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Veröffentlicht am 07.05.2026

Zwischen Trope-Liebe und Klischeefalle

The Romance Rivalry
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Manchmal ist genau das richtige Buch einfach das, das sich anfühlt wie eine warme Decke – und genau das ist The Romance Rivalry für mich gewesen. 💕

Was ich direkt am Anfang spannend fand: Für mich wirkte ...

Manchmal ist genau das richtige Buch einfach das, das sich anfühlt wie eine warme Decke – und genau das ist The Romance Rivalry für mich gewesen. 💕

Was ich direkt am Anfang spannend fand: Für mich wirkte es so, als wollte Susan Lee mit einigen Vorurteilen gegenüber Romance-Büchern ein bisschen aufräumen. Dieses typische „Romance ist oberflächlich“, „alles läuft immer gleich ab“ oder „nur Klischees“ schwingt unterschwellig immer wieder mit – und ich hatte erst das Gefühl, dass die Geschichte genau damit spielen und dem Genre gleichzeitig eine kleine Liebeserklärung machen möchte.

Irgendwie hatte ich aber auch das Gefühl, dass das Buch manche dieser Klischees innerhalb der Handlung dann selbst wieder bestätigt. 😅 Gerade bei einigen Konflikten oder Reaktionen der Figuren dachte ich mir öfter: Okay, das ist jetzt schon sehr trope-lastig. Das muss nichts Schlechtes sein – viele lesen Romance ja genau deswegen –, aber manchmal hat es die Geschichte etwas vorhersehbar gemacht.

Trotzdem mochte ich die Grundidee total gern. Die Geschichte rund um Irene und Aiden spielt wunderbar mit bekannten Tropes wie Rivalen, Fake Dating und dieser typischen „Wir können uns eigentlich nicht ausstehen“-Dynamik. Besonders die vielen Buchreferenzen und die selbstironische Art haben der Story richtig Charme verliehen.

Mit Irene hatte ich allerdings zwischendurch meine Schwierigkeiten. Einerseits konnte ich ihre Unsicherheiten und ihren Druck gut nachvollziehen, andererseits wirkte sie stellenweise etwas sprunghaft oder unnötig kompliziert, wodurch ich emotional nicht immer komplett bei ihr war. Ihre Entwicklung ist definitiv vorhanden, aber sie fühlte sich für mich nicht ganz konstant an.

Aiden war dagegen wirklich mein Highlight. 🫶 Er bringt diese ruhige, verständnisvolle Energie mit, die perfekt zu Irene passt, und die Chemie zwischen den beiden funktioniert gerade deshalb so gut. Ihre Beziehung entwickelt sich eher leise und ohne übertriebenes Drama – und genau das mochte ich eigentlich sehr.

Die Story selbst erfindet das Romance-Rad nicht neu, aber sie liest sich unglaublich angenehm weg. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man ziemlich genau weiß, wohin die Reise geht, sich aber trotzdem gerne mitnehmen lässt. Gerade für Fans von cozy Romance, Fake Dating und Book-Tropes dürfte das Buch richtig gut funktionieren.

Emotional hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Einige Themen wurden eher angerissen als wirklich ausgearbeitet, wodurch manche Entwicklungen ein bisschen schnell wirkten. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten und mir viele süße Momente beschert.

Fazit:
The Romance Rivalry ist eine charmante, leichte Romance mit tollen Tropes, viel Buchliebe und einer süßen Dynamik zwischen den Hauptfiguren. Nicht jede Charakterentwicklung konnte mich komplett überzeugen und manche Klischees werden eher bestätigt als gebrochen – aber als cozy Wohlfühl-Read hat das Buch definitiv Spaß gemacht.

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  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.04.2026

Zwischen Vertrauen und Verrat – und mein Herz war eindeutig auf Ashers Seite

Red as Royal Blood
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Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich bei Red as Royal Blood erwartet – aber ich war schneller in der Geschichte drin, als ich gedacht hätte. Und noch schneller konnte ich das Buch nicht mehr ...

Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich bei Red as Royal Blood erwartet – aber ich war schneller in der Geschichte drin, als ich gedacht hätte. Und noch schneller konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ruby ist für mich keine typische Heldin. Sie ist ruhig, beobachtet viel und denkt mehr, als sie sagt. Gerade am Anfang wirkt sie fast wie jemand, der lieber im Hintergrund bleibt – bis plötzlich alles auf sie fällt. Der Moment, in dem der König stirbt und ausgerechnet sie zur Königin bestimmt wird, hat mich direkt gepackt.
Was mir besonders gefallen hat, war Rubys Art zu denken. Sie analysiert Situationen, hinterfragt Menschen und versucht immer einen Schritt voraus zu sein. Dadurch entsteht eine spannende Atmosphäre, in der man sich ständig fragt, wem man überhaupt trauen kann. Gleichzeitig ist sie unsicher und zweifelt an sich – und genau das macht sie so greifbar.
Die Dynamik mit den Prinzen fand ich richtig spannend. Vertrauen, Misstrauen und Anziehung gehen hier ständig ineinander über. Und ich gebe es zu: Mein Herz war beim Lesen ganz klar bei Asher. Diese Mischung aus Härte, Stolz und unterschwelliger Verletzlichkeit hat mich einfach mehr gepackt als alles andere.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig. Die kurzen Kapitel und kleinen Cliffhanger sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Tiefgründige Sprache sollte man hier allerdings nicht erwarten – dafür funktioniert das Tempo umso besser.
Ein paar Wendungen waren für mich vorhersehbar und manche Figuren leicht klischeehaft, aber das hat mein Leseerlebnis kaum gestört.
Fazit:
Eine fesselnde Mischung aus Intrigen, Emotionen und royalem Drama – mit Figuren, die mich trotz kleiner Schwächen wirklich mitgerissen haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2026

Tja.. was bedeutet Freundschaft eigentlich?

Sagst du mir, was Freundschaft ist?
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Als ich „Sagst du mir, was Freundschaft ist?“ aufgeschlagen habe, hatte ich sofort das Gefühl, wieder in eine vertraute, warme Waldwelt einzutauchen. Die Geschichten rund um Hase und Igel schätze ich wirklich ...

Als ich „Sagst du mir, was Freundschaft ist?“ aufgeschlagen habe, hatte ich sofort das Gefühl, wieder in eine vertraute, warme Waldwelt einzutauchen. Die Geschichten rund um Hase und Igel schätze ich wirklich sehr – sie schaffen es jedes Mal aufs Neue, mich zu berühren. Bisher haben mir ihre Abenteuer immer gefallen, und auch dieses Buch hat mich wieder vollkommen überzeugt.

In der Geschichte begleitet man den neugierigen Hasen, der sich eine große Frage stellt: Was ist eigentlich Freundschaft? Gemeinsam mit seinem treuen Freund, dem Igel, macht er sich auf den Weg und fragt andere Tiere im Wald nach ihrer Antwort. Jede Begegnung bringt eine neue, schöne Sichtweise mit sich. Für den einen bedeutet Freundschaft, immer zuzuhören. Für den anderen, füreinander da zu sein oder gemeinsam die Welt ein bisschen heller zu machen.

Beim Lesen musste ich mehrmals lächeln, weil die Gespräche so liebevoll und ehrlich wirken. Man merkt schnell, dass es hier nicht um eine komplizierte Definition geht, sondern um viele kleine Momente, die zeigen, was echte Freundschaft ausmacht.

Besonders berührt hat mich, wie sich am Ende alles zusammenfügt. Während der Hase nach Antworten sucht, merkt man als Leser eigentlich schon längst: Die beiden Freunde leben genau das, wonach sie fragen. Diese Erkenntnis ist unglaublich warmherzig und hat mir ein richtig wohliges Gefühl gegeben.

