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Veröffentlicht am 23.02.2021

Kirche, Kunst, Knifflige Rätsel

Sakrileg - The Da Vinci Code
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Inhaltsangabe: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe ...

Inhaltsangabe: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte - Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf eine finstere Verschwörung deuten. Bei seiner Suche nach den Hintergründen der Tat wird Robert Langdon von Sophie Neveu unterstützt, einer Kryptologin der Pariser Polizei und Enkeltochter des ermordeten Kurators. Eine aufregende Jagd beginnt ...


Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird hier wieder von außen erzählt. Meist aus der Sicht von Robert Langdon. Bei bestimmten Szenerien schlüpfen wir in die Rollen der Ermittler, des Täters und eines Priesters.

Die Gedanken und Gefühle konnte ich nicht bei allen Protagonisten Nachvollziehen. Jedoch erhöhte der Wechsel der Sichtweisen etwas die Spannung und gab kurzzeitig nochmal zusätzliche Informationen preis.


Spannung/Story: Die Geschichte spielt 1 Jahr nach Illuminati. An sich könnte man dieses Buch selbsständig lesen, aber da in ganz kurzen Szenerien auf Band 1 bezug genommen wird, sollte man den voherigen Band gelesen haben.

Die Geschichte geht erstmal Spannend los. Man gewinnt den Eindruck, das eine packende Hetzjagd entsteht. Jedoch muss ich leider dazu sagen, war das hier etwas weniger als in Band 1. Hier wurde viel mehr Wert auf den Geschichtlichen Hintergrund der Kirche, der Kunst und von Davinci gelegt. Die polizeiliche Arbeit wird als kleines Extra immer mal wieder eingestreut und durch die vielen deteilierten Informationen zieht sich die Geschichte ganz schön. Erst die letzten 150-200 Seiten sind mit die packensten.

Jedoch sind die aufgestellten Rätsel sehr interessant und der Protagonist Robert Langdon einfach sehr faszinierend.

Die Aufgreifung der Legende des Heiligen Grals ist sehr gut eingearbeitet worden und mit der Auflösung bzw. dem Ende rechnet man definitiv nicht. Mich hat es total überrascht und fand das Buch trotz gewisser Punkte alles in allem sehr unterhaltent und Spannend.


Fazit: Wen die Fülle an sachlichen Informationen nicht stört, bekommt hier einen interessanten Mord und eine spannende Auflösung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2021

Wenn das Buch zur Realität wird...

Hexenjäger
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Inhaltsangabe: Der Mörder geht nach einem perfiden Plan vor: Detailgetreu stellt er die Morde einer Bestseller-Trilogie nach. Und die sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. ...

Inhaltsangabe: Der Mörder geht nach einem perfiden Plan vor: Detailgetreu stellt er die Morde einer Bestseller-Trilogie nach. Und die sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Die Opfer - allesamt Frauen. Ist ein Fan der Trilogie durchgedreht? Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team ermitteln unter Hochdruck, doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis ihnen klar wird, dass die Opfer Jessica Niemi erschreckend ähnlich sehen ...


Cover: Das Cover ist richtig klasse. Das rote X vor der düsteren Landschaft passt perfekt zu der Geschichte und macht Neugierig.


Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird von Außen erzählt. Hauptsächlich aus Jessica Niemi's Sicht, aber wir schlüpfen auch in die Rollen ihrer Arbeitskollegen.

Jessica Niemi ist zwar die Hauptfigur, aber ich kam einfach nicht richtig an sie ran. Ich mochte sie nicht und hab auch zum Teil ihre dargelegte Vergangenheit nicht verstanden bzw. was das mit der Mordserie zu tun hatte. Das hat mich dann eher aus meinem Lesefluss rausgerissen als die Spannung erhöht.

Jedoch mochte ich ihren Chef Erne ganz gut leiden. Er war mir mit am sympathischten.


Spannung/Story: Die Geschichte fängt sehr gut an. Eine dunkle, grausige Grundstimmung macht sich direkt breit und man wird direkt mit dem ersten Mord konfrontiert. Da geht die Spannung schon etwas in die Höhe. Nachdem man das Setting und die Protagonisten kennen gelernt hat, hofft man auf unerwartete Wendungen und eine packende Ermittlung. Jedoch verliert sich Max Seeck in zu vielen Nebenschauplätzen und lässt die Ermittlungen dadurch eher im Hintergrund laufen.

