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Veröffentlicht am 16.02.2024

Suchspaß auf dem Land

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Auf dem Land
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Dieses Sachen suchen-Buch legt seinen Schwerpunkt auf das Landleben. Dabei bewegen wir uns nicht nur auf dem Bauernhof, sondern auch auf dem Marktplatz des Dorfes, in der Waldkita und am Badesee.
Auf ...

Dieses Sachen suchen-Buch legt seinen Schwerpunkt auf das Landleben. Dabei bewegen wir uns nicht nur auf dem Bauernhof, sondern auch auf dem Marktplatz des Dorfes, in der Waldkita und am Badesee.
Auf jeder Seite gibt es wie üblich einen kurzen Text zum Vorlesen und kleine Bilder zum Suchen im großen Bild. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad hier ein wenig erhöht, denn man muss auch hinter die vielen verschiedenen Klappen schauen, um alles zu finden. Durch die Klappen gibt es hier aber bereits ohne den Aspekt des gezielten Suchens viel zu entdecken.
Die Bilder sind schon recht wimmelich und vermutlich dauert es noch ein paar Monate bis mein nun 2-jähriges Kind so richtig mit dem Buch zurecht kommt.
Mit Blick auf die Interessen meines Kindes hätte ich mir außerdem noch ein paar mehr Bauernhoftiere zum Suchen und Finden gewünscht.
Dennoch ist jede Seite schön, liebevoll und farbenfroh gestaltet. Es macht einfach Spaß, das Buch anzuschauen.

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Veröffentlicht am 05.02.2024

Actiongeladen bis zum Schluss

Star Bringer
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Prinzessin Kali hat ihren ersten offiziellen Einsatz, jedoch ausgerechnet zu einer Raumstation, auf der die Lösung zur Rettung des Sonnensystems schlummern soll, die aber kurzerhand in die Luft fliegt. ...

Prinzessin Kali hat ihren ersten offiziellen Einsatz, jedoch ausgerechnet zu einer Raumstation, auf der die Lösung zur Rettung des Sonnensystems schlummern soll, die aber kurzerhand in die Luft fliegt. Mit einer bunten Truppe von Leuten, darunter Söldner, eine ehemalige Gefängnisinsassin und eine Hohepriesterin, gelingt ihr die Flucht. Doch noch viel größere Herausforderungen stehen ihnen bevor. Und dem Sonnensystem bleibt nicht mehr viel Zeit bis die Sonne explodiert.

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Mich haben die fast 750 Seiten anfangs abgeschreckt, aber zum Glück blieben meine Sorgen grundlos. Denn die große Stärke dieses Wälzers: Es gibt keine Längen. Das Buch ist durch und durch actiongeladen, jedoch nicht so, dass einem zwischendurch keine Zeit zum Verschnaufen bliebe, sondern auf die gute Art. Auf eine spannende Szene, folgt eine ruhigere zum Verarbeiten des Geschehenen, darauf folgt wieder eine spannende Szene und so weiter. Damit hat mich das Buch bis zum Ende schwer begeistert.

Bei den Charakteren hielt sich meine Euphorie vor allem am Anfang schwer in Grenzen. Ich liebe ja mehrere POVs, war hier aber doch verwundert, nur in vier der sieben Raumschiff-Flüchtlinge Einblick zu bekommen. Am Ende wurde es dann aber doch noch schlüssig, wieso mehr Einblicke nicht unbedingt sinnvoll gewesen wären.

Die Hauptprotagonisten sind Ian und Kali, beide waren für mich anfangs - und sind es auch leider zum Teil am Ende noch - sehr klischeebehaftet. Kali geht ganz auf in ihrer Rolle der typisch naiven und weltfremden Prinzessin, lernt auf ihrer Reise aber auch etwas dazu. Mein Liebling wird sie dennoch nie werden. Ian ist der typische Hau-Drauf-Macho und natürlich super heiß. Im Gegenteil zu Kali bekommt er im Laufe der Geschichte aber noch ein bisschen mehr Tiefe.

Gemeinsamkeiten mit der Aurora-Reihe gibt es übrigens durchaus, doch zugleich auch ein paar Unterschiede, weshalb beide Reihen ihre Berechtigung haben. Dennoch ist Star Bringer für Fans der Space Opera definitiv empfehlenswert.