Auch die Illustrationen sind einfach zauberhaft. Sie sind sanft, detailreich und strahlen eine gemütliche Waldatmosphäre aus, in der man gerne verweilt. Beim Betrachten entdeckt man immer wieder kleine liebevolle Details, die die Geschichte noch lebendiger machen.

Für mich ist dieses Buch eine wunderschöne Erinnerung daran, dass Freundschaft oft in den kleinen Gesten steckt – im Zuhören, im gemeinsamen Lachen und im füreinander Dasein.

Mein Fazit:
Ein warmherziges, liebevoll illustriertes Bilderbuch über Freundschaft, das mich wieder einmal daran erinnert hat, warum ich die Geschichten von Hase und Igel so gern lese. Eine Geschichte, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen mit einem Lächeln zurücklässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Bilder/Illustrationen
Veröffentlicht am 14.02.2026

Guter Auftakt mit viel Potential

Royal Houses – Haus der Drachen
4

Royal Houses – Haus der Drachen von K.A. Linde hat mich wirklich positiv überrascht und ziemlich schnell in seinen Bann gezogen.
Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker und war der Grund, weshalb ich ...

Royal Houses – Haus der Drachen von K.A. Linde hat mich wirklich positiv überrascht und ziemlich schnell in seinen Bann gezogen.
Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker und war der Grund, weshalb ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Der Klappentext hat meine Neugier dann endgültig geweckt – und als ich angefangen habe zu lesen, war ich schneller in der Geschichte drin, als ich erwartet hatte. Der Einstieg mitten ins Geschehen sorgt dafür, dass man direkt Teil dieser Welt wird. Man braucht vielleicht einen kurzen Moment zur Orientierung, aber genau das hat für mich auch den Reiz ausgemacht.
Kerrigan mochte ich von Anfang an. Sie ist stark, eigenständig und weiß, was sie will – zumindest wirkt es nach außen so. Besonders gefallen hat mir, dass sie in ruhigeren Momenten auch ihre Unsicherheiten zeigt. Dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit macht sie greifbar und sympathisch. Ihre Gedanken und Gefühle – vor allem in den Szenen rund ums Fliegen – waren so bildhaft beschrieben, dass ich alles direkt vor mir sehen konnte. Für mich passt sie einfach perfekt zu einem Drachen.
Und damit komme ich zu einem meiner liebsten Aspekte: die Drachen. Gelryn ist beeindruckend, weise und auf seine eigene Art unglaublich faszinierend. Die Drachen-Szenen hatten für mich eine ganz besondere Atmosphäre und gehören definitiv zu meinen Highlights. Gleichzeitig hätte ich mir hier sogar noch ein bisschen mehr gewünscht – mehr gemeinsame Momente, mehr Einblicke in das „Drachenzuhause“, einfach noch tiefer eintauchen in diese besondere Verbindung.
Auch Fordham bringt eine spannende, emotionale Ebene in die Geschichte. Seine Vergangenheit ist ebenso vielschichtig wie die von Kerrigan, und gemeinsam entwickeln sie eine Dynamik, die neugierig auf das macht, was noch kommt. Das Ende hat einige Fragen offen gelassen – gerade in Bezug auf die roten Masken, das Haus der Schatten und die politischen Hintergründe – und genau das macht die Vorfreude auf Band zwei umso größer.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft, sodass ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen habe. Insgesamt ist es für mich ein gelungener Fantasyauftakt mit starken Figuren, einer spannenden Grundidee und natürlich Drachenmagie. Mit noch etwas mehr Tiefe bei den Drachen wäre es für mich perfekt gewesen – aber ich freue mich sehr darauf, in diese Welt zurückzukehren.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 19.01.2026

Starke Fortsetzung

A Princess so dark
1

Nach A Monster so cursed war ich emotional völlig ruiniert – im besten Sinne. Aspen Skye hatte mich mit ihrer düsteren, magischen Welt und den gebrochenen Charakteren komplett in den Bann gezogen. Deshalb ...