Die Spannung steigt immer wieder zwischendruch, fällt aber dann wieder ab und lässt den Leser ziehmlich lange zappeln.

Bei der Auflösung am Ende kam nicht alles für mich überraschend. Manches habe ich schon geanht und manches habe ich einfach mit einem schulterzucken hingenommen.

Max Seeck und ich werden leider keine Freunde werden, auch wenn manche bestimmt großes gefallen an seinem Schreibstil haben werden.


Fazit: Ein Thriller, der mich enttäuscht hat. Die Umsetzung war nicht mein Fall. Andere könnte er begeistern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2021

Stille Wasser sind Tief...

Von Flusshexen und Meerjungfrauen
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Jeder der dem Wasserelement etwas abgewinnen kann, wird sich hier wie zu Hause fühlen.

Diese Märchenanthologie lässt uns unterschiedlichste Wesen wie Wasserhexen, Nymphen, Kelpies, Kappas und co zu Freund ...

Jeder der dem Wasserelement etwas abgewinnen kann, wird sich hier wie zu Hause fühlen.

Diese Märchenanthologie lässt uns unterschiedlichste Wesen wie Wasserhexen, Nymphen, Kelpies, Kappas und co zu Freund oder Feinden werden. Mal geht es hinunter zum tiefen Meeresgrund, mal werden wir von einem rauschendem Fluss mitgerissen oder landen in ganz anderen Welten durch dunkle Brunnen.


Jeder Autor und jede Autorin hat viel Herzblut in ihre Kurzgeschichte gesteckt. Manche lassen einen tief traurig zurück, andere mit Freude, Herzklopfen oder hallen auch Tage später im inneren noch nach. Ich bedanke mich bei jedem einzelnen für seine Mühe und seine Kreativität!

Julia Adrian, Anika Beer, Astrid Behrendt, Nina Blazon, Jennifer Estep, Lynn Flewelling, Frank Friedrichs, Liza Grimm, Michelle Gyo, Lukas Hainer, Tanja Karmann, Lena Klassen, Liane Mars, Caleb Roehrig, Lisa Rosenbecker, Matthias Teut und Mira Valentin


Die meisten der Geschichten konnten mich begeistern, haben mich das Element Wasser, das Meer und Flüsse mit anderen Augen sehen lassen. Einige Geschichten sind altbekannte Märchen abgewandelt oder mit anderen Elementen wie Götter, nordischen Mythen und co erweitert worden. Oft weiß man nach wenigen Seiten oder dank der Voranmerkung um welches Märchen es sich dreht.

Bei manchen Kombinationen wäre ich nie auf die Idee gekommen, das die so gut zusammen Hamonieren und man daraus unter Umständen sogar in Zukunft ganze Bücher füllen kann.


Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht diese Märchen-Sammlung zu lesen und kann nur jedem sagen: Ausprobieren!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2021

Religion gegen Wissenschaft

Illuminati
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Inhaltsangabe: Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu ...

Inhaltsangabe: Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der Illuminati. Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet.


Cover: Das neue Cover gefällt mir sehr gut. Die Stadt Rom im Hintergrund und umrandet von Längen-/Breitengraden eines Kompass.


Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird hier von Außen erzählt. Für mich kein Problem, etwas gewöhnungsbedürftig war das die Hauptfigur oft mit Nachnamen genannt wurde.
Am meisten wurde die Geschichte aus Robert Langdon's Sich erzählt, jedoch wurde auch der Täter phasenweise eingebaut oder kleinere Randfiguren, die etwas Spannung aufgebaut haben oder erst später eine wichtige Rolle spielten.

In jeden Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen und seine Emotionen nachempfinden und seinen Gedankengängen folgen.


Spannung/Story: Die Geschichte geht langsam los. Man muss erstmal ein Gefühl für die Protagonisten und das Seeting bekommen. Vor allem weil es am Anfang auch um den Wissenschaftler und seiner Entdeckung geht. Bei den Erklärungen muss man etwas die Zähne zusammenbeißen, auch wenn sie für einen Laien sehr gut verständlich gemacht wurde, muss man hier sehr genau Lesen.

