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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2019

Shepherd-Organisation

Ich bin die Rache
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Dies ist nun schon bereits der 6. Band der sogenannten "Shepherd"-Reihe um Francis Ackerman Junior, einem berüchtigten Serienmörder, und dem Regierungsagenten Marcus Williams. Ein Serienmörder, der schon ...

Dies ist nun schon bereits der 6. Band der sogenannten "Shepherd"-Reihe um Francis Ackerman Junior, einem berüchtigten Serienmörder, und dem Regierungsagenten Marcus Williams. Ein Serienmörder, der schon so oft nun geholfen hat, wenn sonst niemand weiterkam. Ich denke, man sollte die vohergehenden Bände kennen, denn nur so versteht man alle Andeutungen und Verflechtungen. Auch diesen Band fand ich wieder sehr spannend und die Lektüre hat mir gute Lesestunden beschert, da ich immer wissen wollte, wie es den nun weitergeht. Der Schreibstil war wieder gelungen und in gewohnter Weise oftmals "heftig" und direkt - ich könnte mir eine Verfilmung vermutlich nicht anschauen. Ethan Cross konnte mich auch mit diesem Buch überzeugen.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Wasserzombies

Dry
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Mit diesem Buch haben Jarrod und Nel Shustman den Geist der Zeit getroffen und ein erschreckend realistisch, gar nicht so fernes Zukunftsszenario entworfen. Was passiert, wenn auf einmal kein Wasser mehr ...

Mit diesem Buch haben Jarrod und Nel Shustman den Geist der Zeit getroffen und ein erschreckend realistisch, gar nicht so fernes Zukunftsszenario entworfen. Was passiert, wenn auf einmal kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kommt? Obwohl es natürlich jede Menge Zeichen gab und so etwas gar nicht mal so unrealistisch erschien, ist kaum jemand darauf vorbereitet, dass es so plötzlich kam. Zumindest nicht Alyssa und ihre Familie. Der Run auf die Supermärkte und Wasservorräte ist unglaublich, doch nicht nur das. Denn ohne Wasser funktionieren auch Toiletten nicht mehr, bald bricht auch das Stromnetz zusammen. Und auch sogenannte "Prepper"-Familien, die sich auf den Ernstfall vorbereitet haben wie die von Kelton, die neben Alyssa wohnen, können sich der Katastrophe nicht gänzlich entziehen.

Dieses Buch ist eine Warnung und beim Lesen hatte ich vermehrt Durst und habe mir Gedanken gemacht, was wäre wenn. Aber es ist nicht nur ein Buch, das mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Probleme hinweist, sondern auch eine gut geschriebene Geschichte erzählt aus wechselnden Haupt-Perspektiven und immer wieder eingestreuten Snapshots um die Situation aus der Sicht weiterer Menschen zu erzählen, die meist an anderer Stelle im Buch wieder auftauchen oder schon vorher genannt wurden. Wasserzombies sind übrigens die Menschen, die dehydriert sind und auf der Suche nach Trinkbaren durch die Straßen streifen.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Da wäre mehr drin gewesen

Gold und Schatten
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Zweiteiler, Götter und Paris
Im Prequel "Träume und Hoffnung" habe ich Maél schon kennen gelernt und war nun gespannt auf dieses Buch. Kira Licht lässt ihre Geschichte in Paris spielen und ganz zu Beginn ...

Zweiteiler, Götter und Paris
Im Prequel "Träume und Hoffnung" habe ich Maél schon kennen gelernt und war nun gespannt auf dieses Buch. Kira Licht lässt ihre Geschichte in Paris spielen und ganz zu Beginn fand ich es witzig, wie Livia die Pflanzen hören kann. Denn Livia ist eine Waldnymphe, aber das wusste sie bisher nicht. Livia ist gerade erst mit ihrer Familie nach Paris gezogen und schon bald lernt sie Maél und mit ihm eine ganz andere Welt kennen und erhält von ihm eine Einführung in die Götterwelt. Schon schnell entspannt sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden.
Meiner Meinung nach hat das Buch eine tolle Grundidee, ist aber eher für jüngere Leser geschrieben. Denn wenn Maél ein echter Badboy sein soll, dann muss er wohl noch etwas Nachhilfe nehmen. Mir war es zu viel Schwärmerei und manchmal zog es sich ein wenig. Was mir hingegen gut gefallen hat, war die Einbindung der griechischen Mythen und ich bin gespannt, inwieweit sich die Andeutungen noch im zweiten Teil vertiefen und bewahrheiten - oder eben nicht.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Zauberhaft

