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Veröffentlicht am 29.08.2021

Nur einen Atemzug entfernt – mystisch, am Ende für mich leider schwach

Nur einen Atemzug entfernt
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Nur einen Atemzug entfernt, von Nicole Walter

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbe und die Illustrationen sind sehr gut gewählt.

Inhalt:
Nach dem Unfalltod ihres geliebten Mannes Tom, verfällt ...

Nur einen Atemzug entfernt, von Nicole Walter

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbe und die Illustrationen sind sehr gut gewählt.

Inhalt:
Nach dem Unfalltod ihres geliebten Mannes Tom, verfällt Leonie in eine tiefe Trauer. Was ist dort auf der Autobahn wirklich passiert? Die Frage lässt Leonie nicht mehr los. Und plötzlich sind da unerklärliche Fotos auf Toms Handy, von Bildern mit Tom aus Schweden. Von einer Reise, die sie eigentlich erst einen Tag nach dem Unfall antreten wollten.
Leonie macht sich auf den Weg nach Schweden.
Was will Tom ihr sagen? Hat sie eine Mission zu erfüllen? Für Tom? Für sich?

Meine Meinung:
Eine Geschichte die sehr emotional und mit ganz viel Gefühl erzählt wird.
Die Grundstimmung empfinde ich als sehr traurig (klar, Trauerbewältigung, wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann auch noch unter ungeklärten Umständen). Wenn man sich auf die mystischen Elemente einlässt kann es auch viel Trost und Hoffnung geben.

Ich kann mir die Situation in der Tom steckte: reiche Familie, er hat zu funktionieren, egal was er selber fühlt und tun will, sehr gut vorstellen.

Dieser erste Teil hat mir sehr gut gefallen und hat mich neugierig gemacht auf die Reise die Leonie nach Schweden machen will und was sie dort erfährt und was dort passiert.
Auch der Anfang in Schweden, wie sie auf Mika trifft, die ganzen unerklärlichen Phänomene und mystischen Ereignisse sind sehr spannend und fantastisch erzählt.
Doch dann wird es für mich trivial, sehr vorhersehbar und alte Klischees werden bedient.
Leonie sieht Mika mit einer anderen jungen Frau und nimmt natürlich sofort an die beiden sind ein Liebespaar, dabei ist sie nur sein Schwester. Nach einem weiteren Traum (von Leonie) ist mir auch sofort klar was die Verbindung mit Tom und dieser Schwester ist.
Das ewige Auf und Ab von Leonie und Mika ist mir dann auch eindeutig zu viel, zu romantisch verklärt und es nervt mich.

Autorin:
Nicole Walter hat Sprachen in München studiert und dann als Werbetexterin und freie Journalistin gearbeitet. Seit 1994 schreibt sie überaus erfolgreich Drehbücher für Fernsehserien und -filme und zählt heute zu den erfolgreichsten und gefragtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte über Liebe und Tod und was danach passieren kann. Sehr mystisch. Am Ende driftet es mir aber zu sehr in die üblichen Klischees ab.
Von mir 3,5 Sterne, die ich auf 3 abrunde.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Leo und Lucy – zu viel reingepackt

Leo und Lucy 1: Die Sache mit dem dritten L
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Leo und Lucy , von Rebecca Elbs

Cover:
Das bunte Cover wird bei der jungen Leserschaft wohl punkten.

Inhalt und meine Meinung:
In der Geschichte geht es um den 12 jährigen Leo der in einer Hochhaussiedlung ...

Leo und Lucy , von Rebecca Elbs

Cover:
Das bunte Cover wird bei der jungen Leserschaft wohl punkten.

Inhalt und meine Meinung:
In der Geschichte geht es um den 12 jährigen Leo der in einer Hochhaussiedlung mit seiner alleinerziehenden Mutter lebt und Legastheniker ist. Seine beste Freundin Lucy sitzt im Rollstuhl. Beide sind somit irgendwie Außenseiter.
Doch das sind nicht ihre einzigen Probleme, diese häufen sich gerade und vor allem Leo weiß nicht wo ihm der Kopf steht.

Der Grundgedanke der Geschichte gefällt mir gut. Es geht um Freundschaft oder Probleme wie Mobbing. Viele weitere sensible Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Homosexualität etc. werden am Rande ganz kurz nur angesprochen aber nicht weiter darauf eingegangen. Z.B. „Schwuchtel“ oder „Russen-Tussi“. Hier finde ich wäre weniger mehr gewesen und dann aber darauf eingehen.
Eine Botschaft am Schluss ist, dass das Leben eben unberechenbar ist und dass man Fehler eingestehen und sein Verhalten ändern kann und sollte.

