Ich bin die Rache
Im 6. Band um Marcus, Ackermann und Maggie erlebte ich ein aufregendes Abenteuer, das mich von der ersten Seite an fesselte. Zu Beginn war die Spannung greifbar, doch als ich zum Mittelteil kam, spürte ...
Im 6. Band um Marcus, Ackermann und Maggie erlebte ich ein aufregendes Abenteuer, das mich von der ersten Seite an fesselte. Zu Beginn war die Spannung greifbar, doch als ich zum Mittelteil kam, spürte ich, wie die Handlung sich ein wenig ins Stocken geriet. Doch ich wusste, dass dies nicht von langer Dauer sein würde. Plötzlich explodierte die Action wieder, und ich war erneut gefesselt von den zahlreichen unerwarteten Wendungen, die auf mich warteten. Maggie, die verzweifelt nach ihrem vor Jahren entführten Bruder sucht, war in einem gefährlichen Spiel gefangen. „The Taker“, der ihn entführt hatte, schien immer einen Schritt voraus zu sein. Als sie einen Hinweis entdeckt und sich allein auf die Suche macht, verschwindet auch sie spurlos. Mein Herz schlug schneller, als ich Marcus und Ackermann jr. auf ihrer Suche im Indianerreservat in New Mexiko folgte. Es entwickelte sich ein spannender und blutiger Wettlauf gegen die Zeit, und ich war gefühlt mittendrin.
Die Action war überwältigend, und ich konnte die scharfsinnigen Witze von Ackermann jr. wieder förmlich hören, während ich durch die Seiten flog. Doch ich musste auch feststellen, dass der Schreibstil anfangs etwas holprig wirkte. Die Sätze schienen mir nicht die von Ethan Cross zu sein, die Grammatik war nicht immer fehlerfrei, und ich fragte mich, ob der Autor möglicherweise den Fokus verloren hatte, wie ich es bei anderen Autoren schon mal erlebt habe. Das minderte meinen Lesespaß ein wenig, aber ich wollt die Geschichte dennoch bis zum Ende zu verfolgen. Als die Geschichte sich dem Finale näherte, spürte ich eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Das Tempo zog an, und ich war gefesselt von der rasanten Entwicklung. Doch trotz der packenden Wendungen hatte ich das Gefühl, dass nicht alle Charaktere die Aufmerksamkeit erhielten, die sie verdienten. Einige schienen in der Hektik der Handlung vergessen worden zu sein, und ich wünschte mir mehr Feingefühl in der Darstellung ihrer Geschichten. Woran das genau lag. kann ich allerdings nicht greifen.
Die Perspektivwechsel und kurzen Kapitel zwangen mich regelrecht, weiterzulesen, während die Zeitsprünge nach und nach die düsteren Hintergründe enthüllten. Ich konnte nicht anders, als mit Marcus, Ackermann jr. und Maggie zu hoffen und zu bangen. Würden sie lebend zurückkehren? Was war mit ihrem Bruder? Und würden die beiden Brüder diesen gefährlichen Konflikt überstehen?
Die Spannung war greifbar, und obwohl das Buch für mich einige Schwächen beherbergt, konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen. Für einen Moment fühlte ich mich mal wieder als Teil der Geschichte, so als ob ich mit den Charakteren Seite an Seite kämpfte.
Ich kenne die alle Vorgängerbände und kann auch nur empfehlen diese vor dem 6. Band gelesen zu haben. Sonst fehlen einfach unheimlich viele Zusammenhänge und Informationen für ein breiteres Verständnis der Charaktere und Handlungen.