Cover-Bild Weird Girls
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 07.05.2026
  • ISBN: 9783462013276
Gráinne O'Hare

Weird Girls

Roman
Anna-Nina Kroll (Übersetzer)

In einer WG in Belfast haben die Freundinnen Maggie, Harley und Róise ihre wilden Zwanziger erlebt . Doch nach dem schrecklichen Verlust ihrer Freundin Lydia droht die Freundschaft zu zerbrechen. »Weird Girls« ist eine bittersüße Geschichte darüber, dass das Leben nicht rosarot ist, aber echte Freundinnen immer füreinander da sind .

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2026

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

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Maggie, Harley, Róise und Lydia sind beste Freundinnen, sie kennen sich seit ihrer Kindheit und Jugend und mittlerweile wohnen sie auch zusammen in einem Haus, das sie gemietet haben. Alles läuft super, ...

Maggie, Harley, Róise und Lydia sind beste Freundinnen, sie kennen sich seit ihrer Kindheit und Jugend und mittlerweile wohnen sie auch zusammen in einem Haus, das sie gemietet haben. Alles läuft super, bis sie sich mit Lydia zerstreiten und diese kurz darauf stirbt, eine Aussprache ist plötzlich unmöglich und auch sonst ist das Leben der drei hinterbliebenen Freundinnen nicht mehr so, wie es einmal war.

Die Handlung beginnt ein Jahr nach Lydias Tod. In diesem Jahr haben Maggie, Harley und Róise zwar verstanden, dass ihre Freundin tot ist, aber richtig verarbeitet haben sie es eigentlich nicht. Was folgt sind viele Partynächte mit viel zu viel Alkohol und auch Drogen, aber mit ihren eigentlichen Problemen befassen sie sich lieber nicht.

Auf den ersten Blick wirkt das Buch fast oberflächlich geschrieben, aber je weiter man liest, desto mehr findet man zwischen den Zeilen. Plötzlich habe ich ein Verständnis für die Mädels entwickelt und unausgesprochene Gefühle trotzdem in ihren Worten erkannt. Für mich war der Schreibstil daher sehr raffiniert und auch sonst ließ es sich super lesen. Durch die zweite Hälfte bin ich praktisch geflogen.

Neben den Geistern aus der Vergangenheit, ist auch die Gegenwart der drei Frauen nicht immer rosig. Sie alle wissen eigentlich gar nicht was sie wollen. Meistens lassen sie sich einfach treiben, nur um dann später zu erkennen, dass das nicht immer die beste Entscheidung ist. Wie bereits erwähnt, ist der Alkohol- und Drogenkonsum ein großes Thema in dem Buch. Mir persönlich zu groß. Zwar glaube ich nicht, dass das das Ziel der Autorin war, aber oftmals wirkte es fast verherrlicht. Selten ist man darauf näher eingegangen und noch seltener, haben die Protagonistinnen ihren Konsum hinterfragt. Das fand ich etwas schade und ist auch mein größter Kritikpunkt an dem Buch.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch echt gerne gelesen. Das Leben von Maggie, Harley und Róise hat mich ehrlich berührt und ich denke, dass ich noch eine ganze Weile an sie denken werde.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Erzählstil bricht emotionale Tiefe

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Weird Girls von Gráinne O'Hare handelt von den Freundinnen Harley, Maggie und Róise, die ihre beste Freundin Lydia verloren haben. Die Handlung spielt ein Jahr nach dem tragischen Unfall und zeigt, wie ...

Weird Girls von Gráinne O'Hare handelt von den Freundinnen Harley, Maggie und Róise, die ihre beste Freundin Lydia verloren haben. Die Handlung spielt ein Jahr nach dem tragischen Unfall und zeigt, wie die drei nun ihre Freundschaft und ihre Leben mit ihren individuellen Problemen zusammenhalten müssen.
Wir bekommen Einblicke in die Perspektiven aller drei Frauen, begleiten sie durch ihren unperfekten Alltag und lernen sie so nach und nach besser kennen. Jede von ihnen kämpft mit Problemen, wovon sie sich mit Partynächten und Alkoholexzessen ablenken.

Den Schreibstil fand ich angenehm flüssig und einfach zu lesen. Auf eine humorvolle Art aber oberflächlich, die von tieferen Emotionen ablenkt. Damit schafft das Buch vermutlich genau das, was auch die Freundinnen versuchen: ihre schweren Emotionen und weitreichenden Probleme in vermeintlichem Spaß zu betäuben. Das macht das Buch einerseits humorvoll-leicht zu lesen, andererseits fiel es mir schwer, eine emotionale Bindung zu der Geschichte, aber auch zu den Personen aufzubauen.

Insgesamt wirkt das Buch wie eine Momentaufnahme aus dem Leben der Freundinnen, nachdem diese durch einen schweren Verlust erschüttert wurden. Aus einem gesellschaftlich genormten Blickwinkel, den man als Leser beinahe automatisch einnimmt, wirkt das Geschehen wie eine aus dem Ruder laufende Aneinanderreihung von Ereignissen und man hofft die ganze Zeit auf Einsicht, Veränderung und Charakterentwicklung. Die Frauen aber müssen uns nichts beweisen, uns nichts lehren oder gesellschaftlichen Normen gerecht werden.
Das Ende ist durchaus versöhnlich, bleibt aber eher offen und regt zum Nachdenken an. Als Lesende bekommt man keine fertige Moral aufgetischt, sondern lässt die Freundesgruppe so beiläufig ziehen, wie man in Ihr Leben getreten ist.

Für viele Lesende ist die Lebensrealität der Frauen vermutlich sehr entgegengesetzt der eigenen, sodass eine Konfrontation verschiedenste Emotionen bis hin zu vollständigem Unverständnis auslösen kann. Darüber sollte sich meiner Meinung nach vorher bewusst gemacht werden. Ansonsten sehe ich diesen Aspekt als große Chance, die Geschichte wirken zu lassen, zu reflektieren und in Austausch zu kommen.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Girlhood

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Wenn Schmerz, Trauer und Vergangenheit zusammenhält - in Weird Girls von Gráinne O'Hare (dt. Übersetzung von Anna-Nina Kroll) begleiten wir Maggie, Harley und Róise, die zusammen in Belfast wohnen. Ihr ...

Wenn Schmerz, Trauer und Vergangenheit zusammenhält - in Weird Girls von Gráinne O'Hare (dt. Übersetzung von Anna-Nina Kroll) begleiten wir Maggie, Harley und Róise, die zusammen in Belfast wohnen. Ihr gemeinsames Leben besteht aus Party und wilden Trips - bis sie merken, dass es so nicht weitergehen kann.

Nach dem Tod ihrer gemeinsamen Freundin Lydia, die auch gleichzeitig die vierte Mitbewohnerin war, versuchen die Freundinnen so weiterzuleben, wie sie es zuvor getan haben. Jede der Frauen ist mit ihren eigenen Problemen konfrontiert: Harley lebt von einer wilden Clubnacht zur nächsten, Róise crusht auf ihren Chef auf ihrem langweiligen Job und Maggie strudelt mit ihrer Therapie und ihrer Situationship.

Im Buch geht es ganz klar um das Erwachsen-Werden - besonders als Frau. Es zeigt die Probleme, mit denen junge Erwachsene konfrontiert werden, Veränderungen, mit denen man zurecht kommen muss. Dabei sticht im Buch die Freundinnenschaft: Auch wenn die drei Frauen oft nicht der gleichen Meinung sind oder aneinander geraten, geben sie sich Halt. Es hat mich nicht selten gerührt, den Freundinnen zu folgen, in ihre Vergangenheiten einzutauchen und ihre Geschichten zu entdecken. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings eine Einordnung durch eine Instanz gewünscht (Bsp.: KO-Tropfen-Witz). Man merkt klar, dass die Figuren mit ihren Makeln und Problemen dargestellt werden - und das macht sie unfassbar realistisch.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Die Geschichte verwebt aktuelle Themen mit Problemen, Ängsten, aber auch Wünschen und Träumen. Weird Girls ist gemacht für Fans Coco Mellors und Jenny Mustard - genau deswegen hat es mir wahrscheinlich auch so gut gefallen.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Partynächte

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Wow, was war das denn bitte?! 😂
Meine erste richtig wilde Party ... auf der Couch - und fast durchgemacht 😎🙌🏻

Über Cover und Farbschnitt müssen wir eigentlich gar nicht sprechen, oder? 🐆
Einfach nur ...

Wow, was war das denn bitte?! 😂
Meine erste richtig wilde Party ... auf der Couch - und fast durchgemacht 😎🙌🏻

Über Cover und Farbschnitt müssen wir eigentlich gar nicht sprechen, oder? 🐆
Einfach nur ein absoluter Hingucker!

Die Story war allerdings etwas anders, als ich erwartet hatte: weniger tiefgehende Handlung, dafür umso mehr Eskalation - Alkohol, Drogen und exzessive Partynächte.

Im Mittelpunkt stehen Harley, Maggie und Róise, die seit einem tragischen Unfall nur noch zu dritt sind. Ihre vierte Freundin Lydia ist gestorben, und keine von ihnen hat wirklich mit dem Verlust abschließen können. Zu vieles blieb unausgesprochen, weil dem Unglück ein Streit vorausging.

Entgegen meiner Erwartungen geht es weniger um Trauerbewältigung als vielmehr um ein Leben nach dem Motto: Sex, Drugs & Rock 'n' Roll. Klingt vielleicht erstmal oberflächlich - aber genau das hat für mich den Reiz ausgemacht.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich komplett mitreißen lassen. Besonders schön fand ich, dass die Freundschaft der drei trotz allem immer im Mittelpunkt steht. Egal, was passiert.

Wahrscheinlich ist das kein Buch für jeden - aber die Leseprobe gibt direkt einen ehrlichen Vorgeschmack. Danach weiß man ziemlich schnell, ob es einen packt oder nicht.

Ich für meinen Teil hatte definitiv Spaß mit den 'Weird Girls' von Gráinne O'Hare. ✨️📚

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein Buch, das mich gespalten zurück lässt.

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Worum geht’s?

Harley, Róise und Maggie sind Ende 20 und verbringen ihre Tage wie mit Anfang 20: Mit Partys, Drogen und Alkohol. Über allem schwebt der Tod ihrer Freundin Lydia und die gemeinsame Wohnung, ...

Worum geht’s?

Harley, Róise und Maggie sind Ende 20 und verbringen ihre Tage wie mit Anfang 20: Mit Partys, Drogen und Alkohol. Über allem schwebt der Tod ihrer Freundin Lydia und die gemeinsame Wohnung, die immer unbewohnbarer wird. Immer mehr wird klar: Die Partyexzesse sind eine Bewältigungsstrategie.

Wie war’s?

Das Buch fühlt sich ein wenig wie ein Coming-of-Age Roman nur mit deutlich älteren Protagonistinnen an. Wir begleiten Harley, Róise und Maggie durch ihren Alltag, ihre Partyexzesse und One-Night-Stands. Stellt euch also auf jede Menge Alkohol und Drogen ein. Es war unterhaltsam, witzig, aber auch ein wenig tragisch, denn: Eigentlich sind sie alle nicht zufrieden damit, wie ihr Leben gerade läuft. Aber sie schaffen es nicht sich selbst aus diesem Hamsterrad befreien.

Und immer wieder wird auch klar: Sie tun sich gegenseitig nicht immer gut. Die Freundschaft hat durchaus auch toxische Seiten. Die Protagonistinnen fand ich weder besonders sympathisch, noch nachvollziehbar in ihrem Handeln (ich stelle mir ihr Leben so anstrengend vor). Dennoch waren sie absolut authentisch. On top kommt die gemeinsame Wohnung, die auf so vielen Ebenen ein Sinnbild ihres Lebens und ihrer Freundschaft ist.

Womit ich mich schwer getan habe, war der Schreibstil. Ich habe bis zum Schluss gebraucht, um damit warm zu werden. Es gab immer wieder kleine Sprünge, die mich rausgerissen haben.

Was ich an dem Buch allerdings super spannend finde ist, dass es stilistisch mit den gängigen Erwartungen bricht. Die Protagonistinnen sind „weird“, sie entsprechen nicht den Normen und Rollenbildern von Frauen um die 30. Es dreht sich einiges im Kreis und die Charakterentwicklung erfolgt sehr langsam. Es gibt keinen krassen Plottwist, keine Heilung. Um es mit Worten aus dem Buch zu sagen: Es ist wie "auf einer Sauftour geschrieben […], mit ungewissem Ende. So wie das Leben" (S. 222). Und genau das macht das Buch für mich wieder besonders.

Mir gefällt es mit etwas Abstand mittlerweile gut. Ich glaube aber, dass es nicht jeden Geschmack treffen wird.

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