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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2019

Kya

Der Gesang der Flusskrebse
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Gemeinsam mit Kya tauchen wir tief ein in das Marschland, lernen es kennen und schätzen.
Eines Tages beschließt Kyas Mutter die Familie zu verlassen und es dauert nicht lange, bis auch ihre älteren Geschwister ...

Gemeinsam mit Kya tauchen wir tief ein in das Marschland, lernen es kennen und schätzen.
Eines Tages beschließt Kyas Mutter die Familie zu verlassen und es dauert nicht lange, bis auch ihre älteren Geschwister gehen, am längsten bleibt noch Jodie. Dann ist Kya alleine mit ihrem oft betrunkenen Vater, der immer mal wieder für ein paar Tage verschwindet. Eine zeitlang wird es besser, doch dann ist das Mädchen ganz alleine.
Die beiden Zeitstränge nähern sich aneinander an. Es beginnt mit einem Mord 1969 und der Zusammenhang ergibt sich erst viel später, spielt aber eine große Rolle.
Eine beeindruckende, poetische Sprache, die das Marschland vor meinen Augen erstehen ließ.

Veröffentlicht am 21.08.2019

Alte Sorten

Alte Sorten
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Zwei Frauen, auf den ersten Blick haben sie nichts gemeinsam und dennoch finden sie sich per Zufall und werden für die jeweils andere ein hilfreicher Anker. Auch wenn es erst nur so scheint, dass die ältere ...

Zwei Frauen, auf den ersten Blick haben sie nichts gemeinsam und dennoch finden sie sich per Zufall und werden für die jeweils andere ein hilfreicher Anker. Auch wenn es erst nur so scheint, dass die ältere Liss der jüngeren Sally hilft. Diese sucht einen Unterschlupf, ist mit sich und dem Leben unzufrieden und mag es nicht, ständig bevormundet zu werden. Doch Liss lässt sie in Ruhe, reagiert ganz anders als andere Erwachsene. Es ist mitunter ein Akt auf dem Drahtseil. Doch die Mitarbeit auf dem Hof tut Sally gut und Liss ist erfreut, wie schnell die Jüngere versteht, wie alles funktioniert.

Eine berührende Geschichte, ohne in den Kitsch abzudriften. Eine Geschichte über zwei Frauen. Über ein Dorf, in dem vieles noch so wie früher ist. Eine Geschichte über das Leben, Freundschaft, Prioritäten und so vieles mehr. Erzählt in einem wunderbaren Schreibstil.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Abschluss

Stella Montgomery und die magischen Bilder von Wakestone Hall
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Stella wird ins Internat geschickt und muss sich dort ertmal zurecht finden. Doch hier geht eindeutig etwas nicht mit rechten Dingen zu, denn alle, die einmal zur Direktorin zitiert werden, kommen verändert ...

Stella wird ins Internat geschickt und muss sich dort ertmal zurecht finden. Doch hier geht eindeutig etwas nicht mit rechten Dingen zu, denn alle, die einmal zur Direktorin zitiert werden, kommen verändert und eigenartig wieder zurück. Das passiert dann auch noch mit Ottilie, mit der Stella sich angefreundet hat. Also muss sie natürlich den Dingen auf den Grund gehen.
Ein wunderbares Kinderbuch, das den Leser - auch den erwachsenen - eintauchen lässt in das Ende des 19. Jahrhunderts, wozu auch die gelungenen Zeichnungen beitragen. Ein tolles Abenteuer für Kinder ab zehn Jahren - und Junggebliebene. Für mich ein guter Abschlussband, wieder mit viel Abenteuer und nicht zu spannend für die jüngeren Leser.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Der zweite Fall

Arrowood - Die Mördergrube
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William Arrowood steht auch in seinem zweiten Fall - sehr zu seinem persönlichen Ärgernis - weiterhin in Konkurrenz zu Sherlock Holmes und wird seiner Meinung nach auch immer noch verkannt und nicht gebührend ...

William Arrowood steht auch in seinem zweiten Fall - sehr zu seinem persönlichen Ärgernis - weiterhin in Konkurrenz zu Sherlock Holmes und wird seiner Meinung nach auch immer noch verkannt und nicht gebührend beachtet. Dabei benötigt doch London mindestens zwei Ermittler dieses Kalibers und eigentlich kommen sie sich ja auch gar nicht ins Gehege. Und so ein bisschen mehr finanzielle Sicherheit und Anerkennung könnte der Grantler schon gebrauchen.
Schon der erste Band hat mir ungemein gut gefallen und auch dieses Mal fühlte ich mich unterhalten. Allerdings stürzt Arrowood leider weiter ab und behandelt seine Mitmenschen immer schlechter, allen voran den Erzähler der Geschichte und seines Zeichens Arrowoods Assistent, Barnett. Der Drogen- und Alkoholkonsum nimmt leider sehr zu. Darum gibt es etwas Abzüge.
Die Geschichte spielt zum Teil in einer Nervenheilanstalt und die Zustände werden sehr plakativ beschrieben. Überhaupt fand ich die vikorianische Welt sehr detailliert dargestellt und ich habe hier einiges mitgenommen. Doch die Beschreibungen nahmen nicht überhand und ließen der Fallermittlung genügend Raum.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Nachtzähmer

Sieben Arten Dunkelheit
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Krigk und seine jüngere Schwester R'hee leben auf Whaku, einer kleinen Insel im Bengalischen Meer, die bisher vom Tourismus verschont wurde.
Krigk ist der einzige Lehrling des Schattenvaters und da er ...

Krigk und seine jüngere Schwester R'hee leben auf Whaku, einer kleinen Insel im Bengalischen Meer, die bisher vom Tourismus verschont wurde.
Krigk ist der einzige Lehrling des Schattenvaters und da er nicht alleine in die dritte Ebene der Dunkelheit darf, begleitet ihn seine Schwester - was eigentlich nicht erlaubt ist. Doch dann begegnen sie einem Schattentier, das eigentlich einer tieferen Ebene entstammt...
Am anderen Ende der Welt, in der Nähe von Düsseldorf, lebt David, der von seinen Mitschülern gehänselt wird, weil er sich trotz seiner 15 Jahre in der Dunkelheit fürchtet. Doch als Ayumi, ein blindes Mädchen, in seine Klasse kommt, ändert sich alles und für David eröffnet sich eine andere Welt, in der er die Dunkelheit erkundet und lernt, dass es unterschiedliche Arten und Ebenen der Dunkelheit gibt.
Eine fantasiereiche Geschichte mit vielen interessanten Figuren und Schichten aus Dunkelheit. Besonders angetan hat es mir ja der Dunkelhamster Rocky. Eine Geschichte, die sich nach und nach entfaltet und bei dem Leser häppchenweise immer mehr versteht. Eine Geschichte über Dunkelheit, aber auch - mit der Firma "Erebos" - über Licht und die Sucht nach Macht und Geld, eine Verstrickung von Gut und Böse und in der hell nicht gleichbedeutend mit gut ist.