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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2025

Zu viele Themen

If the Moon Triumphs
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Lilith hat ihren Hexenzirkel vor einem Jahr verlassen und jobbt in einem Café und lässt sich auf keine festen Beziehungen ein, sondern geht nur One-Night-Stands ein, aber bei Marek hat sie ihre Ohrringe ...

Lilith hat ihren Hexenzirkel vor einem Jahr verlassen und jobbt in einem Café und lässt sich auf keine festen Beziehungen ein, sondern geht nur One-Night-Stands ein, aber bei Marek hat sie ihre Ohrringe liegen gelassen und deshalb muss sie ihn wiedersehen. Und dann passiert es, dass Marek sich in einen Werwolf verwandelt und die ganze Welt immer dunkler wird, die Sonne zeigt sich nicht mehr, die Sterne verschwinden vom Himmel.
Um sich Hilfe zu holen, kehrt Lilith doch zu ihrem Zirkel zurück. Ihre Eltern sind tot, aber ihre Patentante Astrid, bei der sie aufgewachsen ist, ist gemeinsam mit Kali die Oberhexe des Zirkels.
Das Thema nordische Mythologie zeigt sich erst im weiteren Verlauf des Romans, dafür verliert dann jedoch das Thema Werwölfe an Bedeutung. Mir war es ein bisschen zu viel Hin- und Herspringen, immer wieder wurden neue Themen gestreift und dann nicht weiter vertieft.
Auch zu Lilith konnte ich keine rechte Beziehung aufbauen. Sie hat es nicht leicht, aber ihre Gedanken kreisten meiner Meinung nach zu sehr um immer wieder dieselben Themen.
Dafür reißt die Handlung immer neue Themen an. Eine Konzentration wäre meiner Meinung nach besser gewesen.
Für mich ein Buch, das leider Mittelmaß bleibt. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend gut. Vielleicht war es für mich aber auch nicht der rechte Zeitpunkt für das Buch.

Veröffentlicht am 09.02.2025

Simenon als Comic

Der Passagier der Polarlys
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George Simenon kannte ich bisher nur von den Maigret-Krimis und da ich auch besonders französische und belgische Comics mag, war ich neugierig auf die Umsetzung dieses Werkes.
Insgesamt ist das Buch sehr ...

George Simenon kannte ich bisher nur von den Maigret-Krimis und da ich auch besonders französische und belgische Comics mag, war ich neugierig auf die Umsetzung dieses Werkes.
Insgesamt ist das Buch sehr düster, viel wird kursorisch erzählt, die Bilder sprechen für sich. Bevor wir auf die Reise nach Norden gehen, gibt es eine Szene in Paris, die anfangs nicht recht zu der Fahrt passt, aber später natürlich schon.
Auf der Polarlys sind nur Männer unter der Besatzung und den Gästen - bis auf eine Ausnahme, aber das Fräulein Storm hat damit keine Probleme, scheint es sogar zu genießen.
Bald nach der Abfahrt der Polarlys aus Hamburg kommt es zu einem Mord und ein Mann verschwindet. Deswegen steigt ein Ermittler mit ein, aber es geht erst nicht so recht voran.
Immer wieder spielen das Schiff, das Wetter und das Wasser eine Rolle.
Nach der Geschichte gibt es noch ein gutes Nachwort mit vielen Informationen über den Autor und die Entstehung des Buches.
Fazit: gut illustriert und erzählt - mir hat es gefallen.

Veröffentlicht am 06.02.2025

Die Buks sind wieder da

Die magische Bibliothek der Buks 2: Das verfluchte Medaillon
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Zum Glück hat es nicht so lange gedauert, bis die Fortsetzung erschienen ist. Die Handlung knüpft direkt an das spannende Ende des ersten Teils an.
Geraldine ist in einem Buch gelandet, Nola ist zu ihrer ...

