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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2025

Idyllisches Oberösterreich...

Drei Leichen zum Frühstück
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Wie schon die Mühlviertler-Reihe spielt auch diese neue Reihe in Oberösterreich. Was es für mich beim Lesen etwas holperiger machte. Die Dialoge und Ausdrucksweisen waren für mich manchmal gewöhnungsbedürftig, ...

Wie schon die Mühlviertler-Reihe spielt auch diese neue Reihe in Oberösterreich. Was es für mich beim Lesen etwas holperiger machte. Die Dialoge und Ausdrucksweisen waren für mich manchmal gewöhnungsbedürftig, weil nicht so geläufig. Dem Inhalt tat es aber trotzdem keinen Abbruch.

Wie der Titel schon vermuten lässt, muss Chefinspektorin Lotta Meinich gemeinsam mit ihrem Kollegen Daniel Prischko im Laufe der Geschichte drei Mordfälle aufklären. Unterstützt durch ihren Vater, der ebenfalls Polizist war und es nun nicht lassen kann, sich einzumischen.

Die Protagonisten sind gut beschrieben und haben alle ihre eigenen besonderen Charaktere, was das Lesen bisweilen sogar amüsant machte. Aber spannend ist es natürlich auch, bei den Ermittlungen dabei zu sein und mitzurätseln, was nicht ganz einfach war. Besonders gut gefallen hat mir der Schluss, bei dem es nochmal so richtig spannend wurde. Ich denke, ich werde die Serie weiterlesen, wenn der nächste Band erscheint.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Eine leuchtende Ode an Hoffnung und Menschlichkeit

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Dies ist kein gewöhnliches Buch – es ist ein literarisches Kleinod, das tief berührt, zutiefst bewegt und am Ende mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit zurücklässt. Selten habe ich ein Werk gelesen, das ...

Dies ist kein gewöhnliches Buch – es ist ein literarisches Kleinod, das tief berührt, zutiefst bewegt und am Ende mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit zurücklässt. Selten habe ich ein Werk gelesen, das eine so schwere Thematik mit einer solchen Leichtigkeit, Hoffnung und tiefen Menschlichkeit behandelt. Antonia Blum gelingt es meisterhaft, die Schatten der Vergangenheit mit den hellen Lichtern der Entschlossenheit und des Mitgefühls zu verbinden, was dieses Buch zu einem absolut unvergesslichen Leseerlebnis macht.

Von der ersten Seite an wird man in eine Geschichte hineingezogen, die das Herz erwärmt und den Geist fesselt. Die Autorin zeichnet ein lebendiges und einfühlsames Bild der Nachkriegszeit und der immensen Herausforderungen, denen sich Familien gegenübersahen, die ihre Kinder verloren hatten. Doch anstatt sich in der Verzweiflung zu verlieren, konzentriert sich Blum auf die unglaubliche Arbeit des Kindersuchdienstes – eine Institution, die im Angesicht unfassbaren Leids ein Leuchtturm der Hoffnung war. Die Geschichten der Wiedervereinigung sind so herzzerreißend schön, dass man immer wieder innehalten muss, um das Gelesene zu verarbeiten und die Tränen der Rührung zuzulassen.

Was dieses Buch jedoch wirklich herausragend macht, ist Antonia Blums einzigartiger Erzählstil. Ihre Prosa ist elegant, flüssig und voller Poesie, ohne jemals die Authentizität oder den Ernst der Thematik zu opfern. Sie verleiht den historischen Fakten eine menschliche Seele und lässt die Leser die Emotionen, die Ängste und die unglaubliche Freude der Beteiligten hautnah miterleben. Die Charaktere, ob historisch belegt oder fiktiv, sind so liebevoll und detailreich gezeichnet, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen und ihre Suche mitzufühlen.

"Der Kindersuchdienst" ist mehr als nur ein historischer Roman; es ist eine Hommage an die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes, an die unzerstörbare Kraft der Familie und an die unermüdliche Hingabe jener, die sich dem Dienst am Nächsten verschrieben haben. Es erinnert uns daran, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Licht und Hoffnung zu finden sind, und dass das Band der Liebe die größte Distanz überwinden kann.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Herrlich erfrischend geschrieben

Jünger geht immer!
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Normalerweise mag ich keine Ich-Form bei Büchern, aber bei Ellen Berg mache ich da gerne mal eine Ausnahme. Sie versteht es einfach, ihre Geschichten mit so viel Charme und Humor zu schreiben, dass ich ...

Normalerweise mag ich keine Ich-Form bei Büchern, aber bei Ellen Berg mache ich da gerne mal eine Ausnahme. Sie versteht es einfach, ihre Geschichten mit so viel Charme und Humor zu schreiben, dass ich einfach weiterlesen musste. Dieser Roman ist wie ein prickelnder Prosecco an einem warmen Sommerabend – erfrischend, leicht und macht einfach gute Laune.

Im Zentrum der Geschichte steht die liebenswerte Anne, deren turbulentes Liebesleben für einige urkomische Situationen sorgt. Berg gelingt es auf brillante Weise, die inneren Zerrissenheit und die humorvollen Fallstricke des Datings in der modernen Welt einzufangen. Man fiebert mit ihr mit, lacht über ihre skurrilen Begegnungen und erkennt sich vielleicht sogar in der einen oder anderen Situation wieder.

Was diesen Roman besonders auszeichnet, ist der unnachahmlicher Schreibstil von Ellen Berg. Sie schreibt mit viel Herz, einem feinen Gespür für Komik und einer herrlich direkten Art, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Dialoge sind spritzig, die Charaktere lebendig und die Handlung nimmt immer wieder überraschende Wendungen, ohne dabei den roten Faden zu verlieren.

