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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2018

Was macht einen Mann zum Mann?

Die Herzen der Männer
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Was macht einen Mann zum Mann?
Nelson, ein sensibler, intelligenter junger Mann, der jedoch sehr unter seinem Vater leidet. Dieser nimmt ihn jedes Jahr mit zum Pfadfinderager. Dort wird jedoch nur Wilbur, ...

Was macht einen Mann zum Mann?
Nelson, ein sensibler, intelligenter junger Mann, der jedoch sehr unter seinem Vater leidet. Dieser nimmt ihn jedes Jahr mit zum Pfadfinderager. Dort wird jedoch nur Wilbur, der Leiter, zu einem Freund, dennoch prägt diese Zeit Nelson so sehr, dass der Außenseiter später selbst Pfadfinderleiter wird. Dort trifft er dann auch seinen einzigen Freund, Jonathan, wieder mit dessen Sohn Trevor. Dann lernt der Leser noch Thomas, Trevors Sohn kennen.
Weder nur gut, noch nur schlecht, viele Probleme, Grausamkeiten werden erlebt, Trunkenheit spielt auch oft eine Rolle, Männer als Väter und Söhne,...
Ein feinfühliges Buch, das nachdenklich stimmt, ein hervorragender Schreibstil, etwas Besonderes.

Veröffentlicht am 17.03.2018

Ganz nett, aber mehr auch nicht

Der erste Blick, der letzte Kuss und alles dazwischen
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Clare und Aidan waren auf der Highschool ein Paar, doch nun ist diese Zeit zu Ende und sie gehen beide auf unterschiedliche Colleges, ihres ist an der Ostküste, seines in Kalifornien - also einmal durch ...

Clare und Aidan waren auf der Highschool ein Paar, doch nun ist diese Zeit zu Ende und sie gehen beide auf unterschiedliche Colleges, ihres ist an der Ostküste, seines in Kalifornien - also einmal durch den Kontinent getrennt. Wird ihre Beziehung diese Trennung überstehen? Diese Ausgangssituation ist sicherlich vielen bekannt, wenn es nach der Schule in unterschiedliche Städte geht, auch in Deutschland nicht unüblich, allerdings dann nicht ganz so weit entfernt. In ihrer letzten gemeinsamen Nacht vor dem Aufbruch an die Colleges gehen sie noch einmal die Stationen ihrer Beziehung durch, um dann zu entscheiden, ob sie sich trennen sollen oder doch versuchen, eine Fernbeziehung zu führen.
Clare kam mir oft sehr unreif, unüberlegt und auch egoistisch vor und war für mich keine Sympathieträgerin. Aidan hat mir oftmals leid getan. Eine ganz nette Geschichte, aber mehr leider nicht.

Veröffentlicht am 16.03.2018

Toller Auftakt

Palace of Glass - Die Wächterin
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London im Jahr 2054. Gleich zu Beginn erlebt der Leser einen Kampf der Protagonistin Rea gegen einen großen Mann, während sie eher zierlich ist. Wie vermutet gewinnt Rea den Kampf, aber warum gelingt es ...

