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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2026

Gelungene Gothic Fantasy mit starken Charakteren

Anathema
2

Seit ich Nocticadia gelesen habe, war für mich klar, dass ich unbedingt mehr von Keri Lake lesen möchte. Ich habe ihren Schreibstil damals geliebt und mich deshalb umso mehr auf Anathema gefreut. Und was ...

Seit ich Nocticadia gelesen habe, war für mich klar, dass ich unbedingt mehr von Keri Lake lesen möchte. Ich habe ihren Schreibstil damals geliebt und mich deshalb umso mehr auf Anathema gefreut. Und was soll ich sagen? Keri Lake hat es erneut geschafft, mich mit ihren Worten vollkommen in ihren Bann zu ziehen.

Ihr Schreibstil ist für mich einfach etwas Besonderes. Poetisch, düster und unglaublich atmosphärisch, ohne dabei die Emotionen aus den Augen zu verlieren. Jede Seite fühlt sich an, als würde man durch einen wunderschönen, aber gleichzeitig bedrohlichen Traum wandern. Ich liebe es, wie bildgewaltig sie schreibt und wie mühelos sie es schafft, eine Atmosphäre zu erschaffen, die einen vollkommen einnimmt.

Schon die ersten Seiten haben mich mit ihrer düsteren Stimmung gefesselt. Die Eating Woods wirkten auf mich lebendig und geheimnisvoll und ich hatte das Gefühl, jede einzelne Szene vor mir sehen zu können. Diese beinahe gotische Stimmung hat mich von Anfang an begeistert und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.

Besonders die Charaktere haben sich tief in mein Herz geschlichen. Maevyth ist keine makellose Heldin, sondern eine junge Frau, die trotz all der Ablehnung und Einsamkeit ihre Wärme und ihr Mitgefühl bewahrt hat. Ich habe sie unglaublich gern begleitet und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte mit jeder Seite mehr geliebt.

Und dann ist da Zevander …

Dieser Mann hat mein Herz im Sturm erobert. Düster, gebrochen und von seiner Vergangenheit gezeichnet, aber gleichzeitig so loyal und beschützend, dass ich einfach nicht genug von ihm bekommen konnte. Hinter seiner rauen Fassade steckt so viel Schmerz und Sehnsucht, und genau diese Mischung hat ihn für mich zu einem absoluten Highlight gemacht. Jede Szene mit ihm war etwas Besonderes und ich habe es geliebt, ihn langsam immer besser kennenzulernen.

Auch die Dynamik zwischen Maevyth und Zevander hat mich vollkommen abgeholt. Die Beziehung entwickelt sich langsam, voller Spannung und unausgesprochener Gefühle. Genau dieser Slow Burn hat mein Herz höherschlagen lassen. Jede Begegnung, jeder Blick und jede Berührung hatten Gewicht und ich habe jede gemeinsame Szene genossen.

Die Handlung entfaltet sich nach und nach zu einer Geschichte voller uralter Flüche, düsterer Geheimnisse, Prophezeiungen und überraschender Enthüllungen. Besonders das letzte Drittel hat mich komplett gepackt. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen und musste einfach wissen, wie alles zusammenhängt.

Mit Aleysia hingegen bin ich leider nie richtig warm geworden. Obwohl ihre Beziehung zu Maevyth eine wichtige Rolle spielt, konnte ich emotional keinen wirklichen Zugang zu ihr finden. Dadurch haben mich einige Momente nicht ganz so tief berührt, wie sie es vermutlich sollten.

Trotzdem hat mich Anathema mit seiner einzigartigen Atmosphäre, den faszinierenden Charakteren und dieser wunderschönen Mischung aus Gothic Fantasy und Slow-Burn-Romance vollkommen verzaubert.

Und ganz ehrlich? Nach der letzten Seite wollte ich nur eines: sofort zurück in diese Welt.

