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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2025

Elsbeths Geschichte

Die Wächterin von Köln
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Vorweg ein großes Lob an Brigitte Carlsen, die eine meiner Lieblingshörbuchsprecherinnen ist. Ich freue mich immer, wenn ich ein Buch höre kann, das sie eingesprochen hat und auch hier war es wieder ein ...

Vorweg ein großes Lob an Brigitte Carlsen, die eine meiner Lieblingshörbuchsprecherinnen ist. Ich freue mich immer, wenn ich ein Buch höre kann, das sie eingesprochen hat und auch hier war es wieder ein großer Genuss.
Ich gebe zu, ich habe einen Moment gebraucht, um zu merken, dass ich diese Geschichte doch aus der Lombarden-Reihe schon kenne, aber dieses Mal wird sie aus der Sicht von Elsbeth erzählt, die schon in so manch einem Roman von Petra Schier vorgekommen ist. Ich fand es sehr interessant, ihre Sicht der Dinge zu lesen und einen anderen Blickwinkel zu bekommen.
Auch wenn ich einiges schon wusste, so kenne und verstehe ich nun einiges besser und dadurch, dass Elsbeths Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt wird, erfährt man auch viel über ihr Leben.
Petra Schier konnte mich wieder sehr gut unterhalten und mir nebenbei erneut einiges über die Alltagsgeschichte im Mittelalter beibringen. Ich mochte es auch sehr, dass Adelina wieder einmal genannt wurde, wenn auch nur ganz nebenbei.
Ein wunderbarer Roman - ich hoffe, bald mehr aus dieser "Welt" zu erfahren.

Veröffentlicht am 16.05.2025

Starker Anfang

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Das Beste an dem Buch war der unglaublich starke Anfang, als die Protagonistin Aemyra als Hebamme tätig wird, weil ihre Mutter nicht rechtzeitig zurück kommt. Von ihrer Mutter hat sie viel über Heilkunst ...

Das Beste an dem Buch war der unglaublich starke Anfang, als die Protagonistin Aemyra als Hebamme tätig wird, weil ihre Mutter nicht rechtzeitig zurück kommt. Von ihrer Mutter hat sie viel über Heilkunst gelernt, aber noch lieber arbeitet sie in der Schmiede ihres Vaters, da fühlt sie sich ihrer Feuermagie auch näher. Als der Kronprinz und sein überheblicher Bruder zur Schmiede kommen, um ein repräsentatives, wenn auch nicht gut austariertes Schwert schmieden zu lassen, lernt man gut die Gegensätze kennen. Früher, als es noch mehr Drachen gab, vor allem weibliche Drachen, aber die hat man schon lange nicht mehr gesehen, doch dann stirbt der König und in Aemyra regt sich ihre Magie immer stärker und sie will als Nachfahrin der alten Königinnen das Volk anführen und die Magie wieder in den Fokus stellen. Der Anteil an Drachen ist nicht so groß wie ich dachte, aber da hoffe ich auf mehr in der Fortsetzung.
Die Geschichte braucht ein wenig, um nach dem starken Beginn wieder an Fahrt aufzunehmen und hat ab und zu einige Längen, zum Ende hin gibt es jedoch ein paar interessante Entwicklungen, die mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht haben.
Die Sprecherin Lana Ghafoor kannte ich noch nicht, hat mir aber gut gefallen.

Veröffentlicht am 16.05.2025

Das Sterben hat begonnen

Aschesommer
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Nach den superspannenden "Krähentagen" habe ich mich sehr auf einen neuen spannenden Fall der Sonderermittlungsgruppe 4 gefreut.
Es ist Sommer und einfach nur heiß. Da stoßen Mila und Jakob auf ein unterirdisches ...