London im Jahr 2054. Gleich zu Beginn erlebt der Leser einen Kampf der Protagonistin Rea gegen einen großen Mann, während sie eher zierlich ist. Wie vermutet gewinnt Rea den Kampf, aber warum gelingt es ihr? Rea ist eine so genannt Magdalene. Wenn sie andere Menschen berührt, kann sie deren Gedanken lesen und nicht nur das (aber mehr werde ich nicht verraten, obwohl dies schon auf den ersten Seiten erklärt wird). Wegen dieser Fähigkeit wurde 26 Jahre zuvor eine strenge Kleiderordnung eingeführt sowie ein komplizierter Verhaltenscodex. Berühren von anderen Menschen ist strengstens verboten. So tragen die Menschen einen hohen Kragen und Handschuhe, die bevorzugte Farbe ist weiß, das für die Reinheit aus der christlichen Glaubenslehre steht. Maria wird hoch verehrt. Interessant fand ich unter anderem auch die Beschreiung eines Tanzes, bei dem sich die Tanzenden an den Schleppen berühren und der Mann so die Frau führt. Die Hände sollten idealerweise im Kummerbund hinter dem Rücken stecken. Je vornehmer, desto weniger werden die Hände überhaupt benutzt. Diener spießen Häppchen auf 30cm langen Serviergabeln auf, Türen öffnen sich selbsttätig. Insgesamt eher ein Setting aus der Vergangenheit, allerdings gibt es Handys und Tablets, also durchaus eine interessante Mischung und Rückentwicklung der Gesellschaft.
Mir gefällt die Geschichte gut; in den letzten Jahren habe ich so einige Bücher aus dem Bereich Science Fiction und Fantasy gelesen, so dass es selten Neues gibt, aber hier ist es der Autorin gelungen. Der Schreibstil ist flüssig, die Einführung in die Regeln dieser Welt gut nachvollziehbar und nach und nach eingeführt. Die Protagonistin ist sympathisch und die anderen Charaktere interessant und differenziert.
Es gefällt mir auch, dass die Fortsetzungen dieser Trilogie in 2 bzw. 4 Monaten erscheinen werden und die Leser nicht jahrelang auf den Abschluss warten müssen.

Veröffentlicht am 12.03.2018

Ein neuer Fall für Tom Wolfe

In eisiger Nacht
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Ich hatte mich schon sehr auf den neuen Fall von Max Wolfe gefreut und bin auch dieses Mal nicht enttäuscht worden.
Dieses Mal geht es um das Thema Schleuser und Menschenhandel, ein schlimmes, leider zurzeit ...

Ich hatte mich schon sehr auf den neuen Fall von Max Wolfe gefreut und bin auch dieses Mal nicht enttäuscht worden.
Dieses Mal geht es um das Thema Schleuser und Menschenhandel, ein schlimmes, leider zurzeit sehr aktuelles Thema.
Tony Parsons ist es wieder einmal gelungen mich gut zu unterhalten. Der Spannungsbogen wurde aufrecht erhalten und die Auflösung am Ende konnte mich überzeugen. Gut gefallen hat mir, dass es auch wieder mehr um das Privatleben von Wolfe ging, darum empfehle ich auf jeden Fall, die vorherigen Bände auch zu lesen.

Veröffentlicht am 12.03.2018

Irene und Kai in einer Gangsterwelt

Das dunkle Archiv
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Achtung, es handelt sich hier um den vierten Teil einer Reihe und es wird empfohlen, die vorherigen Bände vorher zu lesen.
Dieser Band spielt relativ bald nach den Ereignissen des vorhergehenden Bandes. ...

Achtung, es handelt sich hier um den vierten Teil einer Reihe und es wird empfohlen, die vorherigen Bände vorher zu lesen.
Dieser Band spielt relativ bald nach den Ereignissen des vorhergehenden Bandes. In einer Welt mit Vampiren begegnet Irene – dieses Mal ist sie ohne Kai unterwegs – einer Drachenfrau, die versucht sie zu überreden ein seltenes Buch zu finden. Sie befindet sich in direktem Wettstreit mit einem anderen Drachen und es geht um eine hohe Machtposition am Hof der Königin der südlichen Meere. Doch Irene nimmt nicht an, da ihr die Neutralität der Bibliothek wichtig ist. Doch so handelten nicht alle Bibliothekare und schon bald befindet sie sich mit Kai im New York einer Gangsterwelt im Stil der 1920er Jahre.
Dieses Mal erfährt der Leser mehr über die Drachen und ihre Vorgehensweise und wir lernen Kai auch mal anders kennen. Genevieve Cogman ist es wieder einmal gelungen, mich zu faszinieren und immer wieder zu überraschen. Je mehr ich lese, desto besser gefällt mir der Aufbau dieser Welten und Geschichten. Interessante Charaktere, die nicht immer stereotyp handeln, eine spannende Vision einer Gangsterwelt und ein ordentlicher Schuss an Diplomatie, die allerdings nicht immer fruchtet.

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