Keri Lake hat sich mit Nocticadia bereits in mein Herz geschrieben – und mit Anathema hat sie diesen Platz nur noch weiter gefestigt. Und Zevander? Der darf dort sowieso für immer wohnen. 🖤🖤

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 07.05.2026

Zwischen Trope-Liebe und Klischeefalle

The Romance Rivalry
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Manchmal ist genau das richtige Buch einfach das, das sich anfühlt wie eine warme Decke – und genau das ist The Romance Rivalry für mich gewesen. 💕

Was ich direkt am Anfang spannend fand: Für mich wirkte ...

Manchmal ist genau das richtige Buch einfach das, das sich anfühlt wie eine warme Decke – und genau das ist The Romance Rivalry für mich gewesen. 💕

Was ich direkt am Anfang spannend fand: Für mich wirkte es so, als wollte Susan Lee mit einigen Vorurteilen gegenüber Romance-Büchern ein bisschen aufräumen. Dieses typische „Romance ist oberflächlich“, „alles läuft immer gleich ab“ oder „nur Klischees“ schwingt unterschwellig immer wieder mit – und ich hatte erst das Gefühl, dass die Geschichte genau damit spielen und dem Genre gleichzeitig eine kleine Liebeserklärung machen möchte.

Irgendwie hatte ich aber auch das Gefühl, dass das Buch manche dieser Klischees innerhalb der Handlung dann selbst wieder bestätigt. 😅 Gerade bei einigen Konflikten oder Reaktionen der Figuren dachte ich mir öfter: Okay, das ist jetzt schon sehr trope-lastig. Das muss nichts Schlechtes sein – viele lesen Romance ja genau deswegen –, aber manchmal hat es die Geschichte etwas vorhersehbar gemacht.

Trotzdem mochte ich die Grundidee total gern. Die Geschichte rund um Irene und Aiden spielt wunderbar mit bekannten Tropes wie Rivalen, Fake Dating und dieser typischen „Wir können uns eigentlich nicht ausstehen“-Dynamik. Besonders die vielen Buchreferenzen und die selbstironische Art haben der Story richtig Charme verliehen.

Mit Irene hatte ich allerdings zwischendurch meine Schwierigkeiten. Einerseits konnte ich ihre Unsicherheiten und ihren Druck gut nachvollziehen, andererseits wirkte sie stellenweise etwas sprunghaft oder unnötig kompliziert, wodurch ich emotional nicht immer komplett bei ihr war. Ihre Entwicklung ist definitiv vorhanden, aber sie fühlte sich für mich nicht ganz konstant an.

Aiden war dagegen wirklich mein Highlight. 🫶 Er bringt diese ruhige, verständnisvolle Energie mit, die perfekt zu Irene passt, und die Chemie zwischen den beiden funktioniert gerade deshalb so gut. Ihre Beziehung entwickelt sich eher leise und ohne übertriebenes Drama – und genau das mochte ich eigentlich sehr.

Die Story selbst erfindet das Romance-Rad nicht neu, aber sie liest sich unglaublich angenehm weg. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man ziemlich genau weiß, wohin die Reise geht, sich aber trotzdem gerne mitnehmen lässt. Gerade für Fans von cozy Romance, Fake Dating und Book-Tropes dürfte das Buch richtig gut funktionieren.

Emotional hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Einige Themen wurden eher angerissen als wirklich ausgearbeitet, wodurch manche Entwicklungen ein bisschen schnell wirkten. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten und mir viele süße Momente beschert.

Fazit:
The Romance Rivalry ist eine charmante, leichte Romance mit tollen Tropes, viel Buchliebe und einer süßen Dynamik zwischen den Hauptfiguren. Nicht jede Charakterentwicklung konnte mich komplett überzeugen und manche Klischees werden eher bestätigt als gebrochen – aber als cozy Wohlfühl-Read hat das Buch definitiv Spaß gemacht.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.04.2026

Zwischen Vertrauen und Verrat – und mein Herz war eindeutig auf Ashers Seite

Red as Royal Blood
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Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich bei Red as Royal Blood erwartet – aber ich war schneller in der Geschichte drin, als ich gedacht hätte. Und noch schneller konnte ich das Buch nicht mehr ...

Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich bei Red as Royal Blood erwartet – aber ich war schneller in der Geschichte drin, als ich gedacht hätte. Und noch schneller konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ruby ist für mich keine typische Heldin. Sie ist ruhig, beobachtet viel und denkt mehr, als sie sagt. Gerade am Anfang wirkt sie fast wie jemand, der lieber im Hintergrund bleibt – bis plötzlich alles auf sie fällt. Der Moment, in dem der König stirbt und ausgerechnet sie zur Königin bestimmt wird, hat mich direkt gepackt.
Was mir besonders gefallen hat, war Rubys Art zu denken. Sie analysiert Situationen, hinterfragt Menschen und versucht immer einen Schritt voraus zu sein. Dadurch entsteht eine spannende Atmosphäre, in der man sich ständig fragt, wem man überhaupt trauen kann. Gleichzeitig ist sie unsicher und zweifelt an sich – und genau das macht sie so greifbar.
Die Dynamik mit den Prinzen fand ich richtig spannend. Vertrauen, Misstrauen und Anziehung gehen hier ständig ineinander über. Und ich gebe es zu: Mein Herz war beim Lesen ganz klar bei Asher. Diese Mischung aus Härte, Stolz und unterschwelliger Verletzlichkeit hat mich einfach mehr gepackt als alles andere.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig. Die kurzen Kapitel und kleinen Cliffhanger sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Tiefgründige Sprache sollte man hier allerdings nicht erwarten – dafür funktioniert das Tempo umso besser.
Ein paar Wendungen waren für mich vorhersehbar und manche Figuren leicht klischeehaft, aber das hat mein Leseerlebnis kaum gestört.
Fazit:
Eine fesselnde Mischung aus Intrigen, Emotionen und royalem Drama – mit Figuren, die mich trotz kleiner Schwächen wirklich mitgerissen haben.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2026

Tja.. was bedeutet Freundschaft eigentlich?

Sagst du mir, was Freundschaft ist?
1

Als ich „Sagst du mir, was Freundschaft ist?“ aufgeschlagen habe, hatte ich sofort das Gefühl, wieder in eine vertraute, warme Waldwelt einzutauchen. Die Geschichten rund um Hase und Igel schätze ich wirklich ...

Als ich „Sagst du mir, was Freundschaft ist?“ aufgeschlagen habe, hatte ich sofort das Gefühl, wieder in eine vertraute, warme Waldwelt einzutauchen. Die Geschichten rund um Hase und Igel schätze ich wirklich sehr – sie schaffen es jedes Mal aufs Neue, mich zu berühren. Bisher haben mir ihre Abenteuer immer gefallen, und auch dieses Buch hat mich wieder vollkommen überzeugt.

In der Geschichte begleitet man den neugierigen Hasen, der sich eine große Frage stellt: Was ist eigentlich Freundschaft? Gemeinsam mit seinem treuen Freund, dem Igel, macht er sich auf den Weg und fragt andere Tiere im Wald nach ihrer Antwort. Jede Begegnung bringt eine neue, schöne Sichtweise mit sich. Für den einen bedeutet Freundschaft, immer zuzuhören. Für den anderen, füreinander da zu sein oder gemeinsam die Welt ein bisschen heller zu machen.

Beim Lesen musste ich mehrmals lächeln, weil die Gespräche so liebevoll und ehrlich wirken. Man merkt schnell, dass es hier nicht um eine komplizierte Definition geht, sondern um viele kleine Momente, die zeigen, was echte Freundschaft ausmacht.