Und trotzdem bin ich mit dem Buch (und den Protagonisten) nicht so warm geworden.
Irgendwie empfinde ich so einiges doch recht widersprüchlich. In einem Moment ist das Verhalten der Kids doch sehr kindlich (vergleichbar mit einem 5 Jährigen) dann wieder super klug, ein Verhalten wie ein Erwachsener.
Alles ist sehr sprunghaft und durcheinander

Autorin:
Nach dem Abitur spielte Rebecca Elbs Theater in Galway und studierte am Liverpool Institiute of Performing. Zurück in Deutschland studierte sie Englisch und Deutsch auf Lehramt und unterrichtete an Brennpunktschulen. Heute arbeitet sie für Experiment e.V., eine gemeinnützige Austauschorganisation, die sich auf den internationalen Austausch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert hat. Sie lebt und schreibt in Bonn.

Illustratorin:
Julia Christians, ein echtes Harzer Urgestein von 1984 und arbeitet seit 2018 als freiberufliche Illustratorin. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und der ständigen Frage ob drei Hunde genug Hunde sind (die Antwort ist eventuell nein).


Mein Fazit:
Mich konnte das Buch nicht restlos überzeugen. Zu viele Probleme, zu widersprüchlich und am Ende zu rosarotes Happy End.
Von mir 3,5 Sterne die ich auf 3 abrunde.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Wellenflug – zwei Frauen, zwei Welten, zwei Jahrhunderte

Wellenflug
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Wellenflug, von Constanze Neumann

Cover:
Das Cover gefällt mir und für mich ist das Marie.

Inhalt:
Zwei Jahrhunderte, zwei Frauen, zwei Welten, die sich überschneiden aber doch auf keinen gemeinsamen ...

Wellenflug, von Constanze Neumann

Cover:
Das Cover gefällt mir und für mich ist das Marie.

Inhalt:
Zwei Jahrhunderte, zwei Frauen, zwei Welten, die sich überschneiden aber doch auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.
1864 bis in die Heutige Zeit.
Ein privilegiertes Leben in Deutschland, der Absturz in den Kriegen, unendliches Leid.
Hochmut und Ignoranz, und eine unendlich große Liebe.

Meine Meinung:
Ein ganz besonderer Roman über den Zeitraum von zwei Jahrhunderten erzählt. Sehr gut recherchiert. Das Nachwort ist hier wirklich lesenswert.
In einer etwas anderen Form.

Im ersten Teil (es beginnt 1864) lesen wir über das Leben Anna, einer Jüdin. Ihre Kindheit, ihre Jugend wie sie die gesellschaftliche Leiter immer weiter emporsteigt. Wir lesen aber auch von ihrer unversöhnlichen Arroganz und ihrem Klassendenken, ihrem Standesdünkel von dem sie nicht ablässt. Eine sehr harte und unversöhnliche Frau.

Im zweiten Teil, erfahren wir alles über Marie (1905) die aus ärmlichen Verhältnissen kommt. Wir erleben das Leben an ihrer Seite. Die vielen Hoch und Tiefs (wie bei einem Kettenkarussell mit Wellenflug, das dann auch einmal im Buch vorkommt). Sie steht fest zu Heinrich, auch wenn seine ganze (reiche) Familie ihn fallen lässt. Sie folgt ihm ins Ungewisse, und das nicht nur einmal.
Sie ist wirklich eine absolut starke Frau, die meine Bewunderung und meinen Respekt verdient hat.

Autorin:
Constanze Neumann, geboren in Leipzig, studierte Anglistik, Romanistik und Germanistik. Sie lebte mehrere Jahre
in Palermo und arbeitete dort als Übersetzerin. Heute leitet sie einen Berliner Literaturverlag.

Mein Fazit:
Ein außergewöhnlicher historischer Roman in einer außergewöhnlichen Form.
Von mir 4 sehr gute Stern.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Fanzi – eine tragische Familiengeschichte

Fanzi
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Fanzi, von Elisabeth Schmidauer

Cover:
Ein sehr schönes Cover, durch die Sepia- Farben und die historische Kleidung werden wir gleich in die richtige Zeit versetz.

Inhalt:
Ein Bauernhof in Österreich, ...

Fanzi, von Elisabeth Schmidauer

Cover:
Ein sehr schönes Cover, durch die Sepia- Farben und die historische Kleidung werden wir gleich in die richtige Zeit versetz.

Inhalt:
Ein Bauernhof in Österreich, kurz vor dem Krieg.
Franz ist als 3. Sohn des Bauern eher unauffällig, ja irgendwie unwichtig.
Erst die Geburt seiner kleinen Schwester Elfi gibt ihm eine Aufgabe und die beiden Geschwister verbindet eine besondere Liebe.
Doch der Krieg, bringt auch über diese Familie viel Unglück und das Schweigen das über alles gebreitet wird macht es nur noch schlimmer. Und so auch die nachfolgenden Generationen darunter zu leiden.

Meine Meinung:
Wenn ich das Buch aufschlage, springt mich die Farbe „Schwarz“ an. Schon mal sehr düster.

Die ganze Geschichte ist sehr dramatisch und tragisch.
Die Erzählweise finde ich allerdings sehr nüchtern und ruhig, bis im letzten Teil, in dem Franz uns sein Geheimnis preisgibt sind bei mir die Emotionen kaum angekommen.

Es wird aus zwei Sichtweisen erzählt.
Einmal erfahren wir von Astrids (Franz Enkelin) Leben und Denken. Das Leben, das „Sein“, das Werden, in allem Möglichen (zugespitzt würde ich sagen: eine Weltverbesserin).
Dann aus Franz Sicht und Rückblicken, die uns einen guten Einblick in seine Person, sein Fühlen und Denken geben.

Zwei Blickwinkel, zwei Welten, ab und zu berühren, überschneiden sie sich. Besonders zu Astrid bekomme ich aber keinen „Draht“.

Eine besondere Figur ist Klaus für mich. Der Sohn von Franz, er kann und will die Gräueltaten des Krieges nicht vergessen. Er nimmt es persönlich und lässt die „Geschichte“ nicht ruhen, denn sie ist allzeit gegenwärtig und kann sich wiederholen. Doch auch er wir überrascht von der „Wahrheit“.

Autorin:
Elisabeth Schmidauer, geboren 1961 in Linz, Studium der Germanistik und Geschichte, lebt und arbeitet in Wien. Mitglied des ur.theaters, Improvisationsschauspielerin im Theater Drachengasse in Wien.

Mein Fazit:
Eine sehr dramatisch erzählte Familiengeschichte, die uns die Schrecken des Krieges vor Augen führt und dass Ereignisse aus dieser Zeit bis zu den nachfolgenden Generationen Auswirkungen haben können.
Da ich mit Astrids Teil nicht so viel anfangen konnte vergebe ich 3,5 Sterne, die ich mathematisch auf 4 aufrunde.

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Veröffentlicht am 23.08.2021

Anouk, die nachts auf Reisen geht – Abenteuer und Vorbildfunktion

Anouk, die nachts auf Reisen geht (Anouk 1)
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Anouk, die nachts auf Reisen geht,
von Hendrikje Balsmeyer und Peter Maffay

Cover:
Sehr schön und es zeigt uns gleich die kleine „große“ Heldin.

Inhalt:
Anouk möchte gerne, wie jedes Kind, abends nicht ...

Anouk, die nachts auf Reisen geht,
von Hendrikje Balsmeyer und Peter Maffay

Cover:
Sehr schön und es zeigt uns gleich die kleine „große“ Heldin.

Inhalt:
Anouk möchte gerne, wie jedes Kind, abends nicht schlafen gehen. Warum dürfen die Eltern so lange aufbleiben wie sie wollen, und sie selber muss abends so früh ins Bett?
Dies ändert sich, als sie nachts wunderschöne Träume hat.
Als sie diese ihren Eltern erzählt, tun diese es als „Träume sind Schäume“ ab.
Doch in ihrer Oma bekommt sie dann einer Verbündeter.

Meine Meinung:
Eine wunderbare Geschichte, sehr gefühlvoll und voller Fantasie erzählt.
Sehr gut geeignet, Kinder in ihrer Fantasie zu stärken und ihnen die „Tugenden“ des Lebens aufzuzeigen: Mut, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Unvoreingenommen sein, Freundschaft,

In den Träumen reist Anouk zu den Indianern, den Piraten, in einen Zirkus, zu den Rittern, auf einen Bauernhof, auf eine Bühne und zu den Eskimos.
Und überall trifft sie ein Kind das traurig ist und ein Problem hat das Anouk auf ihre direkte Art angeht und somit Hilfe leistet.
Die kleinen Geschichten sind geschickt in sich abgeschlossen und eigenen sich so auch gut zum Vorlesen an aufeinander folgenden Tagen.

Die Illustrationen sind ganz bezaubernd, zum Verlieben. (für uns Omas und die Eltern, für die Kinder hätte ich mir vielleicht etwas mehr Farbe gewünscht).
Und als Tabaluga-Fan, ist mir (und meiner Tochter die jetzt selber Mama ist) dieser auf den ersten Seiten gleich aufgefallen und ich habe mich gefreut in im weiteren Verlauf und auf der letzten Seite auch nochmals zu sehen (nur als Statist). Auch die Ähnlichkeit zu den Personen (siehe Fotos) ist sehr gelungen.

Autoren und Illustratorin:
HENDRIKJE BALSMEYER wurde 1987 in Halle geboren. 2016 zog die Gymnasiallehrerin der Liebe wegen an den Starnberger See und übernahm die Leitung des operativen Geschäfts bei Tabaluga Enterprises
PETER MAFFAY, ein wunderbarer Sänger und wir lieben Tabaluga, mehr brauche ich hier nicht schreiben.

JOËLLE TOURLONIAS, geboren 1985 in Hanau, hat Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Illustration und Malerei an der Bauhaus Universität Weimar studiert. 2009 machte sie sich selbstständig und zeichnet, malt, lebt und liebt heute in der Pampa in der Nähe von Frankfurt am Main.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Welt die uns zeigt wir sollen die Kinder ruhig viel länger in ihrer fantastischen Welt lassen und nicht immer gleich „so erwachsen“ reagieren.

Von mir 5 Sterne.