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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Düstere Schatten, tiefe Gefühle und eine Universität voller Geheimnisse

Nightshade
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Nightshade hat mich von Anfang an in eine dunkle, intensive Welt gezogen, aus der ich so schnell nicht mehr herausgefunden habe. Die Sorrowsong University wirkt wie ein Ort, an dem nichts so ist, wie es ...

Nightshade hat mich von Anfang an in eine dunkle, intensive Welt gezogen, aus der ich so schnell nicht mehr herausgefunden habe. Die Sorrowsong University wirkt wie ein Ort, an dem nichts so ist, wie es scheint – geheimnisvoll, bedrohlich und voller unausgesprochener Wahrheiten. Die Atmosphäre ist schwer, fast erdrückend, und genau das macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus.
Ophelia als Protagonistin trägt viel Schmerz und Wut in sich, was man in nahezu jeder Szene spürt. Ihre Motivation, an dieser Universität zu sein, ist klar und verleiht der Handlung eine konstante Spannung. Ich mochte, dass sie nicht perfekt ist, sondern Ecken, Kanten und innere Konflikte hat. Auch Alex ist ein Charakter, der mich beschäftigt hat: nach außen kühl und sarkastisch, innerlich jedoch zerrissen und belastet von Verantwortung und Schuldgefühlen. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, voller Reibung, unausgesprochener Gefühle und einer Anziehung, die sich langsam aufbaut.
Besonders gelungen fand ich, wie die Geschichte ernste Themen wie Trauer, Depressionen, Gewalt und Machtmissbrauch einbindet, ohne sie zu verharmlosen. Das Buch fühlt sich dadurch roh und ehrlich an. Gleichzeitig gibt es immer wieder kleinere, ruhigere Momente, die emotional sehr berühren und den Figuren mehr Tiefe geben.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und transportiert die düstere Stimmung sehr gut. Setting und Emotionen greifen ineinander, sodass ich mir die Orte, die Kälte, den Regen und die alten Mauern lebhaft vorstellen konnte. Einige Entwicklungen konnte ich zwar erahnen, trotzdem blieb die Spannung für mich durchgehend erhalten.
Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen. Ein fieser Cliffhanger, der vieles infrage stellt und definitiv Lust auf den nächsten Band macht.
Insgesamt ist Nightshade für mich eine intensive Dark-Academia-Romance mit starker Atmosphäre, komplexen Charakteren und emotionalem Tiefgang. Kein leichtes Buch, aber eines, das unter die Haut geht und noch lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Gute Idee, aber leider kein Funke

Uptown Girl (Band 1) – Dein Lied unter meiner Haut
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Ich habe Uptown Girl beendet und muss leider sagen, dass mich das Buch insgesamt nicht wirklich abholen konnte. Der Einstieg fiel mir schon eher schwer und dieses Gefühl hat sich leider durch die gesamte ...

Ich habe Uptown Girl beendet und muss leider sagen, dass mich das Buch insgesamt nicht wirklich abholen konnte. Der Einstieg fiel mir schon eher schwer und dieses Gefühl hat sich leider durch die gesamte Geschichte gezogen. Statt in einen Leseflow zu kommen, hatte ich häufig das Gefühl, mich eher durch die Seiten zu arbeiten.

Besonders mit der Hauptprotagonistin bin ich nicht warm geworden. Ihr Lebensstil, ihre Entscheidungen und ihre Denkweise fühlten sich für mich sehr weit weg von meiner eigenen Realität an, sodass ich kaum eine emotionale Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Dadurch blieb auch die Liebesgeschichte für mich recht blass.

Zusätzlich hat mich irritiert, dass Ren nicht aus seiner eigenen Perspektive erzählt, sondern in der dritten Person beschrieben ist. Das hat es mir noch schwerer gemacht, ihn wirklich greifbar zu finden oder eine Bindung zu ihm aufzubauen.

Auch die Grundidee rund um den Pianisten und die sich entwickelnde Beziehung konnte mich leider nicht packen. Es fehlte mir an Tiefe, Spannung und an Momenten, die mich emotional berührt hätten.

Das Ende war zwar überraschend, hat bei mir aber keinen starken Eindruck hinterlassen und auch keine wirkliche Neugier auf den nächsten Band geweckt.

Insgesamt war Uptown Girl für mich leider eher enttäuschend. Die Geschichte hatte Potenzial, konnte dieses für mich persönlich aber nicht ausschöpfen.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Kein Reinfall, aber auch kein Wow

Cross the Line – Auf der Rennstrecke kämpft er um den Sieg, im Leben um ihr Herz
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Nachdem ich Cross the Line beendet habe, bleibt bei mir vor allem ein Gefühl von verpasstem Potenzial zurück. Mit über 500 Seiten hatte ich deutlich mehr erwartet – vor allem mehr Tiefe, Spannung und emotionales ...

Nachdem ich Cross the Line beendet habe, bleibt bei mir vor allem ein Gefühl von verpasstem Potenzial zurück. Mit über 500 Seiten hatte ich deutlich mehr erwartet – vor allem mehr Tiefe, Spannung und emotionales Gewicht. Rückblickend passiert in der Geschichte jedoch erstaunlich wenig: Es gibt kaum echtes Drama, viele Dinge funktionieren beim ersten Versuch, Konflikte lösen sich schnell auf.