Jedoch sobald Robert Langdon ilatienischen Boden betritt gewinnt die Geschichte an Spannung und taucht tief in die Welt der kirchlichen Geschichte ab. Was mich besonders fasziniert hat, das Dan Brown die reale Geschichte der Illuminati sehr gut wiedererzählt hat und packend in die Story eingebaut hat. So entsteht etwas der Eindruck neben dem Lesen etwas zu lernen.

Die Spannung baut sich zwar nur langsam und Phasenweise auf, aber das Ende lässt einen den Atem anhalten. Packend und Herzklopfend hofft man auf ein siegreiches Happy End. Und die Wendugen, die dahinführen habe ich zum Teil nicht kommen sehen. Einfach nur sehr gut aufgelöst und ein Abenteuer, das man nicht so schnell vergisst.

Jedoch musste ich einen Stern abziehen, da Dan Brown sehr detailliert beschreibt und sich dadurch manche Szenen etwas in die Länge ziehen und zum Teil unnötig erscheinen. Das könnte so manchen Leser abschrecken oder langweilen.


Fazit: Ein etwas zäher, aber doch sehr packender Thriller, der etwas anderen Art.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2021

Die Rebellion wartet nicht...

Rising Skye (Bd. 2)
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Inhaltsangabe: Skyes Welt droht, in sich zusammenzustürzen: Seit sie ein staatliches Geheimprogramm aufgedeckt hat, das nichts weniger als die Rechte der Frau abschaffen will, ist alles in Gefahr, woran ...

Inhaltsangabe: Skyes Welt droht, in sich zusammenzustürzen: Seit sie ein staatliches Geheimprogramm aufgedeckt hat, das nichts weniger als die Rechte der Frau abschaffen will, ist alles in Gefahr, woran sie je geglaubt hat. Skye, die ehemals regierungstreue Rationale, wird zur Rebellin. Gemeinsam mit Hunter versucht sie, das „ReNatura“-Programm aufzuhalten, und gerät dabei ins tödliche Visier der Kristallisierer.


Cover: Das Cover passt sehr gut zum ersten Band. Jedoch hätte es auch hier die abgebildete Frau nicht gebraucht. Der Kristall gehüllt in Flammen ist alleine Aussagekräftig genug und auffallend.


Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird wieder weitestgehend aus Skye's Sicht erzählt. Ihre Gedanken kommen sehr gut rüber, wobei ich emotional nicht so ganz eine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Zwischendruch kommt Hunter zu Wort, ihn kann ich besser greifen emotional. Beide Protagonisten sind jedoch sympathisch und wirken Echt. Beides wird in Ich-Form erzählt, jedoch durch unterschiedliche Schriftarten gut kenntlich gemacht.


Spannung/Story: Die Geschichte knüpft an Band 1 an. Wir starten mit Skye's Flucht gemeinsam mit Hunter. Anfangs habe ich etwas gebraucht um wieder in die Geschichte zu kommen, aber nach wenigen Seiten passiert schon etwas unerwartetes.
Stellenweise hat sich die Geschichte etwas gezogen und sackte von der Spannng ab. Daher von mir nur 4 Sterne. Jedoch ist die Thematik eine ganz andere. Lina Frisch hat es geschafft eine Dystopie zu verfassen, die ein veraltertes Weltbild als perfektes Rollenbild darstellt. Heutzutage ist oft nicht bewusst, das dieses geschlechterbezogene Rollenbild noch immer Thema ist. Es wird nicht offen ausgesprochen und Jugendliche wissen gar nichts damit anzufangen.

Egal ob Rational oder Emotional, Mann oder Frau, abgesehen vom Geschlecht sollten alle Menschen das gleiche Recht haben.

Das Nachwort zum Buch fand ich sehr interessant. Es erklärt ein wenig wie Lina Frisch auf die Idee gekommen ist und sagt auch zeitgleich das jeder selbst über seine Zukunft entscheiden soll. Das fand ich sehr schön und hoffe das das Buch dem ein oder anderen etwas die Augen öffnet und wir damit unsere Freiheit behalten.


Fazit: Ein Buch mit Schwächen, aber einem guten Abschluss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere