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Veröffentlicht am 10.08.2021

Süßes, detailverliebtes Buch für die Kleinsten

Dreh hin – Dreh her 2: Aufgewacht, kleiner Bär!
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"Aufgewacht, kleiner Bär!" ist ein Mitmachbuch, dass sich bereits für Kleinkinder ab 18 Monaten eignet. Den Kleinen wird dabei spielerisch das morgendliche Ritual des Aufstehens, Anziehens, Frühstückens ...

"Aufgewacht, kleiner Bär!" ist ein Mitmachbuch, dass sich bereits für Kleinkinder ab 18 Monaten eignet. Den Kleinen wird dabei spielerisch das morgendliche Ritual des Aufstehens, Anziehens, Frühstückens und Zähneputzens veranschaulicht.
Zum Mitmachen lädt die "Dreh hin, dreh her"-Funktion ein. Diese funktioniert über eine Schlaufe, an der gezogen wird. Damit schiebt sich ein "verstecktes" Bild vor das bestehende, sodass der kleine Bär eben noch im Bett geschlummert hat und im nächsten Moment aufwacht und sich die Augen reibt. Der Schleifenzug funktioniert ohne Haken oder ähnliches einwandfrei. Die Schleife macht den Eindruck als hält sie einiges aus, sodass das Buch hoffentlich eine lange Lebenszeit hat.
Für mich punktet das Buch nicht nur durch schöne große Bilder, die die komplette Doppelseite einnehmen, sowie durch kurze, gut verständliche Texte, sondern auch mit Detailverliebtheit. Der Zeichenstil ist wirklich schön, dabei ein bisschen einfacher gehalten, aber trotzdem voller Details. Ein Beispiel: Auf mehreren Bildern sind kleine Mäuse drauf, die durch das Ziehen an der Schlaufe gemeinsam mit dem kleinen Bär ihre Position oder Tätigkeit verändern. Ein wirklich süßes Detail! Es gibt also viel zu entdecken in dem Buch.

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Thematisch gutes Jugendbuch, nur leider ohne Spannungsbogen

Wenn man so will, waren es die Aliens
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Josh's Vater besitzt ein Hotel, in dem Josh neben der Schule viel aushilft. Doch eines morgens ist Josh's Vater spurlos verschwunden - und Josh total ratlos. Gemeinsam mit seinen Freunden und Schulkameraden ...

Josh's Vater besitzt ein Hotel, in dem Josh neben der Schule viel aushilft. Doch eines morgens ist Josh's Vater spurlos verschwunden - und Josh total ratlos. Gemeinsam mit seinen Freunden und Schulkameraden macht er sich auf die Suche. Dabei bleiben auch verrückte Ideen wie eine Alienentführung nicht lange fern - oder ist das vielleicht gar nicht so absurd?

Bereits früh merkt man dem Buch an, dass es eigentlich nicht so humorvoll ist, wie der Titel vermuten lässt. Stattdessen haben wir tiefe Einblicke in einen 17-jährigen Jungen, der kurz vor seinem Schulabschluss steht und dementsprechend viel über die Zukunft nachdenkt. Oben drauf kommt noch, dass Josh's Vater Frank an Depressionen leidet - eine Situation, die Josh das Leben nicht leichter macht. Über die Krankheit des Vaters und die Abwesenheit von Josh's Mutter und seinem älteren Bruder erfahren wir dann viel in Rückblicken. Thematisch stellt "Wenn man so will, waren es die Aliens" damit durchaus ein wertvolles Jugendbuch dar.

Nur zur Unterhaltung packte es mich leider nicht. Die Suche nach dem Vater plätschert leider sehr dahin. Es wird keinerlei Spannung oder gar ein Mitfiebern erzeugt. Auch den typischen literarischen Höhepunkt konnte ich nicht ausmachen. Zumindest der Schreibstil konnte im leichten Jugendslang etwas unterhalten. Der Autor schreibt genau so wie ein 17-jähriger Josh vermutlich denkt, das ist ihm sehr gut gelungen. Auch das Ende gefiel mir gut. Der Autor hat einen würdigen und realistischen Schluss geschrieben und dabei noch eine Botschaft mitgegeben. Alles in allem reicht es aber leider nicht für mehr als drei Sterne.

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Veröffentlicht am 01.07.2021

Etwas unspektakulärer Liebesroman

Kaputte Herzen kann man kleben
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Louisa arbeitet als Hebamme in einer Klinik in München, bis sich eines Tages ihre Rückenschmerzen so stark melden, dass ihr nichts anderes bleibt als eine Auszeit zu nehmen. Kurzerhand reist sie mit ihrer ...