Das Buch liest sich zwar angenehm und eignet sich gut als leichte Nebenbei-Lektüre, aber es hat mich nicht wirklich gepackt oder mitgerissen. Dieses „Ich kann das Buch nicht aus der Hand legen“-Gefühl ist bei mir leider ausgeblieben. Als Highlight würde ich es daher nicht bezeichnen.

Am Ende lässt mich Cross the Line eher etwas enttäuscht zurück – nicht, weil es schlecht geschrieben wäre, sondern weil es hinter den Erwartungen zurückbleibt, die Umfang und Ausgangslage geweckt haben.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Winterromance auf Zeit – schön für zwischendurch, aber kein Volltreffer

One Date to Gold
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One Date To Gold bringt alles mit, was man von einer klassischen Winterromance erwartet: Olympische Spiele, Fake Dating, Grumpy-meets-Sunshine-Vibes und ein kaltes Setting, das ordentlich knistert. Die ...

One Date To Gold bringt alles mit, was man von einer klassischen Winterromance erwartet: Olympische Spiele, Fake Dating, Grumpy-meets-Sunshine-Vibes und ein kaltes Setting, das ordentlich knistert. Die Grundidee hat mir wirklich gut gefallen, und das Buch liest sich insgesamt auch angenehm und flüssig.
Ganz abgeholt hat es mich allerdings nicht. Ich konnte nicht immer richtig mit den beiden Hauptprotagonisten mitfühlen – was bei mir vor allem daran lag, dass ich keinerlei Bezug zum Leistungssport habe. Viele innere Konflikte und Gedankengänge rund um Druck, Konkurrenz und olympischen Ehrgeiz konnte ich zwar nachvollziehen, aber emotional haben sie mich nicht immer erreicht.
Außerdem ging mir vieles recht schnell. Mir ist bewusst, dass Olympia zeitlich stark begrenzt ist, und genau das merkt man der Geschichte auch an. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, teilweise aber fast zu intensiv – vor allem in den Dialogen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass sie sich sehr viel sehr schnell an den Kopf werfen, ohne dass genug Raum zum Atmen bleibt.
Das Ende hat mich ebenfalls nicht ganz überzeugt. Der Blick darauf, was zwei Jahre später passiert, hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht und hat mich eher rausgebracht, als dass es etwas hinzugefügt hätte.
Trotzdem: One Date To Gold ist ein schönes Buch für zwischendurch. Es hat winterliche Atmosphäre, ein beliebtes Trope und genug Emotionen, um gut zu unterhalten – auch wenn es mich nicht vollständig mitgerissen hat. Insgesamt lande ich irgendwo zwischen 3 und 4 von 5 Sternen. Kein Highlight für mich, aber definitiv eine solide Winterromance, die man gut lesen kann, wenn man Lust auf Fake Dating und Olympia-Vibes hat.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Ein echtes Wohlfühl-Highlight mit Herz, Humor und ganz viel Gefühl

Rival Darling
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Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight in diesem Jahr – eines von diesen Büchern, bei denen man nach den ersten Seiten weiß: Das wird gut. Als ich gelesen habe konnte kaum aufhören, weiterzulesen. ...

Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight in diesem Jahr – eines von diesen Büchern, bei denen man nach den ersten Seiten weiß: Das wird gut. Als ich gelesen habe konnte kaum aufhören, weiterzulesen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt, ich habe viel gelacht, mitgefiebert und mich den Figuren emotional sehr nahe gefühlt.
Besonders gut gefallen hat mir, wie lebendig und greifbar die Charaktere geschrieben sind. Die Protagonistin und ihre Freundinnen wirken authentisch, herzlich und sympathisch, sodass es mir extrem leichtfiel, mich in sie hineinzuversetzen. Auch Reed hat mich schnell überzeugt – gerade weil er nicht dem typischen Klischee entspricht. Hinter seiner Fassade steckt viel mehr Tiefe, als man zunächst erwartet, und genau das macht ihn so liebenswert. Die Perspektivwechsel haben die Geschichte für mich zusätzlich bereichert, weil man die Gefühle und Konflikte beider Seiten nachvollziehen konnte.
Was dieses Buch für mich besonders gemacht hat, ist die Dynamik zwischen den Figuren: humorvolle Dialoge, emotionale Momente, familiärer Zusammenhalt und Konflikte, die sich echt und nicht künstlich angefühlt haben. Ich musste oft schmunzeln, manchmal laut lachen, und an anderen Stellen ging mir das Ganze richtig ans Herz. Trotz Drama und Missverständnissen bleibt die Geschichte warm, romantisch und voller Hoffnung.
Auch wenn nicht jede Entscheidung der Figuren immer perfekt war, konnte ich ihr Handeln gut verstehen – genau das hat sie für mich so menschlich gemacht. Die Entwicklung der Beziehungen, vor allem der romantischen, fand ich sehr schön und emotional umgesetzt, ohne kitschig zu wirken (auch wenn es an den richtigen Stellen ruhig ein bisschen kitschig sein durfte).
Am Ende war ich ehrlich traurig, dass das Buch vorbei ist. Für mich war es ein rundum gelungenes Leseerlebnis: gefühlvoll, humorvoll, romantisch und einfach richtig gut geschrieben. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Teil und kann nur sagen: Dieses Buch hat mich komplett abgeholt.

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