Parallel zum gedruckten Buch habe ich das Hörbuch gehört und ich muss sagen, hier bin ich sehr zwiegespalten, was die Sprecher anbelangt. Die weiblichen Sprecherinnen passten alle sehr gut, aber mit Ians männlicher Stimme kam ich nicht zurecht. Gibt es nur männliche Ü50-Hörbuchsprecher oder wieso besetzt man einen Charakter mit Anfang zwanzig mit einer derart reifen Stimme? Total unpassend, das hat mir daher sehr viel Freude am Hören genommen.

Insgesamt war es ein tolles Space-Abenteuer, auch wenn ich mit Kalis Charakter und ihren naiven Handlungen oft nicht so zufrieden war. Dennoch freue ich mich sehr auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 31.01.2024

Ein neues, kürzeres Abenteuer

Meck und Schneck: Klappt doch!
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Für Meck und Schneck steht ein neues Abenteuer an. Dieses mal wird es allerdings nicht ganz so aufregend wie im ersten Teil. Statt einen Löwen zu fangen, wollen die beiden einem herannahenden Gewitter ...

Für Meck und Schneck steht ein neues Abenteuer an. Dieses mal wird es allerdings nicht ganz so aufregend wie im ersten Teil. Statt einen Löwen zu fangen, wollen die beiden einem herannahenden Gewitter entkommen.
Meck unf Schneck sind uns bereits im ersten Buch sehr ans Herz gewachsen, so auch der liebevolle Schreibstil des Autors und die süßen Illustrationen. Das Format ist nun ein Pappbilderbuch, damit also bereits für noch kleinere Kinder geeignet. Die Textmenge ist auch etwas weniger geworden. 
Dafür hätte die Geschichte meines Empfindens nach ruhig etwas mehr hergeben können. Die Handlung ist mir etwas zu dünn. Die Botschaft des Mutigseins, die ich im ersten Buch der beiden so toll fand, kommt hier zu kurz. 
Dafür sind die Illustrationen noch farbenfroher und abwechslungsreicher geworden. Diese gefallen mir damit noch besser als im ersten Buch. Richtig Freude werden die Kleinen mit diesem Buch aber vermutlich erst haben, wenn sie auch die erste Geschichte von Meck und Schneck kennen. 

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Veröffentlicht am 20.01.2024

Aus dem (Liebes-)Leben einer Lektorin

Literally Love 1. Paperthin Touch
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Lektorin Clio muss das Buch des ziemlich unausstehlichen aber auch erfolgreichen Autors Bryn Sperling betreuen. Doch seine herablassenden Kommentare zu ihrer Arbeit lässt sie sich nicht gefallen und schreibt ...

Lektorin Clio muss das Buch des ziemlich unausstehlichen aber auch erfolgreichen Autors Bryn Sperling betreuen. Doch seine herablassenden Kommentare zu ihrer Arbeit lässt sie sich nicht gefallen und schreibt ihm prompt ihre Meinung. Das verbessert tatsächlich ihre Zusammenarbeit per E-Mail und innerhalb der Manuskript-Kommentare, bis diese auf einmal flirty werden. Doch kann man sich in jemanden verlieben, den man nie gesehen geschweige denn gesprochen hat?

Die Dialoge unserer Protagonisten Clio und Bryn laufen anfangs nur per E-Mail und innerhalb der Kommentare im Manuskript ab. Dabei werden ihre Unterhaltungen schnell sehr unterhaltsam. Besonders ist hier auch, dass wir Bryns Manuskript in Auszügen mitlesen, ebenso wie Clios Änderungen und Kommentare daran. Man muss dafür wohl durchaus Interesse an der Verlagsarbeit haben, ich habe diese Besonderheit am Buch jedenfalls geliebt! Ein Lektorat auf diese Weise nachzustellen zeugt vom Talent der Autorin.

Clio ist als Protagonistin definitiv nicht auf den Mund gefallen, dementsprechend überdenkt sie auch vorab nicht wirklich ihre Worte und Taten. Das macht das Buch jedoch interessant und ihre impulsiven Taten mischen die Handlung ordentlich auf. Bryn wächst einem erst langsam, aber schließlich doch sehr intensiv ans Herz. Hier hat die Autorin einen Bookboyfriend geschaffen, der sich sehen lassen kann.