Louisa arbeitet als Hebamme in einer Klinik in München, bis sich eines Tages ihre Rückenschmerzen so stark melden, dass ihr nichts anderes bleibt als eine Auszeit zu nehmen. Kurzerhand reist sie mit ihrer Tochter Amelie nach St. Peter-Ording zu ihrer Tante Mimi. Relativ schnell merken wir dabei als Leser, dass Louisa in Wirklichkeit kurz vor dem Burnout steht, die Beziehung zu ihrer Tante seit dem Tod ihrer Mutter ziemlich zerüttet ist - und ein Mann an ihrer Seite ihr sehr, sehr gut tun würde.

"Kaputte Herzen kann man kleben" reiht sich optisch in die Reihe der Kristina Günak-Romane ein, die Storyline hat etwas Ähnlichkeit mit "Glück ist meine Lieblingsfarbe", ansonsten fehlte mir aber leider der typische "Günak-Humor". Protagonistin Louisa klagt stets über ihren Rücken, ihre harte Arbeit und will dennoch nach ihrer Zwangspause unbedingt nach München zurück. Obwohl ihr Leben dort nicht sonderlich traumhaft zu sein scheint. Mit all diesen Themen hält sie auch nicht gerade hinterm Baum - heißt: Sie klagt einfach vor jedem über ihren Rücken, ist entsprechend stets schlecht gelaunt, muffelig gegenüber anderen und dazu noch fehlt es ihr an Empathie. Dass sich dann tatsächlich eine der Buchfiguren in sie verliebt, grenzt für mich an ein Wunder. Nach gut der Hälfte des Buches wird Louisa dann etwas entspannter, als Charakter konnte ich sie dennoch nicht mehr liebgewinnen, die Chance hat sie früh verspielt. Dafür gibt es zahlreiche andere Figuren, die man als Leser ins Herz schließen kann.

Als Thema greift Günak hier den Beruf der Hebammen auf und lässt dabei nichts aus: den Stress, den dieser Job mit sich bringt, die schlechte Bezahlung, dagegen der große Bedarf und Mangel, der vorherrscht. Sie spricht dabei wahre Worte, die Situation um diesen so wichtigen Beruf ist alles andere als rosig. Das macht diesen Titel dann zusätzlich nicht gerade zum Gute-Laune-Buch.

So muss ich insgesamt sagen, fehlte es mir in dieser Geschichte einfach an dem Besonderen. Weder Plot, Handlung noch Figuren stachen für mich besonders hervor. Der im Klappentext angepriesene Frauenclub ging irgendwie recht spurlos an mir vorbei. Für mich ist dieser Roman damit der bisher schlechteste von Kristina Günak (den ich kenne), daher leider nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.06.2021

Richtiges Thema, falsche Umsetzung

Die Stadt der Seher
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Glück im Unglück hat der Straßenjunge Marco als er in die Gilde der Seher aufgenommen wird - ein in Marcos Heimat Vastona hoch angesehener Orden. Und während Marco seine Ausbildung zum Seher absolviert, ...

Glück im Unglück hat der Straßenjunge Marco als er in die Gilde der Seher aufgenommen wird - ein in Marcos Heimat Vastona hoch angesehener Orden. Und während Marco seine Ausbildung zum Seher absolviert, wartet vor den Toren der Stadt ein scheinbar unaufhaltsamer Krieg. Doch bald muss sich Marco die Frage stellen: Wer ist in diesem Krieg eigentlich gut und wer böse?

Der Einstieg in das Buch ist verwirrend, aber irgendwie auch typisch Fantasy im mittelalterlichen Setting. Es fallen viele Namen, mit denen ich auf lange Zeit nichts anfangen konnte, und immer wieder gab es neben Marcos Handlungsstrang noch den Handlungsstrang um Ombro, der mir wirklich sehr, sehr lange ein Rätsel blieb. 

Marco mochte ich als Charakter eigentlich ganz gern, insbesondere die ersten Kapitel um ihn haben mir gut gefallen, da man hautnah sein Leben auf der Straße miterlebt und mit ihm mitfühlen kann. Doch trotz aller Sympathie, die ich für ihn aufbringen konnte, blieben er und die meisten anderen Charaktere dennoch etwas farblos. Ebenfalls eine große Rolle spielt Elena, die ich ebenso wie Marco zwar mochte, aber dennoch nicht so richtig die Nähe zu ihr fand. Und das ist nur ein Punkt an diesem Buch, der mir etwas unausgereift erscheint.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was die Hobbitpresse in puncto Manuskriptbegutachtung und Lektorat so macht, aber ich hätte diese Geschichte definitiv nicht so durchgewunken. Die Idee ist eigentlich ganz gut - wirklich, Blutmagie ist hier ein großes Thema und das wäre ja auch eigentlich sehr interessant, würde man es denn auch gut umsetzen. Doch das ist dem Autor leider nicht gelungen. Erst plätschert die Geschichte nur langsam vor sich hin, an eigentlich unwesentlichen Sachen wird sich viel zu lange aufgehalten. Und dann geht mit mal alles ganz schnell. In dem einen Moment beginnt der eingangs angekündigte Krieg, im nächsten ist er sozusagen schon wieder zu Ende. Das Ende ist für mich viel zu plötzlich und wirkt nicht auserzählt. Als wollte der Autor das noch mal eben schnell zu Ende bringen. Und die Blutmagie blieb dabei leider auch ziemlich auf der Strecke, denn so richtig viel habe ich nicht darüber erfahren. 

