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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2017

Magonia ruft dich

Magonia
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Aza Ray wird in wenigen Tagen 16 Jahre alt - oder auch nicht, denn sie leidet an einer seltenen Krankheit, die sogar nach ihr benannt wurde. Sie bekommt zu wenig Luft und Krankenhäuser sind ihr ständiger ...

Aza Ray wird in wenigen Tagen 16 Jahre alt - oder auch nicht, denn sie leidet an einer seltenen Krankheit, die sogar nach ihr benannt wurde. Sie bekommt zu wenig Luft und Krankenhäuser sind ihr ständiger Begleiter, so dass sie sogar einen Kittel mit ihrem Namen hat - etwas, worauf nun wirklich niemand Wert legt. Ihr einziger Freund Jason, aber auch ihre Eltern, tun alles, um herauszufinden, wie man ihr helfen kann.
Doch dann kollabiert Aza und auf einmal ist alles anders, denn sie ist jetzt in Magonia auf einem Luftschiff. Magonia, eine Welt über den Wolken, bevölkert mit seltsamen Vogelwesen und Sturmwalen etc. Und da ist eine Frau, die behauptet, ihre Mutter zu sein. Nichts ist mehr so wie vorher und mit Aza lernt auch der Leser die Welt von Magonia kennen.

Aza hat eine herrlich sarkastische Ader, die vor allem zu Beginn zutage tritt; in Magonia wirkt sie ganz anders, weil sie sich auf die neue Situation einstellen muss.
Jason ist ein toller Freund, der viel recherchiert, um Aza helfen zu können und der einige verrückte Erfindungen patentiert hat. Das Aufsagen der Zahl Pi beruhigt ihn.

Eine ganz fantastische Geschichte, die auf alten Quellen beruht über die Luftmenschen von Magonia, eher ruhig erzählt mit vielen Beschreibungen. Ich habe mich gerne auf diese Reise eingelassen.

Veröffentlicht am 04.06.2017

Gut recherchiert und tolle Unterhaltung

Die fremde Königin
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Achtung, dies ist die Fortsetzung von "Das Haupt der Welt"! Ohne den Vorgänger zu kennen, fehlt bei der Lektüre sicherlich etwas und man wird dem Buch nicht gerecht.
Angesiedelt ist die Handlung im 10. ...

Achtung, dies ist die Fortsetzung von "Das Haupt der Welt"! Ohne den Vorgänger zu kennen, fehlt bei der Lektüre sicherlich etwas und man wird dem Buch nicht gerecht.
Angesiedelt ist die Handlung im 10. Jahrundert im Deutschen Reich, das damals von den Ottonen regiert wurde. Die italienische Königin Adelheid befindet sich in Gefangenschaft in den Händen von Berengar von Pavia. Gaidemar, unehelicher Sohn eines hohen Adeligen, befreit die Königin und wird so schnell zum Spielball der Adeligen, allerdings genießt er die Protektion Ottos und nach dessen Heirat mit Adelheid zu ihrem Vertrauten. So lernt der Leser durch Gaidemar viel über die damaligen Ereignisse, denn er ist immer bei Kriegen und Intrigen dabei.
Rebecca Gablé ist mal wieder ein Meisterwerk der Erzählkunst gelungen. Ihre historischen Romane sind immer gut recherchiert und gerade darum gefallen sie mir so gut. Auch wenn ich mich in der Ottonenzeit einigermaßen gut auskenne, habe ich hier mein Wissen noch vertiefen können (durch Internetrecherchen nebenbei angestoßen durch den Roman), doch dies ist kein Geschichtsbuch, sondern ein historischer Roman, der gut unterhält und die Welt des 10. Jahrunderts lebendig werden lässt. Auch die Protagonisten sind liebevoll porträtiert und trotz der Länge des Buches war es leider viel zu schnell beendet.

Veröffentlicht am 01.06.2017

Auf welche Art und Weise wird diese Person sterben?

Für dich soll's tausend Tode regnen
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Emi ist mit ihrem Bruder und Vater nach Hamburg gezogen, weil ihr Vater eine Freundin hat. Emi ist genervt von Hamburg, von Mara (der Freundin ihres Vaters), ihrem Bruder, eigentlich von allem. Sie möchte ...