Zum Glück hat es nicht so lange gedauert, bis die Fortsetzung erschienen ist. Die Handlung knüpft direkt an das spannende Ende des ersten Teils an.
Geraldine ist in einem Buch gelandet, Nola ist zu ihrer Rettung hinterher und Finn ist seiner Schwester gefolgt. Nun sind sie also in einem Buch, aber dort können sie weder gesehen noch gehört werden. Geraldine versteht erst überhaupt nichts, weil sie natürlich nicht so viel Vorwissen wie die Zwillinge hat.
Während diese drei spannende Abenteuer in der Buchwelt erleben, wird es für Thommy und Mira auch überhaupt nicht langweilig, denn sie werden tiefer eingeführt in die Buchgilde und da ist es auch sehr spannend.
Die Buks hingegen stehen vor ihrem größten Abenteuer.
Im ersten Teil des Buches hatte ich ein wenig das Gefühl, dass mir die Action fehlte, aber dann steigerte sich das Tempo und zum Ende her wurde es immer spannender und vor allem die Verflechtung mit verschiedenen Buchwelten hat mir gefallen. Aber auch die zwischen den Zeilen gut lesbare Kritik und vor allem die Bücherliebe, die immer deutlicher zutage tritt, haben den etwas schwierigen Start wieder wett gemacht.

Veröffentlicht am 05.02.2025

Geheimnisvoller See

Lake
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Ich habe schon so einige Thriller von Riley Sager gehört und hier gibt es - vor allem gegen Ende der Bücher - immer das gewisse Etwas mit überraschenden Einsichten und Wendungen. Das ist auch hier der ...

Ich habe schon so einige Thriller von Riley Sager gehört und hier gibt es - vor allem gegen Ende der Bücher - immer das gewisse Etwas mit überraschenden Einsichten und Wendungen. Das ist auch hier der Fall.
Protagonistin Casey hat sich an den Lake Green zurück gezogen, in das Haus, das ihrer Familie seit mehreren Generationen gehört. Es gibt insgesamt nur 5 Häuser an diesem abgelegenen See, der nicht frei zugänglich ist. Casey war Schauspielerin, aber nach einem Schicksalsschlag hat sie beginnen zu trinken und auch deswegen hat ihre Mutter sie dazu gedrängt, sich an den See zurück zu ziehen. In dem Glauben, ihre Tochter käme so nicht an Alkohol. Weit gefehlt. Im Haus gegenüber wohnt seit Kurzem ein ehemaliges Model mit ihrem Mann und als Casey die Frau rettet, freunden sie sich an.
Es gibt einige Zeitsprünge und die Geschichte wird erst nach und nach verständlicher. Die Spannung ist nicht immer gleich hoch, zwischendurch fehlte sie mir ein wenig, aber dann zog das Tempo vor allem gegen Ende stark an.
Mir hat der Thriller gefallen und ich habe ihn mir vor allem gerne vorlesen lassen von Irina Salkow, die ich schon aus diversen Hörbuchproduktionen kenne und immer wieder gerne ihrer Stimme zuhöre.

Veröffentlicht am 03.02.2025

Ein neuer Fall für Rabbi Klein

Der Messias kommt nicht
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Dieses Mal spielt die Handlung vorrangig in Basel und nicht in Zürich. Rabbi Klein hat ein Sabbatjahr herausgehandelt, also nur einige Monate. Er möchte mal wieder wissenschaftlich arbeiten über eine Schrift ...

Dieses Mal spielt die Handlung vorrangig in Basel und nicht in Zürich. Rabbi Klein hat ein Sabbatjahr herausgehandelt, also nur einige Monate. Er möchte mal wieder wissenschaftlich arbeiten über eine Schrift aus der Frühen Neuzeit. Seiner Frau Rivka passt das nicht so gut, aber wie immer steht sie dann doch hinter ihm und unterstützt ihn.
Der Krimianteil ist wieder einmal nicht so groß, dieses Mal spielt die Stadt Basel eine größere Rolle und es gibt leider wenige Erklärungen zum jüdischen Alltag als in den vorherigen Bänden.
Insgesamt ein verschachtelter Fall, der sich zwischendurch leider ein wenig zu sehr in Details verrennt. Etwas schwächer als die ersten beiden Teile.
Dafür hat mir die Stimme des Sprechers Thomas Sarbacher wieder gut gefallen.