Nach A Monster so cursed war ich emotional völlig ruiniert – im besten Sinne. Aspen Skye hatte mich mit ihrer düsteren, magischen Welt und den gebrochenen Charakteren komplett in den Bann gezogen. Deshalb war für mich klar: Sobald der zweite Band erscheint, brauche ich ihn sofort. Und ja – A Princess so dark hat meine ohnehin hohen Erwartungen sogar übertroffen.

Die Geschichte setzt nahtlos dort an, wo Band 1 aufgehört hat. Ich war sofort wieder mittendrin: dieselbe beklemmende Atmosphäre, dieselbe fragile Hoffnung, dieselben Charaktere, die man liebt und gleichzeitig verfluchen möchte. Thria steht im Mittelpunkt – zerrissen zwischen Licht und Dunkel, zwischen Schuld und Schicksal. Ich mochte sie schon im ersten Teil, aber hier zeigt sie endlich, wie viel Stärke und Feuer wirklich in ihr steckt. Und Caelan… tja, er bleibt der ewige Widerspruch. Brutal, verletzlich, gefährlich – und gerade das macht ihn so faszinierend.

Was Aspen Skye unglaublich gut gelingt, ist diese feine Balance zwischen roher Emotion und poetischer Sprache. Es gibt Sätze, die klingen, als wären sie aus purer Dunkelheit gegossen – und dann wieder Momente, die so zart sind, dass sie fast wehtun. Ich habe mehrfach anhalten müssen, um einzelne Passagen noch einmal zu lesen, weil sie einfach zu schön waren, um sie nur zu überfliegen.

Auch die Welt selbst entfaltet sich hier noch stärker. Während im ersten Band vieles noch im Schatten blieb, öffnet A Princess so dark die Türen zu neuen Reichen, alten Mythen und geheimen Mächten. Die politische Spannung, die Flüche, die uralten Blutlinien – alles wächst, alles verdichtet sich. Das Worldbuilding ist düster, komplex und voller Symbolik, ohne je überladen zu wirken. Ich liebe, wenn Fantasy mich so tief eintauchen lässt, dass ich fast vergesse, wo ich gerade bin – und genau das passiert hier.

Natürlich gibt es auch ruhige Momente, in denen man kurz Atem holen darf. Und gerade diese stillen Szenen zwischen Thria und Caelan sind es, die mich am meisten berührt haben. Ihre Beziehung ist keine klassische Liebesgeschichte – sie ist schmerzhaft, unvorhersehbar und gefährlich. Aber sie fühlt sich ehrlich an. Kein Glitzer, kein Kitsch. Nur zwei gebrochene Seelen, die versuchen, sich gegenseitig nicht vollends zu verlieren.

Gegen Ende zieht das Tempo noch einmal an, und ich hatte mehr als einmal Herzklopfen. Aspen Skye liebt Cliffhanger, das wissen wir spätestens seit Band 1 – und ja, sie tut es wieder. Das letzte Kapitel hat mich fassungslos und gleichzeitig euphorisch zurückgelassen. Ich brauche Band 3. Sofort.

Mein Fazit
A Princess so dark ist alles, was ich mir von einer Fortsetzung erhofft habe – düster, gefühlvoll, spannungsgeladen und wunderschön geschrieben. Aspen Skye beweist, dass sie nicht nur mit Emotionen spielen kann, sondern auch mit Macht, Moral und Mythos. Wer A Monster so cursed mochte, wird diesen Band lieben – und wahrscheinlich genauso wie ich atemlos auf das Finale warten.

Ich lege die Reihe wirklich jedem ans Herz, der Dark Romantasy liebt – mit Tiefe, mit Kanten, mit Gefühl. Und falls du Band 1 noch nicht gelesen hast: Fang dort an. Danach wirst du verstehen, warum diese Welt mich nicht mehr loslässt.

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