"Jünger geht immer!" ist mehr als nur eine leichte Sommerlektüre. Hinter dem humorvollen Schleier verbirgt sich eine Geschichte über Selbstfindung, Mut und die Akzeptanz des eigenen Lebenswegs. Ellen Berg ermutigt auf charmante Weise dazu, Konventionen zu hinterfragen und das Glück dort zu suchen, wo es sich gerade findet – Altersunterschied hin oder her.

Ellen Berg beweist einmal mehr ihr Talent für humorvolle und zugleich tiefgründige Geschichten, die mitten ins Herz treffen. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die Lust auf ein paar unbeschwerte Stunden mit einer starken Protagonistin und viel Augenzwinkern haben! Dieser Roman macht einfach Spaß und hinterlässt ein wohliges Gefühl.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Fredenbüll auf Amrum

Das Schweigen der Kegelrobben
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Auch dieser mittlerweile 13. Teil der Serie ist wieder ein sehr gelungener Krimi mit Spannung, Humor und sympathischen Charakteren. Manch einem mag das Buch vielleicht etwas albern erscheinen, aber wer ...

Auch dieser mittlerweile 13. Teil der Serie ist wieder ein sehr gelungener Krimi mit Spannung, Humor und sympathischen Charakteren. Manch einem mag das Buch vielleicht etwas albern erscheinen, aber wer die Serie von Anfang an gelesen hat, wird auch diesen Teil mögen. Der Humor von Krischan Koch gefällt mir einfach sehr gut und auch der norddeutsche Slang liest sich für mich immer wieder wie ein bisschen Heimat. Da ich zwischendurch auch ein paar Teile als Hörbuch gehört habe, habe ich auch immer die angenehme Stimme von Krischan Koch beim Lesen im Ohr, was für mich den Genuss weiter erhöht.

Nach einem spannenden Prolog, der für lange Zeit Fragen zurücklässt, wird die weitere Geschichte spannend und fesselnd erzählt. Dabei wechselt die Erzählung von Gegenwart zu Vergangenheit (von Nicole Stappenbek). Es hat etwas länger gedauert, bis ich endlich einen ersten Verdacht hatte, was das Buch natürlich besonders spannend machte. Krischan Koch schreibt seine Krimis nicht so blutrünstig, aber eben trotzdem spannend mit Humor und Lokalkolorit, was sich schon im Titel äußert. Irgendwie schlummern da ja immer bekannte Filme im Hintergrund...

Das Inselflair von Amrum kommt für mich sehr gut rüber, weil es sehr anschaulich und bildhaft beschrieben ist. Auch wenn es für mich ein wenig befremdlich ist, dass dieses Buch so gar nicht in Fredenbüll spielt. Generell ist der Schreibstil sehr flüssig und die Charaktere wunderbar ausgearbeitet. Man kann das Buch zwar auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber dann entgeht einem doch der besondere Zusammenhalt der Fredenbüller. Das ist schon eine ganz besondere und eingeschworene Gemeinschaft, zu der auch immer wieder mal externe Bekannte dazustoßen, aber leider auch mal welche verschwinden.

Von mir eine absolute Leseempfehlung an alle, die humorige Küstenkrimis mögen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Bewegende Familiengeschichte

Die Erbin
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Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett in seinen Bann gezogen! Eine meisterhaft geschriebene Geschichte über eine fiktive Familie inmitten historischer Fakten und Personen, ...

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett in seinen Bann gezogen! Eine meisterhaft geschriebene Geschichte über eine fiktive Familie inmitten historischer Fakten und Personen, die mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Über die NS-Zeit hat ja nach dem Krieg wirklich kaum jemand gesprochen, so dass vieles im Unklaren blieb.

Cosima, die Erbin, deren Entwicklung man hautnah miterlebt, ist so unglaublich stark und authentisch gezeichnet, dass sie einem sofort ans Herz wächst. Ihre Zerrissenheit, ihre Kämpfe und ihre Triumphe fühlen sich so real an, dass man mit ihr lacht, leidet und hofft. Beim Lesen muss man sich immer wieder vergegenwärtigen, dass sie ja in den 50iger Jahren gelebt hat, wo Frauen erst durch ihre Väter und später durch ihre Ehemänner bestimmt wurden. Also eine starke Frau, die sich auch durch ihre Beteiligungen am Firmenimperium freier bewegen kann, als andere, dafür aber jeden Schritt vorher bedenken muss, um dem "guten Namen" nicht zu schaden.

Aber auch Elisas Schicksal in der Vergangenheit hat mich sehr berührt, so dass auch sie mir sehr ans Herz gewachsen ist. Claire Winter hat es auch hier meisterhaft verstanden, ihre Entwicklung im Laufe der Jahre zu beschreiben und mich als Leserin mitleiden zu lassen.

Aber nicht nur die Charaktere sind brillant ausgearbeitet, auch die Atmosphäre der damaligen Zeit wird so lebendig beschrieben, dass man meint, mitten im Geschehen zu sein. Die politischen Intrigen, die gesellschaftlichen Umbrüche und die persönlichen Schicksale sind so gekonnt miteinander verknüpft, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, dass man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht! Die Übergänge zwischen Gegenwart (1957) und Vergangenheit sind so geschickt gesetzt, dass man immer genau das von früher erfährt, was einen im Gegenwartskapitel gerade beschäftigt. Natürlich bis auf das ganz große Familiengeheimnis, welches bis kurz vor Schluss offen bleibt.

"Die Erbin" ist für mich ein absolutes Lesehighlight und ich kann es wirklich jedem nur wärmstens empfehlen, der historische Romane mit starken Frauenfiguren und einer spannungsgeladenen Handlung liebt. Dieses Buch ist ein Meisterwerk! Eine absolute Leseempfehlung von mir!

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