Damit hier ein gutes, rundes Buch daraus wird, wäre definitiv noch ganz viel inhaltliche Nachbearbeitung notwendig. Da nützt auch alles Schreibtalent des Autors nichts.

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Veröffentlicht am 17.06.2021

Schon der einzigartige Schreibstil macht dieses Buch lesenswert

Das Lied der Nacht
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Mit "Das Lied der Nacht" ist C. E. Bernard ein imposanter Fantasy-Epos gelungen, in dessen Mittelpunkt die Charaktere Wanderer Wayd und Bardin Caer stehen. Die beiden sind Entwurzelte, damit sozusagen ...

Mit "Das Lied der Nacht" ist C. E. Bernard ein imposanter Fantasy-Epos gelungen, in dessen Mittelpunkt die Charaktere Wanderer Wayd und Bardin Caer stehen. Die beiden sind Entwurzelte, damit sozusagen Heimatlose, und leben zusammen mit ihren Weggefährten in einer verlassenen Poststation - bis eines Tages die Schatten über das Land herziehen. Ungeheure schattenartige Wesen mit einem Gesicht wie der Tod und weißen Klingen zerteilen nicht nur ganze Dörfer, sondern auch ihre Bewohner in zwei. Und zwar immer wenn die Nacht einbricht, denn Sterne sind aus dem Himmel schon lange vertrieben wurden. Um sich zu retten, fliehen die Bewohner von Schur in die sichere Umgebung der Burg des Eisernen Barons von Schur. Etwa zeitgleich entdecken Caer und Wayd das Lied der Nacht - ihre vielleicht einzige Chance gegen die Schatten. 

Der Plot dieses Buches ist einfach Fantasy pur. Direkt wird klar, dass wir uns hier eher in einem mittelalterlichen Setting bewegen, dementsprechend sind auch die Figuren aufgebaut. Wayd und Caer waren mir dabei auf Anhieb sehr sympatisch. Sie kristallisieren sich früh als die Helden in dieser Geschichte heraus und man spürt ihr gutes Herz von der ersten Seite an. Ihr Weg ist gespickt von Abenteuern, allerdings auch viel Gewalt, Brutalität und auch etwas Sexualität. Jugendfrei ist das Buch daher nicht, aber es passt in die Zeit und vor allem auch in diese Geschichte, die eben viel Düsternes bereit hält. Für Zartbeseitete ist es damit aber ggf. nichts. 

Dafür wurde das Buch nach meinem Empfinden zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Geschichte und vor allem der Schreibstil waren von Anfang an fesselnd. Der Schreibstil muss dabei in besonderem Maße erwähnt werden: Die Autorin lehnt ihre Texte gelegentlich an den Aufbau von Liedern an, nutzt einzelne Liedzeilen dabei auf eine spannungsaufbauende Art und gibt ihren Worten damit mehr Gewicht. Das sind zwar immer nur mal einzelne Stellen im Buch, aber ich fand diese mir neue Art des Spannungsaufbaus sehr gelungen. Ein bisschen gewöhnen muss man sich eingangs vielleicht an die relativ schnellen Perspektivenwechsel - wie Schnitte in einem Film, bei denen man zeigen will, was zeitgleich bei verschiedenen Figuren passiert und wobei sich die Handlung zuspitzt. Genauso fühlte sich auch das Lesen dieses Buches an. Mir hat das sehr, sehr gut gefallen und ich fand die schnellen Perspektivwechsel auch nicht verwirrend. Wenn man sich eingelesen hat und weiß wie der Hase läuft, kann man diesem Schreibstil sehr viel abgewinnen. 

Allein dafür hätte ich gern 5 Sterne vergeben, ziehe aber einen halben ab, da die Gewaltbeschreibungen für meinen Geschmack nicht ganz das richtige waren. Dennoch kann ich für Fantasy-Liebhaber eine riesige Lesemempfehlung aussprechen!

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