Ein Himmel voller Sterne
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"Der Tod eines Freundes ist wie eine gelöschte Lampe, die unseren Weg noch etwas unsicherer macht." (S. 106 von 261)
Genau so fühlt sich Merlin, als er vom plötzlichen Tod seines besten Freundes Laurent ...

"Der Tod eines Freundes ist wie eine gelöschte Lampe, die unseren Weg noch etwas unsicherer macht." (S. 106 von 261)
Genau so fühlt sich Merlin, als er vom plötzlichen Tod seines besten Freundes Laurent hört. Und unsicher ist er auch, weil er nun in eine Schaffenskrise gerät mit dem beinahe unmöglichen Auftrag, den ihm Laurent quasi als sein Vermächtnis erteilt hat.
Merlin zeichnet Vögel für eine Enzyklopädie, mit einer Freude am Detail, aber aus Leidenschaft ist er Comiczeichner, gerade ist sein 13. Band erschienen und die Deadline für Band 14 ist gestellt, aber wie soll er dem Wunsch von Laurent entsprechen und was soll er mit dessen Alter-Ego Jim machen, dem lonely Cowboy in Wild Oregon, einer Comicwelt im Weltall.
Marie-Sabine Roger hat es auch mit diesem Roman wieder geschafft mit ihrem Schreibstil und ihrer Geschichte "umzuhauen". Die Charaktere sind wieder sehr liebenswert und passen in keine Schublade, was sie umso interessanter macht. Sei es nun Merlin, oder aber auch seine hinreißende Frau Prune (Pflaume), die er durch Laurent auf einem Trödelmarkt kennen gelernt hat und gemeinsam mit ihr hat er ein verfallenes Bauernhaus im Nirgendwo gekauft und das, obwohl sie beide nicht gerade handwerklich geschickt sind. Dann ist da noch der über 90jährige Onkel Albert und seine Freunde Lolie und Genaro.
Viel zu schnell musste ich mich von den Charakteren und der Geschichte verabschieden.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Sofia

Wie man bei Regen einen Berg in Flip-Flops erklimmt
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Ein neues Jahr beginnt, aber Sofia ist immer noch sehr traurig, denn ihre Mutter ist vor ein paar Monaten ganz plötzlich gestorben. Dabei braucht man doch gerade mit 14 noch seine Mutter. Nein, eigentlich ...

Ein neues Jahr beginnt, aber Sofia ist immer noch sehr traurig, denn ihre Mutter ist vor ein paar Monaten ganz plötzlich gestorben. Dabei braucht man doch gerade mit 14 noch seine Mutter. Nein, eigentlich egal, denn seine Mutter braucht man immer. Doch zum Glück hat Sofia mit Kiki eine ganz tolle Freundin, die sich immer wieder etwas Neues einfallen lässt. Und so schleppt sie Sofia auch zu der Veranstaltung in der Schule mit, auf der Kate den Schülerinnen Rede und Antwort steht. "Frag Kate" ist eine Kolumne, aber vor allem kann man Kate Mails schreiben und sich so an sie wenden. Erst ist Sofia skeptisch, aber denn überwindet sie sich doch.
Und dann überschlagen sich auf einmal die Ereignisse und ihr Leben sieht auf einmal ganz anders aus.
Dieses Buch ist eines, das sehr einfühlsam von Sofias Trauer berichtet, aber auch, dass man weiterleben muss und das Leben wieder genießen sollte. Und dass sie trotzdem nie ihre Mutter vergessen wird. Das es Schwierigkeiten gibt, aber auch immer wieder Auswege.
Die Geschichte und auch der Schreibstil sind wunderbar und man sollte stets eine Packung Tempos bereit halten. Ein Buch, das Hoffnung macht und auch seine schönen Momente hat.

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