Emi ist mit ihrem Bruder und Vater nach Hamburg gezogen, weil ihr Vater eine Freundin hat. Emi ist genervt von Hamburg, von Mara (der Freundin ihres Vaters), ihrem Bruder, eigentlich von allem. Sie möchte zurück nach Heidelberg und gönnt es ihrem Bruder nicht, so schnell Anschluss gefunden zu haben.
Und dann passiert im Chemieunterricht auch noch eine "Panne'" und sie muss ausgerechnet mit Erik zusammen Strafarbeiten erledigen. Das passt weder ihr noch Erik und so denken sie sich eine Challenge füreinander aus. Wer seinen Teil nicht erledigt, muss die Strafarbeit für den anderen mit erledigen.

Das Buch ist witzig geschrieben und Emi, Erik und einige andere hatte ich gut vor Augen. Emis "Hobby" jedem innerlich eine Todesart zu verpassen und ihr "schwarzes Buch", in dem sie seltsame Todesfälle vermerkt, sind außergewöhnlich.
Ein lockerer Schreibstil, nicht zu viele aufgesetzte Probleme und Gejammer runden das Ganze ab.
Nichts Tiefgründiges, aber gute Unterhaltung.

Veröffentlicht am 30.05.2017

Eine Geschichte über die Freundschaft

Mein Freund Pax
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Schon ein paar Jahre lebt der Fuchs Pax nun schon bei Peter und seinem Vater und er hat sich immer auf Peter verlassen können, der ihn als Pax ein Welpe war, gerettet hat. Doch jetzt ist es anders. Peter ...

Schon ein paar Jahre lebt der Fuchs Pax nun schon bei Peter und seinem Vater und er hat sich immer auf Peter verlassen können, der ihn als Pax ein Welpe war, gerettet hat. Doch jetzt ist es anders. Peter lässt ihn ganz einfach im Wald zurück, das kann nur ein Missverständnis sein.

Abwechselnd wird die Geschichte aus Sicht des 12jährigen Peter und aus der Sicht des Fuchses Pax erzählt. Peter ist traurig, weil sein Vater ihn zu seinem Großvater schickt, wohin er seinen Fuchs nicht mitnehmen kann. Aber der Vater zieht in den Krieg und er kann Peter nicht alleine lassen. Peter macht sich schon bald auf die Suche nach seinem Fuchs und auch Pax kann nicht glauben, dass Peter ihn im Stich lässt. Beide machen viele neue Erfahrungen und wachsen über sich hinaus. Das Buch enthält viele Botschaften, gut verpackt und ist somit auch für erwachsene Leser ein Lesegenuss.

Ein einfacher Schreibstil, kurze Kapitel und ein paar schöne Zeichnungen runden das Bild ab.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Wunschliste

Wir fliegen, wenn wir fallen
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Yara liest jeden Tag einem alten, blinden Mann im Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, etwas vor. Sie liebt es und kann nicht verstehen, dass Noel so selten bei seinem Opa ist und sich dann auch noch ...

Yara liest jeden Tag einem alten, blinden Mann im Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, etwas vor. Sie liebt es und kann nicht verstehen, dass Noel so selten bei seinem Opa ist und sich dann auch noch so schlecht benimmt. Dann stirbt der Opa und in seinem Testament hinterlässt er Yara und Noel eine Liste mit 10 seiner Wünsche, die die beiden an seiner Stelle erfüllen sollen. Geld genug bekommen sie dafür auch. Aber manche der Wünsche kosten auch gar nichts, für andere hingegegen müssen die beiden in fremde Länder fliegen.

Eine schöne Idee. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Yara und der von Noel erzählt. Allerdings hätten der Geschichte mehr Seiten gut getan. Ich hatte das Gefühl, die Punkte auf der Liste wie gehetzt mit den beiden abzuhaken und manch ein Punkt war zu schnell erledigt und schon waren die beiden wieder auf dem Weg zum nächsten auf der Liste. Insgesamt jedoch eine schöne Buchidee und Geschichte.