit. Bald schon muss sie feststellen, dass selbst das Leben im Haus auf den Klippen, seine dunklen Seiten hat.

Tamsyn ist ein willensstarkes Mädchen. Sie nimmt sich was sie möchte und tut alles dafür, dass sie etwas bekommt. Aber sie ist auch sehr schnell verletzt, was ihr so schon nicht leichtes Leben nur noch schwerer macht.
Zu Beginn war ich höchst fasziniert von Tamsyn, aber das hat sich ziemlich bald gelegt. Sie wurde mir immer unsympathischer und ihr Entscheidungen war nicht immer nachvollziehbar. Was mich besonders gestört hat, war ihr Umgang mit ihrer Mutter. Sie macht ihr das Leben unnötig schwer. Ich bezweifle auch, dass ihr das bewusst ist.
Rebellisch, stur und zu tiefst verletzt, dass beschreibt Edie. Sie denkt nicht großartig darüber nach, was sie tut und lebt im hier und jetzt. Am Umgang mit ihren Eltern merkt man sofort, dass sie durch ihr respektloses Verhalten versucht Beachtung zu finden. Das Problem ist, dass sie keine findet.
Mir tat Edie leid, wobei ich sagen muss, dass sie mir zu Beginn sehr egoistisch vorkam. Sie ist auch egoistisch, aber sie ist es nicht aus Boshaftigkeit oder weil sie meint alles alleine bewältigen zu müssen. Es bleibt ihr einfach nichts anderes übrig. Sie ist allein und plötzlich findet sie die Beachtung und vor allem auch die Bewunderung, nach der sie sich schon so lange sehnt, bei Tamsyn.

Ich hatte zwar meine Schwierigkeiten mit Tamsyn, aber das Buch ist unglaublich gut geschrieben und sehr spannend. Ich bin beim Lesen regelrecht in der Geschichte versunken. Das war seit langem eines der Bücher, bei denen ich nicht einmal mitbekommen habe, dass die Zeit vergeht.
Die verschiedenen Perspektiven erleichtern einem unheimlich das Nachvollziehen von verschiedenen Entscheidungen. Es ist außerdem sehr interessant, wie unterschiedlich die verschiedenen Charaktere das Haus auf der Klippe und deren Bewohner wahrnehmen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass dieses Buch eine absolute Leseempfehlung von mir bekommt. Es wird sicher nicht jeder mögen, aufgrund der sehr gewöhnungsbedürftigen Story, aber gefällt es einem, zieht die Geschichte einen richtig in ihren Bann.

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Veröffentlicht am 22.12.2020

Ein Sommerroman zum verlieben

Nur ein Sommer mit dir
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„Dabei hatten diese wenigen Quadratmeter (...) ihr Leben weiter und größer gemacht (...), dass sie jetzt mehr Raum für sich hatte als je zuvor“ S. 228; Nur ein Sommer mit dir - Kat French

Alice und ihr ...

„Dabei hatten diese wenigen Quadratmeter (...) ihr Leben weiter und größer gemacht (...), dass sie jetzt mehr Raum für sich hatte als je zuvor“ S. 228; Nur ein Sommer mit dir - Kat French

Alice und ihr Ehemann leben getrennt, nachdem seine Affäre ans Tageslicht kommt. Sie behält ihr gemeinsames Haus, aber bald steht sie vor der Frage, wie sie das märchenhafte Anwesen bezahlen soll. Da hat sie die Rettende Idee. Sie vermietet das Haus an jemanden und zieht selbst in einen Wohnwagen im Garten. Schon bald hat sie einen Mieter gefunden, dass dieser ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen und es nebenbei auch wieder auf die Richtige Bahn lenken würde, damit hatte sie nicht gerechnet.

