Zwischen Trope-Liebe und Klischeefalle
The Romance RivalryManchmal ist genau das richtige Buch einfach das, das sich anfühlt wie eine warme Decke – und genau das ist The Romance Rivalry für mich gewesen. 💕
Was ich direkt am Anfang spannend fand: Für mich wirkte ...
Manchmal ist genau das richtige Buch einfach das, das sich anfühlt wie eine warme Decke – und genau das ist The Romance Rivalry für mich gewesen. 💕
Was ich direkt am Anfang spannend fand: Für mich wirkte es so, als wollte Susan Lee mit einigen Vorurteilen gegenüber Romance-Büchern ein bisschen aufräumen. Dieses typische „Romance ist oberflächlich“, „alles läuft immer gleich ab“ oder „nur Klischees“ schwingt unterschwellig immer wieder mit – und ich hatte erst das Gefühl, dass die Geschichte genau damit spielen und dem Genre gleichzeitig eine kleine Liebeserklärung machen möchte.
Irgendwie hatte ich aber auch das Gefühl, dass das Buch manche dieser Klischees innerhalb der Handlung dann selbst wieder bestätigt. 😅 Gerade bei einigen Konflikten oder Reaktionen der Figuren dachte ich mir öfter: Okay, das ist jetzt schon sehr trope-lastig. Das muss nichts Schlechtes sein – viele lesen Romance ja genau deswegen –, aber manchmal hat es die Geschichte etwas vorhersehbar gemacht.
Trotzdem mochte ich die Grundidee total gern. Die Geschichte rund um Irene und Aiden spielt wunderbar mit bekannten Tropes wie Rivalen, Fake Dating und dieser typischen „Wir können uns eigentlich nicht ausstehen“-Dynamik. Besonders die vielen Buchreferenzen und die selbstironische Art haben der Story richtig Charme verliehen.
Mit Irene hatte ich allerdings zwischendurch meine Schwierigkeiten. Einerseits konnte ich ihre Unsicherheiten und ihren Druck gut nachvollziehen, andererseits wirkte sie stellenweise etwas sprunghaft oder unnötig kompliziert, wodurch ich emotional nicht immer komplett bei ihr war. Ihre Entwicklung ist definitiv vorhanden, aber sie fühlte sich für mich nicht ganz konstant an.
Aiden war dagegen wirklich mein Highlight. 🫶 Er bringt diese ruhige, verständnisvolle Energie mit, die perfekt zu Irene passt, und die Chemie zwischen den beiden funktioniert gerade deshalb so gut. Ihre Beziehung entwickelt sich eher leise und ohne übertriebenes Drama – und genau das mochte ich eigentlich sehr.
Die Story selbst erfindet das Romance-Rad nicht neu, aber sie liest sich unglaublich angenehm weg. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man ziemlich genau weiß, wohin die Reise geht, sich aber trotzdem gerne mitnehmen lässt. Gerade für Fans von cozy Romance, Fake Dating und Book-Tropes dürfte das Buch richtig gut funktionieren.
Emotional hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Einige Themen wurden eher angerissen als wirklich ausgearbeitet, wodurch manche Entwicklungen ein bisschen schnell wirkten. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten und mir viele süße Momente beschert.
Fazit:
The Romance Rivalry ist eine charmante, leichte Romance mit tollen Tropes, viel Buchliebe und einer süßen Dynamik zwischen den Hauptfiguren. Nicht jede Charakterentwicklung konnte mich komplett überzeugen und manche Klischees werden eher bestätigt als gebrochen – aber als cozy Wohlfühl-Read hat das Buch definitiv Spaß gemacht.