„Und das ist einer der Gründe, warum ich liebend gern >voll dein Typ< wäre, obwohl ich ausgesprochen froh bin, es nicht zu sein.“ (Bryn, S. 194). Lauter besondere Sätze wie diese schmücken das Buch aus und geben ihm eine humorvoll-romantische Note.

Ab ca. der Mitte des Buches nimmt die Handlung dann ordentlich an Fahrt auf. Uns Lesenden werden Rätsel aufgegeben, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Deren Lösungen werden uns lange vorenthalten und kommen schließlich mit einem Knall zum Ende des Romans ans Licht.

Ein bisschen gestolpert bin ich hier über das One Bed- bzw. Forced Proximity-Trope, da es für mich nicht so richtig gut reingepasst hat bzw. mir persönlich auch einfach zu unrealistisch war und zu überstürzt kam.

Abschließend vergebe ich daher 4,5 Sterne für ein romantisches Buch über Bücher für die Buchverliebten unter uns und für all diejenigen, die gerne mal einen Einblick in die Buchbranche hätten.

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Veröffentlicht am 12.01.2024

Potenzial verschenkt

A Breath of Winter
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Smillas Familie wurde vom sogenannten Hexenschlächter ermordet und er macht weiterhin Jagd auf Hexen. Sie schließt sich der Wilden Jagd an, um Rache zu nehmen. Dabei muss sie sich unausweichlich mit deren ...

Smillas Familie wurde vom sogenannten Hexenschlächter ermordet und er macht weiterhin Jagd auf Hexen. Sie schließt sich der Wilden Jagd an, um Rache zu nehmen. Dabei muss sie sich unausweichlich mit deren Anführer Gent arrangieren. Bald entdecken die beiden ihre Gefühle füreinander, doch Gent hütet ein schwerwiegendes Geheimnis.

Mir hat der Einstieg in das Buch gut gefallen. Wir werden direkt in die Handlung katapultiert und bereits im ersten Kapitel trifft sie auf die Wilde Jagd. Doch das gute Tempo behält die Autorin leider nicht bei. Schon kurz darauf fängt die Handlung an, sich zu ziehen. Zwar baut sich zum Ende des Buches auch immer mehr Spannung auf, dennoch gibt es unglaublich viele Abschnitte, die das Tempo der Handlung verlangsamen und nicht gerade zum Weiterlesen animieren. Gefühlt passiert fast nichts, außer eben genau das, was uns auch schon der Klappentext verrät. Zu oft verliert sich die Autorin in detaillierten Schilderungen der Gefühlswelten und Gedankengänge der Protagonisten. Die Action, die ich von diesem Buch erwartet hatte, bleibt dabei auf der Strecke.

Smilla wuchs mir als Protagonistin leider auch nicht ans Herz. Obwohl wir doch viel Einblick in ihr Inneres bekamen, blieb sie für mich leider farblos, ohne einen starken Charakter. Gent dagegen bekam zunehmend Tiefe verliehen. Eine Zeitlang mochte ich ihn tatsächlich sehr gerne. Doch ab ca. der Mitte des Buches zeichnete sich so langsam eine Enthüllung ab, von der ich gehofft hatte, die Autorin erspart uns diese. Doch es kam wie befürchtet. Die Autorin hat sich hier etwas sehr Gewagtes getraut, was mir leider so gar nicht gefallen hat. Mit mal fühlte ich mich nicht mehr als lese ich Fantasy, sondern einen Psychothriller. Dementsprechend hat mir auch das Ende nicht gefallen.

Wenn es mit der Handlung schon hapert, dann hoffe ich wenigstens auf eine gute Liebesgeschichte. Aber auch die konnte mich leider nicht überzeugen. Ich hatte Slow Burn erwartet, bekommen habe ich ein vorwiegend körperliches Fast Burn inklusive spicy Szenen. Jegliche Gefühle kamen bei mir nicht an.

Insgesamt hatte ich hohe Erwartungen, klingt der Plot doch so vielversprechend, doch leider empfand ich die Umsetzung nicht als gelungen.

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