Ich finde Alice ist eine bewundernswerte Frau. Sie weiß was sie will und kämpft dafür. Wofür ich sie aber am meisten bewundere ist ihre Fähigkeit zu wissen, wann es sich nicht mehr lohnt für etwas zu kämpfen und trotzdem noch das beste aus der Situation zu machen.
Robinson entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem unglaublich liebevollen und zuvorkommenden Mann. Am meisten schätze ich seine unerschütterliche Ehrlichkeit. Egal worüber er spricht, er ist immer ehrlich und möchte er über etwas nicht sprechen dann sagt er es auch.
Eine der unterhaltsamsten Charaktere ist Niam. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und nennt die Dinge beim Namen. Für Alice tut sie alles und das beweist sie nicht nur einmal.
Gemeinsam mit allen Nachbarn schaffen sie etwas unglaubliches, worüber alle unendlich stolz sind und das können sie auch sein!

Ein unglaublich liebenswertes Buch. Die Autorin war mit ganzem Herzen dabei und das merkt man an den liebevoll gestalteten Charakteren und an dem unglaublichen Fortgang der Geschichte. Das Buch bietet etliche Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hätte und mit der Geschichte um die zerstörten Ehen, ist es auch kein 0815 Buch. Ich bin ganz begeistert davon. Von den ganzen Charakteren, von der Handlung und das wichtigste, von der Umgebung.
Ich habe aber doch einen Kritikpunkt. Es gibt zwei Stellen, an denen so viel auf einmal passiert, dass man schnell den Überblick verliert und plötzlich nicht mehr weiß worum genau es jetzt ging.
Was ich aber sehr zu schätzen weiß, ist die besondere Art des bildlichen beschreibens, wie es die Autorin macht. Das wird sicher nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von Kat French lese.
Abschließend kann ich das Buch nur wärmstens Empfehlen, es ist ein locker, leichter Roman mit vielen unerwarteten Wendungen.

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Veröffentlicht am 22.12.2020

Selbst unter schwierigsten Bedingungen haben wir noch unseren freien Willen

Das Haus der Treppen
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„Was bedeutete es dem Mädchen, dass er auf diese Weise berührt hatte? Was würde sie nun von ihm erwarten? Und würde er ihren Erwartungen entsprechen können?“ S. 67; Das Haus der Treppen - William Sleator

Fünf ...

„Was bedeutete es dem Mädchen, dass er auf diese Weise berührt hatte? Was würde sie nun von ihm erwarten? Und würde er ihren Erwartungen entsprechen können?“ S. 67; Das Haus der Treppen - William Sleator

Fünf Jugendliche wachen an einem Ort auf, an dem es nichts gibt, außer Stufen. Zwei Dinge haben alle gemeinsam, sie sind 16 Jahre alt und kommen aus Waisenhäusern. Jetzt stellt sich die Frage was das für ein Ort ist und warum sie dort sind. Auf dem Weg nach der Antwort, wird das Verhalten der Jugendlichen immer extremer.

Zu Beginn treffen Lola und Peter aufeinander, zwei Menschen, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Peter ist schüchtern, zurückhaltend und neigt eher dazu sich jemanden zu suchen, dem er sich unterordnen kann.
Eine wahre Führerin ist Lola. Sie versucht die Gruppe trotz aller Schwierigkeiten zu leiten, auch wenn es ihr manche Leute sehr schwer machen, aber die anderen wissen, was sie ihr zu verdanken haben.

Das ist ein besonders spannendes Buch, ich würde es nicht nur Jugendlichen empfehlen, sondern auch Erwachsenen. Aber ich muss hier erwähnen, dass es ein Jugendbuch ist und die Sprache auch dem entsprechenden einfach ist, aber die Thematik mit dem sich die Geschichte beschäftigt ist für alle Altersgruppen relevant. Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, ob der freie Willen des Menschen wirklich unantastbar ist, wie wir denken oder ob man ihn nicht auch von außen lenken kann. Das Buch regt wirklich zum nachdenken an, deshalb kann ich es nur weiterempfehlen.

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