Besonders berührt hat mich, wie sich am Ende alles zusammenfügt. Während der Hase nach Antworten sucht, merkt man als Leser eigentlich schon längst: Die beiden Freunde leben genau das, wonach sie fragen. Diese Erkenntnis ist unglaublich warmherzig und hat mir ein richtig wohliges Gefühl gegeben.

Auch die Illustrationen sind einfach zauberhaft. Sie sind sanft, detailreich und strahlen eine gemütliche Waldatmosphäre aus, in der man gerne verweilt. Beim Betrachten entdeckt man immer wieder kleine liebevolle Details, die die Geschichte noch lebendiger machen.

Für mich ist dieses Buch eine wunderschöne Erinnerung daran, dass Freundschaft oft in den kleinen Gesten steckt – im Zuhören, im gemeinsamen Lachen und im füreinander Dasein.

Mein Fazit:
Ein warmherziges, liebevoll illustriertes Bilderbuch über Freundschaft, das mich wieder einmal daran erinnert hat, warum ich die Geschichten von Hase und Igel so gern lese. Eine Geschichte, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen mit einem Lächeln zurücklässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Bilder/Illustrationen
Veröffentlicht am 14.02.2026

Guter Auftakt mit viel Potential

Royal Houses – Haus der Drachen
4

Royal Houses – Haus der Drachen von K.A. Linde hat mich wirklich positiv überrascht und ziemlich schnell in seinen Bann gezogen.
Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker und war der Grund, weshalb ich ...

Royal Houses – Haus der Drachen von K.A. Linde hat mich wirklich positiv überrascht und ziemlich schnell in seinen Bann gezogen.
Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker und war der Grund, weshalb ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Der Klappentext hat meine Neugier dann endgültig geweckt – und als ich angefangen habe zu lesen, war ich schneller in der Geschichte drin, als ich erwartet hatte. Der Einstieg mitten ins Geschehen sorgt dafür, dass man direkt Teil dieser Welt wird. Man braucht vielleicht einen kurzen Moment zur Orientierung, aber genau das hat für mich auch den Reiz ausgemacht.
Kerrigan mochte ich von Anfang an. Sie ist stark, eigenständig und weiß, was sie will – zumindest wirkt es nach außen so. Besonders gefallen hat mir, dass sie in ruhigeren Momenten auch ihre Unsicherheiten zeigt. Dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit macht sie greifbar und sympathisch. Ihre Gedanken und Gefühle – vor allem in den Szenen rund ums Fliegen – waren so bildhaft beschrieben, dass ich alles direkt vor mir sehen konnte. Für mich passt sie einfach perfekt zu einem Drachen.
Und damit komme ich zu einem meiner liebsten Aspekte: die Drachen. Gelryn ist beeindruckend, weise und auf seine eigene Art unglaublich faszinierend. Die Drachen-Szenen hatten für mich eine ganz besondere Atmosphäre und gehören definitiv zu meinen Highlights. Gleichzeitig hätte ich mir hier sogar noch ein bisschen mehr gewünscht – mehr gemeinsame Momente, mehr Einblicke in das „Drachenzuhause“, einfach noch tiefer eintauchen in diese besondere Verbindung.
Auch Fordham bringt eine spannende, emotionale Ebene in die Geschichte. Seine Vergangenheit ist ebenso vielschichtig wie die von Kerrigan, und gemeinsam entwickeln sie eine Dynamik, die neugierig auf das macht, was noch kommt. Das Ende hat einige Fragen offen gelassen – gerade in Bezug auf die roten Masken, das Haus der Schatten und die politischen Hintergründe – und genau das macht die Vorfreude auf Band zwei umso größer.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft, sodass ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen habe. Insgesamt ist es für mich ein gelungener Fantasyauftakt mit starken Figuren, einer spannenden Grundidee und natürlich Drachenmagie. Mit noch etwas mehr Tiefe bei den Drachen wäre es für mich perfekt gewesen – aber ich freue mich sehr darauf, in diese Welt zurückzukehren.

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