Nach den superspannenden "Krähentagen" habe ich mich sehr auf einen neuen spannenden Fall der Sonderermittlungsgruppe 4 gefreut.
Es ist Sommer und einfach nur heiß. Da stoßen Mila und Jakob auf ein unterirdisches Kühlhaus und zwei Leichen, an der Wand steht mit Asche geschrieben: "Das Sterben hat begonnen". Aber welches Sterben? Der Tote war Paläontologie-Professor und schon bald wird klar, dass es sich um Verweise auf erdgeschichtliches Sterben handelt - aber davon gab es fünf. Handelt es sich um einen Serienmord? Und was hat Bode damit zu tun, der in Sicherheitsverwahrung sitzt, weil er zwei Studenten und seine Frau ermordet hat? Aber alles weist auf den ehemaligen Paläontologie-Professor hin.
Dieses Mal sind die Hintergrundgeschichten von Mila und Jakob mehr im Hintergrund, werden mehr angerissen.
Unglaublich spannend geschrieben und mit einer genialen Auflösung am Ende. Mir hat das Buch spannende Lesestunden beschert und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.

Veröffentlicht am 15.05.2025

Eine interessante Reise

Schauplätze der Weltliteratur
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Nach einer Einleitung gliedert sich dieses Werk in vier große - chronologische - Kapitel: Romantische Aussichten, gefolgt von der Kartierung der Moderne, worauf die Nachkriegsromane und schlussendlich ...

Nach einer Einleitung gliedert sich dieses Werk in vier große - chronologische - Kapitel: Romantische Aussichten, gefolgt von der Kartierung der Moderne, worauf die Nachkriegsromane und schlussendlich Zeitgenössische Schauplätze folgen.
Bereits im Inhaltsverzeichnis wird neben dem Namen des Autors/der Autorin und des Buchtitels der literarische Schauplatz genannt. Wenn dieser fiktiv ist, aber angelehnt an einen real existierenden Ort, so wird dieser beschrieben.
Die Spannbreite an Werken ist groß, so haben es auch die Bretagne-Krimis von Jean-Luc Bannalec in dieses Buch geschafft, neben Die menschliche Komödie von Honoré de Balzac, Wer die Nachtigall stört oder Potiki, das auf der Nordinsel von Neuseeland spielt und das mir bisher nichts sagte. Aber auch Orte aus China, Indien, die Türkei, Australien, Moskau und weitere haben es in das Buch geschafft.
Bei der Vorstellung gibt es immer ein Kurzporträt des Autors/der Autorin und eine kurze Vorstellung des Buches, bevor sich der Text um den jeweiligen Ort dreht. Und immer wieder Illustrationen (Huck Finn, der ein Boot beobachtet), Landkarten und Fotos. Und Autorenfotos/-bilder sowie ein Abdruck eines Buchcovers.
Ein Buch, in dem man immer mal wieder lesen kann, Inspirationen findet sowie interessante Texte.

Veröffentlicht am 11.05.2025

Theo und die Sonnenanbeter

Echnatons Fluch
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Theodora Costanda hat sich nach dem nervenzerreibenden ersten Fall eine Auszeit gegönnt, ihr Kollege Fadi wurde zur Verkehrspolizei strafversetzt und bearbeitet Bußgeldbescheide und ist zunehmend genervt.
Theo ...

Theodora Costanda hat sich nach dem nervenzerreibenden ersten Fall eine Auszeit gegönnt, ihr Kollege Fadi wurde zur Verkehrspolizei strafversetzt und bearbeitet Bußgeldbescheide und ist zunehmend genervt.
Theo macht eine Auszeit in einem Yoga-Retreat, aber so ganz entspannen kann sie nicht und die Wüste hat sie sich auch anders vorgestellt, nicht so steinig, sondern eher mit feinem Sand. Auf dem Markt des kleinen Ortes in der Nähe des Retreats sieht sie eine Gruppe von Personen, die stark nach einer Sekte aussehen und schon bald steckt sie in einem neuen Fall. Dieses Mal gibt es den Bezug zu dem Pharao Echnaton, der eine monotheistische Religion errichten wollte. Die Sekte hat sich ganz dem Sonnenkult verschrieben.
Sehr gut recherchiert und fesselnd geschrieben, immer wieder werden so ganz nebenbei Informationen eingestreut. Ein überaus interessantes Ermittlerteam, das sich definitiv von der Menge abhebt. Gerne mehr davon!