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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2018

Ein Krimi im Krimi

Die Morde von Pye Hall
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Susan Ryeland ist Lektorin bei einem kleinen Londoner Verlag. Übers Wochenende liest sie den neuesten Krimi von Alan Conway mit seinem Ermittler Atticus Pünd. Aber die letzten Seiten fehlen, gerade als ...

Susan Ryeland ist Lektorin bei einem kleinen Londoner Verlag. Übers Wochenende liest sie den neuesten Krimi von Alan Conway mit seinem Ermittler Atticus Pünd. Aber die letzten Seiten fehlen, gerade als Atticus Pünd zur Auflösung des Falles ansetzt.
Der Leser liest auch dieses Manuskript, das sich circa über die Hälfte des Buches erstreckt und fühlt sich in einen whodunnit im Stile Agatha Christies versetzt. Schauplatz ist ein beschauliches Dorf in Somerset, die Haushälterin von Sir Magnus Pye ist gestorben - war es ein Unfall oder doch eher Mord? Die Atmosphäre der 1950er wird gut erzeugt und aufgrund der guten Beschreibungen sieht man die Szenerie vor seinem inneren Auge. Doch vor der Auflösung hört es auf und wir sind genauso schlau wie die Lektorin. An der Seite von Susan macht sich der Leser auf die Suche nach den fehlenden Kapiteln und landet auch hier bald in einem Kriminalfall.
Beide Fälle werden am Ende aufgelöst und ähneln sich in gewisser Weise.
Ein Krimi, der sich Zeit lässt, nichts überstürzt, sondern viel beschreibt und oft verweilt. Mir war er zu behäbig und stagnierte zu sehr, was auch nicht durch Witz o.Ä. ausgeglichen wurde.

Veröffentlicht am 03.04.2018

Der zweite Fall

Die Affäre Carambol (Goethe und Schiller ermitteln)
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Goethe und Schiller ermitteln in ihrem zweiten Fall. Chronist ist wieder einmal Schiller.
Die beiden reisen nach Frankfurth (auch hier ist die Orthographie wieder der Zeit um 1800 angepasst) um Goethes ...

Goethe und Schiller ermitteln in ihrem zweiten Fall. Chronist ist wieder einmal Schiller.
Die beiden reisen nach Frankfurth (auch hier ist die Orthographie wieder der Zeit um 1800 angepasst) um Goethes Mutter einen Besuch abzustatten. Doch aus dem geplanten kurzen Aufenthalt wird nichts, denn die beiden werden um Hilfe bei der Aufklärung zweier Morde gebeten. Es droht ein erneuter Konflikt mit dem napoleonischen Frankreich, Goethe lernt eine wunderschöne Frau kennen und Schiller lässt sich von der Arbeit ablenken. Die beiden geraten in einen Fall, der zwischendurch beinahe wie eine Mantel-und-Degen-Geschichte anmutet. Beide sind keine genialen Ermittler, vor allem Goethe überschätzt sich immer wieder und durch unbedachtes Handeln geraten sie in so manch eine unangenehme Situation.
Eine gute Geschichte mit interessanten Charakteren und hohem Unterhaltungswert.
Ich hoffe bald auf weitere Fälle dieses Ermittlerduos.

Veröffentlicht am 21.03.2018

Gewohnt spannend

Ich bin der Hass
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Mit "Ich bin der Hass" hat Ethan Cross nun schon den 5. Band um Special Agent Marcus Williams und seinen Bruder, den Serienkiller Francis Ackerman jr. geschrieben. Diese Kombination bleibt für mich weiterhin ...

Mit "Ich bin der Hass" hat Ethan Cross nun schon den 5. Band um Special Agent Marcus Williams und seinen Bruder, den Serienkiller Francis Ackerman jr. geschrieben. Diese Kombination bleibt für mich weiterhin sehr spannend und auch dieser Fall um eine Reihe von Auftragsmördern in San Francisco konnte mich wieder gut unterhalten. Das Spannungsniveau wird hoch gehalten und das Buch ist wieder ein wahrer Pageturner geworden. Die Serie hat sich auch hier noch nicht "tot gelaufen" und verfällt nicht in ewigen Wiederholungen desselben Schemas. Der Schreibstil ist gewohnt gut und die Auflösung überzeugend.

Veröffentlicht am 21.03.2018

Faszinierend

Syrien verstehen
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Bei diesem Buch handelt es sich um eine aktualisierte Neuauflage eines Buches aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg. Sehr gut wurden die Ereignisse der letzten turbulenten Jahre während des Bürgerkrieges ergänzt. ...

Bei diesem Buch handelt es sich um eine aktualisierte Neuauflage eines Buches aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg. Sehr gut wurden die Ereignisse der letzten turbulenten Jahre während des Bürgerkrieges ergänzt. Dem Autor ist es gelungen, dem Leser dieses faszinierende, kulturträchtige Land näher zu bringen und nicht nur auf den Bürgerkrieg, die Flüchtlinge und die ausweglose Lage zu reduzieren. Sehr fundiert, aber nicht zu trocken erfährt der Leser viel über Geschichte, Politik und Religion des Landes. Ein Buch, das zum Verständnis beiträgt, das Einblicke in ein faszinierendes Land gibt, das schon in der Antike eine Hochkultur war und immer wieder gab es Konflikte, seien es nun die Kreuzzüge oder später die Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten. Immer wieder spielte Syrien eine Schlüsselposition und dem Autor ist es gelungen, ein wenig Licht in die verwickelte Geschichte zu bringen.

Veröffentlicht am 21.03.2018

Die Vergangenheit holt Tante Poldi ein

Tante Poldi und der schöne Antonio
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Tante Poldi hat es schon wieder geschafft, sich sozusagen selbst zu toppen. Was für eine turbulente Vergangenheit sie doch hatte, noch ereignisreicher als ich gedacht hatte. Poldi hat nämlich mal in Afrika ...

Tante Poldi hat es schon wieder geschafft, sich sozusagen selbst zu toppen. Was für eine turbulente Vergangenheit sie doch hatte, noch ereignisreicher als ich gedacht hatte. Poldi hat nämlich mal in Afrika gelebt und das spielt nun hier eine Rolle. Die Vergangenheit holt sie nämlich ein - in Person ihres Ehemannes John, den sie schon fast vergessen oder eher verdrängt hatte.
Auch der dritte Band der Reihe hat mich wieder mit seinem Witz unterhalten können, aber die ersten beiden gefielen mir doch ein wenig besser. Was vielleicht daran liegt, dass die Art beziehungsweise die Masche nun schon bekannter ist.